Terrorismus! Nur wenige Begriffe haben sich so nachhaltig in unsere Alltags-sprache eingeschlichen. Viele Menschen haben einen vagen Begriff davon, was überhaupt Terrorismus ist, aber ihnen fehlt eine präzise und konkrete und wirklich zur Erklärung beitragende Definition des Wortes. Diese Ungenauigkeit kommt nicht von ungefähr, sondern liegt vielmehr in der Berichterstattung der Medien. Ihre Anstrengungen komplexe Sachverhalte unter geringstmöglichen Aufwand an Sendeminuten zu übermitteln, haben dazu geführt, dass eine ganze Skala von Gewaltakten als Terrorismus geführt wird. Jede abscheuliche Gewalttat, die gegen die Gesellschaft gerichtet ist, wird als Terrorismus definiert. Wobei es gleichgültig ist, ob es sich dabei um die Aktivitäten von regierungsfeindlichen Rebellen oder von der Regierung selbst, um organisierte Verbrecherbanden oder gewöhnliche Kriminelle, um randalierenden Mob oder um Personen, die militant protestieren, um einzelne Irre oder um einsame Erpresser geht (vgl. Hoffmann 2006, S. 21).
Aus diesen Gründen werden in der Ausarbeitung, zu meinem Referatsthema Terrorismus, die Fragen beantwortet: Was kann überhaupt als Terrorismus angesehen werden? Welchen Ursprung er hat und wie wird eigentlich der Terrorismus von Fachleuten definiert. Die einzelnen Formen des Terrorismus werden beschrieben und die Frage wird beantwortet, wer überhaupt Terroristen sind. Denn im Laufe der letzten 30–40 Jahren hat sich der Terrorismus signifikant verändert, die Tendenzen im Terrorismus haben sich gewandelt und welche Motive haben die Terroristen eigentlich, um abschließend einen Vergleich zwischen den „alten“ und den „neuen“ Terrororganisationen durchzuführen. In der Schlussbetrachtung wird ein Ausblick über die Zukunft des Terrorismus gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Terrorismus?
2.1 Ursprung des Begriffes
2.2 Abgrenzung von Terror und Terrorismus
2.3 Definition Terrorismus
2.4 Arten von Terrorismus
2.4.1 Nationaler/ interner operierender Terrorismus
2.4.2 International operierender Terrorismus
2.4.3 Transnationaler operierender Terrorismus
3 Terrorismus gestern und heute
3.1 Tendenzen im Terrorismus
3.2 Grundmotive des Terrorismus
3.2.1 Ideologisch und sozialrevolutionär motivierter Terrorismus
3.2.2 Ethnisch-nationalistisch motivierter Terrorismus
3.2.3 Religiös motivierter Terrorismus
3.3 Veränderung der Terrorgruppen
3.3.1 Organisation traditioneller und neuer Terrorgruppen
3.3.2 Operationen und Opfer traditioneller und neuer Terrorgruppen
3.3.3 Querverbindungen und Finanzen traditioneller und neuer Terrorgruppen
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Ausarbeitung verfolgt das Ziel, den Begriff des Terrorismus durch eine fundierte Herleitung und Definition von anderen Gewaltformen abzugrenzen und die signifikanten Veränderungen terroristischer Strukturen sowie Motive über die letzten Jahrzehnte zu analysieren, um abschließend einen Vergleich zwischen „alten“ und „neuen“ Terrororganisationen zu ermöglichen.
- Historische Herleitung und begriffliche Definition von Terrorismus.
- Unterscheidung verschiedener Erscheinungsformen wie nationalem, internationalem und transnationalem Terrorismus.
- Analyse der wandelnden Grundmotive und Tendenzen im Terrorismus.
- Gegenüberstellung von Organisation, Operationen und Finanzierungsstrukturen traditioneller und neuer Terrorgruppen.
