Die vorliegende Hausarbeit widmet sich der Analyse des Sprungkrafttrainings bei Jugendlichen im Anschlusstraining des Eiskunstlaufens. Durch ein detailliertes Anforderungsprofil des Eiskunstlaufens werden die physischen und psychischen Voraussetzungen für das Einzellaufen und die Sprünge aufgezeigt. Die sportbiographischen Hintergründe der Läufer werden beleuchtet, um die gezielte Trainingsperiode zu rechtfertigen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Sprungkrafttraining als leistungslimitierendem Faktor. Ein maßgeschneiderter Trainingsplan wird präsentiert, der die spezifischen Bedürfnisse der Läufer berücksichtigt. Die Hausarbeit schließt mit einer klaren Abgrenzung von anderen Trainingsaspekten auf dem Eis oder Off-Ice, um den Fokus auf das Sprungkrafttraining zu betonen.
Inhaltsverzeichnis
II Einleitung
III Anforderungsprofil Eiskunstlaufen
IV (Sport)-biographische Hintergründe der Eiskunstläufer
V Sprungkrafttraining
VI Trainingsplan Erläuterung
VII Evaluation
VIII Appendix
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein gezieltes Sprungkrafttraining für Leistungssportler im Eiskunstlauf zu konzipieren, um die sportliche Leistung in der Phase des Anschlusstrainings zu optimieren und eine sichere Landung zu gewährleisten.
- Analyse des Anforderungsprofils im Eiskunstlauf
- Physiologische Voraussetzungen für Eiskunstläufer
- Bedeutung und Methoden des Sprungkrafttrainings
- Strukturierung eines Trainingsplans inklusive Stabilisationsübungen
- Evaluation des Trainingsfortschritts durch Leistungstests
Auszug aus dem Buch
V Sprungkrafttraining
Die Sprungkraft ist beim Eiskunstlaufen ein leistungslimitierender Faktor, weshalb die Sprungkraft gezielt innerhalb der oben genannten Gruppe trainiert wird. Sie wird zwischen der Kraft und der Schnelligkeit gesehen und besteht insgesamt aus der Maximalkraft, der Schnellkraft und der Explosivkraft. Dadurch, dass die Schnellkraft abhängig ist von der Maximalkraft und die Sprungkraft eine Unterkategorie der Schnellkraft ist, empfiehlt Schlumberger (2000) ein spezielles Sprungkrafttraining und ein allgemeines Krafttraining. Das Sprungkrafttraining und das allgemeine Krafttraining werden innerhalb des Anschlusstrainings in der ersten Vorbereitungsphase absolviert (vgl. ebd.).
Ein typisches Element des Sprungkrafttrainings ist der Countermovement-Jump, um die Sprunghöhe zu verbessern. Die maximale Sprunghöhe bei einem vertikalen Sprung hängt deutlich von der Ausführung einer großen Gegenbewegung beeinflusst. Dies ist im Gegensatz zu dem Squat jump beim Counter movement jump der Fall. Er lässt sich in den Countermovement drop jump oder bounce drop jump unterteilen. Eine Studie eines achtwöchigen Trainings hat belegt, dass das Training des Countermovement drop jumps bei den Teilnehmenden eine Steigerung der Sprunghöhe um 6% und 2,9 cm bewirken konnte, wohingegen die bounce drop Gruppe eine Steigerung von nur 0,4% also 0,2cm erreicht hat. Bei dem Squatjump wird der Sprung aus der Kniebeuge ohne eine Gegenbewegung ausgeführt. Dadurch reduziert sich die maximale Sprunghöhe, wodurch belegt werden kann, dass der Countermovement jump im Gegensatz zu den oben genannten Sprüngen ein sehr effektiver Sprung ist, um die maximale Sprunghöhe mittels eines Sprungkrafttrainings zu trainieren (vgl. Marshall & Moran, 2013; Hasson, Dugan et.al., 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
II Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Sprungkrafttrainings für junge Leistungssportler im Eiskunstlauf dar und grenzt den Fokus der Arbeit auf das Einzellaufen und spezifische Sprungtechniken ein.
