Markteintritt von multinationalen Unternehmen in Indien

Eine Übersicht über Strategien und empirische Evidenz


Seminararbeit, 2007

41 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung

2 Multinationale Unternehmen in Indien — Ein Cberblick
2.1 Begrifflichkeit und Merkmale multinationaler Unternehmen
2.2 Rahmenbedingungen des Standorts Indien
2.2.1 Standortvorteile und Marktchancen
2.2.2 Standortnachteile und Barrieren

3 Optionale Markteintrittsstrategien multinationaler Unternehmen in Indien
3.1 Funktionale Markteintrittsformen multinationaler Unternehmen
3.1.1 Markteintritt in Indien über Außenhandelsstrategien
3.1.2 Markteintritt in Indien über vertragliche Strategien
3.2. Institutionelle Markteintrittsformen multinationaler Unternehmen
3.2.1 Markteintritt in Indien über Alleingang und Akquistionsstrategien
3.2.2 Markteintritt in Indien über Kooperationsstrategien

4 Statistische Bedeutung der wesentlichen Markteintrittsstrategien
4.1 Entwicklung der Auflenhandelstätigkeiten in Indien
4.2 Entwicklung der Direktinvestitionen in Indien
4.3 Empirische Relevanz wesentlicher Markteintrittsformen in Indien

5 Kritische Auseinandersetzung mit der relativen Bedeutung multinationaler Unternehmenfür Indien

6 Schlussbetrachtung

Anhang
Anhang 1: Eklektische Theorie der Internationalisierung nach Dunning
Anhang 2: Entwicklung deutscher Handelstätigkeiten mit Indien
Anhang 3: Zuflüsse unsichtbarer Posten nach Indien
Anhang 4: Entwicklung der indischen Exporte von Gütern und Dienstleistungen
Anhang 5: Durchschnittliche Anzahl ausländischer Direktinvestitionen und durchschnittlicher Wert der getätigten Direktinvestitionen pro Jahr
Anhang 6: Aufspaltung der Direktinvestitionen in Indien nach Ländern und Industrien
Anhang 7: Langfristige Attraktivität Indiens im Vergleich
Anhang 8: Empirische Relevanz der institutionellen Markteintrittsformen in Indien
Anhang 9: Arten von Offshoring
Anhang 10: Indien liegt als Offshore-Standort weltweit in Führung
Anhang 11: Wichtigste Handelspartner Indiens im ITO- und BPO-Segment
Anhang 12: Verlagerung von IT-Prozessen multinationaler Unternehmen nach Indien
Anhang 13: Indikatoren zum Außenhandel asiatischer Staaten im Vergleich
Anhang 14: Indiens Anteil am Welthandel und sein Handelsdefizit

Literaturverzeichnis

Abkiirzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Indien, das Land mit der weltweit zweithöchsten Bevölkerungsrate nach China und mehr als 1,049 Milliarden Einwohnern im Jahr 20041, stand noch vor wenigen Jahren für Unproduktivität und wenig wirtschaftliche Attraktivität. Dies hat sich gewandelt und Indien gewinnt nun multinationale Unternehmen zunehmend als Investitionsstandort und Absatzmarkt an Attraktivität.2 Die indische Wirtschaft ist in den letzten Jahren im Durchschnitt um 5,9% pro Jahr gewachsen und das Bruttoinlandsprodukt des Subkontinents hat sich im gleichen Zeitraum beinahe verdoppelt.3 Unternehmen erkennen das Potential des Landes und allein im Jahr 2000 haben bereits mehr als 3000 multinationale Unternehmen wie General Electric, McDonalds oder Nestle den Markteintritt über 100%ige Tochtergesellschaften, Joint Ventures oder strategische Allianzen nach Indien gewagt.4 Trotz bestehender Standortnachteile, wie einem hohen Korruptionslevel und einer schlechten Infrastruktur, ist Indien heute als Investitionsstandort so attraktiv wie nie.5

In einem Interview mit dem GE Landesvorstand Indien, Scott Baymann, äußert sich dieser beispielsweise wie folgt: „Almost every global company has woken up to India. I’ve met most the companies coming here or making plans to be here.”6 Es scheint folglich, dass multinationale Unternehmen ihre Chance auf dem Subkontinent nutzen sollten, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Damit rückt zum einen für die Unternehmen die Frage der geeigneten Markteintrittstrategie in den Fokus, zum anderen ergibt sich die Notwendigkeit einer Analyse der bisherigen Bedeutung multinationaler Unternehmen auf dem indischen Markt.

Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, einen Überblick über optionale Markteintrittsformen auf Basis der in Indien vorherrschenden Rahmenbedingungen zu geben, um dann die jeweiligen Strategien im Hinblick auf ihre empirische Bedeutung und Entwicklung zu untersuchen.

1.2 Gang der Untersuchung

Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine definitorische Erläuterung des Begriffs der multinationalen Unternehmung (Abschnitt 2.1) und eine Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen des Standorts Indien (Abschnitt 2.2). Darauf aufbauend werden im dritten Kapitel die optionalen Markteintrittsstrategien multinationaler Unternehmen in Indien erläutert. Zunächst werden dazu die wesentlichen funktionalen Markteintrittsstragegien vorgestellt (Abschnitt 3.1), die in Außenhandelsstrategien (Abschnitt 3.1.1), sowie vertragliche Markteintrittstrategien (Abschnitt 3.1.2) unterteilt werden. Im Abschnitt 3.2 werden dann die institutionellen Markteintrittsstrategien über Direktinvestitionen näher erläutert. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Unterteilung der institutionellen Markteintrittsstrategien in Alleingang- und Akquisitionsstrategien (Abschnitt 3.2.1) sowie Kooperationsstrategien (Abschnitt 3.2.2).

Im vierten Kapitel wird eine Auseinandersetzung mit der statistischen Bedeutung der zuvor vorgestellten Markteintrittstrategien vorgenommen. Die empirische Analyse der Tätigkeiten multinationaler Unternehmen in Indien orientiert sich auch in Kapitel 4 an der zuvor vorgenommenen Differenzierung in Außenhandels- und Direktinvestitionsstrategien. Dabei wird sowohl auf die Entwicklung der Außenhandels-und Direktinvestitionstätigkeiten (Abschnitt 4.1 und 4.2), als auch auf die empirische Relevanz wesentlicher Markteintrittsformen in Indien eingegangen. Das fünfte Kapitel setzt sich kritisch mit der relativen Bedeutung multinationaler Engagements in Indien auseinander. Zum Schluss werden in Kapitel 5 wesentliche Aspekte der Arbeit zusammengefasst und ein Fazit gezogen.

2 Multinationale U nternehmen in Indien — Ein U berblick

2.1 Begriftlichkeit und Merkmale multinationaler Unternehmen

Minimalkonsens besteht darüber, dass eine multinationale Unternehmung eine Organisation ist, die zusätzlich zur Wertschöpfungserstellung in ihrem Heimatmarkt mehr als eine Produktionseinrichtung im Ausland besitzt.7 Die OECD grenzt den Begriff der multinationalen Unternehmung schärfer ab und bezieht sich auf die Definition Dunnings. Dieser versteht die multinationale Unternehmung als „enterprise that engages in foreign direct investment and owns or controls value–adding activities in more than one country.“ Diese Definition legt nahe, dass das Errichten von nationalen, autonomen Einheiten oftmals mit der internationalen Expansionsstrategie des Geschäftstransfers verbunden ist. Aus diesem Grund wird der Markteintritt über Direktinvestitionen detailliert betrachtet werden.

In der Literatur existieren eine Fülle weiterer Definitionen der multinationalen Unternehmung mit ähnlichem Wortlaut. Über eine einheitliche Definition herrscht jedoch bis dato kein Konsens.8 Daher soll das Verständnis der multinationalen Organisation über das Aufzeigen charakteristischer Merkmale geschaffen werden. Hierzu bieten sich in der Literatur zahlreiche quantitative sowie qualitative Konzepte der international operierenden Unternehmung an. Aufgrund des Umfanges dieser Konstrukte soll im Folgenden nur das Konzept nach Bartlett/Ghoshal zur Vermittlung der wesentlichen Charakteristika herangezogen werden.9 Demnach strebt die multinationale Unternehmung nach einer dezentralen Koordination und Steuerung der einzelnen Unternehmensprozesse. Ziel soll es sein, durch das Errichten autonomer nationaler Einheiten eigenständige Teileinheiten, die nationale Spezifika berücksichtigen, mit der internationalen Strategie der Muttergesellschaft zu kombinieren.10 Unter multinationalen Firmen werden sowohl die „Global Players“ wie beispielsweise General Motors und IBM, als auch Kleinunternehmen und Mittelständler, die in mindestens zwei Ländern Teile der Wertschöpfung erbringen, verstanden.11 Der Unterschied zwischen der multinationalen Unternehmung und der transnationalen Unternehmung besteht darin, dass die globale Firma nicht mehr über einen Hauptstammsitz verfügt, von welchem aus die Koordination erfolgt, sondern dass sie global im Rahmen einer „netzwerkartigen Organisation“12 agiert.13

2.2 Rahmenbedingungen des Standorts Indien

Nachdem ein allgemeines Verständnis der multinationalen Unternehmung geschaffen worden ist, soll im Folgenden der Standort Indien im Bezug auf dessen Anreize und Barrieren für multinationale Organisationen genauer analysiert werden.

