Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Semiología, pragmática, semántica

Roschs Prototypentheorie vs. Putnams Stereotypensemantik

Título: Roschs Prototypentheorie vs. Putnams Stereotypensemantik

Trabajo de Seminario , 2009 , 13 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Yasmin Tosun (Autor)

Filología alemana - Semiología, pragmática, semántica
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In Scherzfragen und Witzen werden Mehrdeutigkeiten eines Wortes genutzt und gezielt angewendet, jedoch ist es nicht selten, dass uns Ähnliches auch in Wirklichkeit begegnet. Analoge Situationen passieren einem ständig, denn auch wenn man dieselbe Sprache spricht, geschieht es sehr oft, dass man missverstanden wird. Das hängt damit zusammen, dass wir die Wörter unterschiedlich kategorisieren. Wir sagen zwar dasselbe, in der Hoffnung der Gegenüber versteht es so, wie wir es meinen, aber es passieren dennoch Missverständnisse. Nicht nur der Ton spielt hier eine Rolle, da nicht selten derartige Verwechslungen auch im schriftlichen Bereich geschehen, wie beispielsweise beim Briefverkehr. Anscheinend ist die Fehldeutung auf das Wort selber zurück zu führen. Dieses Phänomen der Missdeutung ist uns allen geläufig, denn es ist alltäglich und normal. Und gerade wegen der Häufigkeit und Dauerhaftigkeit verdient es näher betrachtet und erforscht zu werden.
Das menschliche Einordnen in Kategorien ist für die Sprachforschung insbesondere für die Semantik von wichtiger Bedeutung, da sprachliche und kognitive Kategorisierungsmethoden eng zusammenhängen.
Aus diesem Anlass wird in dieser Hausarbeit der Blick auf die Prototypentheorie von Rosch und die Stereotypensemantik von Putnam gerichtet, wobei der Fokus auf den Parallelen und Unterschieden liegen soll. Begonnen wird mit Roschs Theorie, da diese vorher entstand.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Roschs Prototypentheorie

2. Putnams Stereotypensemantik

3. Parallelen zwischen Putnam und Rosch

4. Unterschiede zwischen Putnam und Rosch

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die kognitive Kategorisierung von Begriffen, indem sie die Prototypentheorie von Eleanor Rosch der Stereotypensemantik von Hilary Putnam gegenüberstellt. Ziel ist es, die theoretischen Gemeinsamkeiten sowie die grundlegenden Unterschiede in der Herangehensweise und Modellierung dieser Ansätze herauszuarbeiten, um ein besseres Verständnis für die semantische Strukturierung und das menschliche Denken zu erlangen.

  • Grundlagen der Prototypentheorie nach Rosch
  • Struktur und Module der Stereotypensemantik von Putnam
  • Vergleichende Analyse der Kategorisierungsmodelle
  • Diskussion über empirische versus philosophische Methoden
  • Betrachtung der Anwendbarkeit auf die kognitive Semantik

Auszug aus dem Buch

1. Roschs Prototypentheorie

Roschs Prototypentheorie besagt, dass jeder von uns in der Lage ist, egal zu welcher Kultur er gehört, die „Struktur einer Vielzahl von Kategorien, zu denen es in der Regel auch sprachliche Äquivalente in Form von Lexemen gibt, zu bestimmen“. Dieses macht sich dadurch bemerkbar, dass wir unterschiedliche „Repräsentanten einer jeweiligen Kategorie festlegen und benennen können“.

Diese Repräsentanten bezeichnet man in der Prototypentheorie als Prototyp, welches das beste Beispiel darstellt, und als Peripheri, welches ein weniger gutes Beispiel verkörpert. Den Prototypen erkennt man daran, dass er „möglichst viele oder möglichst wichtige Eigenschaften“ hat, „die viele andere Elemente der Kategorie nur teilweise haben“. Als Beispiel wird der Pinguin gezeigt, welcher für manche einen Vogel darstellt, für andere hingegen ist er jedoch „untypisch für einen Vogel“.

Durch Ausdrücke wie ‚irgendwie’, ‚eine Art’ oder ‚etwas wie’ kann man den Vogel kategorisieren. Solche Begriffe werden als „Schärfe- und Unschärfeindikatoren“ bezeichnet, welche die Funktion haben wörtlich genommen zu werden (Schärfeindikatoren) oder nicht wörtlich genommen zu werden (Unschärfeindikatoren). Müller beschreibt die Begriffe als „’indizierte Et-cetera-Annahme’“, welche sich auf die Unschärfeindikatoren bezieht, und als „’Par-excellence Annahme’“, die Bezug auf die Schärfeindikatoren nimmt.

