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Gesundheitsmanagement als Aufgabe der Personalentwicklung

Title: Gesundheitsmanagement als Aufgabe der Personalentwicklung

Seminar Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Betriebswirt Thomas Remschel (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die Formulierung „War for Talents“ beschreibt in prägnanter und drastischer Form die Anpassung der Unternehmen an den Fachkräftemangel in der industrialisierten Gesellschaft. Das sogenannte Recruiting als Mittel zur Fachkräftegewinnung wurde zu einem dominierenden und äußerst kostenintensiven Bestandteil der praktischen Personalarbeit. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland und dem damit verbundenen Rückgang des Arbeitnehmerpotentials in qualitativer und quantitativer Hinsicht, erscheint die Strategie der intensiven Personalbeschaffung der jüngeren Vergangenheit nur noch bedingt sinnvoll. Neue Strategien müssen implementiert werden, um zukünftig die Versorgung mit Arbeitskräften auf alle Ebenen eines Unternehmens sicherzustellen. Ein effizienter Ansatzpunkt hierfür ist mittels des vorhandenen Mitarbeiterstammes neue Potentiale zu erschließen. Hierfür ist der Funktionsbereich Personalentwicklung von sehr großer Bedeutung, um die häufig vorhandenen Defizite in qualitativer Hinsicht zu schließen. Eine weitere diesbezüglich relevante Entwicklungstendenz in der industrialisierten Gesellschaft ist die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bei gleichzeitig zunehmender Arbeitsverdichtung. Angesichts zunehmender Ausfallzeiten mit steigendem Alter ist dieser Ansatz zur Deckung der Fachkräftelücke mit erheblichen Problemen verbunden, die gelöst werden müssen, damit die Ressource Mitarbeiter über 50 Jahre gezielt genutzt werden kann. Die immer ältere Belegschaft muss in quantitativer Hinsicht einsatzfähig gehalten werden. An diesem Ansatzpunkt setzt das Gesundheitsmana-gement an, dessen oberste Prämisse die Sicherung der kontinuierlichen Einsatzfähigkeit des Mitarbeiters ist. Dem Fachkräftemangelproblem in der qualitativen und quantitativen Perspektive kann mittels der Personalentwicklung und dem Gesundheitsmanagement in einem ganzheitlichen Ansatz zielgerichtet begegnet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Begriffsklärung

2.1 Zum Begriff Personalentwicklung

2.2 Zum Begriff Gesundheitsmanagement

3. Das Gesundheitsmanagement im betrieblichen Kontext

3.1 Die Notwendigkeit des Gesundheitsmanagements

3.2 Das Nutzenkalkül im Gesundheitsmanagement

4. Das Gesundheitsmanagement in der Personalentwicklung

4.1 Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz

4.2 Die Instrumente des Gesundheitsmanagements – eine Auswahl

4.3 Vorteile der Integration in die Personalentwicklung

5. Der ganzheitliche Ansatz im Gesundheitsmanagement

5.1 Eckpfeiler eines erfolgreichen Ansatzes

5.2 Das Gesundheitsmanagement der Daimler AG

6. Résumé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Idee des Gesundheitsmanagements im Kontext der Personalentwicklung zu beleuchten und aufzuzeigen, wie ein ganzheitliches Konzept zu einem ökonomischen Mehrwert führt und die langfristige Verfügbarkeit von Fachkräften in Unternehmen sichern kann.

  • Bedeutung der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels für Unternehmen.
  • Definition und systematische Einordnung des Gesundheitsmanagements als Teilbereich der Personalentwicklung.
  • Analyse des Nutzenkalküls sowie der ökonomischen und nicht-monetären Erfolgsfaktoren.
  • Fallstudie zum Gesundheitsmanagement der Daimler AG und dessen praktische Umsetzung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Notwendigkeit des Gesundheitsmanagements

In der Betrachtung des unmittelbaren Umfelds eines typischen Unternehmens sind eine Vielzahl von Faktoren zu finden, die für die Einführung eines Gesundheitsmanagements sprechen. Die Wesentlichsten sind die nachfolgend Aufgeführten: • Demographische Entwicklung und der damit verbundene Nachwuchskräftemangel • Die gesundheitlichen Folgen der strukturellen Änderungen der Arbeitslandschaft • Das Gesundheitsmanagement als Wettbewerbsfaktor (Wertesystem)

