In der vorliegenden Ausarbeitung werden drei psychische Erkrankungen und ein somatisches Krankheitsbild vorgestellt und mit Modellen der Sozialen Arbeit verknüpft. Dabei handelt es sich um Depression, Angst, Sucht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Depression
2 Angst:
3 Sucht
4 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den theoretischen und methodischen Grundlagen der Sozialen Arbeit im Umgang mit psychischen Störungen und somatischen Erkrankungen auseinander, um praxisnahe Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren.
- Analyse psychischer Störungen wie Depression, Angst und Sucht.
- Anwendung entwicklungspsychologischer Modellfamilien.
- Einsatz des SORKC-Modells zur Verhaltensmodifikation.
- Implementierung von Empowerment-Konzepten in der klinischen Praxis.
- Differenzierung zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention bei somatischen Erkrankungen.
Auszug aus dem Buch
1 Depression
Die Entwicklungskonzepte lassen sich in vier Modellfamilien unterscheiden: Transaktionale Modelle, Aktionale Modelle, Exogenistische Modelle und Endogenistische Modelle (vgl. Schneider/Lindenberger 2012, S. 32). Die Theorien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Entstehungsursache. Demnach wird in vorliegendem Fall differenziert, ob Herr Müller selbst oder sein Umfeld einen Beitrag zur Entwicklung leistet (vgl. ebd., S. 32). Nachfolgende Tabelle stellt die Unterscheidungen dar.
Folgt man den Endogenistischen Modellen, so trägt weder Herr Müller noch seine Umwelt einen Einfluss auf der Entstehung der Erkrankung (vgl Schneider/Lindenberger 2012, S. 32 f.). Die Depression könnte z.B. von Gott oder anderen Mächten gewollt sein. Betrachtet man seine Situation jedoch aus Sicht der Exogenistischen Modelle, so werden die Umweltfaktoren in den Vordergrund gestellt (vgl. ebd., S. 32).
Demnach seien ausschließlich externe Faktoren wie beispielsweise die Trennung seiner Ehefrau und der Tod seiner Mutter verantwortlich, nicht jedoch der Betroffene selbst. Der eigenen Einflussnahme hingegen wird bei Aktionalen Modellen die alleinige Verantwortung zugeschreiben (vgl. ebd., S. 33 f.). Herr M. wird als Mitgestalter seiner eigenen Entwicklung angesehen und kann somit einen Einfluss auf seine eigene Entwicklung nehmen. Die Tatsache, dass er vor ein paar Monaten entschieden hat, das Fußballspielen aufzuhören und seitdem lieber allein sein will, könnte eine Entstehungsursache darstellen (vgl. ebd., S. 33 f.). Die bereits genannten externen und internen Faktoren werden nun in den Transaktionalen Modellen miteinander verknüpft (vgl. ebd., S.34 f.). Sowohl seine Umwelt (z.B. Scheidung, Tod der Mutter) als auch er selbst (Fußballspielen aufhören, Zeit allein) gelten als Ursache für seine Erkrankung. Diese Theorien gehen davon aus, dass sich ein Mensch in sozialen bzw. ökologischen Systemen bewegt und entwickelt. So liegt es nahe, dass Mensch und Umwelt ein Gesamtsystem bilden (vgl. ebd., S. 34).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Depression: Dieses Kapitel erläutert anhand von vier verschiedenen Entwicklungskonzepten die möglichen Ursachen für eine depressive Episode am Beispiel eines Fallberichts.
2 Angst: Hier wird das SORKC-Modell genutzt, um bei einer sozialen Phobie auslösende Einflüsse zu identifizieren und konkrete Interventionsansätze für die Soziale Arbeit abzuleiten.
3 Sucht: Das Kapitel beschreibt die vier Stufen des Empowerments als methodischen Ansatz, um Klientinnen in der Suchthilfe zur Selbstbefähigung und eigenständigen Lebensgestaltung zu führen.
4 Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Der Text stellt die Ursachen für Koronare Herzkrankheiten dar und erörtert, wie Soziale Arbeit präventiv durch Verhaltens- und Verhältnisprävention wirken kann.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Psychische Störungen, Depression, Soziale Phobie, Sucht, Empowerment, SORKC-Modell, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Koronare Herzkrankheit, Entwicklungspsychologie, Interventionsmethoden, Gesundheitsförderung, Lebenswelt, Krankheitsbewältigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung von Sozialarbeitenden mit verschiedenen psychischen Störungen und somatischen Erkrankungen sowie den daraus resultierenden Interventionsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Depression, Soziale Phobie, Suchterkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Behandlung durch spezifische soziale Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, theoretische Modelle und therapeutische Ansätze der Sozialen Arbeit auf konkrete Fallbeispiele anzuwenden, um die Handlungskompetenz in Beratung und Betreuung zu erhöhen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Anwendung des SORKC-Modells zur Verhaltensanalyse und das Konzept des Empowerments zur Ressourcenstärkung sowie auf Modelle der Entwicklungspsychologie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Kapitel, die jeweils ein Krankheitsbild analysieren und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Intervention oder Prävention aufzeigen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Empowerment, Soziale Phobie, SORKC-Modell, Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie die systemische Sicht auf den Menschen.
Wie unterstützt das SORKC-Modell laut dem Autor die Soziale Arbeit?
Es ermöglicht eine strukturierte Analyse von auslösenden Stimuli, organismischen Variablen, Reaktionen und Konsequenzen, um gezielte Interventionspunkte zur Verhaltensänderung zu finden.
Welche Bedeutung haben die „vier Stufen von Empowerment“ in der Suchtklinik?
Sie dienen als Leitfaden, um Klienten schrittweise vom Status der Anerkennung ihrer Expertenrolle bis hin zur selbstständigen Lebensführung und Eigenorganisation zu begleiten.
Inwiefern unterscheidet sich die Verhältnisprävention von der Verhaltensprävention bei Herzinfarkten?
Während die Verhaltensprävention auf das individuelle Gesundheitsverhalten des Einzelnen zielt, fokussiert die Verhältnisprävention auf die Veränderung der äußeren Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Warum wird im Kontext der Depression zwischen vier Modellfamilien unterschieden?
Die Unterscheidung hilft dabei, zwischen internen Faktoren (der Person) und externen Einflüssen (dem Umfeld) zu differenzieren, um die Entstehung der Depression besser zu verstehen.
- Arbeit zitieren
- Kathrin Müller (Autor:in), 2021, Auseinandersetzung mit psychischen Störungen und somatischen Erkrankungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438676