Motive für die Teilnahme an Aquafitness


Hausarbeit, 1999

32 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Literaturrecherche

3 Definitionen

4 Hypothesen

5 Fragebogen

6 Ergebnisse aus der Fragebogenauswertung

7 Conclusio

8 Literaturliste

1 Einleitung

Ausschlaggebend für die Wahl dieses Themas war für mich der persönliche Bezug zur Materie. Seit November 1997 bin ich Aquafitnesstrainerin und arbeite seit März 1998 im Rogners Margaretenbad in diesem Bereich. Dies war für mich Anlass eine evaluative Studie durchzuführen, um die Motive herauszuarbeiten, die unsere Kunden dazu bewegen an dieser speziellen und neuartigen Form der Gymnastik teilzunehmen, was sie besonders schätzen, welche Zielgruppe, Alterstufen etc. durch Aquafitness überhaupt angesprochen werden.

Aquafitness, was ist das eigentlich? Es kommt (wie so vieles) aus dem amerikanischen Bereich, wo es neben Aquajogging bereits jahrelang erfolgreich auf dem Gebiet der Rehabilitation, aber auch im Breitensport, angeboten wiord. Es ist als präventives Bewegungstraining anzusehen, das Übungsprogramme für alle gesundheitsbewussten Personen anbietet. In Gegensatz zum Schwimmen, wo man bemüht ist den Wasserwiderstand durch eine optimale Körperlage so niedrig wie möglich zu halten, erhöht man im Aquafitness- Training den Wasserwiderstand bewusst ( auch mit zusätzlichen Geräten).

Durch den Auftrieb im Wasser wird der Stütz- und Bewegungsapparat entlastet, die Muskulatur entspannt und die Gelenkigkeit erhöht. Aufgrund der herabgesetzten Reizempfindlichkeit des vegetativen Nervensystems im Wasser, die neben der muskulären auch zu einer psychischen Entspannung beiträgt, steigert sich bei vielen Personen durch das Gefühl der Schwerelosigkeit das Wohlbefinden.

Neben den beschriebenen Effekten des Wasserauftreibs, fördert der Wasserwiderstand durch die Reibung des Wassers an der Hautoberfläche die Durchblutung in Form einer leichten Massage. Es kommt zu einer Anregung des Stoffwechsels und zu einem verbesserten venösen Rücktransport.

2 Literaturrecherche

Ich begann mit der Recherche nach geeignetem Material im Internet. Mit der Schlagwortsuche fanden sich rasch einige Titel auf dem Bildschirm, die sich mit den Themen aus dem Bereich der Physiologie und Medizin im Zusammenhang mit „Aquajogging“ ( Birkner et Hackfort, 1997) , „water aerobics“ (Eckerson et Anderson, 1992) „walking in deep water“ (Green, Hilary, et al., 1990), „water exercices“ (Routi, Richasrd, et al., 1994) , „Wassergymnastik“ ( Kreuzhuber, 1986) und „Aquagymnastik“(Schmidt et Ott, 1995) beschäftigten. Aquafitness im Forschungsumfeld von Motiv- und Freizeitforschung fand sich aber kein Ansatzpunkt. Darum ging ich gesondert auf die Suche nach Literatur über diese spezielle Richtung der motivationalen Forschung, die mehr den psychologischen Bereich streifte. Dabei fand ich einige brauchbare Artikel in Schriftenreihen. Zum einen der Artikel über „Motive für den Freizeitsport“ von Hüppe et Uhlig, 1994 und zum anderen jenen über „Motivation im Breitensport“ von Norbert, 1978.

Die bereits in der Literatur vorhandenen Forschungsmaterialen behandeln hauptsächlich den medizinischen Bereich. Hier werden einerseits leistungsdiagnostische Daten erhoben und andererseits wird die Wirkung von Gymnastik im Wasser in der Rehabilitation untersucht. Es fanden sich aber keine Forschungsberichte, die sich mit Freizeit und Motivforschung in dieser speziellen Wassersportart befassten.

Darüberhinaus fand ich in der Bibliothek ebenfalls einige Bücher, die sich ausschließlich mit Bewegung im Wasser in Gruppen mit und ohne Geräte befassten und mir mit Aquafitness verwandt schienen. Diese 4 Bücher zog ich aber lediglich dazu heran, meine Sichtweise über Aquafitness zu bereichern, und mir Anregungen für mögliche neue Trainingsinhalte für die Praxis zu holen. Sie fließen in diese Arbeit also nur indirekt ein. Diese Bücher waren aber eine gute Unterstützung zur Zusammenstellung des Fragebogens, darum möchte ich sie dennoch in die Literaturliste aufnehmen.

3 Definitionen

Die im Folgenden angeführten Definitionen beziehen sich einerseits auf den Titel der Arbeit andererseits auf Begriffe, die im Fragebogen verwendet werden.

