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Patente als Innovationshemmnisse

Título: Patente als Innovationshemmnisse

Trabajo , 2007 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Steffen Deckert (Autor)

Economía de las empresas - Otros
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Neuerungen, Innovationen bestimmen seit je her das Leben der Menschheit. Eine Verstärkung bzw. Beschleunigung solcher Phänomene ist seit den industriellen Revolutionen unverkennbar und zog somit das Augenmerk der Wirtschaft auf sich. Es war Joseph A. Schumpeter (1946, S. 137 f), der erkannte, dass es sich um einen Prozess handele, der wie eine Art Motor die Wirtschaft am Leben erhält und vorwärts treibt. Er schrieb: "Der fundamentale Antrieb, der die kapitalistische Maschine in Bewegung setzt und hält, kommt von den neuen Konsumgütern, den neuen Produktions- oder Transportmethoden, den neuen Märkten, den neuen Formen der industriellen Organisation, welche die kapitalistische Unternehmung schafft. [...] Dieser Prozess der schöpferischen Zerstörung ist das für den Kapitalismus wesentliche Faktum." (Schumpeter, 1946, S. 137 f.)
In den folgenden Jahren beschäftigten sich viele Ökonomen und Rechtswissenschaftler mit dem Thema, ob und wie das neu entstandene Wissen, bzw. das geistige Eigentum, geschützt werden soll. Es entfachte eine wissenschaftliche Debatte zwischen "Patentbeführwortern" und -gegnern, welche aber keinen erkennbaren Sieger hervorbrachte. In dieser Hausarbeit wird die Debatte erneut aufgegriffen und aus dem Blickwinkel der Patentkritiker betrachtet. Hierbei werden die wesentlichen Kritikpunkte an Patenten als Innovationshemmnis dargestellt und erklärt. Bevor man sich dem Themengebiet "Patente als Innovationshemmnis" auseinander setzt, müssen die grundlegenden Begrifflichkeiten definiert werden, was im folgenden Abschnitt geschehen wird. Im Anschluss daran ist es notwendig, die Grundprinzipien von Patenten zu erläutern, um dem Leser das "Handwerkszeug"zu vermitteln, sich in den restlichen Kapiteln und auch in der Debatte an sich, zu Recht zu finden. Hierzu wird auf die Intention des Patentierens, ein Patentmodell und die Indizien für Hemmende Wirkungen von Patenten eingegangen. Im Hauptteil der Arbeit werden dme Leser die verschiedenen Ansätze dargestellt, warum Patente Innovationen hemmen. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass es sich um unterschiedliche Theorien handelt. Das Themengebiet Patente und Innovationen ist vielmehr zur komplex um generelle Aussagen treffen zu können, da man immer den jeweiligen Kontext des Technologiesektors oder der Branche mit beachten muss. Aus diesem Grund unterteilt sich der genannte Abschnitt in verschiedene spezielle Probleme und ein Grundproblem, das Patente mit sich bringen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFSDEFINITIONEN

2.1 ERFINDUNG

2.2 PATENT

2.3 INNOVATION

3 GRUNDPRINZIPIEN VON PATENTEN UND INNOVATIONEN

3.1 ANREIZSYSTEM FÜR INNOVATIONEN?

3.2 VON DER STATISCHEN ZUR DYNAMISCHE EFFIZIENZ UND DIE DARAUS FOLGENDEN PROBLEME

3.3 EINFLUSS VON PATENTEN INNOVATIONEN ODER DIE INDUSTRIELLE AUSRICHTUNG

4 GRÜNDE, DASS PATENTE ALS INNOVATIONSHEMMNIS AUFTRETEN

4.1 HEMMUNG SEQUENTIELLER INNOVATIONEN DURCH PATENTE

4.2 PATENTDICKICHT UND DIE DARAUS RESULTIERENDEN PROBLEME

4.3 STRATEGISCHES PATENTIEREN

4.4 „PATENTRENNEN“

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle von Patenten als Hemmnisse für den technologischen Fortschritt. Ziel ist es, aus der Perspektive von Patentkritikern darzulegen, unter welchen Bedingungen der Patentschutz Innovationsprozesse behindert, anstatt sie zu fördern, und welche ökonomischen Dilemmata sich daraus ergeben.

  • Theoretische Grundlagen von Erfindungen, Patenten und Innovationen
  • Der Zielkonflikt zwischen statischer und dynamischer Effizienz
  • Problematiken wie Patentdickichte und das "Hold-Up"-Problem
  • Strategisches Patentieren als Markteintrittsbarriere
  • Die Dynamik von "Patentrennen" und ihre Auswirkungen auf F&E-Investitionen

