Diese Arbeit befasst sich mit der Thematik der Vorteilhaftigkeit von entweder Leasing oder Kauf von Betriebsvermögen. Dabei werden die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen beider Optionen betrachtet und eine Vorteilhaftigkeitsanalyse vorgenommen. Abschließend wird auch eine Untersuchung hinsichtlich einer betriebswirtschaftlich vorteilhaften Gestaltungsberatung vorgenommen. Dabei werden die Möglichkeiten Eigen- und Fremdkapital-Anschaffung und Leasing des jeweiligen Betriebsvermögens miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft
2 Anschaffung von Betriebsvermögen in Form von Kauf
3 Alternative Leasing
3.1 Allgemeine Informationen
3.2 Leasingformen
3.2.1 Vollamortisationsleasing
3.2.2 Teilamortisationsleasing
4 Steuerlicher Vergleich
4.1 Ertragsteuerlicher Vergleich
4.2 Umsatzsteuerlicher Vergleich
5 Beratung hinsichtlich betriebswirtschaftlich vorteilhafter Gestaltung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit vergleicht die Anschaffungsmodelle Kauf und Leasing für betriebliches Anlagevermögen, um Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage hinsichtlich steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Auswirkungen zu bieten.
- Analyse der verschiedenen Abschreibungsmethoden beim Unternehmenskauf
- Untersuchung der steuerlichen Behandlung unterschiedlicher Leasingarten
- Vergleich der Liquiditätswirkungen von Kauf, Kreditfinanzierung und Leasing
- Betrachtung der gewerbesteuerlichen Konsequenzen beider Finanzierungsmodelle
- Beratungsansätze zur Wahl der betriebswirtschaftlich vorteilhaftesten Gestaltung
Auszug aus dem Buch
3.1 Allgemeine Informationen
Im Vergleich zum herkömmlichen Kauf von Betriebsvermögen handelt es sich beim Leasing um ein moderneres Modell, um über notwendige Anlagen, Geräte oder ähnliche zu verfügen. Beim Leasing überlässt der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Leasingobjekt und erhält dafür eine Leasinggebühr. Dabei wird dies grundsätzlich in Form eines Leasingvertrages festgehalten. Durch diesen Vertrag ergeben sich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Beispiel hierfür ist die Fragestellung, ob „entweder der Leasingnehmer oder Leasinggeber die Haftung für die Instandhaltung, Beschädigung oder den Untergang der Sache“ übernimmt.70
Ein weiterer wichtiger Aspekte, der im Leasingvertrag geregelt wird, ist der Leasingzeitraum. Auch dabei gibt es unterschiedliche Gestaltungsspielräume, die zu unterschiedlichen steuerlichen Behandlungen führen. Darauf wird später genauer eingegangen. Aus dem Leasing ergibt sich, vor allem in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft, ein Vorteil, der darin besteht, dass Maschinen oder EDV- Anlagen in relativ kurzen Zeiträumen erneuert werden können. Dadurch können Unternehmen bzw. Systeme stets den aktuellen Anforderungen an Qualität und Quantität gerecht bleiben, ohne dass die Unternehmen dabei bei jeder Neuanschaffung den vollen Kaufpreis zahlen müssen. Da dieses Thema „seit Anfang der 1970er Jahre erhebliche wirtschaftliche Bedeutung“ innehat, sah sich auch das Bundesministerium der Finanzen dazu verpflichtet, sich mit dem Leasing zu beschäftigen.71
Daher ergingen zwischen den Jahren 1971 und 1992 insgesamt vier Leasing Erlasse. Zwei davon beziehen sich auf Immobilien und zwei auf Mobilien, also bewegliche Wirtschaftsgüter. Da sich diese Arbeit vorrangig mit dem Vergleich von Kauf und Leasing von Anlagevermögen befasst, wird hier lediglich auf die Leasing Erlasse der Mobilien eingegangen. Die übergeordnete Unterteilung von Mobilien-Leasingverträgen ergibt sich aus den beiden gesonderten Erlassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft: Dieses einführende Kapitel erläutert den wachsenden Anpassungsdruck auf Unternehmen durch technischen Fortschritt und die Notwendigkeit moderner Anschaffungsmodelle wie Leasing.
2 Anschaffung von Betriebsvermögen in Form von Kauf: Hier werden die steuerlichen und handelsrechtlichen Aspekte beim Erwerb von Anlagevermögen, insbesondere die verschiedenen Abschreibungsmöglichkeiten, detailliert dargelegt.
3 Alternative Leasing: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen den Leasingformen Voll- und Teilamortisation sowie die Erläuterung ihrer Einordnung in steuerliche Rahmenbedingungen.
4 Steuerlicher Vergleich: Dieses Kapitel stellt die steuerlichen Konsequenzen von Kauf und Leasing gegenüber und untersucht dabei ertrag- sowie umsatzsteuerliche Unterschiede.
5 Beratung hinsichtlich betriebswirtschaftlich vorteilhafter Gestaltung: Den Abschluss bildet eine praxisorientierte Beratungshilfe, die Faktoren wie Liquiditätsbedarf, Eigenkapitalrendite und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten abwägt.
Schlüsselwörter
Anlagevermögen, Kauf, Leasing, Vollamortisation, Teilamortisation, Abschreibung, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Investitionsabzugsbetrag, Liquidität, Betriebsausgaben, Steuerstundung, Barwertprinzip, Finanzierungsleasing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Vergleich der Investitionsmodelle Kauf und Leasing für Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die buchhalterische Behandlung von Anschaffungskosten, die steuerliche Abschreibung, Leasing-Erlasse des BMF sowie der Einfluss dieser Modelle auf Steuerlast und Liquidität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, für Unternehmen Entscheidungskriterien aufzuzeigen, ob Leasing oder Kauf (mit oder ohne Fremdfinanzierung) im konkreten Einzelfall vorteilhafter ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und Auswertung geltender Steuergesetze sowie BMF-Schreiben, ergänzt durch eine kapitalwertorientierte Beispielrechnung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Es werden detailliert Aspekte wie Abschreibungsmethoden für Anlagegüter, die verschiedenen Leasingformen, Steuerstundungsmodelle sowie die steuerlichen Auswirkungen auf Einkommen- und Gewerbesteuer erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Anlagevermögen, Finanzierungsleasing, Betriebsausgabenabzug, Investitionsabzugsbetrag, Steuerbarwert, Liquiditätsmanagement.
Wie wirkt sich die Sonderabschreibung auf die Planung aus?
Die Sonderabschreibung ermöglicht eine zusätzliche, flexible Gewinnminderung in den ersten Jahren der Anschaffung, was für kleine und mittlere Unternehmen eine attraktive Steuerstundung darstellt.
Warum unterscheidet das BMF zwischen verschiedenen Leasingarten?
Die Unterscheidung ist für die bilanzielle Zurechnung des Leasingobjekts essenziell, die wiederum bestimmt, welcher Vertragspartner das Gut abschreiben darf und wer die steuerliche Last trägt.
Welche Rolle spielt die Gewerbesteuer bei der Entscheidung?
Da 5% der Leasingraten für bewegliche Güter dem steuerpflichtigen Gewinn hinzugerechnet werden können, beeinflusst dies die Attraktivität des Leasings, wobei jedoch Freibeträge für Hinzurechnungen existieren.
Ergibt Leasing immer einen steuerlichen Vorteil gegenüber dem Kauf?
Nein. Ob Leasing oder Kauf vorteilhafter ist, hängt stark vom individuellen Steuersatz des Unternehmens, dem Zinsniveau und der spezifischen Leasingkonstruktion (Voll- vs. Teilamortisation) ab.
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- Jonathan Barite (Autor), 2021, Vergleich von Kauf und Leasing unter Betrachtung steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1439148