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Mythen des Weiblichen in der Literatur. Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau?

Ein GRIN-Sammelband

Titre: Mythen des Weiblichen in der Literatur. Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau?

Recueil , 2024 , 48 Pages

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Franziska Weithmann (Auteur), Sarah Kaiser (Auteur), Daniela Göckeritz (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
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Dieser Sammelband enthält drei Hausarbeiten.

Seinen erfolgreichsten literarischen Ausdruck hat der Mythos der Wasserfrau als Natur- und Elementarwesen in Friedrich de la Motte Fouqués 1811 veröffentlichter Erzählung "Undine" gefunden. Aufgrund der, auch in unserer modernen Welt, nicht abreißenden Faszination am Wasserfrauenmythos, und insbesondere an Fouqués Werk, soll in der ersten Hausarbeit aufgezeigt werden, was das Besondere an Fouqués Undine, als Hauptfigur im gleichnamigen Werk, ist und inwieweit sie das Mythisch-Weibliche verkörpert. Weiterhin soll das Mythisch-Weibliche an Undine im Kontrast zur Figur der Bertalda herausgearbeitet werden.

Die zweite Arbeit will sich mit der Frage nach der besseren Frau in der Erzählung "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué, in Bezug zur männlichen Hauptfigur Huldbrand und in der Wirkung auf die Gesellschaft beschäftigen. Dazu werden die weiblichen Figuren der Undine und der Bertalda verglichen und in ihrem Verhalten bewertet. Dabei spielt die "Beseelung" der Wasserfrau eine zentrale Rolle, da diese mit einem extremen Wandel ihrer Werte und ihres Verhaltens einhergeht.

Die dritte Arbeit beschäftigt sich mit Thüring von Ringoltingens Prosaroman " Melusine ". Liest man die Melusinen-Geschichte von Thüring von Ringoltingen ist natürlich sofort klar – Melusina ist kein gewöhnlicher Mensch. Aber was genau ist Melusina? Um was für ein Wesen handelt es sich und lässt sie sich in irgendeine bekannte Kategorie einordnen? Ziel dieser Hausarbeit ist es, die mittelalterliche Weltanschauung in Bezug auf Dämonen, Geister und Monster zu erläutern. Wie viel Monströses besitzt die Melusina, wie viel davon ist dämonischen Ursprungs?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Fouqués Undine als Figur zur Darstellung des Mythisch-Weiblichen

1. Einleitung

2. Das Mythisch-Weibliche an Fouqués Undine

2.1 Wesensbeschreibung und Erscheinungsbild

2.2 Veränderung durch Beseelung

2.3 Bertalda als Kontrast zu Undine

2.4 Undines Verbindung zur Natur

3. Fazit

Wasserfrau versus Menschenfrau. Stellt die beseelte Figur der Undine eine bessere Frau als Bertalda dar?

1. Fouques Werk der Undine; Wasserfrau versus Menschenfrau

2. Das Bild der guten Frau in der Romantik

3. Das Naturkind Undine

4. Das Bild der Frauen vor der Hochzeit; Undine die forsche Kindfrau & die hochnäsige Bertalda

5. Das veränderte Bild der Frauen nach der Hochzeit; die beseelte Undine und die zornige Bertalda

6. Die bessere Frau für den Ritter versus die bessere Frau in der Gesellschaft

Nixe, Nymphe oder Schlangenweib? Das Dämonische in Thüring von Ringoltingens "Melusine"

1. Einleitung

2. Das Bild von Dämonen, Monstern und Fabelwesen im Mittelalter

2.1 Dämonen

2.2 Monster

2.3 Fabelwesen

2.4 Einordnung der Melusina

3. Die Entwicklung und Merkmale des Dämonischen der Melusina

3.1 Inhaltliche Zusammenfassung der Handlung

3.2 Die Dämonischen Merkmale

4. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegenden literaturwissenschaftlichen Analysen untersuchen die mythologische Figur der Wasserfrau in drei bedeutenden Werken der Literaturgeschichte. Das zentrale Anliegen ist es, die Charakteristika, das Wesen und das ambivalente Verhältnis dieser übernatürlichen Wesen zur menschlichen Gesellschaft sowie zu ihren männlichen Partnern kritisch zu hinterfragen und deren literarische Funktionen im Kontext von Beseelung, Rollenverständnis und Dämonisierung zu dekonstruieren.

  • Mythos des Weiblichen zwischen Naturwesen und kultureller Norm.
  • Die Bedeutung der Beseelung als zentrales Motiv für den Wandel weiblicher Rollen.
  • Gegenüberstellung von Wasserfrau und zeitgenössischem Ideal der Menschenfrau.
  • Klassifizierung dämonischer Merkmale im mittelalterlichen Kontext.
  • Spannungsfelder zwischen privater Liebesbeziehung und gesellschaftlichen Erwartungen.

Auszug aus dem Buch

2. Das Mythisch-Weibliche an Fouqués Undine

Bei Undines erstem Auftreten in der Erzählung fallen vor allem ihr kindisches, impulsives und launenhaftes Verhalten auf. Obwohl sie bereits 18 Jahre alt ist, treibt sie allerlei Schabernack, widerspricht ihren Eltern und macht vor allem der alten Fischersfrau durch ihr ungezügeltes Verhalten und ihr Desinteresse an häuslichen Tätigkeiten das Leben schwer. Dem Ritter Huldbrand gegenüber charakterisiert der Fischer seine Pflegetochter jedoch auch als „von ganzem Herzen gut“ und betont, dass man ihr am Ende doch nicht böse sein kann.

Undine zeigt sich wenig an gesellschaftlichen Etiketten und angemessen damenhaftem Verhalten interessiert. Völlig unbefangen und ohne jede Scheu umgarnt sie den Ritter sofort und stellt ihm alle möglichen Fragen. Dieser ist von solch einem Verhalten überrascht und irritiert und kann kaum „die Augen von ihr wegbringen“. Dies liegt jedoch nicht nur an ihrem Verhalten, sondern auch an ihrer äußeren Attraktivität. Undine wird beschrieben als „wunderschönes Blondchen“, von „holder Gestalt“, mit „lieblichen Zügen“, „schönen Arme[n]“, „zierliche[n] Füßchen“ und „hellen Augen“.

Zusammenfassung der enthaltenen Arbeiten

Fouqués Undine als Figur zur Darstellung des Mythisch-Weiblichen: Diese Untersuchung analysiert, wie Undine als Hauptfigur das Mythisch-Weibliche verkörpert, wobei insbesondere ihre Wesensänderung durch die Beseelung und der Kontrast zu Bertalda im Vordergrund stehen.

Wasserfrau versus Menschenfrau. Stellt die beseelte Figur der Undine eine bessere Frau als Bertalda dar?: Hier wird der Frage nachgegangen, inwiefern Undine nach ihrer Beseelung eine moralisch überlegene oder gesellschaftlich angepasstere Frau verkörpert, verglichen mit der eher konventionell menschlichen Figur der Bertalda.

Nixe, Nymphe oder Schlangenweib? Das Dämonische in Thüring von Ringoltingens "Melusine": Diese Arbeit dekonstruiert die Figur der Melusine mit Hilfe mittelalterlicher Konzepte von Dämonen, Monstern und Fabelwesen, um eine Kategorisierung des Dämonischen in dem Werk zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Undine, Fouqué, Wasserfrau, Melusine, Beseelung, Dämonik, Romantik, Mittelalter, Mythologie, Frauenbild, Monster, Fabelwesen, Liebesbeziehung, Identität, Rollenbild

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundsätzliche Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht mythologische Frauenfiguren in der Literatur, insbesondere Wasserwesen wie Undine und Melusine, und deren Darstellung im Kontext gesellschaftlicher Normen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wandlung weiblicher Identität, dem Motiv der Beseelung und dem literarischen Vergleich zwischen Naturwesen und Menschenfrauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchungen?

Ziel ist es, das Charakteristische an den jeweiligen Wasserfrauenfiguren herauszuarbeiten und deren Wirkung auf die männlichen Hauptfiguren und das gesellschaftliche Umfeld zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Primärtexte in den historischen Kontext der Romantik und des Mittelalters einbettet.

Worum geht es im Hauptteil?

Im Hauptteil werden die Figuren analysiert hinsichtlich ihres Verhaltens, ihres Aussehens, ihrer Beseelung und ihrer Rolle im sozialen Gefüge der jeweiligen Erzählungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Weiblichkeit, Wasserwesen, Beseelung, Dämonik, Identitätsverlust und moralische Rollenkonzepte.

Warum wird Undines Beseelung als so wichtig erachtet?

Die Beseelung markiert den Umschlagpunkt von einem unberechenbaren, freien Naturwesen zu einer domestizierten, christlich-moralischen Ehefrau, was einen Identitätsverlust und das Scheitern ihrer ursprünglichen Anziehungskraft einleitet.

Wie unterscheidet sich Melusine von Undine?

Während bei Undine das Motiv der christlichen Beseelung und der damit verbundene soziale Wandel dominiert, liegt bei Melusine der Fokus stärker auf ihrer dämonischen Natur und ihrer Kategorisierung zwischen Monster, Fabelwesen und Geist.

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Résumé des informations

Titre
Mythen des Weiblichen in der Literatur. Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau?
Sous-titre
Ein GRIN-Sammelband
Auteurs
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Franziska Weithmann (Auteur), Sarah Kaiser (Auteur), Daniela Göckeritz (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
48
N° de catalogue
V1442617
ISBN (ebook)
9783964874344
ISBN (Livre)
9783964874351
Langue
allemand
mots-clé
Friedrich de la Motte Fouqué Undine Melusine Thüring von Ringoltingen Mythisch-Weibliche Nixe Nymphe Meerjungfrau Literatur Mythen Weibliche
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Franziska Weithmann (Auteur), Sarah Kaiser (Auteur), Daniela Göckeritz (Auteur), 2024, Mythen des Weiblichen in der Literatur. Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442617
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Extrait de  48  pages
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