Die Linguistische Facharbeit "Amerikanisches Englisch unter besonderer Berücksichtigung seiner historischen Entwicklung. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zum Britischen Englisch." entstand im Rahmen eines Hauptseminars bei Prof. Dr. Christoph Gutknecht an der Universität Hamburg im Sommersemester 2000. Sie ist eine zeitlose, sorgfältige wissenschaftliche Arbeit, die sich im ersten Abschnitt mit der historischen Entwicklung des Amerikanischen auseinandersetzt, dann im zweiten Abschnitt anhand von tabellarisch aufbereiteten Beispielen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des amerikanischen und britischen Englisch verdeutlicht. Der Text, der seinerzeit mit der Bestnote bewertet wurde, ist im Januar 2010 vom Autor durchgesehen worden.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Die Entwicklung des Amerikanischen
1.1 Siedler und Kolonialzeit (spätes 15., 16. und 17. Jahrhundert)
1.2 Entwicklungen im 18. und 19. Jahrhundert
1.3 Entwicklungen im 20. Jahrhundert
1.4 Schlußbetrachtungen
2.0 Amerikanisch / Britisch: Gemeinsamkeiten — Unterschiede
2.1 Der amerikanische Wortschatz
2.2. Amerikanische Rechtschreibung
2.3 Aussprache
2.4 Verben
2.5 Artikel
2.6 Pronomina
2.7 Zeichensetzung
2.8 Datum
2.9 Uhrzeit
2.10 Zahlwörter
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des amerikanischen Englisch und arbeitet die wesentlichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede im Vergleich zum britischen Englisch heraus, um ein besseres Verständnis für beide Varietäten zu fördern.
- Historische Wurzeln und Einflüsse auf das amerikanische Englisch seit der Kolonialzeit.
- Analyse der sprachlichen Divergenz durch Einwanderung, Innovation und mediale Prägung.
- Gegenüberstellung von Wortschatz, Rechtschreibung und grammatikalischen Besonderheiten.
- Untersuchung phonetischer Unterschiede wie die Rhotizität.
- Kritische Würdigung des Stellenwerts des amerikanischen Englisch im deutschen Bildungssystem.
Auszug aus dem Buch
1.1 Siedler und Kolonialzeit (spätes 15., 16. Jahrhundert und 17. Jahrhundert)
Das amerikanische Englisch hat seine Wurzeln im Elisabethanischen Englisch, dem Englisch der Zeit WILLIAM SHAKESPEARES um 1600, das in sich jedoch noch völlig uneinheitlich war: Eine vereinheitlichte Rechtschreibung gab es erst, als der Buchdruck (etwa 200 Jahre nach WILLIAM CAXTON, 1422-1491) immer mehr an Verbreitung bzw. (kommerzieller) Bedeutung gewann; davor wurden viele Wörter so geschrieben, wie es der jeweils einzelne für richtig befand.
Die ersten Siedler stammten vornehmlich aus Süd-England, waren hauptsächlich städtischen Ursprungs und besaßen — für damalige Verhältnisse — eine recht umfassende Allgemeinbildung. Insofern brachten sie deswegen kaum regionale oder schichtspezifische Sprachvarianten mit nach Amerika, speziell nach Neu-England (Virginia 1609, Massachusetts 1620 [verstärkt ab 1630]).
Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen weitere große Einwandererströme aus Schottland (the Scotch) bzw. Ulster (the Scotch-Irish), zudem waren inzwischen auch diverse Menschen aus Nord-England nach Amerika ausgewandert.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Die Entwicklung des Amerikanischen: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entstehung des amerikanischen Englisch von der ersten Besiedlung bis ins 20. Jahrhundert nach und beleuchtet kulturelle sowie politische Einflüsse.
2.0 Amerikanisch / Britisch: Gemeinsamkeiten — Unterschiede: Hier erfolgt eine detaillierte linguistische Gegenüberstellung der beiden Varietäten in den Bereichen Wortschatz, Rechtschreibung, Aussprache, Grammatik und Konventionen.
Schlüsselwörter
Amerikanisches Englisch, Britisches Englisch, Sprachgeschichte, Amerikanismen, Orthografie, Aussprache, Dialekt, Rhotizität, Wortschatz, Kolonialzeit, Linguistik, Sprachentwicklung, Sprachvarietäten, Grammatik, Sprachvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die sprachliche Entwicklung des amerikanischen Englisch und vergleicht diese mit dem britischen Englisch.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die historische Evolution, Unterschiede in Rechtschreibung und Wortschatz sowie phonetische und grammatikalische Divergenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den historischen Hintergrund der Sprache zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sich das amerikanische Englisch eigenständig entwickelt hat, um Vorurteile gegenüber dieser Varietät abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine linguistische Facharbeit, die auf einer deskriptiven Analyse der Sprachentwicklung und einem vergleichenden strukturellen Abgleich basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Teil und einen systematischen Vergleichsteil, in dem spezifische sprachliche Kategorien gegenübergestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Amerikanisches Englisch, Britisches Englisch, Sprachentwicklung, Amerikanismen und linguistischer Sprachvergleich.
Warum spielt die Rechtschreibung eine zentrale Rolle in der Arbeit?
Die Arbeit zeigt, dass Rechtschreibunterschiede oft auf bewusste Vereinfachungsbestrebungen (z.B. durch Noah Webster) zurückzuführen sind, um die kulturelle Unabhängigkeit der USA zu betonen.
Welche Rolle spielt die Aussprache im Vergleich?
Ein wesentlicher Unterschied ist die Rhotizität (das Aussprechen des 'r' in bestimmten Positionen), die im amerikanischen Englisch beibehalten wurde, während sie im britischen Englisch oft verloren ging.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Englischunterrichts?
Der Autor plädiert dafür, Amerikanisches Englisch gleichberechtigt zu behandeln und in den Schulen nicht länger einseitig am britischen Standard festzuhalten.
- Citation du texte
- Alexander-Martin Sardina (Auteur), 2000, Amerikanisches Englisch unter besonderer Berücksichtigung seiner historischen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144550