Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Géneros

"Nicht der Wirklichkeit, sondern der Wahrheit näherzukommen"

Dea Lohers "Leviathan" - ein Dokumentarstück?

Título: "Nicht der Wirklichkeit, sondern der Wahrheit näherzukommen"

Trabajo , 2007 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Corinna Heins (Autor)

Filología alemana - Géneros
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Ausgangspunkt für die Arbeit war das Interesse an der Frage, inwieweit dichterische Wahrheit und historische Wirklichkeit in Dea Lohers „Leviathan“ miteinander im Einklang sind. Wie genau hält die Autorin sich an die Historie, wie stark orientiert sie sich an den realen Vorbildern für die in ihrem Stück auftretenden Personen, wie geht sie mit dem von ihr verwendeten historischen Textmaterial um? Diese Fragen sollen im Folgenden untersucht werden. Zentral ist dabei die These, dass es sich bei Dea Lohers „Leviathan“ um ein Dokumentarstück handelt. Ob und inwiefern sie zutrifft, wird zu zeigen sein.
Zunächst soll unter Punkt 1 die Frage erörtert werden, wie sich der Begriff „Dokumentarstück“ definieren lässt, wo die Stärken und wo die Grenzen der Gattung liegen. Punkt 2 beschäftigt sich mit Lohers „Leviathan“ und den oben genannten Fragen dazu. In einer Schlussbetrachtung (Punkt 3) sollen die Ergebnisse der Untersuchung zusammengeführt und eine abschließende Beurteilung der These versucht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Dokumentarstück – eine umstrittene Kategorie

3 Dea Lohers „Leviathan“ – ein Dokumentarstück?

4 Schlussbetrachtung

5 Literatur

5.1 Primärliteratur

5.2 Zum Dokumentartheater

5.3 Zu Dea Loher und ihren Stücken

5.4 Zu Ulrike Meinhof, zu Bernward Vesper, Gudrun Ensslin und Andreas Baader und zur RAF

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Stück „Leviathan“ von Dea Loher den Gattungskriterien eines Dokumentarstücks entspricht. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Autorin historische Wahrheit, reale Vorbilder und authentisches Textmaterial in ihre künstlerische Gestaltung integriert und verarbeitet.

  • Analyse der Gattung des dokumentarischen Theaters und ihrer theoretischen Grundlagen.
  • Untersuchung des Umgangs der Autorin mit historischen Fakten und biographischen Details.
  • Analyse der Verfremdungstechniken und der Montage historischer Quellen innerhalb der Spielszenen.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen ästhetischer Umsetzung und politischem Anspruch.

Auszug aus dem Buch

Dea Lohers „Leviathan“ – ein Dokumentarstück?

Wollte man die Frage, ob es sich bei Dea Lohers „Leviathan“ um ein Dokumentarstück handelt, von der Dramatikerin selbst beantworten lassen, könnte die Arbeit an dieser Stelle beendet werden. Denn in einem Interview mit Claus Caesar hat Loher klar verneint, dass es sich bei ihrem Stück um den Versuch einer historischen Dokumentation handele:

„Authentizität auf der Bühne interessiert mich überhaupt nicht, ich weiß gar nicht, was das sein soll. Die Bühne ist künstlich; zu behaupten, da wäre irgendwas authentisch, ist Blödsinn oder eine falsche Vorstellung von Schauspielerei. Unabhängig davon ist es natürlich möglich, ein Stück über die RAF zu schreiben mit dem Ehrgeiz, die Entstehung so genau wie's geht nachzuzeichnen, also der Versuch einer historischen Dokumentation. Das war nicht meine Absicht [...]“

Doch ein dokumentarisches Stück zu schreiben heißt nicht unbedingt, ein Abbild der Wirklichkeit zu erschaffen, wie wir weiter oben unter Punkt 1 gesehen haben. Eine objektive Wiedergabe des historischen Geschehens ist unmöglich, Umformung der Wirklichkeit zum Modellfall gewünscht. Insofern widerspricht Lohers Aussage noch nicht der Möglichkeit, den „Leviathan“ unter der Kategorie des dokumentarischen Theaters fassen zu können. Zudem weisen die von der Literaturwissenschaft als Autoren von Dokumentarstücken bezeichneten Dramatiker dieses Etikett oft offensiv zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Ausgangsfrage der Arbeit hinsichtlich des Verhältnisses von dichterischer Wahrheit und historischer Realität im Werk „Leviathan“ und steckt den theoretischen Rahmen ab.

2 Das Dokumentarstück – eine umstrittene Kategorie: Dieses Kapitel definiert das Genre des dokumentarischen Theaters, erörtert seine Problematik der Genrebestimmung und diskutiert das dialektische Verhältnis zwischen historischen Dokumenten und ästhetischer Umsetzung.

3 Dea Lohers „Leviathan“ – ein Dokumentarstück?: Hier erfolgt die direkte Anwendung der Gattungstheorie auf das Stück von Dea Loher, wobei untersucht wird, wie die Autorin historisches Quellenmaterial demontiert, verfremdet und in eine neue künstlerische Form überführt.

4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass Loher den Anspruch einer bloßen historischen Dokumentation ablehnt, jedoch durch ihre Technik der Verfremdung und Montage eine kritische Reflexion des historischen Stoffes ermöglicht.

5 Literatur: Das Verzeichnis listet die für die Untersuchung herangezogene Primär- und Sekundärliteratur zu den Themen Dokumentartheater, Dea Loher sowie zur Geschichte der RAF und ihrer Protagonisten auf.

Schlüsselwörter

Dokumentartheater, Dea Loher, Leviathan, Historische Wahrheit, Authentizität, RAF, Ulrike Meinhof, Montage, Verfremdung, Politisches Theater, Quellenanalyse, Dramaturgie, Literaturwissenschaft, Faktizität, Inszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Theaterstück „Leviathan“ von Dea Loher hinsichtlich seiner Zuordnung zum Dokumentartheater und analysiert den Umgang der Autorin mit historischem Material.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Gattungsdefinition des Dokumentartheaters, der Wahrheitsanspruch historischer Dokumente auf der Bühne sowie die Verarbeitung der RAF-Geschichte im zeitgenössischen Theater.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit Loher in ihrem Stück dokumentarische Ansätze verfolgt und wie sie historische Fakten künstlerisch transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die theoretische Gattungsdefinitionen auf das spezifische Werk anwendet und die Montage- und Verfremdungstechniken der Autorin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen des dokumentarischen Theaters, stellt diese der Praxis Lohers gegenüber und prüft anhand konkreter Szenen und Dialoge die Verwendung historischer Quellen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Authentizität, Dokumentartheater, Verfremdung, historische Rekonstruktion, politisches Theater und Montage.

Warum lehnt Loher die Bezeichnung „Dokumentarstück“ für ihr Werk ab?

Loher betont, dass die Bühne per se künstlich ist und ihr Interesse nicht in einer historischen Dokumentation liegt, sondern in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Entscheidungsprozessen und Radikalisierung.

Wie verfährt Loher mit historischem Textmaterial?

Loher übernimmt kaum Zitate wörtlich, sondern demontiert diese, montiert sie in neue Kontexte und verändert sie rhythmisch, um eine „leichte Verzerrung“ und kritische Distanz zu erzeugen.

Welche Rolle spielt die Biografie von Ulrike Meinhof im Stück?

Maries/Ulrikes Biografie dient als Ausgangspunkt und historisches Modell, wobei Loher reale biographische Details zwar aufgreift, diese jedoch für das dramatische Konzept fiktionalisiert.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
"Nicht der Wirklichkeit, sondern der Wahrheit näherzukommen"
Subtítulo
Dea Lohers "Leviathan" - ein Dokumentarstück?
Universidad
University of Hannover  (Deutsches Seminar)
Curso
Dea Loher
Calificación
1,0
Autor
Magistra Artium Corinna Heins (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
21
No. de catálogo
V144317
ISBN (Ebook)
9783640548040
ISBN (Libro)
9783640552061
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dea Loher Leviathan Dokumentarstück RAF Ulrike Meinhof
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magistra Artium Corinna Heins (Autor), 2007, "Nicht der Wirklichkeit, sondern der Wahrheit näherzukommen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144317
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  21  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint