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Die Stellung der Nachrichtenagenturen im internationalen Informationsfluss

Title: Die Stellung der Nachrichtenagenturen im internationalen Informationsfluss

Seminar Paper , 2009 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mihael Lerotic (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Im Zuge der Globalisierung ist die Welt zusammengerückt. Informationen über Naturkatastrophen in Thailand oder Myanmar, von denen die Menschen in früheren Zeiten nie etwas erfahren hätten, erhalten sie heute live aus den Krisengebieten. Ferne Länder sind für die Menschen erreichbarer geworden. Ermöglicht wird dies durch die verbesserten Kommunikations- und Informationsströme zwischen den Ländern. Diese fortschreitende Entwicklung zeigte den Menschen die vielseitigen internationalen Verflechtungen zwischen den Ländern auf. Diese internationalen Abhängigkeiten, vor allem auf politischer Ebene, machen ein ausgedehntes Kommunikations- und Informationsnetz zur absoluten Notwendigkeit. und sind wesentliche Bestandteile internationaler Beziehungen. Einen großen und wichtigen Beitrag zur internationalen Verständigung zwischen den Völkern und zur Förderung der Beziehungen zwischen den Staaten leisten dabei die Nachrichtenagenturen (vgl. Genscher 1981: 7f.). [...] Welche Bedeutung haben Nachrichtenagenturen im heutigen Medien- und Informationssystem eigentlich? Welche Aufgaben und Funktionen erfüllen Agenturen überhaupt? Ist eine Nachrichtenberichterstattung ohne die Tätigkeit der Nachrichtenagenturen überhaupt noch denkbar? Am Ende dieser Arbeit soll zu allen oben aufgeführten Kritikpunkten Stellung bezogen werden können.
Dabei wird zunächst die Geschichte und Entwicklung der heute bedeutendsten Nachrichtenagenturen beschrieben. Die Deutsche Presse-Agentur dient hierzu als Vergleichsmaßstab und Bezug zur Berichterstattung in Deutschland. Im weiteren Verlauf wird der Unterschied zwischen globalen und internationalen Agenturen erläutert, die Aufgaben und Funktionen der Agenturen benannt und ihr Einfluss auf die Massenmedien beschrieben. Des Weiteren soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten Nachrichtenagenturen haben, um weltweit und flächendeckend an Informationen zu gelangen (Kooperationen) und dem bestehenden Wettbewerb standzuhalten. Nach einem Einblick in die thematischen Sachgebiete der Agenturen, runden abschließend eine Zusammenfassung und ein Ausblick für die Zukunft die Arbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Nachrichtenagenturen

2.1 Global, international

2.1.1 Globale Agenturen

2.1.2 Internationale Agenturen

2.2 Aufgaben und Funktionen von Nachrichtenagenturen

2.3 Einfluss auf die Berichterstattung der Medien

2.4 Kooperationen

2.5 Wettbewerbsstrategien von Nachrichtenagenturen

2.6 Kriterien der Nachrichtenauswahl

2.7 Sachgebiete der Basisdienste

3. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die fundamentale Bedeutung und die Rolle von Nachrichtenagenturen innerhalb des globalen Informationsflusses sowie deren Einfluss auf die Berichterstattung der Massenmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine Nachrichtenversorgung ohne diese Institutionen überhaupt noch denkbar wäre und inwieweit sie als "Gatekeeper" die öffentliche Wahrnehmung steuern.

  • Stellung der Nachrichtenagenturen im globalen Medien- und Informationssystem
  • Aufgaben, Funktionen und Wettbewerbsstrategien führender Agenturen (AFP, AP, dpa)
  • Analyse des Selektionsprozesses und der angewandten Nachrichtenfaktoren
  • Abhängigkeitsverhältnis zwischen Agenturen, Medienhäusern und Rezipienten

Auszug aus dem Buch

2.2 Aufgaben und Funktionen von Nachrichtenagenturen

Der Weg einer Nachricht vom Ereignis bis zum Endkunden wird von Beginn an von den Nachrichtenagenturen begleitet. Zuverlässigkeit, Objektivität und die genauen Angaben von Quellen sind nur drei wesentliche Aufgaben von Agenturjournalisten. Agenturen haben die zentrale Funktion der Informationsverarbeitung in der Gesellschaft. Um dieser Funktion nachzukommen, sind drei Hauptaufgaben zu erfüllen: Das Sammeln, Selektieren und Verbreiten von Informationen und Nachrichten.

