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Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen - ein Vergleich von Theorie und Praxis

Title: Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen - ein Vergleich von Theorie und Praxis

Seminar Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Bodenstein (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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In der jüngsten Vergangenheit ist die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen besonders in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mit zunehmender Erwartungshaltung von Regierungen, Umweltverbänden und Verbrauchern ist auch der Druck auf die Unternehmen, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, gestiegen. Vor allem im Rahmen des Corporate Social Responsibility (CSR) wird von ihnen erwartet, mehr Engagement in außerbetrieblichen Bereichen zu zeigen. Neben ihrem regulären Geschäft werden Unternehmen aufgefordert, aktiv soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen. So beziehen sich unterneh-mensethische Fragen daher nicht nur auf wirtschaftliche Prozesse in den Unternehmen, sondern ebenso auf gesellschaftlich vielschichtige Probleme, zu deren Bewältigung die Unternehmen einen Beitrag leisten sollen. Auf Grund der Komplexität der Probleme und der unbestimmten Erwartungshaltung ist es für die Unternehmen bzw. deren Führungen nicht einfach, einzuschätzen, wie viel Verantwortung sie übernehmen sollen.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Verantwortungsbegriff im Allgemeinen und die Unterneh-mensverantwortung im Rahmen des CSR im Besonderen zu erläutern. So soll auf folgende Fragen eingegangen werden: Sind die theoretischen Vorstellungen konform mit einer praktischen Umsetzung? Welche Probleme ergeben sich für die Unternehmen und wie kann das CSR diese Probleme lösen? Zur Beantwortung dieser Fragen wird zunächst der Verantwortungsbegriff definiert und abgegrenzt sowie die Problemfelder des CSR erläutert. Im Hauptteil werden die praktische Umsetzung des CSR und der Umgang mit den Problemen, die sich für die Unternehmen ergeben, untersucht. Auf Grund der aktuellen Vorfälle wurde das realwirtschaftliche Unternehmen „Deutsche Bahn“ und das finanzwirtschaftliche Unternehmen „Deutsche Bank“ für die empirische Untersuchung ausgewählt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Verständnis von Verantwortung

2.1 Definition und Abgrenzung des Verantwortungsbegriffs

2.2 Definition und Abgrenzung des Corporate Social Responsibility

2.3 Problemfelder des Corporate Social Responsibility

2.3.1 Attribuierungsproblematik

2.3.2 Grundkonflikt zwischen Ökonomie und Ethik

2.3.3 Theoretische Lösungsansätze zur Überwindung der Problemstellungen

3. Empirische Untersuchung

3.1 Die Deutsche Bahn

3.1.1 Unternehmensstruktur

3.1.2 gesellschaftliche Verantwortung der Deutschen Bahn

3.1.3 Die moralische Entwicklung der Deutschen Bahn

3.2 Die Deutsche Bank

3.2.1 Unternehmensstruktur

3.2.2 gesellschaftliche Verantwortung der Deutschen Bank

3.2.3 Das moralische Handeln der Deutschen Bank im Spiegel der Kritik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung sowie das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) theoretisch zu erläutern und kritisch zu hinterfragen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob theoretische CSR-Vorstellungen mit der praktischen Umsetzung in Großunternehmen konform gehen und wie dabei entstehende Dilemmata zwischen ökonomischen Zielen und ethischen Anforderungen gelöst werden können.

  • Grundlagen und Definition des Verantwortungsbegriffs
  • Differenzierung und Problemfelder von Corporate Social Responsibility
  • Kausalattribuierung von Verantwortung in komplexen Organisationsstrukturen
  • Spannungsfeld zwischen ökonomischer Gewinnmaximierung und ethischer Unternehmensführung
  • Empirische Fallstudien zur praktischen CSR-Umsetzung bei der Deutschen Bahn und der Deutschen Bank

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Attribuierungsproblematik

Auf Grund der fehlenden eindeutigen Definition von Verantwortung und des unbestimmten Handlungshorizonts, ist eine Kausalattribuierung der Handlungen und Handlungsergebnisse nicht unproblematisch. Das betrifft sowohl die temporale, personale und kontextuale Kausalattribuierung.

Das temporale Attribuierungsproblem ergibt sich aus einer von der Gesellschaft erwünschten Verantwortungsübernahme für Ereignisse, die historisch weit zurückliegen oder weit in der Zukunft auftreten könnten. Die Reichweite des temporalen Verantwortungshorizonts kann allerdings nicht ohne Weiteres ermittelt werden. HEIDBRINK merkt dazu an, dass es zwar einen „zeitlichen Zusammenhang zwischen Gegenwart und Vergangenheit oder Zukunft“ (HEIDBRINK 2003, S. 45) geben muss, allerdings ist die Grenze nicht klar erkennbar und somit eine Zuordnung schwierig.

