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Entwicklungspolitik im Wandel

Title: Entwicklungspolitik im Wandel

Seminar Paper , 2009 , 13 Pages

Autor:in: Alexander Winz (Author)

Politics - Topic: Development Politics
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Entwicklungszusammenarbeit gibt es schon seit mehr als einem Jahrhundert in der Form, wie wir es
heute kennen. Schon früh wurde versucht das bestehende Entwicklungsgefälle zwischen den
sogenannten „Reichen Norden“ und den „Armen Süden“ zu erklären und deren Ursachen zu
bekämpfen.
In der Vergangenheit sind fast alle Bemühungen gescheitert, bzw. es würde nur sehr spärlich auf die
Interessen der Entwicklungsländer eingegangen. Das Thema Entwicklungspolitik durchdrang
schließlich nicht nur die Ministerien in der Politik, sondern wurde auch immer
gesellschaftskonformer. Auch Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Private Akteure
versuchten der Entwicklung entgegenzuwirken. Trotz guter Ansätze wurden immer wieder die
gesetzten Ziele verfehlt. Mit Beginn des neuen Jahrtausend versuchte die Staatengemeinschaft eine
komplett neue Ära mit den Millenniums-Developement-Goals einzuleiten. Jahre später kam man
zur Einsicht, dass nicht nur finanzielle Mittel wichtig sind, sondern vielmehr die Projektumsetzung.
Nur kann diese überhaupt funktionieren, wenn 20 verschiedene Akteure zwar das gleiche Ziel
haben, dennoch alle unterschiedliche Lösungsansatze nachgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Entwicklungspolitik?

3. Historische Kontext der Entwicklungspolitik

4. Neue Ära der Entwicklungspolitik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung sowie den aktuellen Wandel der internationalen Entwicklungspolitik. Dabei steht die kritische Analyse der zugrunde liegenden Theorien und der Wirksamkeit verschiedener entwicklungspolitischer Strategien im Vordergrund der Untersuchung.

  • Grundbegriffe und Definitionen der Entwicklungspolitik
  • Historische Einordnung der Nord-Süd-Beziehungen
  • Vergleich zwischen Modernisierungs- und Dependenztheorie
  • Wandel von der strukturellen Anpassung hin zur partizipatorischen Entwicklung
  • Kritische Würdigung der Paris-Erklärung und der Aid-Effectiveness-Agenda

Auszug aus dem Buch

3. Historische Kontext der Entwicklungspolitik

Der Beginn des Kalten Krieges in der 1950er Jahren stellte zu gleich den Beginn der Ära der heutigen Entwicklungspolitik dar. Die USA nutzte Entwicklungspolitik als Sicherheitspolitik (mutual security). Die Bundesrepublik Deutschland hingegen nutzte Entwicklungspolitik als Mittel um die Anerkennung der ehemaligen DDR durch die wachsende Anzahl unabhängiger werdender Staaten zu verhindern (vgl. Nuschler 2006: 78)

In den 1960er Jahren wurde das Weltbild von weitreichender Dekolonisierung geprägt. Dadurch wurde nicht nur die Welt politisch neu gestalltet, sondern auch ein enormer Zuwachs an Mitgliedern in den Vereinten Nationen vernommen. Dieses Ereignis führte auf institutioneller Ebene zu mehr Druck seitens der damaligen „Entwicklungsländer“, sowie auf nationaler Ebene z.B. in der BRD zur Gründung des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit in Bonn. In den USA wurde das AID (Agency for internationale development) gegründet. Aber auch die Wissenschaft widmete sich dem Thema der „Entwicklunsunterschiede“. Im wissenschaftlichen Diskurs entstanden damals zwei unterschiedliche Lager, die sich weitesgehend gegenüberstanden. Zum einen entstand die Dependenztheorie (dependencia), welche in den späten 60er Jahren begründet wurde und als Gegenpol dazu die Modernisierungstheorie. Beide Konzepte sollen im folgenden Abschnitt näher betrachtet werden.

Zur Grundüberlegung basierte auf die Ansätze des peripheren und dynamischen Kapitalismus . Der Theorievergleich soll hier auf die Grundpositionen durch Behrendt (dependencia-Theorie) und Senghaas (Modernisierungsstheorie) erörtert werden. Nach Senghaas ist Unterentwicklung eine Ergebnis von traditionellen internen Faktoren dich sich in der Kultur, Gesellschaft, Ökonomie und Demographie fanden (Traditionsaxiom). Regional bedingt sind aus diesen Faktoren keine dynamischen Impulse zur Entwicklung hervorgegangen. Bei Industrieländern hingegen waren Impulse wie Innovationen (Dampfmaschine zur Industrialisierung) als begründete dynamische Impulse zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die historische Unzulänglichkeit bisheriger Entwicklungsbemühungen und führt in den Paradigmenwechsel hin zu den Millennium-Entwicklungszielen ein.

2. Was ist Entwicklungspolitik?: Hier werden grundlegende Begrifflichkeiten definiert und die verschiedenen Perspektiven auf Entwicklungsländer sowie die Interessenlage der Geberstaaten analysiert.

3. Historische Kontext der Entwicklungspolitik: Dieses Kapitel vergleicht die theoretischen Ansätze der Modernisierungs- und Dependenztheorie vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen des Kalten Krieges.

4. Neue Ära der Entwicklungspolitik: Der Fokus liegt auf dem Wandel durch den Washington-Konsens und die spätere Implementierung der Paris-Erklärung zur Steigerung der Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit.

Schlüsselwörter

Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, Nord-Süd-Konflikt, Modernisierungstheorie, Dependenztheorie, Good Governance, Millennium-Entwicklungsziele, Washington-Konsens, Partizipation, Paris-Erklärung, Wirksamkeit, Strukturanpassung, Geberländer, Nehmerländer, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Genese und dem Wandel der internationalen Entwicklungspolitik, von ihren Anfängen als sicherheitspolitisches Instrument im Kalten Krieg bis hin zu aktuellen Ansätzen der partizipatorischen Zusammenarbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Definition von Entwicklung, der theoretische Gegensatz zwischen Modernisierungs- und Dependenztheorie, die Rolle der internationalen Institutionen sowie die Wirksamkeit von Hilfsprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandel der Strategien und die damit verbundenen Herausforderungen bei der Umsetzung von Entwicklungspolitik verständlich darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die auf fachwissenschaftlichen Definitionen und Theorien sowie aktuellen Dokumenten internationaler Organisationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, die theoretischen Erklärungsansätze für Unterentwicklung und die verschiedenen Phasen der Entwicklungspolitik, inklusive des Washington-Konsenses, analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Entwicklungspolitik, Modernisierungstheorie, Good Governance, Paris-Erklärung und Wirksamkeitsagenda stehen im Zentrum der Arbeit.

Was ist unter dem "Washington-Konsens" in der Entwicklungspolitik zu verstehen?

Der Washington-Konsens beschreibt eine Periode der Entwicklungspolitik in den 1980er Jahren, die stark von Monetarismus und Neoliberalismus geprägt war und den betroffenen Ländern strikte Strukturanpassungsprogramme auferlegte.

Welche Kritik äußert der Autor an der "Paris-Erklärung"?

Der Autor weist darauf hin, dass durch die Forderung nach Koordination und Harmonisierung der bürokratische Aufwand für Entwicklungsorganisationen gestiegen ist, ohne dass die angestrebte Effizienzsteigerung in allen Bereichen erreicht wurde.

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Details

Title
Entwicklungspolitik im Wandel
College
Free University of Berlin
Author
Alexander Winz (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V144520
ISBN (eBook)
9783640548422
ISBN (Book)
9783640552115
Language
German
Tags
Entwicklungspolitik Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Winz (Author), 2009, Entwicklungspolitik im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144520
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