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Politische Einflüsse auf den Geschichtsunterricht in der DDR und BRD. Eine Analyse am Beispiel der Darstellungen des Zweiten Weltkrieges

Título: Politische Einflüsse auf den Geschichtsunterricht in der DDR und BRD. Eine Analyse am Beispiel der Darstellungen des Zweiten Weltkrieges

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2022 , 61 Páginas , Calificación: 14

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Einige Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) mussten nach der Wiedervereinigung Deutschlands das im Unterricht Gelernte auf- und gegebenenfalls überarbeiten, um es durch akkurate Informationen zu ersetzen. Doch war der Geschichtsunterricht in der damaligen Bundesrepublik Deutschland (BRD) vollkommen frei von ideologischer Beeinflussung? Und inwiefern ist die Gestaltung oder der Inhalt der derzeitig verwendeten Lehrbücher durch die heutige Gesellschaftsform noch von der Politik abhängig?

Aus diesen Fragen ergibt sich die These, dass die politische Situation eines Landes und der in einer Regierung herrschende Konsens bezüglich des Bildungswesens und der angewandten Didaktik maßgeblich für die Gestaltung dessen, was Kinder und Jugendliche im Geschichtsunterricht lernen, verantwortlich sind. Ein sachlicher Umgang mit der Interdependenz von Politik und historischer Bildung ist besonders für die kommenden Generationen unerlässlich. Die Aufklärung über ihre Existenz ist eine Voraussetzung für die Erreichung dieser Disposition.

Der Anspruch an ein Lehrbuch, neutral zu sein, stellt in der Praxis eine nicht umsetzbare Erwartungshaltung dar. Daher ist es wichtig, auf qualitativ hochwertige Lehrbücher zu setzen, die die Betrachtung von geschichtlichem Geschehen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen und die Bildung einer persönlichen Meinung durch kritische Reflexion begünstigen. Insbesondere der direkte Austausch mit Zeitzeugen wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. In Anbetracht dieser Problematik soll in dieser Arbeit der politische Einfluss auf den Geschichtsunterricht in Lehrbüchern der DDR und BRD anhand der Darstellung des Zweiten Weltkrieges untersucht werden.

Die Analyse konzentriert sich auf die Lehrbücher "Geschichte 9", "Geschichte unserer Welt" und "Geschichte und Geschehen" der DDR sowie auf Lehrwerke der BRD von 1945 bis 1968 und des Bundeslandes Thüringen in der wiedervereinigten Bundesrepublik ab 1990. Dabei werden die Darstellungen des Zweiten Weltkrieges in den Lehrbüchern untersucht und mithilfe der Diskursanalyse nach Jäger analysiert. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Schlachten bei Stalingrad bis zur Potsdamer Konferenz. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zeigen, inwieweit die politische Situation und der Zeitgeist die Darstellung historischer Ereignisse im Geschichtsunterricht beeinflussen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext – Schulsystem

2.1 DDR

2.2 BRD 1949 - 1968

2.3 BRD / wiedervereintes Deutschland 1968 – 2013

3 Erstellung des Eigenanteiles

4 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch der DDR am Beispiel von „Geschichte 9“

4.1 Beschreibung Lehrbuch

4.2 Kapitel 6 – „Der zweite Weltkrieg und seine Ergebnisse“

4.3 Didaktische Feinanalyse

4.3.1 Kapitel 6.5 – „Die Wende des Krieges“

4.3.2 Kapitel 6.6 – „Auswirkungen der Wende des Krieges“

4.3.3 Kapitel 6.7 – „Der deutsche antifaschistische Widerstandskampf 1942 bis 1944“

4.3.4 Kapitel 6.8 – „Die Befreiung Ost- und Südeuropas und die Eröffnung der zweiten Front“

4.3.5 Kapitel 6.9. – „Die Zerschlagung der faschistischen Aggressoren in Europa und im Fernen Osten“

4.3.6 Kapitel 6.10 – „Die Ergebnisse des zweiten Weltkrieges“

4.3.7 Kapitel 6.11 – „Die Lehren des zweiten Weltkrieges“

4.4 Zwischenfazit

5 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch der BRD von 1949 – 1968 am Beispiel von „Geschichte unserer Welt“