Eine weitere Ansicht von Roschs Prototypentheorie besagt, dass „ein Ähnlichkeitsprinzip […] an Familienähnlichkeiten […] über die Zugehörigkeit der Mitglieder zu einer bestimmten Kategorie entscheidet“. Dabei ist anzumerken, dass die Merkmale nicht hundertprozentig zutreffen müssen, „sondern auch ‚zum Teil’ oder ‚nur etwas’“ passen. Welche Eigenschaft nun wichtiger ist, als die andere, wird durch die Sprachgemeinschaft festgelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht anhand von Mehrdeutigkeiten in Witzen, wie wichtig kognitive Kategorisierungsprozesse für das gegenseitige Verständnis sind.

1. Roschs Prototypentheorie: Dieses Kapitel erläutert, wie Kategorien durch Prototypen und unterschiedliche Abstufungen definiert werden, wobei auch die horizontale und vertikale Dimension der Kategorisierung beleuchtet wird.

2. Putnams Stereotypensemantik: Das Kapitel führt die Begriffe Extension und Intension ein und beschreibt Putnams modular aufgebautes Modell der Bedeutung, das stark auf Stereotypen und soziofunktionalen Aspekten basiert.

3. Parallelen zwischen Putnam und Rosch: Hier werden die Übereinstimmungen herausgearbeitet, insbesondere die Ablehnung rein willkürlicher Bedeutungen und die Einbindung von Erfahrung und Interaktion in den Bedeutungsbegriff.

4. Unterschiede zwischen Putnam und Rosch: Das Kapitel kontrastiert die philosophische Herangehensweise Putnams mit der eher psychologisch-empirischen Methode Roschs und beleuchtet die unterschiedliche Gewichtung von Merkmalen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Stärken und Schwächen beider Modelle und bewertet ihren Stellenwert als Meilenstein in der Geschichte der kognitiven Semantik.

Schlüsselwörter

Kognitive Semantik, Prototypentheorie, Stereotypensemantik, Kategorisierung, Extension, Intension, Familienähnlichkeit, Prototyp, Stereotyp, natürliche Arten, Sprachforschung, Bedeutungsbegriff, Soziofunktionalismus, Merkmalstruktur, Sprachgemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der kognitiven Semantik und vergleicht die zwei zentralen Theorien zur Kategorisierung von Wörtern: Roschs Prototypentheorie und Putnams Stereotypensemantik.

Welche wissenschaftlichen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Kategorien, die Bedeutungskonstitution in Sprachgemeinschaften, die methodische Herangehensweise an linguistische Theorien sowie die Abgrenzung von zentralen und peripheren Begriffsinhalten.

Was ist das Hauptziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Gegenüberstellung von Rosch und Putnam, um zu analysieren, wie beide Theorien menschliche Kategorisierung erklären und worin ihre spezifischen Unterschiede bei der Bedeutungsbeschreibung liegen.

Welche Methoden nutzen die beiden behandelten Theoretiker?

Während Rosch vorwiegend auf psychologische Experimente und Beobachtungen setzt, arbeitet Putnam eher mit philosophischen Gedankenexperimenten und theoretischen Modellen.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der beiden Theorien sowie eine vergleichende Analyse, die Gemeinsamkeiten, methodische Diskrepanzen und unterschiedliche Auffassungen von Kernbedeutungen hervorhebt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prototyp, Stereotyp, Extension, Intension, kognitive Kategorisierung und natürliche Arten geprägt.

Warum unterscheidet sich die methodische Herangehensweise von Rosch und Putnam?

Putnam betrachtet die Semantik aus einer eher philosophischen Perspektive, weshalb er Theorien stärker logisch-theoretisch begründet, während Rosch die empirisch-psychologische Perspektive betont.

Was schließt die Arbeit als Fazit über den Nutzen beider Theorien?

Die Autorin stellt fest, dass beide Theorien trotz ihrer Mängel bei der vollständigen Erfassung aller semantischen Phänomene als Meilensteine der kognitiven Semantik gelten und sich eine Mischung beider Ansätze als fruchtbar erweisen könnte.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Roschs Prototypentheorie vs. Putnams Stereotypensemantik
Universidad
University of Wuppertal
Curso
Kognitive Semantik
Calificación
3,0
Autor
Yasmin Tosun (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
13
No. de catálogo
V144220
ISBN (Ebook)
9783640534449
ISBN (Libro)
9783640534227
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prototyp Theorie Rosch Putnam Kognitiv Semantik Prototypentheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Yasmin Tosun (Autor), 2009, Roschs Prototypentheorie vs. Putnams Stereotypensemantik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144220
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  13  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint