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Ich bin der ich bin. Der Name und das Wesen Gottes

Title: Ich bin der ich bin. Der Name und das Wesen Gottes

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Manuel Berg (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Ich möchte in dieser Arbeit dem Namen und dem Wesen Gottes auf die Spur kommen. Ich möchte klären, wie und wo der Gottesname entstanden ist, was das Tetragramm bedeutet und wie man es herleitet. Ein kurzer geschichtlicher Abriss sowie einige Bibelstellen sollen darüber Aufschluss geben. Ferner soll geklärt werden, wie Gott zu Israel steht. Um mehr über Gott zu erfahren, soll daraufhin eine Untersuchung und Deutung des Gottesnamens erfolgen, um zu erfahren, welche Gestalt Gott hat, und wie sein Name ausgesprochen wird. Im weiteren Verlauf möchte ich näher auf die Eigenschaften JHWH´s eingehen, hier insbesondere, warum JHWH auch als König bezeichnet wird, und welche Aufgaben ihm zukommen. Gibt es einen Stellvertreter Gottes auf Erden? Hat Gott vielleicht eine Kehrseite? Warum ist er manchmal zornig und manchmal Retter?[...]Dass die Herleitung/Rekonstruktion des Gottesnamens – also sowohl die Zeit der Entstehung, als auch die genaue Bezeichnung des Namens – nur sehr schwach zu bestimmen ist, kann ganz einfach dadurch begründet werden, dass keine aussagekräftigen Hinterlassenschaften aus der Zeit vor Christi bis zum 1. Jh. n. Chr. vorliegen. Dass aber im 11. Jh. v. Chr. der „Herr der Strauße“ als Gott angebetet, und im 12. Jh. von einem „Wüstengott“ berichtet wurde, lässt für mich nur einen Schluss zu: Gott gab es schon immer, und die Menschen konnten ihn bereits ihrer Zeit erkennen. Die Menschen im 11. Jh. v. Chr. hatten schon zu ihrer Zeit geglaubt, dass etwas Höheres da sein musste, das sie nicht erklären konnten. Sie schienen zudem gewusst zu haben, dass ihr Gott ein guter sein musste, denn sonst hätten sie den „Herrn der Strauße“ als grausam oder herrisch dargestellt. So sahen sie ihn jedoch als Herrscher über die Tiere an, der den Menschen half, ihre gefährlichen Kräfte zu bändigen. Diese Tatsache stellt eine Analogie zum biblischen Glauben dar, denn dort ist auch von Gott als Herrscher über die Naturkräfte (Chaoswasser als Bedrohung) die Rede, der die Menschen rettet. In diesem Sinn ist Gott der Retter, der Barmherzige, der Gerechte. Das ist wiederum ein Zeichen dafür, dass Frömmigkeit unter den Menschen vorherrschen musste, denn ansonsten hätte sich Gott als der Kriegerische offenbart (Relation zur Sintflut; JHWH der Kriegerische bestraft böse Taten der Menschen mit der Sintflut; ebenso Strafakte Gottes bei Verehrung des Goldenen Kalbes). Die unterschiedlichen Begriffe des Gottesnamens sehe ich darin begründet[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Gottesnamens

2.1 Die Frühgeschichte

2.2 Der Weg zum Monotheismus

3 Deutung des Gottesnamens

3.1 Die Septuaginta-Wiedergabe des Tetragramms durch κύριοϛ

4. Eigenschaften JHWH´s

4.1 JHWH der König

4.2 Gott der Herr

4.3 Der Begriff „Vater“

4.4 Das umstrittene Prädikat der Allmacht

4.5 JHWH der Kriegerische?

4.6 JHWH als Bild?

5. Das Wirken JHWH´s

5.1 JHWH als richterlicher Sonnengott?

5.2 Namensoffenbarung Gottes am Sinai. Die Deutung des Gottesnamens am Sinai (Ex3).

5.3 Der kommende Name

6. Das Wort Gottes

7. Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, dem Namen und dem Wesen Gottes auf die Spur zu kommen, wobei die historische Entstehung, die Bedeutung des Tetragramms sowie die verschiedenen Eigenschaften und das Wirken JHWHs im Alten Testament untersucht werden.

  • Historische Herleitung und Etymologie des Gottesnamens
  • Die Entwicklung vom Polytheismus zum Monotheismus im alten Israel
  • Analyse der biblischen Eigenschaften Gottes wie König, Vater und Herr
  • Untersuchung des Bilderverbots und der Offenbarung am Sinai
  • Reflektion über JHWH als kriegerischer bzw. sonnenhafter Gott

Auszug aus dem Buch

4.4 Das umstrittene Prädikat der Allmacht

Das Prädikat der Allmacht Gottes zeigt sich als immer umstrittener, denn es ist bis heute nicht gelungen, dieses Wort auf ein hebräisches Wort in der hebräischen Bibel zurückzuführen. Was Allmacht im theologischen Sinn meint kann nicht eindeutig beschrieben werden. Auch gibt es kein biblisches Äquivalent zum Begriff der Allmacht. Heute kann man es so deuten, dass in der Übersetzung der Schriften vielleicht Fehler unterlaufen sind. Als älteste Vulgata-Belege gelten die Stellen Gen 17,1 oder 35,11 („Ego Deus omnipotens“), was soviel bedeutet, wie: “Ich bin El Schaddaj“, was dann kein Prädikat, sondern ein Name ist, eben der Name, der in Hiob 6,4 in seinen Anklagen vorkommt: „Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir.“ und in Hiob 8,3: „Beugt etwa Gott, oder beugt der Allmächtige die Gerechtigkeit?“ Scheinbar wurde dieser Name von den späteren Übersetzern nicht mehr verstanden und deshalb in die ihnen geläufige Sprache, aber dem hebräischen Denken ferne Sprache übersetzt. Somit liegt dem Gottesbild ein fataler Makel auf, ihm, dem „Alleskönner“, ist nichts unmöglich, weil er seine Macht wann er will, und wo er will, gegen jeden behaupten kann. Das lässt uns erschließen, dass wir Gott eine schrankenlose, entfesselte, den Menschen überwältigende und erdrückende Macht zuschreiben, und ihn damit in die Sphäre des teuflischen setzen, denn dieser ist in der Tat ein „Alleskönner“. Nach der hermeneutischen Regel, die natürlich auch bei der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes anwendbar ist, gilt es, das Prädikat (Macht) durch das Objekt (Gott) zu bestimmen. Umgekehrt geht es nicht. Jetzt zeigt sich, Allmacht ist nur als Reflexionsbestimmung zu denken, de facto als „seiner selbst mächtig sein“, sozusagen als „Macht über seine Mächte“. Wir erkennen hier, dass der Gott Hiob´s nicht unseren Allmachtsvorstellungen entspricht, und zwar dadurch, dass Gott selbst noch den Weg des Leidens mit Hiob zu gehen vermag, ohne darum aufzuhören, Gott zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert die Absicht, den Ursprung, die Bedeutung und das Wesen des Gottesnamens sowie die Eigenschaften und das Wirken JHWHs im Kontext des Alten Testaments zu erforschen.

2. Die Entstehung des Gottesnamens: Es wird die historische Frühgeschichte der JHWH-Verehrung skizziert und der Weg vom Polytheismus hin zum Monotheismus in Israel beschrieben.

3 Deutung des Gottesnamens: Dieses Kapitel analysiert die philologische und theologische Bedeutung des Tetragramms sowie die Verwendung des Begriffs κύριοϛ in der Septuaginta.

4. Eigenschaften JHWH´s: Hier werden zentrale Prädikate Gottes wie König, Herr, Vater, Allmacht und seine kriegerische Seite sowie das Bilderverbot im Alten Testament thematisiert.

5. Das Wirken JHWH´s: Das Kapitel untersucht die Rolle Gottes als richterlicher Sonnengott, die Bedeutung der Namensoffenbarung am Sinai und die Vorstellung vom kommenden Namen.

6. Das Wort Gottes: Der Fokus liegt auf der Bedeutung des Wortes Gottes als Offenbarungsquelle und seiner Rolle als verbindendes Element zwischen Altem und Neuem Testament.

7. Eigene Stellungnahme: Der Autor reflektiert kritisch über die Schwierigkeit einer historischen Rekonstruktion des Gottesnamens und begründet seine Sichtweise auf die Tabuisierung und Ehrfurcht gegenüber Gott.

Schlüsselwörter

JHWH, Gott, Monotheismus, Gottesname, Tetragramm, Allmacht, Israel, Exegese, Altes Testament, Bilderverbot, Sonnengott, Offenbarung, Sinai, Religion, Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herkunft, der Bedeutung und den verschiedenen Attributen des Gottesnamens JHWH im Alten Testament.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entstehung des Monotheismus, die Deutung des Tetragramms, Gottes Eigenschaften wie König oder Vater sowie die Rolle des Wortes Gottes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Wesen Gottes auf die Spur zu kommen und zu verstehen, wie JHWH in der hebräischen Bibel charakterisiert und erfahren wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine exegetische und historisch-theologische Analyse biblischer Texte unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und Fachlexika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gottes Namen, seinen Eigenschaften wie Macht und Kriegerhaftigkeit, sein Wirken als Schöpfer und Richter sowie die Bedeutung seiner Offenbarung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind JHWH, Monotheismus, Tetragramm, Gottesname, Allmacht, Altes Testament und Offenbarung.

Wie wird das Bilderverbot theologisch gedeutet?

Das Bilderverbot wird als Schutz des Geheimnisses Gottes und als Unterscheidung zwischen Gott und Welt verstanden, um zu verhindern, dass Gott durch sichtbare Formen eingeschränkt oder vergöttert wird.

Wie begründet der Autor die Praxis, den Namen Gottes nicht auszusprechen?

Der Autor befürwortet diese Praxis als Ausdruck von Ehrfurcht und als angemessene Reaktion auf das Gebot, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen.

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Details

Title
Ich bin der ich bin. Der Name und das Wesen Gottes
College
University of Osnabrück  (Katholische Theologie)
Course
Theologische Hauptwörter
Grade
3,0
Author
Manuel Berg (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V144116
ISBN (eBook)
9783640523269
ISBN (Book)
9783640522552
Language
German
Tags
Name Wesen Gottes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Berg (Author), 2008, Ich bin der ich bin. Der Name und das Wesen Gottes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144116
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