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Figuren und Motive in Kafkas Werken. Am Beispiel von Kafkas "Der Prozess" und "Das Schloss"

Ein GRIN-Sammelband

Título: Figuren und Motive in Kafkas Werken. Am Beispiel von Kafkas "Der Prozess" und "Das Schloss"

Antología , 2024 , 67 Páginas

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Lisa Maria Koßmann (Autor), Verena Fendl (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Dieser Sammelband enthält drei Hausarbeiten.

Im Gegensatz zu den meisten Schriftstellern ermöglicht uns Kafka nicht nur einen Blick auf die Gedanken und Handlungen seiner Hauptperson, sondern auch, durch seine besondere Erzählweise, Einblicke in ihr Unterbewusstsein. Der Leser wird konfrontiert mit tiefsitzenden Trieben, Gefühlen und Ängsten. Die erste Hausarbeit untersucht dies anhand von Kafkas Roman "Der Prozess".

Im Rahmen der zweiten Arbeit wird Kakfkas "Der Prozess" anhand der Theorie des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan (1901-1981) gelesen. Dabei soll auf der Grundlage der Lacanschen Kernkonzepte des Symbolischen, des Imaginären und des Realen gezeigt werden, dass es sich bei Kafka um einen Autor des Realen handelt.

Gegenstand der dritten Hausarbeit ist Franz Kafkas Roman "Das Schloss", der unter dem Aspekt Religion und Glaube analysiert und interpretiert wird. Wichtige religiöse Tendenzen und Hinweise sollen beschrieben, erklärt und, wenn angebracht, unter Berücksichtigung der religiösen Haltung Kafkas gedeutet werden. Ziel ist es dabei, zu beweisen, dass Kafka im "Schloss" eine religiöse beziehungsweise eine jüdisch-religiöse Welt darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Feigheit, Dummheit, Eigennutz. Zu Josef K.s Verhalten im "Proceß" von Kafka

1. Einleitung

2. Feigheit, Dummheit, Eigennutz

2.1 Feigheit

2.2 Dummheit

2.3 Eigennutz

3. Conclusio

Franz Kafka als Autor des Realen. Dargestellt an seinem Roman "Der Proceß"

1. Einleitung

2. Das Gericht als reale Macht

2.1 Die Erscheinungsformen des Realen

2.1.1 Widerliche Präsenz

2.1.2 Das idiotische Genießen (jouissance)

2.2 Die Symptome des Realen

2.3 Das Reale und seine (Partial-)Objekte

3. Der Bereich des Imaginären und seine Wechselwirkungen mit dem Realen

3.1 Das Imaginäre als Schutz vor dem Realen

3.2 Eine Gestalt im Spiegel: Kaufmann Block als der kleine andere

3.3 Josef K. als gespaltenes Subjekt: bewusster vs. unbewusster Diskurs

4. Die Unterwanderung der symbolischen Ordnung durch das Reale

4.1 K.s Verankerung in der symbolischen Ordnung

4.2 Die Schwächung der Position des Groß Anderen

4.3 Die „Verschleppung“: ein ewiger Aufschub von Sinn

5. Schluss

Religiöse Tendenzen in Franz Kafkas "Das Schloß". Stellt Kafka eine jüdisch-religiöse Welt dar?

1. Einleitung

2. Vorbetrachtung: Kafkas Haltung zur Religion

2.1. Kafka als Glaubender

2.2. Kafka als Jude

3. Religiöse Dimensionen in dem Dorf-Schloss-Komplex

3.1. Das Schloss als heiliger Ort und „Wohnsitz“ Gottes

3.2. Der Graf als Gott und die Schlossbeamten als Diener Gottes

3.3. Die Dorfgemeinschaft als Gläubigengemeinschaft

4. Sünde und Erlösung im Schloß

4.1. Sünde am Beispiel der „Barnabas-Familie“

4.2. Erlösung am Beispiel K.s

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Dieser Sammelband widmet sich der Analyse von Franz Kafkas Werken „Der Proceß“ und „Das Schloß“ unter verschiedenen literaturwissenschaftlichen, psychologischen und theologischen Perspektiven. Ziel ist es, durch die Untersuchung von Figuren, Motiven und religiösen Dimensionen ein tieferes Verständnis für die komplexen und oft ambivalenten Welten Kafkas zu entwickeln.

  • Psychologische Deutung von Josef K.s Verhaltensweisen wie Feigheit, Dummheit und Eigennutz.
  • Analyse des Werks „Der Proceß“ mithilfe der psychoanalytischen Konzepte von Jacques Lacan.
  • Untersuchung des Schlosses als religiöse Entität in Kafkas Roman „Das Schloß“.
  • Gegenüberstellung von Motiven aus Kafkas Werk mit jüdisch-religiösen und biblischen Narrativen.
  • Betrachtung von Autor-Haltung und religiöser Identität in Bezug auf Kafkas Texte.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Widerliche Präsenz

Die widerliche Präsenz des Gerichts durchzieht den gesamten Verlauf des Romans und offenbart die Machtlosigkeit K.s gegenüber dem Gericht. Als reale Macht dringt das Gericht nach und nach nicht nur in die für K. persönlich wichtigen Lebensbereiche wie seine Wohnung oder die Bank ein. Vielmehr demonstriert das Dom-Kapitel, dass es vor den Funktionären des Gerichts selbst an den heiligen Orten der Kirche kein Entkommen gibt. Auch dringt das Reale in naturhafte bzw. vorstädtische Räume ein, wie K.s Hinrichtung bei einem Steinbruch beweist. Wichtig ist hierbei, dass der Proceß die Übergänge zwischen lebensweltlichem und juridischem Bereich – und damit zwischen dem Bereich des Symbolischen und des Realen – durchwegs offen lässt. Verdeutlicht wird dies noch einmal anhand der Tatsache, dass sich die Kanzleien des Gerichts und das Atelier des Gerichtsmalers Titorelli auf den Dachböden heruntergekommener Mietshäuser befinden. Was folglich nach Außen hin zunächst als harmlos erscheint, erweist sich im Inneren bereits als vom Realen durchdrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Feigheit, Dummheit, Eigennutz: Diese drei Kräfte werden als zentrale Motive identifiziert, die Josef K.s passives Verhalten und sein Scheitern im Prozess maßgeblich bestimmen.

Das Gericht als reale Macht: Dieser Abschnitt analysiert das Gericht bei Kafka als eine rätselhafte und überwältigende Instanz, die durch Absurdität und körperliche Präsenz das Subjekt destabilisiert.

Der Bereich des Imaginären und seine Wechselwirkungen mit dem Realen: Hier wird erläutert, wie K. versucht, seine Identität durch Vorstellungen von Recht und Ordnung zu schützen, während das Reale diese Schutzmechanismen unterwandert.

Die Unterwanderung der symbolischen Ordnung durch das Reale: Es wird dargelegt, dass das soziale und rechtliche System bei Kafka durch das Eindringen des Realen seine Kohärenz verliert, was zur Orientierungslosigkeit der Hauptfigur führt.

Vorbetrachtung: Kafkas Haltung zur Religion: Das Kapitel beleuchtet Kafkas persönliche Spiritualität und seine tiefgreifende Suche nach Sinn, eingebettet in den Kontext eines modernen, von Existenzängsten geprägten Zeitalters.

Religiöse Dimensionen in dem Dorf-Schloss-Komplex: Diese Analyse setzt Schloss, Graf und Dorf in Bezug zu theologischen Konzepten und untersucht die Ambivalenz einer Welt, die gleichzeitig heilig und dämonisch wirkt.

Sünde und Erlösung im Schloß: Hier werden die Konzepte von Schuld und Gnade diskutiert, wobei sich zeigt, dass diese Begriffe im Roman oft einer eigenen Logik folgen, die von traditionellen religiösen Erwartungen abweicht.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Der Proceß, Das Schloß, Jacques Lacan, Psychologie, Religion, Judentum, Schuld, Erlösung, Symbolik, Macht, Existentialismus, Unterbewusstsein, Identität, Sinnlosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband?

Das Buch analysiert die Romane „Der Proceß“ und „Das Schloß“ von Franz Kafka aus einer interdisziplinären Sichtweise, wobei insbesondere psychoanalytische und religiös-theologische Interpretationsansätze im Vordergrund stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Untersuchung der Protagonisten, die lacansche Psychoanalyse des Gerichts und die eingehende Analyse religiöser Motive und Symbole innerhalb von Kafkas Werk.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll aufgezeigt werden, wie Kafka durch seine Erzählstruktur sowohl psychische Neurosen als auch religiöse Sehnsüchte erfahrbar macht und inwiefern diese Welten eine ganz eigene, teils zerrissene Sinnlogik besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt primär literaturwissenschaftliche Analyseansätze, ergänzt durch psychoanalytische Konzepte (Lacan, Freud) sowie theologische und philosophiegeschichtliche Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Analysen: Eine psychologische Betrachtung von Josef K.s Charakter, eine psychoanalytische Untersuchung der Machtstrukturen des Gerichts und eine theologische Deutung religiöser Dimensionen in „Das Schloß“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffspaare wie Psychologie und Neurose, Macht und Ohnmacht, sowie Religiösität und Sinnsuche im Kontext von Kafkas Werk.

Inwiefern beeinflusst das „Dom-Kapitel“ die Interpretation des Gerichtsprozesses?

Es fungiert als zentraler Beleg dafür, dass das Gericht eine reale, allgegenwärtige Macht darstellt, der der Protagonist selbst an religiösen Orten nicht entkommen kann, was seine absolute Machtlosigkeit verdeutlicht.

Wie spielt das „idiotische Genießen“ bei den Schlossbeamten eine Rolle?

Es verdeutlicht, dass die Macht des Gerichts nicht seriös oder logisch ist, sondern zutiefst obszön und begierig, was die moralische Verderbtheit der Hierarchien widerspiegelt.

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Detalles

Título
Figuren und Motive in Kafkas Werken. Am Beispiel von Kafkas "Der Prozess" und "Das Schloss"
Subtítulo
Ein GRIN-Sammelband
Autores
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Lisa Maria Koßmann (Autor), Verena Fendl (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
67
No. de catálogo
V1446738
ISBN (Ebook)
9783963552069
ISBN (Libro)
9783963552076
Idioma
Alemán
Etiqueta
Franz Kafka Das Schloss Der Prozess Reale Roman Jacques Lacan Religion Symbolische Imaginäre Macht Sünde Erlösung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Lisa Maria Koßmann (Autor), Verena Fendl (Autor), 2024, Figuren und Motive in Kafkas Werken. Am Beispiel von Kafkas "Der Prozess" und "Das Schloss", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1446738
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