III Anforderungsprofil Eiskunstlaufen: Dieses Kapitel erläutert die fünf Disziplinen des Eiskunstlaufs und betont die benötigte Kombination aus koordinativen und konditionellen Fähigkeiten sowie die steigende Anforderung hinsichtlich der Sprungvielfalt.
IV (Sport)-biographische Hintergründe der Eiskunstläufer: Hier werden die Altersstruktur und die Trainingsphase der Untersuchungsgruppe beschrieben, wobei die Bedeutung der Übergangsphase vom Nachwuchs- zum Hochleistungstraining hervorgehoben wird.
V Sprungkrafttraining: Dieses Kapitel analysiert die physiologischen Grundlagen der Sprungkraft und erläutert verschiedene Sprungmethoden wie den Countermovement-Jump als effizientes Mittel zur Leistungssteigerung.
VI Trainingsplan Erläuterung: Hier wird der strukturierte Trainingsplan dargelegt, der eine Frequenz von zwei Einheiten Sprungkraft- und drei Einheiten allgemeinem Krafttraining pro Woche vorsieht.
VII Evaluation: Dieses Kapitel fasst die durchgeführten Leistungstests vor und nach der Vorbereitungsphase zusammen, wobei der Fokus auf der Messung der Sprunghöhe mittels verschiedener Sprungtests liegt.
VIII Appendix: Der Anhang enthält tabellarische Auflistungen aller spezifischen Übungsprogramme für das Sprungkraft- und allgemeine Krafttraining inklusive Serien, Wiederholungen und Pausenzeiten.
Schlüsselwörter
Eiskunstlaufen, Sprungkrafttraining, Anschlusstraining, Maximalkraft, Schnellkraft, Countermovement-Jump, Leistungssteigerung, Krafttraining, Kondition, Koordination, Trainingsplan, Sprungtechnik, Eiskunstläufer, Sportbiografie, Athletik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung eines gezielten Sprungkrafttrainings für Leistungssportler im Eiskunstlauf, um die sportliche Leistungsfähigkeit während des Anschlusstrainings zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören das Anforderungsprofil des Eiskunstlaufs, die sportbiographischen Grundlagen der Athleten, die physiologischen Aspekte der Sprungkraft sowie die praktische Gestaltung von Trainingsplänen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, ein systematisches Sprungkrafttraining zu etablieren, das die Sprunghöhe und die Stabilität der Athleten optimiert und gleichzeitig die Anforderungen an eine sichere Landung erfüllt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu sportwissenschaftlichen Grundlagen und Trainingsmethoden sowie einer praktischen Evaluation durch Leistungstests (Messung der Sprunghöhe).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des sportlichen Anforderungsprofils, die theoretische Unterlegung des gezielten Sprungkrafttrainings, die detaillierte Trainingsplanung und die anschließende Auswertung des Trainingserfolgs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Eiskunstlaufen, Sprungkrafttraining, Maximalkraft, Schnellkraft, Countermovement-Jump und die Trainingsmethodik im Anschlusstraining.
Warum ist das Sprungkrafttraining gerade für Eiskunstläufer so bedeutend?
Im Eiskunstlauf ist die Sprungkraft maßgeblich für die korrekte Ausführung von Sprungelementen, deren Schwierigkeitsgrad durch internationale Wertungsbestimmungen stetig steigt, und ist damit ein leistungslimitierender Faktor.
Was unterscheidet den Countermovement-Jump von einem Squat Jump laut dieser Arbeit?
Der Countermovement-Jump nutzt eine Gegenbewegung, die zu einer deutlich höheren Sprunghöhe führt als der Squat Jump, der ohne diese vorbereitende Gegenbewegung ausgeführt wird.
- Arbeit zitieren
- Isabel May (Autor:in), 2022, Einblicke in das Sprungkrafttraining von Eiskunstläufern in der Anschlusstrainings-Phase, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1440838