- Aquafitness: ist ein Bewegungsprogramm, das im (mindestens) brusttiefen Wasser (Tief- oder Flachwasser) durchgeführt wird. Dazu werden Hilfsmittel verwendet, die einerseits als Auftriebskörper, andererseits aber auch als Widerstandskörper dienen. Aquafitness arbeitet hauptsächlich unter der Nutzung der physikalischen Eigenschaften des Wassers und spricht insbesondere die Trainingsziele Kraft, Ausdauer und die daraus resultierende Mischform Kraftausdauer an. Es werden dabei grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen angesprochen, die nicht als PatientInnen in Therapie stehen. Zur Untermalung der Einheit wird Musik verwendet. Aquafitness in dieser Form ist einzigartig in Österreich und grenzt sich deutlich ab von jeglichen Aerobiceinheiten, die lediglich ins Wasser verlegt wurden und von keinem qualifiziertem Aquafitness-Personal geführt werden. (eigene Definition)
- regelmäßiger Besuch der Einheiten: Unter einem regelmäßigem Besuch der Einheiten verstehe ich den Besuch von mindestens 1 Einheit a 45 min. pro Woche. Wobei ich dabei einberaume, in den Sommermonaten zu pausieren und sich statt dessen mit anderen Wassersportarten, die der Bewegung im Aquafitness ähneln (Schwimmen, Wasserspringen, eigenes Üben der bekannten Bewegungen aus den Einheiten) und etwa der selben Intensität und Häufigkeit entsprechen fit zu halten.
- Motivation: Darunter versteht man die Summe der Beweggründe, die jemandes Entscheidung, Handlung beinflussen; es wird dabei noch zwischen den Formen intrinsische und extrinsische Motivation unterschieden;
(aus: Duden. Das Fremdwörterbuch. 5. Auflage, 1990)
- Werbetätigkeiten: Dieser Begriff schließt in meiner Arbeit alle Formen der von unserer Organisation eingesetzten Werbemittel samt mündlicher Werbung ein.
- Benützung des Hallenbades außerhalb der Aquafitnesseinheiten: Daunter verstehe ich die Benützung des Hallenbades vor und nach der Aquafitnesseinheit.
- Aquafitnessangebote: Dies sind die im Programm der Aquafitness aufgelisteten Möglichkeiten der Konsumierung der Einheiten samt den zusätzlichen Leistungen: Schnuppern (Kunde ist bereits im Bad und bezahlt 80.- für den einmaligen Besuch einer Einheit; nur einmal möglich, Gutschein (gratis Einheit + Badeeintritt für die Einheit), 10er Block ( 10 Einheiten samt Badeeintritt für die Einheit und zusätzliche 2 Badestunden), Jahreskarte
- alltägliche Bewegungen: Unter diesem Begriff verstehe ich in diesem Zusammenhang Bewegungen, die zur selbständigen Bewältigung des Alltages wie zum Beispiel Stiegen steigen, Lasten tragen und heben, Wegstrecken zu Fuß zurücklegen,...

4 Hypothesen

Die Prüfung auf Zusammenhang und Unterschied wurden mit SPSS 7.0 für Windows durchgeführt. Aus computertechnischen Gründen können die Outputs aber nicht ins Word 97 kopiert werden.

Legende: n.s. = nicht signifikant; s. = signinfikant; s.s. = sehr signifikant; h.s. = hoch signinfikant

- H0: Es besteht kein signifikanter Unterschied zwischen dem Wohlbefinden vor und nach der Einheit. motiviert: n.s.; müde: h.s.; nervös: n.s.; neugierig: s. ; zufrieden h.s.; entspannt: h.s.; erwartungsvoll: h.s.; frisch h.s.; gutgelaunt: h.s. ; gestresst h.s.;

Die Prüfung auf Unterschied dieser abhängigen Variablen wurde mit dem Mc Nemar Test durchgfeführt und kam zu den obenstehenden Ergebnissen. Die H0 wird nur in zwei Fällen angenommen: motiviert und nervös; sie wird aber in 8 Fällen verworfen, da nachweislich ein (hoch) signifikanter Unterschied zwischen dem Wohlbefindensvariablen vor und nach der Einheit besteht.

- H0: Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und dem regelmäßigen Besuch der Einheiten. n.s.

Bei dieser Hypothese wendete ich (wie auch bei den nachfolgenden) den Chi²-Test in Verbindung mit der Kreuztabellenauswertung an, der einen nicht signifikanten Zusammenhang zwischen Geschlecht und dem regelmäßgen Besuch ergab. Die H0 wird daher beibehalten.

- H0: Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen einer ärztlichen Empfehlung zu Aquafitness und dem regelmäßigen Besuch der Einheiten. n.s.

Diese Fragestellung wies ebenfalls keinen Zusammenhang auf und es bleibt die H0 aufrecht wie auch bei den nachfolgenden zwei Hypothesen.

- H0: Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen einer Erleichterung in der Durchführung alltäglicher Arbeiten und dem regelmäßigen Besuch von Aquafitnesseinheiten. n.s.

- H0: Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und der Entscheidung paar- bzw. gruppenweise oder alleine die Aquafitnesseiheiten zu besuchen. n.s.

- ERGEBNISSE aus 79 Fragebögen

5 Fragebogen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sehr geehrte/r AquafitnessteilnehmerIn!

Ich bin Sportstudentin und OK-Aquafitnesstrainerin und arbeite derzeit an einer wissenschaftlichen Studie im Bereich Motiv- und Freizeitforschung.

Im Rahmen meiner Trainertätigkeit beschränken sich die empirischen Untersuchungen auf den Aquafitnessbereich.

Mit Ihrer Hilfe leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Aquafitness-Angebots.

Daten anonym und vertraulich behandelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Titel
Motive für die Teilnahme an Aquafitness
Hochschule
Universität Wien  (Sportwissenschaft)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
1999
Seiten
32
Katalognummer
V14466
ISBN (eBook)
9783638198639
ISBN (Buch)
9783638717243
Dateigröße
832 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine Studie im Bereich Freizeit- und Motivforschung.
Schlagworte
Motive, Teilnahme, Aquafitness
Arbeit zitieren
Dr. Iris Floimayr (Autor:in), 1999, Motive für die Teilnahme an Aquafitness, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14466

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