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Ethnischer Humor und Satire in der visuellen Repräsentation der muslimischen Gesellschaft am Beispiel des Formats "Datteltäter"

Titel: Ethnischer Humor und Satire in der visuellen Repräsentation der muslimischen Gesellschaft am Beispiel des Formats "Datteltäter"

Hausarbeit , 2022 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fokus dieser Arbeit liegt in der Forschungsfrage, ob und wie durch satirische Beiträge und Bestätigung von Stereotypen gängige rassistische Repräsentationen durchbrochen werden können und somit eine Aufklärungsfunktion in der postmigrantischen Kultur erreicht werden kann.

Um diese Forschungsfrage zu bearbeiten, wird zunächst definiert, was Repräsentationen sind und wie diese wirken. Dafür nimmt der Text beispielhaft den Diskurs vom „Der Westen und der Rest“ von Stuart Hall zurate. Danach wird herausgearbeitet, wie Rassismus und Rasse innerhalb einer Gesellschaft vorzufinden sind und die Konzentration richtet sich auf den antimuslimischen Rassismus mittels einer Rassismus Analyse in Anlehnung an Stuart Hall. Diese Rassismus Analyse dient später dazu, im genannten Beispiel angewandt zu werden und zu überprüfen, wie die satirische Auslegung diese inhaltlich verarbeitet. Daraufhin beschäftigt die Arbeit sich mit der gegenwärtigen Situation der deutschen Medienlandschaft, inwiefern das Thema Postmigration in der visuellen Kultur thematisiert und repräsentiert wird. Nach diesem Kapitel wird der ethnische Humor und Satire in der visuellen Kultur erläutert und der aktuelle Forschungsstandpunkt dargestellt. Anschließend wird das genannte Beispiel auf die zuvor erarbeiten Inhalte untersucht, um herauszufinden, ob und wie diese als „Sprachohr für Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten“ funktionieren könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Repräsentation, Rassismus und Postmigration in den sozialen Medien

2.1 Repräsentation und Differenz: Der Westen und der Rest

2.2 Rassismus und Rasse

2.3 Postmigration in der visuellen Kultur

3. Ethnischer Humor und Satire als visuelles Konstrukt in der postmigrantischen Repräsentation

4. Fallbeispiel: @Datteltäter

4.1 Beschreibung

4.2 Analyse mit den theoretischen Grundlagen

5. Evaluation und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern ethnischer Humor und Satire in sozialen Medien dazu beitragen können, antimuslimische rassistische Stereotypen zu durchbrechen, und analysiert hierfür beispielhaft das Funk-Format „Datteltäter“ unter Rückgriff auf medientheoretische Konzepte wie Stuart Halls „Der Westen und der Rest“.

  • Wirkungsweise von Repräsentation und Differenzkonstruktionen im medialen Kontext.
  • Analyse von antimuslimischem Rassismus und Machtmechanismen in der visuellen Kultur.
  • Funktion von Ethno-Comedy und Satire als Instrumente gesellschaftskritischer Aufklärung.
  • Empirische Einzelfallanalyse des Formats „Datteltäter“ zur Identifikation von Empowerment-Strategien.

Auszug aus dem Buch

4.2 Analyse mit den theoretischen Grundlagen

Die Kernproblematik, welche im Video angesprochen wird, ist der Alltagsrassismus innerhalb des deutschen Schulsystems. So findet sich neben dem institutionalisierten Rassismus, welcher insbesondere die Lehrpläne nicht auf die Mehrheitsgesellschaft anpasst (Karakayali / Tsianos 2014: 35), ein kultureller Rassismus wieder im Verhalten von Autoritätspersonen, in diesem Fall dem des Lehrers. Es werden alltägliche aufkommende Stereotypen thematisiert, welche als Gegenbild funktionieren sollen und die Migration als Problem darstellt. Die dem Lehrer zugeschriebene Macht als Lehrperson im Unterrichten, Vermitteln von Wissen und Bewerten wird hier bewusst provoziert und ausgenutzt und der Lehrer stellt sich durch seinen kulturellen Rassismus bewusst über die Schüler und wendet bewusst eine Ideologie als Praxis nach dem zweiten Baustein von Müller-Uri und Oprakto (2017) an. Er vertritt die Meinung, dass nur die westliche Kultur die wahre sei, hier finden wir das von Hall (2012) beschriebene Macht-Wissen-Spiel im Konzept „Der Westen und der Rest“ wieder.