Die demographische Entwicklung in Deutschland ist aktuell geprägt von einer Zunahme der Älteren im Vergleich zu den Neugeborenen und einem dadurch steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung. Die Phase des Geburtenüberschusses ist seit den siebziger Jahren vorbei und die zur Reproduktion notwendige Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau wurde seit dem nie wieder erreicht. Die Folge für die Betriebe ist eine alternde Belegschaft, ein insgesamt rückläufiges Marktvolumen sowie ein ausgeprägter Nachwuchsmangel. Eine stetig alternde Belegschaft führt zu einer Vielzahl von Problemen, die mittels des Gesundheitsmanagements nicht gelöst, aber positiv beeinflusst werden können. Das drängendste Problem ist die Zunahme der Krankheitstage mit steigendem Alter. Zu erwähnen gilt es an dieser Stelle, dass ältere Arbeitnehmer nicht häufiger krank sind als jüngere, sondern aufgrund schwerwiegenderer Diagnosen tendenziell länger erkranken. Das maßgebliche Tätigkeitsfeld des Gesundheitsmanagements ist es an dieser Stelle anzusetzen mit dem Ziel die Anzahl der Fehltage der Mitarbeiter zu reduzieren. Hierzu müssen die betrieblichen Belastungsfaktoren untersucht und zielgerichtet gestaltet, sowie gesundheitsförderliche Maßnahmen angeboten werden. Weiterhin ist es Aufgabe des Gesundheitsmanagements beratend tätig zu werden, um dem Mitarbeiter auch im privaten Umfeld Ansätze bieten zu können um gesund zu bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Arbeit adressiert den Fachkräftemangel („War for Talents“) und identifiziert das Gesundheitsmanagement als Strategie zur Sicherung der Einsatzfähigkeit alternder Belegschaften.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement anhand verschiedener Literaturmeinungen und führt sie in einem ganzheitlichen systemischen Verständnis zusammen.

3. Das Gesundheitsmanagement im betrieblichen Kontext: Hier werden die Notwendigkeit des Konzepts aufgrund demografischer und struktureller Wandlungen sowie das ökonomische Nutzenkalkül der Implementierung beleuchtet.

4. Das Gesundheitsmanagement in der Personalentwicklung: Das Kapitel erläutert die Abgrenzung zum klassischen Arbeitsschutz, stellt verschiedene Präventionsinstrumente vor und begründet die organisatorische Integration in die Personalentwicklung.

5. Der ganzheitliche Ansatz im Gesundheitsmanagement: Es werden die Eckpfeiler eines erfolgreichen Gesundheitsmanagements definiert und anhand des Praxisbeispiels der Daimler AG analysiert.

6. Résumé: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ein strategisch geplantes Gesundheitsmanagement einen Mehrwert bietet, der die Kosten übersteigt und das Arbeitgeberimage nachhaltig verbessert.

Schlüsselwörter

Gesundheitsmanagement, Personalentwicklung, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Prävention, ganzheitlicher Ansatz, Arbeitsschutz, Leistungsfähigkeit, Nutzenkalkül, Daimler AG, Arbeitgeberimage, betriebliche Gesundheitsförderung, Altersstruktur, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Integration eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements in den Funktionsbereich der Personalentwicklung, um Unternehmen wirtschaftlich handlungsfähig zu halten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind der demografische Wandel, die Auswirkungen auf die Arbeitswelt, die ökonomische Effizienz von Präventionsmaßnahmen und die organisatorische Einbettung dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, warum Gesundheitsmanagement ein wertvolles Instrument der Personalstrategie ist und ob es zur Sicherung des Fachkräftebedarfs beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte theoretische Analyse, ergänzt durch die Untersuchung eines konkreten Praxisbeispiels (Daimler AG).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen definiert, die Notwendigkeit des Gesundheitsmanagements hergeleitet, Instrumente zur Umsetzung vorgestellt und die Integration in die Personalentwicklung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Gesundheitsmanagement, Personalentwicklung, Fachkräftemangel, Prävention und ökonomischer Mehrwert definieren.

Wie unterscheidet sich das Gesundheitsmanagement vom klassischen Arbeitsschutz?

Während der klassische Arbeitsschutz pathologisch orientiert ist und Gefahren abwehrt, verfolgt das Gesundheitsmanagement einen salutogenetischen Ansatz zur Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt die Daimler AG in dieser Untersuchung?

Die Daimler AG dient als Fallbeispiel, an dem die praktische Umsetzung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements und dessen Einbindung in Controllingprozesse veranschaulicht wird.

Was ist das Ergebnis der Nutzenkalkulation für Gesundheitsmanagement?

Die Analyse zeigt, dass die Investitionen in Gesundheitsmanagement durch verringerte Krankenstände, produktivere Mitarbeiter und ein verbessertes Arbeitgeberimage langfristig einen deutlichen ökonomischen Mehrwert generieren.

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Details

Title
Gesundheitsmanagement als Aufgabe der Personalentwicklung
College
Graduate School of Business and Economics Lahr
Grade
2,0
Author
Dipl. Betriebswirt Thomas Remschel (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V144325
ISBN (eBook)
9783640538331
ISBN (Book)
9783640538430
Language
German
Tags
Gesundheitsmanagement Aufgabe Personalentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirt Thomas Remschel (Author), 2009, Gesundheitsmanagement als Aufgabe der Personalentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144325
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