- Diskussion über Ansätze und Herausforderungen der Terrorismusbekämpfung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Ursprung des Begriffes
Der Begriff Terrorismus (la terreur) wurde zum ersten Mal bei der Französischen Revolution gebräuchlich. Damals hatte er im Gegensatz zur heutigen Verwendung eine positive Bedeutung. Er wurde als ein Mittel zur Durchsetzung von Ordnung gebildet. Damals war das „régime de la terreur“ ein Instrument der Herrschaft und wurde durch den kürzlich etablierten revolutionären Staat ausgeübt. Die neue Regierung wollte die Macht durch Einschüchterung von Konterrevolutionären, subversiven Elementen und allen anderen Andersdenkenden, die das neue Regime als Volksfeinde betrachtete, festigen.
Dafür erhielt der damalige „Allgemeine Sicherheitsausschuss“ und das Revolutionstribunal (Volksgerichtshof) umfangreiche Befugnisse zu verhaften, richten und öffentlich Menschen hinzurichten. Auf diese Weise wurde jedem eine eindringliche Lehre erteilt, der sich der Revolution entgegensetzte (vgl. Hoffmann 2006, S. 23 f.). Dieses dargestellte Vorgehen setzten die Jakobiner unter Robespierre, vom September 1793–Juli 1794, gegen ihre politischen Gegner ein (vgl. Laqueur 1977, S. 7; Hirschmann 2003, S 8). Genau wie viele andere Revolutionen ging die Französische Revolution dazu über, sich selbst zu zerstören.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Begriffsfindung für Terrorismus ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit zur Untersuchung der historischen und aktuellen Entwicklung.
2 Was ist Terrorismus?: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge des Begriffs, grenzt Terror von Terrorismus ab und liefert eine wissenschaftliche Definition sowie eine Typologie der verschiedenen Terrorismusformen.
3 Terrorismus gestern und heute: Hier werden die veränderten Tendenzen, die zugrunde liegenden politischen, ökonomischen und religiösen Motive sowie die strukturellen Transformationen von traditionellen zu neuen Terrorgruppen analysiert.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen und diskutiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen der staatlichen Terrorismusbekämpfung.
Schlüsselwörter
Terrorismus, Terror, Internationale Beziehungen, Ideologie, Transnationaler Terrorismus, Al-Qaida, Gewaltstrategie, Sicherheitspolitik, Radikalisierung, Politische Gewalt, Terrorismusbekämpfung, Mediale Kommunikationsstrategie, Freiheitkampf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen Terrorismus, beleuchtet dessen historische Entwicklung, definiert den Begriff und analysiert die Wandlungsprozesse von nationalen hin zu transnationalen Terrorstrukturen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen gehören die begriffliche Definition und Abgrenzung, die Typisierung von Terrorismus, die Analyse von Grundmotiven (ideologisch, national, religiös) sowie der Vergleich zwischen klassischen und modernen Terrororganisationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Einordnung ein tieferes Verständnis dafür zu schaffen, wie sich der Terrorismus über die letzten 30 bis 40 Jahre gewandelt hat und welche Auswirkungen dies auf die heutige Sicherheitslage hat.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich existierender terrorismuswissenschaftlicher Literatur und Definitionen, um komplexe Sachverhalte wie den Wandel von Terrororganisationen aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Kategorisierung verschiedener Arten von Terrorismus sowie eine detaillierte Untersuchung der Tendenzen, Motive und strukturellen Veränderungen innerhalb der Terrorgruppen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Abgrenzung von Terrorismus zu anderen Gewaltformen, die Internationalisierung und Transnationalisierung terroristischer Netzwerke sowie die Rolle der Ideologie und Religion als Rekrutierungs- und Legitimationsbasis.
Warum ist die Unterscheidung zwischen „Freiheitskämpfer“ und „Terrorist“ so schwierig?
Die Einordnung hängt häufig vom politischen Standpunkt ab. Während Terroristen sich selbst oft als Freiheitskämpfer für Unterdrückte stilisieren, definiert die Arbeit Terrorismus durch die gezielte Gewalt gegen Unbeteiligte als Kommunikationsstrategie.
Welche Rolle spielen moderne Medien für terroristische Gruppierungen?
Die Arbeit zeigt, dass moderne Terrorgruppen Gewalt als mediale Kommunikationsstrategie nutzen, um durch spektakuläre Anschläge maximale öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen und somit indirekt Druck auf politische Gegner auszuüben.
- Quote paper
- B.A. Michael Mielke (Author), 2009, Terrorismus - Modelle und Probleme der Weltpolitik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144294