5.1 Beschreibung Lehrbuch

5.1.1 Unterkapitel 8 – „Der totale Krieg“

5.1.2 Unterkapitel 9 – „Der Widerstand“

5.1.3 Unterkapitel 10 – „Die totale Niederlage“

5.1.4 Hauptaussagen und didaktische Feinanalyse

5.2 Zwischenfazit

6 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch des wiedervereinten Deutschlands 1990 – 2013 am Beispiel von „Geschichte und Geschehen“

6.1 Didaktische Prinzipien

6.2 Beschreibung des Lehrbuchs

6.2.1 Kapitel 5 – „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“

6.2.2 Unterkapitel von Kapitel 5 – „Die Wende und das Ende des Zweiten Weltkrieges“

6.2.3 Kapitel 6 – „Konflikte und Konfliktlösungen“

6.2.4 Unterkapitel von Kapitel 6 – „Die Konferenz von Potsdam – Vom Krieg zum Frieden?“

6.3 Didaktische Feinanalyse

6.4 Zwischenfazit

7 Gesamtfazit

7.1 Vergleich

7.2 Fazit

Zielsetzung & Forschungsthema

Die Arbeit untersucht den politischen Einfluss auf den Geschichtsunterricht in der DDR und der BRD anhand der Darstellung des Zweiten Weltkrieges in ausgewählten Lehrbüchern. Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die politische Orientierung eines Staates die Auswahl und Vermittlung historischer Ereignisse sowie die didaktische Aufbereitung steuert, um eine bestimmte ideologische Interpretation der Geschichte zu vermitteln.

  • Politischer Einfluss auf das Bildungswesen in DDR und BRD
  • Vergleichende Analyse von Geschichtslehrbüchern verschiedener Epochen
  • Diskursanalyse zur Darstellung des Zweiten Weltkrieges (1943–1945)
  • Entwicklung und Wandel didaktischer Vermittlungsprinzipien
  • Wirkung ideologischer Narrative auf das Geschichtsbewusstsein von Schülern

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Kapitel 6.5 – „Die Wende des Krieges“

Das Kapitel thematisiert die Kriegsgeschehnisse nach 1942 in Russland, darunter insbesondere die Schlachten bei Stalingrad, Kursk und an der Wolga. Diesen wird eine besonders große Bedeutung beigemessen, da sie als Wendepunkte des Krieges klassifiziert werden. Damit impliziert der Autor, dass allein der Widerstand der UdSSR gegen die Wehrmacht historisch betrachtet dazu führte, dass sich das Blatt im Krieg zugunsten der Antihitlerkoalition wendete, welche Nazideutschland schlussendlich besiegte. Bei der Schülerschaft ruft der Widerstand also wie vorgesehen die monokausale Erkenntnis, dass der „heldenhafte Kampf der Sowjetarmee zur Befreiung der Welt von der Geißel des Faschismus“ führte, hervor. Außerdem wird auch die Rolle von deutschen Antifaschistinnen und Antifaschisten in diesen Kampfhandlungen herausgestellt, die sich der Sowjetarmee anschlossen und die Soldatinnen und Soldaten der Wehrmacht dazu aufforderten, Hitlers Befehlen zu entsagen und im Angesicht der im Lehrplan propagierten militärischen Unbezwingbarkeit der Sowjetunion zu ihr überzulaufen.

Durch die Verwendung der Selektionstechnik (es werden einzelne Themen stärker behandelt als andere), verstärkt der Autor den Fokus auf den Widerstand, indem lediglich jene deutschen Soldatinnen und Soldaten, die diesen leisteten, hervorgehoben werden. Auch wird mithilfe der Ausweichtaktik (Argumentationsstrang lenkt bewusst auf ein neues Thema hin) vom eigentlichen Vordringen der Wehrmacht bis tief in sowjetisches Terrain zugunsten der Beleuchtung der „Kompliziertheit und Größe des antifaschistischen Widerstandskampfes“ abgelenkt. Das Bild, welches Streitkräfte im Kampf zeigt, unterstreicht die heroische Inszenierung des Widerstandes der sowjetischen Truppen und der deutschen Überläuferinnen und Überläufern abermals. Die Formulierung der Bildbeschreibung, gemäß derer diese Stalingrad „Meter für Meter“ zurückeroberten, trägt ebenfalls dazu bei, indem der opferreiche und tapfere Kampf der Soldatinnen und Soldaten auf sowjetischer Seite herausgehoben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage nach den politischen Abhängigkeiten von Geschichtsunterricht und Lehrbüchern in DDR und BRD.

2 Historischer Kontext – Schulsystem: Dieses Kapitel erläutert die unterschiedlichen bildungspolitischen Ansätze in der DDR und BRD sowie die Rolle der Ideologie im Geschichtsunterricht.

3 Erstellung des Eigenanteiles: Es wird die methodische Grundlage der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger dargelegt, die für die Untersuchung der Schulbücher angewandt wird.

4 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch der DDR am Beispiel von „Geschichte 9“: Das Kapitel analysiert die ideologische Lenkung im DDR-Lehrbuch, das den Fokus auf den heroischen Widerstand der UdSSR legt.

5 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch der BRD von 1949 – 1968 am Beispiel von „Geschichte unserer Welt“: Es wird die auf Antikommunismus und emotionaler Identifikation mit dem deutschen Schicksal basierende Darstellung der frühen Bundesrepublik untersucht.

6 Betrachtung der Darstellung in einem Geschichtsbuch des wiedervereinten Deutschlands 1990 – 2013 am Beispiel von „Geschichte und Geschehen“: Die Analyse zeigt einen moderneren, kompetenzorientierten Ansatz, der Multiperspektivität und neutrale Informationen in den Vordergrund stellt.

7 Gesamtfazit: Das Fazit fasst die Unterschiede zwischen den drei Lehrbüchern zusammen und bestätigt, dass die Vermittlung historischer Inhalte stets den politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Staates korrespondiert.

8 Anhang: Der Anhang enthält die Abbildungen und das Verzeichnis der Quellen sowie der Literatur.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, DDR, BRD, Lehrbuchanalyse, Zweiter Weltkrieg, Diskursanalyse, Ideologie, Nationalsozialismus, politische Bildung, Multiperspektivität, Systemvergleich, Bildungspolitik, Didaktik, Sowjetunion, Geschichtsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Seminarfacharbeit untersucht den politischen Einfluss auf den Geschichtsunterricht in der DDR und der BRD durch eine vergleichende Analyse ausgewählter Lehrbücher zum Zweiten Weltkrieg.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin bzw. der Autor?

Die Arbeit fokussiert auf die Darstellung des Zweiten Weltkriegs zwischen 1943 und Kriegsende sowie die daraus resultierenden bildungspolitischen Unterschiede in verschiedenen historischen Phasen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die politische Situation und der staatliche Konsens die Gestaltung und den Inhalt von Geschichtslehrbüchern in der DDR und der BRD maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine abgewandelte Form der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Ausarbeitung im Mittelpunkt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Geschichtsbücher aus drei Ären: DDR, frühe BRD (bis 1968) und wiedervereintes Deutschland, wobei besonders die didaktische Aufbereitung und ideologische Tendenzen hervorgehoben werden.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Schlüsselbegriffe sind Fachdidaktik, Ideologie, Diskursanalyse, Systemvergleich und nationales Bewusstsein.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Zweiten Weltkriegs zwischen dem DDR-Buch und dem westdeutschen Lehrbuch von 1967?

Während das DDR-Lehrbuch den Sieg primär der Sowjetunion zuschreibt und eine klare ideologische Einordnung vornimmt, fokussiert das Buch der frühen BRD auf die Opfer und die Schuld Hitlers bei gleichzeitiger Vermeidung der eigenen Kollektivschuld.

Welchen Ansatz verfolgt das Geschichtsbuch des wiedervereinten Deutschlands?

Das Lehrbuch „Geschichte und Geschehen“ verfolgt einen kompetenzorientierten Ansatz, der Wert auf Multiperspektivität und neutrale Information legt, anstatt feste ideologische Schlussfolgerungen zu diktieren.

Final del extracto de 61 páginas  - subir

Detalles

Título
Politische Einflüsse auf den Geschichtsunterricht in der DDR und BRD. Eine Analyse am Beispiel der Darstellungen des Zweiten Weltkrieges
Calificación
14
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
61
No. de catálogo
V1445734
ISBN (PDF)
9783964879516
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichtsunterricht DDR BRD Politische Einflüsse Lehrbücher Zweiter Weltkrieg Didaktik Geschichtsunterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Politische Einflüsse auf den Geschichtsunterricht in der DDR und BRD. Eine Analyse am Beispiel der Darstellungen des Zweiten Weltkrieges, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1445734
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