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Humor im Unterricht. Erleben und Einsatz des Humors aus der Sicht Auszubildender und einer Lehrkraft

Title: Humor im Unterricht. Erleben und Einsatz des Humors aus der Sicht Auszubildender und einer Lehrkraft

Bachelor Thesis , 2019 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anne-Katrin Fischer (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

Ziel der Forschung ist, zu ergründen, in welcher Form Humor im Unterricht bereits eine Rolle spielt und an welcher Stelle Humor störend wirken kann. Es entwickelt sich für die Lehrerbildung eine Handlungsempfehlung zum Einsatz von Humor im Unterricht. Diese Erkenntnisse sollen anhand einer Befragung, einer Gruppendiskussion und einer Beobachtung gewonnen werden. Daraus ergibt sich folgende Fragestellung: Wie erleben Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege den Einsatz von Humor im Unterricht?

Im folgenden Kapitel wird zunächst das methodische Vorgehen erläutert. Kapitel drei beschäftigt sich mit Humor im Allgemeinen. Im vierten Kapitel werden die gebildeten Kategorien für die Forschungsphase beschrieben und im darauffolgenden Kapitel der Forschungsablauf skizziert. Das sechste Kapitel bildet die Darstellung der Ergebnisse. Eine Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse sind im siebten Kapitel nachzulesen. Das achte Kapitel beinhaltet das Fazit.

Mit dem Ende der Kindergartenzeit wird Kindern auf den Weg gegeben, dass nun "der Ernst des Lebens" beginne. Schule und Berufsausbildung werden demnach nicht oder kaum mit Freude und Humor in Verbindung gebracht. Wenig überraschend also, dass Fortbildungen zum Thema Humor im Unterricht eine Randerscheinung darstellen. Erste Studien der allgemeinen Schulpädagogik haben Ergebnisse zu dem förderlichen Einsatz von Humor ergeben. Gesteigerte Lernmotivation und verbessertes inhaltliches Verständnis von Unterrichtsinhalten ließen sich nachweisen. Der Einsatz von Humor als Instrument im Unterricht ist unbestritten positiv zu sehen. Eine einfache Übertragung der Ergebnisse auf die schulische Pflegeausbildung lässt sich allerdings nicht unreflektiert vornehmen. Die Klassen in Pflegefachschulen setzen sich ausgesprochen alters- und bildungsheterogen zusammen. Demzufolge bedarf es einer größeren Breite der Methoden, um das Lernziel zu erreichen. Die Unterschiedlichkeit der Beschulung erfordert eine qualitative Erforschung des Instrumentes Humor in der Pflegeausbildung, um eine Sensibilisierung für den Einsatz von Humor und seine Bedeutung für Schüler und Lehrkraft aufzuzeigen. Humor als Lehrmethode scheint hinter anderen Methoden an Wichtigkeit zu verlieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodisches Vorgehen

2.1 Literaturrecherche

2.2 Videobeobachtung

2.3 Gruppendiskussion

2.4 Experteninterview

2.5 Qualitative Inhaltsanalyse

3 Humor

3.1 Humorformen Definition

3.1.1 Humortypen Lehrkräfte

3.1.2 Humortypen Schüler

3.2 Neurodidaktik

3.3 Lernmotivation

3.4 Legitimation von Humor im Unterricht

3.5 Humor als Methode

4 Kategorienbildung

4.1 Kodierleitfaden

4.2 Leitfaden

5 Forschung

5.1 Forschungsablauf

5.2 Datenauswertung

6 Darstellung der Ergebnisse

6.1 Kategorie „Methode“

6.1.1 Subkategorie Veranschaulichung

6.1.2 Subkategorie Denkprozesse anregen

6.2 Kategorie Motivation

6.2.1 Subkategorie extrinsisch Motivation

6.2.2 Subkategorie intrinsische Motivation

6.3 Kategorie Klassenklima

6.3.1 Subkategorie Angst und Stress

6.3.2 Subkategorie Vertrauen

6.3.3 Subkategorie Wohlbefinden

7 Zusammenfassung und Interpretation

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht das Erleben und den Einsatz von Humor im Pflegeunterricht aus der Perspektive von Auszubildenden und einer Lehrkraft. Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, in welcher Form Humor den Unterricht beeinflusst, wie er zur Beziehungsgestaltung beiträgt und welche Rolle er für die Lernmotivation und das Klassenklima spielt, um daraus Handlungsempfehlungen für die Lehrerbildung abzuleiten.

  • Qualitative Analyse des Humoreinsatzes als Lehrmethode
  • Einfluss von Humor auf Angstfreiheit und Vertrauensbasis
  • Wechselwirkung zwischen Humor, Motivation und Lernatmosphäre
  • Integration von Humor in die Lehrer-Schüler-Interaktion

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Humortypen Lehrkräfte

Lehrkräfte treten als Individuum, mit der Aufgabe eine Thematik zu unterrichten, vor eine Klasse. Das Ziel ist klar definiert und soll zum Ende der Unterrichtsstunde erreicht sein. Eine Interaktion mit den Schülern ist notwendig, um das Unterrichtsziel zu erreichen. Da diese Interaktion wechselseitig ist, muss die Lehrkraft wissen, welche Form des Humors ausgesendet wird und wie dieser Humor beim Empfänger ankommt (Kassner, 2002, S. 85). Es sollte bevorzugt eine gutartige Form des Humors verwendet werden, um ein entspanntes Klassenklima zu erreichen (Kassner, 2002, S. 85).

Ein weiterer Aspekt ist der Einsatz von themenbezogenem oder themenfremdem Humor (Frymier, Wanzer & Wojtaszczyk, 2008, S. 284). Der bereits erwähnte affiliative humor ist gemeinsam mit Themenbezug für Lehrkräfte die produktivste Humorform. Ohne Themenbezug vermag dieser Humor das Klassenklima zu stärken. Teilweise kann themenfremd eingesetzter Humor allerdings auch von Schülern als Zeitverschwendung angesehen werden (Bieg & Dresel, 2014, S. 13).

Die Anwendung von Humor ist nicht angeboren, sondern erworben (Kassner, 2002, S. 88). Es wird vom Humorpotenzial gesprochen, was den Lehrern in unterschiedlicher Ausprägung auf Grund der eigenen Sozialisation bereitgestellt wird. Eine positive Rückmeldung seitens der Schüler, kann dieses Humorpotenzial erhöhen, da eine Interaktion mit den Schülern stattfindet (Kassner, 2002, S. 90). Diese Interaktion wirkt sich positiv verstärkend auf das Selbstwertgefühl aus und unterstützt die persönliche Haltung, anstrengende Situationen zu bewältigen (Martin, Kuiper, Olinger & Dance, 1993, S. 100).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung, die Notwendigkeit der Erforschung von Humor in der heterogenen Pflegeausbildung und definiert das Ziel und die Forschungsfrage der Arbeit.

2 Methodisches Vorgehen: Erläutert das qualitative Studiendesign, welches auf einer Triangulation aus Literaturrecherche, Videobeobachtung, Gruppendiskussion und Experteninterview basiert.

3 Humor: Bietet einen theoretischen Rahmen über Humorformen, Neurodidaktik, Lernmotivation sowie die Legitimation und den methodischen Einsatz von Humor im Unterricht.

4 Kategorienbildung: Beschreibt die deduktive Methodenwahl sowie die Erstellung des Kodierleitfadens zur inhaltlichen Strukturierung der erhobenen Daten.

5 Forschung: Skizziert den Forschungsablauf, inklusive der Auswahl von Probanden, der Durchführung der Beobachtung und der Datenauswertungsprozesse.

6 Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde unterteilt in die Hauptkategorien Methode, Motivation und Klassenklima sowie deren Subkategorien.

7 Zusammenfassung und Interpretation: Synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert die Bedeutung von Humor für die Lehrer-Schüler-Beziehung und das Lernklima.

8 Fazit: Formuliert abschließende Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Integration von Humor in die Ausbildung von Lehrkräften.

Schlüsselwörter

Humor, Pflegeunterricht, Lehrerbildung, Lernmotivation, Klassenklima, Angstfreiheit, Vertrauen, Unterrichtsmethode, Qualitatives Studiendesign, Auszubildende, Lehrer-Schüler-Beziehung, Neurodidaktik, Humortypen, Kompetenz, Unterrichtsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirkung von Humor als Lehrmethode in der schulischen Pflegeausbildung und wie dieser von Auszubildenden und Lehrkräften erlebt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der methodischen Anwendung von Humor, der Förderung von Motivation, der Gestaltung des Klassenklimas sowie der emotionalen Ebene der Lehrer-Schüler-Interaktion.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, den Einsatz von Humor besser zu verstehen, die Hemmschwelle für Lehrkräfte zu senken und die Bedeutung von Humor für eine angstfreie und lernförderliche Atmosphäre aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt ein qualitatives Studiendesign mit Triangulation, bestehend aus Literaturrecherche, Videobeobachtung einer Unterrichtsstunde, einer Gruppendiskussion mit Auszubildenden und einem Experteninterview.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Humor und Motivation, die Erläuterung der Kategorienbildung sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten hinsichtlich verschiedener Humoraspekte im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humor, Pflegeunterricht, Lernmotivation, Klassenklima, Angstfreiheit, Vertrauen sowie die untersuchten Kategorien wie Methode und Motivation.

Warum wird Humor in der Pflegeausbildung als relevant angesehen?

Humor kann als Katalysator dienen, um Informationen verständlicher zu vermitteln, Ängste abzubauen und ein entspanntes sowie motivierendes Lernklima zu schaffen, was besonders in heterogenen Klassen wichtig ist.

Hat der Einsatz von Humor auch negative Auswirkungen?

Ja, sofern Humor erzwungen wirkt, nicht themenbezogen ist oder als Sarkasmus/Zynismus missverstanden wird, kann er die Lehrer-Schüler-Beziehung belasten und kontraproduktiv wirken.

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Details

Title
Humor im Unterricht. Erleben und Einsatz des Humors aus der Sicht Auszubildender und einer Lehrkraft
College
University of Applied Sciences Münster  (Institut für berufliche Lehrerbildung)
Grade
1,0
Author
Anne-Katrin Fischer (Author)
Publication Year
2019
Pages
48
Catalog Number
V1442893
ISBN (PDF)
9783964877420
ISBN (Book)
9783964877437
Language
German
Tags
Humor Pflege Lehrer Ausbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Katrin Fischer (Author), 2019, Humor im Unterricht. Erleben und Einsatz des Humors aus der Sicht Auszubildender und einer Lehrkraft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442893
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