Durch die 1991 eingeleiteten Reformen ist nun auch Indien auf dem Weg von einem der ärmsten Länder der Welt hin zu einem global bedeutungsvollen Wirtschaftspartner- und standort.14 Zuvor gehörte Indien zu einem der geschlossensten Wirtschaftssysteme weltweit, was auf die hohen Staatseinfluss zurückzuführen war und stellte sich des Weiteren als wenig attraktiv für multinationale Kapitaltransfers oder Exporttätigkeiten dar.15 Durch die Liberalisierung der Märkte verbunden mit der Konsolidierung des Staatshaushaltes, der Bekämpfung der Inflation und der Deregulierung des Finanzmarktes16 wurde jedoch insbesondere Indiens restriktive Direktinvestitionspolitik erweitert, die 1973 unter dem Foreign Exchange Regulation Act formuliert worden war.17 Weitere wichtige Veränderungen, die sich aus den Reformen ergaben, waren unter anderem eine Entspannung der Industrieregulationen, die Senkung staatlicher Subventionen und die Vereinfachung der Wechselkurskontrollen für Exporttätigkeiten.18

2.2.1 Standortvorteile und Marktchancen

Einer der wesentlichsten Gründe für Unternehmen den indischen Markt zu betreten, stellt das hohe prognostizierte Wachstum der indischen Volkswirtschaft dar. So ist das indische Bruttoinlandsprodukt innerhalb der letzten 16 Jahre jährlich im Durchschnitt um 5,9% gestiegen. Prognosen der Deutsche Bank zufolge hält dieser Trend an, so dass Indien bis 2020 mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 5,5% per anno Wachstumsführer der Weltwirtschaft sein wird.19 Damit wird Indien bis 2010 Japan den Platz als drittgrö13te Volkswirtschaft der Welt - gemessen an deren Kaufkraftparität - streitig machen und kann ein mehr als dreifach höheres jährliches Wirtschaftswachstum als Deutschland mit 1,5% vorweisen.20 Neben dem Marktwachstum ist auch das Marktvolumen ein wesentlicher Entscheidungsgrund für den Markteintritt in Indien. Nach Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey&Company zufolge wird Indien sich bis 2025 zum fünftgrö13ten Konsumentenmarkt der Welt entwickeln21 und somit als Handels- und Investitionsstandort für multinationale Unternehmen unumgänglich sein. Hinzu kommen die niedrigen Lohnkosten in Indien. Während eine Arbeitskraft in der Produktion in Deutschland circa 32,5 US$ pro Stunde kostet, so sind es in Indien 0,6 US$.22 Die Qualität der indischen Arbeiter, wie auch Akademiker erweist sich als sehr hoch. Verantwortlich dafür ist ein gutes Ausbildungssystem. Weil die indische Regierung viel Wert auf die Förderung von Eliten legt, haben die 380 Universitäten und 1500 Forschungsinstitute äußerst hohe Ausbildungsstandards und ein Niveau, welches manch westliche Bildungsinstitution weit übertrifft.23 Hinzu kommt, dass 53% der Bevölkerung unter 25 Jahre alt ist und somit eine hohe Zahl junger Akademiker auf den Arbeitsmarkt strömt.24

2.2.2 Standortnachteile und Barrieren

Eine Analyse möglicher Standortproblematiken ist in die Untersuchungsbereiche der Investitionsbarrieren einerseits und der Handelsbarrieren andererseits zu trennen. Für den Handel mit Indien bestehen Standortnachteile insbesondere im Hinblick auf Wechselkursvolatilitäten, Transportzeiten- und kosten sowie hohen Zöllen.25

Ein wesentliches Argument gegen eine Investition in Indien ist die schlechte Infrastruktur. Ein miserables Straßennetz sowie der Zustand der indischen Häfen erschweren den Geschäftsalltag und reibungslosen Ablauf der Wertschöpfungsprozesse von Unternehmen. Zudem ist Indien im Hinblick auf seine Energieversorgung als problematisch anzusehen. Mit 17 Stromausfällen im Monat ist die Infrastruktur der Stromversorgung als mangelhaft einzustufen. Im Vergleich mit anderen asiatischen Märkten wie Malaysia oder China ist sie darüber hinaus überteuert. Um insbesondere den ansteigenden Exportaktivitäten gerecht zu werden, sind Investitionen für die Erneuerung von Häfen von bis zu 11 Milliarden Euro bis 2012 notwendig.26