Auszug aus dem Buch

4.2 Patentdickicht und die daraus resultierenden Probleme

Das Prinzip der sequentiellen bzw. kumulativen Innovationen in Verbindung mit Patenten birgt noch weitere Probleme in sich. Um die Wichtigkeit von vorangegangenen Innovationen für die Folgeinnovation deutlich zu machen, zitierten unter anderem Scotchmer (1991 S. 1; 2004 S. 127) und Shapiro (2001, S. 1) Sir Isaac Newton, der sagte: „If I have seen far, it is by standing on the shoulders of giants.“ Shapiro erweitert diesen Ausspruch, indem er von einer Innovationspyramide spricht, auf der Innovatoren stehen wenn sie ihre Innovationen als neuen Baustein auf die Spitze der Pyramide setzen. Stellen wir uns vor, ein Innovator möchte einen neuen Stein auf die Pyramide setzen und müsste von jedem, der einen Stein beigetragen hat, eine Erlaubnis einholen oder an alle eine Gebühr entrichten. Shapiro stellt die Frage in den Raum, ob dieser Sachverhalt den Aufbau der Pyramide verlangsamen, oder ihre Höhe limitieren würde. Zudem ist die Anzahl der vorangegangenen „Steine“ in manchen Industrien zu einer Größe angewachsen, die sich kaum noch überschauen lässt. Selbst wenn man alle Vorgänger fragen oder ausbezahlen möchte, kann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nicht alle beachtet werden oder die Transaktionskosten für die Suche zu groß werden. Ist dies der Fall, wird in der Fachliteratur von einem „Patentdickicht“ gesprochen. Dieses schwer überschaubare Dickicht besitzt einige negative Eigenschaften, welche im Folgenden kurz dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Innovationsökonomik unter Bezugnahme auf Schumpeters Prozess der schöpferischen Zerstörung und Darlegung der Debatte um Patente.

2 BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung der zentralen Begriffe Erfindung, Patent und Innovation zur Schaffung einer gemeinsamen Basis für die weiteren Ausführungen.

3 GRUNDPRINZIPIEN VON PATENTEN UND INNOVATIONEN: Erläuterung der ökonomischen Anreizfunktionen von Patenten sowie der Konflikte zwischen kurzfristiger statischer und langfristiger dynamischer Effizienz.

4 GRÜNDE, DASS PATENTE ALS INNOVATIONSHEMMNIS AUFTRETEN: Detaillierte Analyse spezifischer Probleme wie sequentielle Hemmung, Patentdickichte, strategisches Patentieren und Patentrennen.

5 FAZIT: Synthese der Argumente mit dem Ausblick, dass eine differenzierte Patentreform notwendig ist, da das derzeitige "one size fits all"-Modell nicht mehr zeitgemäß für moderne Zukunftsindustrien ist.

Schlüsselwörter

Patente, Innovationsökonomik, Innovationshemmnisse, Patentdickicht, Patentrennen, schöpferische Zerstörung, dynamische Effizienz, Hold-Up-Problem, geistiges Eigentum, strategisches Patentieren, sequentielle Innovation, soziale Wohlfahrt, Monopolbildung, Forschung und Entwicklung, Technologietransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ambivalenz von Patentsystemen, indem sie untersucht, wie diese einerseits Anreize für Innovationen schaffen, andererseits aber durch Monopolbildungen den Fortschritt in bestimmten Branchen behindern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Theorie von Patenten, die Abgrenzung zwischen statischer und dynamischer Effizienz sowie die negativen Auswirkungen von Patenten wie Blockaden durch komplexe Lizenzstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Kritikpunkte an Patenten als Innovationshemmnisse darzulegen und zu beleuchten, warum in komplexen Technologiebranchen der Patentschutz teils kontraproduktiv wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Modelle der Innovationsökonomik sowie Fallbeispiele, um die Auswirkungen von Patentrechten auf den Markt und die soziale Wohlfahrt zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Hürden für Innovationen, insbesondere sequentiellen Innovationen, dem sogenannten Patentdickicht, strategischem Patentmissbrauch und dem negativen Wettbewerb bei Patentrennen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Patente, Innovationshemmnisse, Patentdickicht, dynamische Effizienz und strategisches Patentieren definiert.

Wie beeinflusst das "Patentdickicht" den Innovationsprozess?

Ein Patentdickicht entsteht, wenn eine Vielzahl von Patenten für eine Neuerung relevant ist, was die Transaktionskosten für Lizenzierungen massiv erhöht und den Innovationsprozess durch drohende Patentklagen und Blockaden verlangsamt.

Was versteht man unter einem "Patentrennen"?

Unter einem Patentrennen versteht man den intensiven, oft ineffizienten Wettlauf mehrerer Unternehmen um ein Patent, der dazu führt, dass Ressourcen über das sozial optimale Maß hinaus in F&E verschwendet werden.

Warum ist laut Autor eine Patentreform notwendig?

Der Autor argumentiert, dass moderne Zukunftsindustrien wie Biotechnologie oder Software durch das starre "one size fits all"-Patentsystem in ihrer Entwicklung gebremst werden und eine Differenzierung nach Branchen erforderlich wäre.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Patente als Innovationshemmnisse
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (Lerhstuhl für Makroökonomik))
Curso
Hauptseminar: Makroökonomische Innovationsökonomie
Calificación
1,7
Autor
Steffen Deckert (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
19
No. de catálogo
V144211
ISBN (Ebook)
9783640534166
ISBN (Libro)
9783640534180
Idioma
Alemán
Etiqueta
Patente Innovationshemmnisse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Steffen Deckert (Autor), 2007, Patente als Innovationshemmnisse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144211
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