Journalisten haben in der Regel drei Möglichkeiten Nachrichten zu beschaffen. Sie können ihre Informationen durch Beobachtung beschaffen, beispielsweise auf öffentlichen Veranstaltungen wie Pressekonferenzen oder Kongressen. Sie können mit Hilfe von Interviews an Informationen gelangen. und sich bei der Berichterstattung zum Beispiel auf Augenzeugen beziehen. Oder sie beschaffen sich Informationen durch das Auswerten von Dokumenten wie zum Beispiel aus archivierten Unterlagen.

Nach der Nachrichtenbeschaffung folgt die Auswahl der wichtigsten Informationen. Hierbei müssen Agenturjournalisten ihre Kompetenz unter Beweis stellen und die Relevanz einer Nachricht und damit den Nachrichtenwert beurteilen. Es ist unmöglich alle Ereignisse der Welt zu bearbeiten. Agenturen haben demnach täglich zu entscheiden, welche Informationen zu Nachrichten weiterverarbeitet werden. Aus dem ganzen gesammelten Nachrichtenmaterial wird letztlich nur ein Bruchteil in den Tageszeitungen abgedruckt, woraus die Leser dann wiederum ihre persönliche Auswahl treffen. Vom Ereignis bis zum Leser findet also ein mehrstufiger Selektionsprozess statt, bei dem Nachrichtenagenturen die Rolle von so genannten „Gatekeepern“ übernehmen. Die Agenturen bzw. Agenturjournalisten entscheiden, welche Informationen zu Nachrichten produziert werden und schlüpfen somit in die Rolle eines Torhüters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die globale Bedeutung der Informationsvermittlung ein, skizziert die Problematik einer einseitigen Berichterstattung und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2. Nachrichtenagenturen: Dieser zentrale Teil erläutert die verschiedenen Agenturtypen, deren Aufgaben, Kooperationsmodelle, Wettbewerbsstrategien, Nachrichtenauswahlkriterien sowie die inhaltliche Gewichtung ihrer Basisdienste.

3. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Stellung der Agenturen als unverzichtbare Akteure im Informationsfluss, die trotz zunehmender Abhängigkeit von Kundenwünschen ihre Rolle als Selektoren behaupten.

Schlüsselwörter

Nachrichtenagenturen, Globaler Informationsfluss, Gatekeeper, Agenda-Setting, Nachrichtenwerte, dpa, Associated Press, Agence France-Presse, Journalismus, Medienmarkt, Informationsverarbeitung, Auslandsberichterstattung, Wettbewerbsstrategien, Selektionsprozess, Nachrichtenbeschaffung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zentrale Rolle von Nachrichtenagenturen als Zulieferer für Massenmedien und deren Einfluss auf die Gestaltung des globalen Informationsflusses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Definition von Nachrichtenagenturen, deren wirtschaftliche Wettbewerbsstrategien sowie die Mechanismen der journalistischen Nachrichtenauswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung von Nachrichtenagenturen im heutigen Mediensystem zu bewerten und zu hinterfragen, ob eine Berichterstattung ohne diese Institutionen realisierbar wäre.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie der Auswertung von Inhaltsanalysen zur Struktur der Agenturdienste.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Aufgaben von Agenturen, dem Phänomen des Agenda-Setting, den Auswahlkriterien für Meldungen sowie einem Vergleich der Basisdienste verschiedener Weltagenturen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Gatekeeper, Nachrichtenwerte, Medienabhängigkeit, Globalisierung und die Differenzierung zwischen globalen und nationalen Agenturen.

Wie unterscheidet sich die dpa von anderen internationalen Agenturen?

Die dpa zeichnet sich durch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Inlands- und Auslandsberichterstattung aus und agiert, im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, ohne Rückgriff auf Inhalte fremder Nachrichtenagenturen.

Was bedeutet der Leitsatz "Be first, but be right" für die Branche?

Dieser Leitsatz verdeutlicht, dass Schnelligkeit und Zuverlässigkeit die beiden entscheidenden Faktoren im Wettbewerb um Marktanteile und Glaubwürdigkeit in der Nachrichtenbranche sind.

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Details

Title
Die Stellung der Nachrichtenagenturen im internationalen Informationsfluss
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Internationale Kommunikation
Grade
1,7
Author
Mihael Lerotic (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V144208
ISBN (eBook)
9783640534425
ISBN (Book)
9783640534203
Language
German
Tags
globale Nachrichtenagenturen; internationale Nachrichtenagenturen; Wettbewerbsstrategien; Nachrichtenauswahl; Basisdienste; Medienberichterstattung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mihael Lerotic (Author), 2009, Die Stellung der Nachrichtenagenturen im internationalen Informationsfluss, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144208
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