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Modelle der Bankenregulierung

Title: Modelle der Bankenregulierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Abasin Harakat (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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"In fact, it is practically impossible to study the theory of banking without referring to banking regulation."
Dieses Zitat von Freixas / Rochet gibt die Wichtigkeit der Bankenregulierung für das Finanzsystem wieder. So wie Banken für eine Volkswirtschaft unverzichtbar sind, ist auch die Bankenregulierung ein grundlegender Bestandteil. Beide existieren in einer Symbiose.
Banken bzw. das gesamte Finanzsystem gehören zum wichtigsten Teil einer Volkswirtschaft. Von ihnen hängt eine Menge ab. Der Verlauf der aktuellen Subprime-Krise führt noch einmal die Bedeutung der Banken für eine Volkswirtschaft vor Augen. Banken-, bzw. Finanzkrisen bleiben nicht nur auf die Finanzwirtschaft beschränkt, sondern erfassen auch die ganze reale Weltwirtschaft mit gravierenden Folgen für alle Wirtschafssubjekte. Vor diesem Hintergrund wird sowohl national als auch international ein besonderes Augenmerk auf den Bankensektor gelegt. Dabei spielen die Regulierungs- und Aufsichtsbehörden eine zentrale Rolle.
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Finanzmärkte signifikant verändert und weiterentwickelt. Sowohl im Bankenwesen als auch innerhalb anderer Finanzinstitutionen hat sich ein struktureller Wandel vollzogen. Die klare Trennung der traditionellen Sektoren ist nicht mehr gegeben. Diese Veränderungen stellen die Regulierungs-, bzw. Aufsichtsbehörden vor neue Herausforderungen. Die Diskussion um einen angemessen funktionierenden regulatorischen und aufsichtsbehördlichen Rahmen ist neu entfacht. Es ist nach einem geeigneten Regulierungsmodell zu suchen, sofern dies überhaupt möglich ist.
Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen dieser Arbeit eine Bestandsaufnahme der möglichen Modelle der Bankenregulierung gemacht. Hierzu wird in Kapitel 2 dem Leser zunächst die Notwendigkeit der Bankenregulierung dargelegt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in Kapitel 3, in welchem die einzelnen Modelle zur Bankenregulierung näher erläutert werden und die damit verbundenen Vor- und Nachteile diskutiert werden. In Kapitel 4 wird die besondere Rolle der Zentralbank bei der Bankenregulierung dargestellt und versucht, eine Antwort auf die Frage zu erarbeiten, ob der Zentralbank die Autorität über die Regulierung übertragen werden sollte.
Abschließend werden die Untersuchungsergebnisse im Fazit zusammenfassend dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für Bankenregulierung

3. Modelle der Bankenregulierung

3.1. Institutionelle Bankenregulierung

3.2. Funktionelle Bankenregulierung

3.3. Zielorientierte Bankenregulierung

3.4. Allfinanz- Aufsicht

4. Die Rolle der Zentralbank bei der Bankenregulierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die verschiedenen theoretischen und praktischen Modelle der Bankenregulierung, diskutiert deren Vor- und Nachteile und beleuchtet kritisch die Rolle der Zentralbank in diesem regulatorischen Gefüge vor dem Hintergrund der Bedeutung von Finanzkrisen für die Realwirtschaft.

  • Notwendigkeit staatlicher Eingriffe und Marktversagen im Bankensektor
  • Vergleichende Analyse institutioneller, funktioneller und zielorientierter Regulierungsmodelle
  • Strukturanalyse der Allfinanz-Aufsicht am Beispiel nationaler Implementierungen
  • Diskussion des Interessenkonflikts zwischen Geldpolitik und Regulierungsaufgaben

Auszug aus dem Buch

3.1. Institutionelle Bankenregulierung

Bei dem institutionellen bzw. vertikalen Ansatz handelt es sich um die klassische Sichtweise der Regulierung. Diese Art von Bankenregulierung kommt meist in Ländern vor, in denen man über klar voneinander getrennte Segmente des Finanzsystems, wie z.B. Banken, Investmentfonds und Versicherungen, verfügt. Die Aktivitäten dieser Institutionen beschränken sich auch jeweils auf diese Segmente. Bei der institutionellen Regulierung gibt es dementsprechend auch drei verschiedene Aufsichtsbehörden, die für das jeweilige Segment zuständig und verantwortlich sind und sich auf dieses spezialisiert haben. Jeder Markt hat sozusagen eine Aufsichtsbehörde als Pendant.

Dabei fängt die Arbeit der Aufsichtsbehörden damit an, dass sie die Unternehmen und Institutionen schon beim Marktzutritt durch bestimmte Auswahlverfahren überwachen. Das geschieht z.B., indem bestimmte Genehmigungen oder das Aufführen in diversen Registern verlangt werden.

Des Weiteren wird eine dauerhafte Kontrolle und Überwachung aller geschäftlichen Aktivitäten der zu regulierenden Institutionen in Form von Inspektionen und Sanktionen durchgeführt. Schließlich findet jeder Austritt aus dem Markt ebenfalls Berücksichtigung bei der Arbeit der Aufsichtsbehörden.