Das personale Attribuierungsproblem ergibt sich aus der Forderung, Handlungen immer Personen zuzuordnen.15 Diese personale Kausalattribuierung ist allerdings bei Handlungen, die nicht eine Person, sondern mehrere Personen oder eine Organisation, wie z. B. ein Wirtschaftsunternehmen, verursacht hat, nicht mehr eindeutig. Des Weiteren setzt die personale Attribuierung von Handlungen das Wissen des Akteurs um die Folgen seiner Handlung, den Willen zur Handlungsausführung und das Wissen um Handlungsalternativen voraus.16 Dies schließt aber nicht das Entziehen von Verantwortungsübernahme auf Grund von Unwissenheit aus. Solange ein Akteur kognitiv in der Lage ist, sich über relevante Sachverhalte zu informieren, übernimmt er die Verantwortung für etwaige Folgen. Das gilt sowohl für das persönliche Verhalten einzelner Personen als auch für Personen, die im Namen eines Unternehmens handeln.17

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Untersuchung anhand von zwei Beispielunternehmen.

2 Das Verständnis von Verantwortung: In diesem Kapitel werden der Verantwortungsbegriff theoretisch hergeleitet, das Konzept der Corporate Social Responsibility definiert und zentrale Problemfelder wie die Attribuierung sowie der Konflikt zwischen Ökonomie und Ethik analysiert.

3. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel untersucht praxisnah die CSR-Strategien und das tatsächliche moralische Handeln der Deutschen Bahn sowie der Deutschen Bank im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Anwendbarkeit von CSR-Modellen als Instrument zur Lösung des Spannungsfelds zwischen wirtschaftlichem Erfolg und ethischer Verantwortung.

Schlüsselwörter

Verantwortung, Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmensethik, Wirtschaftspädagogik, Kausalattribuierung, Ökonomie und Ethik, Handlungsspielraum, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Finanzkrise, Moralbegriff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility) und untersucht, wie dieses theoretische Konzept in der Praxis angewendet wird und welche Herausforderungen sich dabei für Unternehmen ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Definition von Verantwortung, die theoretische Einordnung von CSR, die Problematik der Verantwortungszuschreibung (Attribuierung) sowie das inhärente Spannungsfeld zwischen ökonomischer Rentabilität und ethischem Handeln.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Verantwortungsbegriff und CSR zu erläutern und anhand von empirischen Beispielen zu prüfen, ob die theoretischen Vorstellungen des CSR in der praktischen Anwendung von Großunternehmen umgesetzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Begriffsgefüges und führt eine empirische Untersuchung anhand zweier Fallbeispiele (Deutsche Bahn und Deutsche Bank) durch, um die theoretischen Aspekte an der Praxis zu validieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Abgrenzung von CSR und eine Erörterung von Lösungsansätzen für Dilemmata zwischen Ökonomie und Ethik, gefolgt von der praktischen Untersuchung der CSR-Aktivitäten und moralischen Entwicklung der ausgewählten Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Corporate Social Responsibility, Verantwortung, Unternehmensethik, Kausalattribuierung, Ökonomie und Ethik sowie nachhaltiges Handeln.

Wie unterscheidet sich die Situation der Deutschen Bahn von der Deutschen Bank im Hinblick auf CSR?

Die Deutsche Bahn wird in der Arbeit als Beispiel für ein Unternehmen angeführt, das durch ein engeres Handlungsumfeld und proaktive Kommunikation (trotz früherer Skandale) eine positivere moralische Entwicklung und Akzeptanz zeigt, während die Deutsche Bank aufgrund ihres globalen, komplexen Handlungsfeldes und einer als inkonsistent wahrgenommenen Kommunikation unter einem schlechten Ruf leidet.

Welche Rolle spielt die Attribuierungsproblematik in der Argumentation?

Die Attribuierungsproblematik ist zentral, da sie aufzeigt, dass es bei komplexen, global vernetzten Unternehmen schwierig ist, Handlungen eindeutig einzelnen Personen zuzurechnen, was wiederum das Instrument der CSR schwächen kann, da die "Reichweite" der Verantwortung unklar bleibt.

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Details

Title
Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen - ein Vergleich von Theorie und Praxis
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik Philosophische Fakultät)
Course
F1: Handlungsfelder der beruflichen Bildung; Teil 2: Fakten und Normen
Grade
1,3
Author
Christian Bodenstein (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V144652
ISBN (eBook)
9783640548675
ISBN (Book)
9783640551132
Language
German
Tags
Corporate Social Responsibility CSR Verantwortung gesellschaftliche Verantwortung Unternehmensverantwortung Deutsche Bahn Deutsche Bank Ökonomie und Ethik Unternehmensmoral Verantwortungsbegriff Attribuierungsproblematik Finanzkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Bodenstein (Author), 2009, Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen - ein Vergleich von Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144652
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