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Religion - Historisch-kritische Exegese der Perikope Mk 8,22-26

Titre: Religion - Historisch-kritische Exegese der Perikope Mk 8,22-26

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 45 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Nienhaus (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Ein Jude / eine Jüdin ist kein Jude / keine Jüdin, wenn er / sie nicht täglich mit einem Wunder rechnet.“ Dieser Satz zeigt, dass er sich den jüdischen Glauben nicht ohne Wunderglauben vorstellen kann, aber kann es überhaupt eine religiöse Grundeinstellung ohne Wunderglauben geben? Wunder beziehen sich auf Mächte außerhalb des menschlichen Handlungsbereichs, was jedoch nicht heißen soll, dass menschliche Planungen unnötig seien, sondern Wunder bieten Hoffnung für die Fälle, in denen sich Menschen machtlos fühlen und ihren Ängsten ausgesetzt sind. Diese Hoffnungen haben jedoch alle Menschen und sind nicht von der Konfession abhängig. Von daher sollte der zu Beginn zitierte Satz nicht nur für Juden gelten, sondern für die gesamte Menschheit, denn Wunder sind Werke Gottes, die er dort vollbringen kann, wo Menschen dafür zugänglich sind.
Dass das auch der Fall ist, soll anhand der Bibelstelle Mk 8,22 – 26 gezeigt werden. Es wird die Bibelstelle wissenschaftlich interpretieren, um die Umstände der Handlung zu verstehen und falsche Eindrücke, wie zum Beispiel das nur für Juden der Wunderglaube unerlässlich ist, ausräumen. Dafür werden die methodischen Schritte der historisch-kritischen Exegese genutzt, die als älteste Auslegungsart und als Basis für Interpretationen biblischer Texte gilt. Historisch bedeutet dabei, dass der biblische Text auf seine geschichtliche Situation und die Entstehungsgeschichte hin untersucht wird.
Zu den dafür vorgesehenen Methoden gehören die Literarkritik, die Linguistik, die Formgeschichte, die Traditionsgeschichte sowie die Redaktions- und Kompositionskritik, die wichtig sind, um den Text als Teil der damaligen historischen Kommunikationssituation zu erklären, zu rekonstruieren und somit eine intensive Auseinandersetzung mit dem Text garantieren, um dessen ursprünglichen Sinn weitestgehend zu erfassen.
Da nun wirkliche Beweise fehlen, gibt die folgende Exegese nur Hypothesen ab. Sie umfasst dennoch die wichtigsten Punkte in relativ objektiver Sicht und gilt daher als Basis, da sie den allgemeinen wissenschaftlichen Prinzipien der Freiheit und Kritik entspricht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gliederung der Textstelle Mk 8,22-26

3. Literarkritik

3.1 Kontextabgrenzung

3.2 Untersuchung auf Inkohärenz

3.3 Synoptischer Vergleich

4. Linguistik

4.1 Sprachlich-syntaktische Analyse

4.2 Semantische Analyse

4.3 Narrative Analyse

4.4 Pragmatische Analyse

5. Formgeschichte

5.1 Analyse der Motive

5.2 Sitz im Leben

6. Traditionsgeschichte

7. Redaktions- und Kompositionskritik

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Wundergeschichte von der Heilung eines Blinden bei Bethsaida (Mk 8,22-26) mithilfe der historisch-kritischen Exegese wissenschaftlich zu interpretieren. Dabei soll insbesondere das Verständnis für die Handlungszusammenhänge geschärft und der Vorwurf entkräftet werden, dass der Glaube an Wunder exklusiv auf den jüdischen Kontext beschränkt sei, indem der symbolische Charakter der Erzählung als Heilszusage für alle Menschen herausgearbeitet wird.

  • Historisch-kritische Exegese des Markus-Textes
  • Stufenweise Wunderheilung als theologisches Symbol
  • Traditions- und Redaktionsgeschichte der Perikope
  • Die Rolle des Glaubens als notwendige Voraussetzung für das Wirken Jesu
  • Stellung der Perikope im markinischen Gesamtkontext (Messiasgeheimnis)

Auszug aus dem Buch

3.1 Kontextabgrenzung

Vergleicht man die Perikopen Mk 8,14-21, Mk 8,22-8,26 und Mk 8,27-30 miteinander, lässt sich zunächst ein Personenwechsel erkennen. In Mk 8,14 – 21 tritt Jesus mit seinen Jüngern auf. Diese werden zwar nur mit ‚sie’ bezeichnet, aber anhand des Inhalts und der vorausgehenden Perikopen, lässt sich erkennen, dass es sich dabei um Jesu Jünger handeln muss.

In Mk 8,22 – 26 steht das ‚sie’ in Vers 22a für die Menge, die ihm, also Jesus, den Blinden bringt, der die Menge in Vers 24b als Menschen bezeichnet. Also handelt diese Perikope von Jesus, dem Blinden, der nicht weiter charakterisiert wird und der Menge, die ebenfalls nicht genauer thematisiert wird. Während die Jünger gar nicht erwähnt werden, ist Jesus in Mk 8,27 – 30 wieder mit ihnen zusammen. Nach meiner vorliegenden Übersetzung werden sie als Schüler Jesu bezeichnet, wobei Petrus namentlich erwähnt wird, als er eine Frage Jesu beantwortet und das zeigt, dass die Schüler seine Jünger sind, denn Petrus ist einer von ihnen und außerdem ist in anderen Übersetzungen von den Jüngern die Rede.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Wunderglauben als allgemeines menschliches Bedürfnis dar und erläutert die methodische Herangehensweise der historisch-kritischen Exegese zur Analyse des Markus-Textes.

2. Gliederung der Textstelle Mk 8,22-26: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte, versweise Aufschlüsselung der Heilungsgeschichte, um die narrative Struktur für die anschließenden Analysen transparent zu machen.

3. Literarkritik: Die literarkritische Untersuchung prüft den Text auf Unstimmigkeiten, analysiert den umgebenden Kontext sowie synoptische Parallelen, um die Eigenständigkeit der Perikope zu belegen.

4. Linguistik: In diesem Teil wird die sprachliche Gestalt durch syntaktische, semantische, narrative und pragmatische Analysen untersucht, um die Intention und Wirkungsweise des Textes auf den Leser zu erschließen.

5. Formgeschichte: Die Formgeschichte klassifiziert die Wundergeschichte anhand fester Gattungsmerkmale und beleuchtet den „Sitz im Leben“, also den Verwendungskontext in der frühen christlichen Gemeinde.

6. Traditionsgeschichte: Hier wird der Frage nachgegangen, welche mündlichen Überlieferungen und Traditionen dem heutigen Text zugrunde liegen und wie diese geformt wurden.

7. Redaktions- und Kompositionskritik: Dieses Kapitel analysiert, wie der Evangelist als Redaktor das Material theologisch bearbeitet, in den Gesamtzusammenhang des Markusevangeliums eingeordnet und interpretiert hat.

8. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die methodischen Grenzen der Exegese sowie die Bedeutung des Textes für das eigene Glaubensverständnis.

Schlüsselwörter

Neues Testament, Markus-Evangelium, Historisch-kritische Exegese, Wundergeschichte, Heilung eines Blinden, Bethsaida, Literarkritik, Linguistik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte, Redaktionskritik, Messiasgeheimnis, Glaube, Wunderglaube, Heidenmission.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Exegese der biblischen Perikope von der Heilung eines Blinden bei Bethsaida gemäß Markus 8,22-26.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Analyse der literarischen Struktur, die Einordnung des Textes in die Wirkungsgeschichte Jesu und die Bedeutung des Wunders als symbolisches Heilsereignis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch historisch-kritische Methoden zu verstehen, wie der Text als eigenständige Perikope fungiert und welche theologischen Absichten der Evangelist Markus damit verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die klassischen Methoden der historisch-kritischen Exegese zum Einsatz: Literarkritik, Linguistik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte sowie Redaktions- und Kompositionskritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Anwendung der genannten exegetischen Methoden, angefangen bei der Kontextabgrenzung bis hin zur Analyse der redaktionellen Absichten im gesamten Markusevangelium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wundergeschichte, Markus-Evangelium, Exegese, Messiasgeheimnis und den christlichen Wunderglauben geprägt.

Warum wird die stufenweise Heilung im Text so genau untersucht?

Die stufenweise Heilung dient als zentrales Indiz für die literarische Komposition; sie unterstreicht die narrative Spannung und dient zudem als theologisches Symbol für den schrittweisen Erkenntnisprozess des Glaubens.

Welche Rolle spielt das "Messiasgeheimnis" in diesem Text?

Das Schweigegebot nach der Heilung ist ein typisch markinisches Element, das den Leser darauf hinweisen soll, dass Jesu wahre Identität erst am Ende seines Weges, insbesondere durch die Ereignisse an Ostern, vollständig begriffen werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Religion - Historisch-kritische Exegese der Perikope Mk 8,22-26
Université
University of Paderborn
Note
1,3
Auteur
Jennifer Nienhaus (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
45
N° de catalogue
V144082
ISBN (ebook)
9783640530571
ISBN (Livre)
9783640530878
Langue
allemand
mots-clé
Religion Historisch-kritische Exegese Perikope
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Nienhaus (Auteur), 2008, Religion - Historisch-kritische Exegese der Perikope Mk 8,22-26, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144082
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Extrait de  45  pages
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