Ist die Annahme dieses Ansatzes, dass es klar voneinander getrennte Segmente gibt, erfüllt, führt diese Art von Regulierung zu einer effizienten Kontrolle der einzelnen Bereiche bzw. Segmente, die hinsichtlich jedes Aspektes ihrer Tätigkeit und hinsichtlich der Ziele der Regulierung überwacht werden. Da jedes Segment eine eigene Aufsichtsbehörde besitzt, wird eine doppelte bzw. mehrfache Regulierung durch verschiedene Behörden unterbunden. Dadurch können die Kosten gesenkt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Bankenregulierung als essenziellen Bestandteil einer stabilen Volkswirtschaft und leitet die Fragestellung der Arbeit ein.

2. Gründe für Bankenregulierung: Hier werden die ökonomischen Ursachen für staatliche Regulierungsmaßnahmen, insbesondere zur Vermeidung von Marktversagen und Systemrisiken wie Bank-Runs, erläutert.

3. Modelle der Bankenregulierung: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die vier wesentlichen Ansätze – institutionell, funktionell, zielorientiert und Allfinanz-Aufsicht – hinsichtlich ihrer Struktur und Effizienz.

3.1. Institutionelle Bankenregulierung: Die Erläuterung des klassischen, nach Sektoren getrennten Aufsichtsmodells sowie dessen Grenzen bei zunehmender Marktintegration.

3.2. Funktionelle Bankenregulierung: Die Beschreibung eines Modells, bei dem die Aufsicht an spezifischen Funktionen des Finanzsystems ausgerichtet ist, statt an der Rechtsform der Institute.

3.3. Zielorientierte Bankenregulierung: Die Darstellung eines horizontalen Regulierungsmodells (Twin Peaks), das sich an übergeordneten Regulierungszielen wie Stabilität und Anlegerschutz orientiert.

3.4. Allfinanz- Aufsicht: Die Analyse des zentralisierten Aufsichtsansatzes mit einer einzigen Behörde für alle Finanzmärkte, inklusive einer kritischen Bewertung der Vor- und Nachteile.

4. Die Rolle der Zentralbank bei der Bankenregulierung: Dieses Kapitel widmet sich der umstrittenen Frage, inwieweit die Zentralbank zusätzlich zu ihrer geldpolitischen Funktion auch Regulierungsaufgaben übernehmen sollte.

5. Fazit: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und die Schlussfolgerung, dass es kein universelles Modell gibt, da die optimale Struktur von länderspezifischen Faktoren abhängt.

Schlüsselwörter

Bankenregulierung, Finanzkrise, Bank-Run, Institutionelle Regulierung, Funktionelle Regulierung, Zielorientierte Regulierung, Allfinanz-Aufsicht, Finanzstabilität, Zentralbank, Geldpolitik, Marktversagen, Adverse Selektion, Moral Hazard, Aufsichtsbehörden, Systemrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht verschiedene Regulierungsmodelle für den Bankensektor und beleuchtet die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Umsetzung der Aufsicht über Finanzmärkte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Gründe für die Bankenregulierung, der Vergleich unterschiedlicher Aufsichtsmodelle und die kontroverse Rolle der Zentralbank im Regulierungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der existierenden Regulierungsmodelle, um deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen und die Eignung der verschiedenen Ansätze kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche zu ökonomischen Modellen der Bankenaufsicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Rechtfertigung der Regulierung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der institutionellen, funktionellen, zielorientierten und Allfinanz-Aufsichtsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Bankenregulierung, Finanzstabilität, Zentralbank, Aufsichtsstrukturen und die Vermeidung von Finanzkrisen.

Warum wird die institutionelle Regulierung in der heutigen Zeit oft als ineffizient betrachtet?

Weil Finanzmärkte zunehmend durch Mischkonzerne und produktübergreifende Aktivitäten geprägt sind, was die strikte sektorspezifische Trennung des institutionellen Modells problematisch macht.

Was unterscheidet die zielorientierte Bankenregulierung vom institutionellen Ansatz?

Während beim institutionellen Ansatz die Rechtsform bzw. der Sektor im Fokus steht, agiert der zielorientierte Ansatz sektorübergreifend und priorisiert übergeordnete Ziele wie Stabilität, Transparenz und Wettbewerb.

Welcher Interessenkonflikt entsteht bei einer Übertragung der Regulierungsautorität an die Zentralbank?

Es besteht die Gefahr, dass die kurzfristige geldpolitische Steuerung (z.B. Zinsentscheidungen) in Zielkonflikt mit den längerfristigen Erfordernissen der Bankenaufsicht und der Finanzstabilität gerät.

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Details

Title
Modelle der Bankenregulierung
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Abasin Harakat (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V144207
ISBN (eBook)
9783640534159
ISBN (Book)
9783640534197
Language
German
Tags
Modelle Bankenregulierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Abasin Harakat (Author), 2010, Modelle der Bankenregulierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144207
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