Die Situation der Schulklasse, in der wir einen deutschen Lehrer vorfinden, der sich mit seinem Verhalten bewusst über die Schüler:innen mit einer Migrationsgeschichte stellt, lässt sich metaphorisch mit dem Konzept „Der Westen und der Rest“ gleichstellen. Der Lehrer übt mit seinen bekannten Repräsentationen Macht aus, indem er denkt ein Wissen zu besitzen über die Schüler:innen. Neben den vermeintlichen wissenschaftlichen Status, welchen er durchsetzen möchte, nämlich dass die europäische Gesellschaft die Mächtigste sei und nur deren Kultur die einzige richtige sei (vgl. Hall 2012 S. 140 und S.152), entnimmt er sein Wissen aus einem Diskurs mit bestimmten Sprechweisen, welche Vorurteilsbehaftet sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt das Forschungsinteresse ab, rassistische Repräsentationen in deutschen Medien durch satirische Ansätze zu hinterfragen und deren Aufklärungsfunktion am Beispiel der „Datteltäter“ zu prüfen.

2. Repräsentation, Rassismus und Postmigration in den sozialen Medien: Dieses theoretische Kapitel erläutert Konzepte wie das „Repräsentationsregime“ nach Stuart Hall, antimuslimischen Rassismus sowie die Rolle der Postmigration in der heutigen visuellen Medienkultur.

3. Ethnischer Humor und Satire als visuelles Konstrukt in der postmigrantischen Repräsentation: Hier wird die Wirkungsweise von Ethno-Comedy und Satire als Instrumente zur Tabubruch-Strategie und Problematisierung von Stereotypen in den sozialen Medien theoretisch fundiert.

4. Fallbeispiel: @Datteltäter: Anhand des Formats „Datteltäter“ wird analysiert, wie diese durch Humor versuchen, Mainstream-Narrative über Muslime zu verändern und wie ein konkretes Video rassistisches Lehrerverhalten karikiert.

5. Evaluation und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass ethnischer Humor als Instrument der Aufklärung fungieren kann, jedoch stets die Gefahr birgt, beim Rezipienten unterschiedlich rezipiert zu werden.

Schlüsselwörter

Ethnischer Humor, Satire, Postmigration, Repräsentation, Rassismus, Datteltäter, Stereotypisierung, Medientheorie, Stuart Hall, Ethno-Comedy, Empowerment, Diskursanalyse, Gesellschaftskritik, Minderheiten, Medienproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Untersuchung befasst sich mit der Frage, wie durch visuelle Repräsentationen in Form von ethnischem Humor und Satire rassistische Diskurse innerhalb der postmigrantischen deutschen Medienlandschaft aufgebrochen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft medientheoretische Konzepte zur Identitäts- und Differenzkonstruktion (insb. nach Stuart Hall) mit der Praxis der Ethno-Comedy in sozialen Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob und wie satirische Beiträge rassistische Repräsentationen durchbrechen und eine Aufklärungsfunktion für ein postmigrantisches Publikum erfüllen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch geleitete Einzelfallanalyse, bei der medienwissenschaftliche Konzepte auf ein spezifisches Videobeispiel des Formats „Datteltäter“ angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung (Repräsentation, Rassismus, Humor/Satire) und eine praktische Analyse eines populären Videos des Formats „Datteltäter“ zum Thema Rassismus im Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Ethnischer Humor, Satire, Repräsentation, Rassismus, Postmigration und Ethno-Comedy charakterisiert.

Warum wurde das Video „Wenn RASSISMUS EHRLICH wäre | Schule“ als Analyseobjekt gewählt?

Das Video wurde gewählt, da es mittels überspitzter Satire und einer klaren Karikatur rassistischer Lehrkraft-Strukturen gezielt gesellschaftliche Tabus adressiert und dadurch eine hohe mediale Resonanz erzielt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Wirksamkeit von Ethno-Comedy?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Ethno-Comedy zwar Potenzial für Empowerment und Aufklärung bietet, die Rezeption jedoch stark variieren kann und daher kein Garant für den Abbau von Stereotypen ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethnischer Humor und Satire in der visuellen Repräsentation der muslimischen Gesellschaft am Beispiel des Formats "Datteltäter"
Hochschule
Universität Siegen  (Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Stuart Hall - Repräsentation, Diskurs, Macht
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
22
Katalognummer
V1442317
ISBN (PDF)
9783964876294
ISBN (Buch)
9783964876300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stuart Hall Repräsentation Diskurs Macht Rassismus ethnischer Humor Satire YouTube visuelle Repräsentation satirische Beiträge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Ethnischer Humor und Satire in der visuellen Repräsentation der muslimischen Gesellschaft am Beispiel des Formats "Datteltäter", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442317
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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