Neben der schlechten Infrastruktur sorgt ein Verwaltungsapparat aus kolonialen Zentralverwaltungszeiten für Überbürokratisierung, Korruption und ein restriktives Rechts- und Regulierungssystem. Der ehemalige hohe Staatseinfluss ist noch in vielen Bereichen der Wirtschaft zu spüren und die jahrzehntelange Marktabschottung und späte Liberalisierung führte auch zu einer tendenziellen Abneigung vieler indischer Unternehmen gegenüber multinationalen Unternehmen, die um eine Erhöhung des Wettbewerbs fürchteten.27 Aus Berichten der Weltbank geht hervor, dass die Gründung einer Unternehmung elf Verwaltungsschritte in einem Zeitraum von ca. 71 Tagen benötigt, während dieses Prozedere in anderen asiatischen Ländern in der Hälfte der Zeit abgewickelt werden kann. Auch die langwierige Zollabfertigung für Exporteure erweist sich als nachteilig. Während diese in Indien bis zu 5 Tagen beträgt, liegt die weltweite Norm bei 18 Stunden.28 An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass seit Ende 2004 circa 27.000 exportorientierte Zonen geschaffen wurden, die die Zollproblematik durch eine Senkung notwendiger Auflagen weitgehend minimiert haben und steuerliche Vergünstigungen beinhalten.29 Den genannten Nachteilen schließt sich die Korruptionsproblematik an. Laut Transparency International gehört Indien auch aktuell noch zu einem der korruptesten Länder der Welt.30 Eine weitere Barriere für ein Engagement in Indien ist das strenge Arbeitsrecht Indiens. Aufgrund des hohen Kündigungsschutzes indischer Arbeitnehmer, ist eine flexible Verteilung von Humanressourcen schwierig und somit die Möglichkeit zu kurzfristigen effizienzsteigernden Maßnahmen eingeschränkt. Untersuchungen zufolge, gehört Indien im weltweiten Vergleich zur Spitzengruppe, was den Kündigungsschutz von Arbeitern betrifft.31

Indien hat somit trotz der wirtschaftspolitischen Wende 1991 immer noch eine „stark kontrollierte“ Wirtschaft32 und steht auf einer internationalen Skala zur wirtschaftlichen Freiheit des Heritage Foundation&Wall Street Journals auf Platz 119 von 156 Staatenrängen.33 Diese Positionierung beruht vor allem auf den „unfreien Aspekten“34 der hohen Handelsbeschränkungen und Handelskorruption, der immensen Steuerauflagen, der staatlichen Einflussnahme bei der Kreditvergabe, sowie den strikten Regulierungen und dem ausgeprägten Schwarzmarkthandel.

3 Optionale Markteintrittsstrategien multinationaler Unternehmen in Indien

Erwägen multinationale Unternehmen einen Markteintritt in Indien bieten sich ihnen diverse Strategien an, die sich wesentlich voneinander unterscheiden und auf Basis der jeweiligen Unternehmensspezifika wie z.B. des bestehenden Management-Know-Hows getroffen werden sollten. Ein Überblick über die empirisch relevantesten Markteintrittsstrategien soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit gegeben werden. In Anlehnung an die von Dülfer vorgenommenene Systematisierung35 sollen vorerst die funktionalen Markteintrittsformen, die auf eine weniger starke Bindung der Partner bei der Zusammenarbeit ausgerichtet sind und bei welchen der Schwerpunkt der Produktion im Heimatland verbleibt (Abschnitt 3.1), erläutert werden. Im Anschluss daran werden diejenigen instititutionellen Formen betrachtet, die mit einer höheren Bindungsintensität der Partner und mit einer Produktion in Indien (Abschnitt 3.2) einhergehen. Diese Reihenfolge wird gewählt, da sich der Prozess der Internationalisierung multinationaler Unternehmen in der Regel durch einen sequentiellen Übergang von Außenhandel zu Formen des Geschäftstransfers auszeichnet.36

3.1 Funktionale Markteintrittsformen multinationaler Unternehmen

Im Folgenden wird dem Leser eine Übersicht über die Formen und Motive funktionaler Markteintrittstrategien gegeben.

3.1.1 Markteintritt in Indien fiber Aul3enhandelsstrategien

Laut Kutschker/Schmid bezeichnet Export das Absetzen eigens im Heimatland produzierter Güter und Dienstleistungen im Ausland.37 Dabei kann der Export sowohl direkt als auch indirekt erfolgen.38 Werden alle Güter über die eigene Verkaufseinheit direkt an den Abnehmer gesandt, ist die Rede vom direkten Export.39 Wird zwischen die Außenhandelsaktivitäten ein Intermediär im Inland eingeschaltet, spricht man von indirektem oder mittelbarem Außenhandel.40 Neben direktem und indirektem Export wird als weitere Basisform des Aul3enhandels der Transithandel verstanden. Transithandel bezeichnet solche Aul3enhandelstätigkeiten, bei denen die Erzeugnisse nicht direkt an das Ausland geliefert werden, sondern über den Transithändler in einem Drittland in das Ausland gelangen.41 Die Transitausfuhr multinationaler Unternehmen erfolgt zumeist dann, wenn aufgrund rechtlicher oder politischer Regelungen kein direkter Export zwischen den jeweiligen Ländern erfolgen kann.

[...]


1 Vgl. Business-Guide Indien (2006), S. 21.

2 Vgl. Asia-Invest (2002), S. 17.

3 Vgl. Deutsche Bank Research (2006), S. 7.

4 Vgl. Sinha (2004), S. 37.

5 Vgl. Gosalia (1998), S. 299.

6 Vgl. Engardio (2007), S. 163.

7 Vgl. Dunning (1993), S. 93.

8 Vgl. Aharoni (1971), S. 27

9 Zur weiteren Vertiefung der Konzepte internationaler Unternehmen können die Konzepte von Perlmutter, sowie Bartlett/Ghoshal herangezogen werden. Eine übersichtliche Darstellung findet sich in Kutschker/Schmid (2006), S. 279 ff.

10 Vgl. Bartlett/Ghoshal (1990a), S. 32.

11 Vgl. Belew (2000), S. 403.

12 Vgl. Kutschker/Schmid (2006), S. 290.

13 Vgl. Rohleder (2004), S. 42 ff.

14 Wesentliche Ziele der Reform waren neben einer Reduktion der fiskalischen Defizite und des Inflationsanstiegs, u.a. die Förderung externer Investitionen und ein Anstieg des Au13enhandels. Vgl. Asia Invest (2002), S. 25.

15 Vgl. Rieger (1991), S. 91 f.

16 Vgl. Gosalia (1997), S. 69.

17 Vgl. Kehal (2005), S. 137.

18 Vgl. Asia Invest (2002), S. 25.

19 Vgl. Deutsche Bank Research (2005a), S. 4.

20 Vgl. Kaufmann/Panhans/Steinrücke u.a. (2006), S. 10.

21 Vgl. McKinsey Global Institute (2007), S. 8.

22 Vgl. Zotz (2006), S. 77.

23 Vgl. Pilny (2006), S. 76.

24 Vgl. Kaufmann/Panhans/Steinrücke u.a. (2006), S. 16-20.

25 Vgl. Kaufmann/Panhans/Steinrücke u.a. (2006), S. 35-40.

26 Vgl. Müller (2006), S. 169.

27 Vgl. Kutschker/Bendt (1999), S. 115.

28 Vgl. Müller (2006), S. 173-175.

29 Vgl. Waldkirch (2006), S. 86.

30 Vgl. Asia Invest (2002), S. 20.

31 Vgl. Müller (2006), S. 176.

32 Vgl. Bierbrauer (2002), S. 147.

33 Vgl. Heritage Foundation & Wall Street Journal (2002), S. 21 ff.

34 Vgl. Heritage Foundation & Wall Street Journal (2002), S. 21 ff.

35 Vgl. Kutschker/Schmid (2006), S.825 ff.

36 Vgl. UNCTAD (1997), S. 75 ff..

37 Vgl. Kutschker/Schmid (2006), S. 17.

38 Vgl. Perlitz (1995), S. 222.

39 Vgl. Fischer (1973), S. 34.

40 Vgl. Kutscher/Schmid (2006), S. 17.

41 Vgl. Kutschker/Schmid (2006) S. 29 ff.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Markteintritt von multinationalen Unternehmen in Indien
Untertitel
Eine Übersicht über Strategien und empirische Evidenz
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Wirtschaftliche Fakultät Ingolstadt)
Veranstaltung
Management in Indien
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
41
Katalognummer
V144011
ISBN (eBook)
9783640520114
ISBN (Buch)
9783640521562
Dateigröße
820 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markteintritt, Unternehmen, Indien, Eine, Strategien, Evidenz
Arbeit zitieren
Johanna Schlereth (Autor), 2007, Markteintritt von multinationalen Unternehmen in Indien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144011

Kommentare

  • Gast am 2.2.2010

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Titel: Markteintritt von multinationalen Unternehmen in Indien



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