Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Offline Marketing and Online Marketing

Marketing in Krisenzeiten - Konsumgüter vs. langlebige Gebrauchsgüter

Title: Marketing in Krisenzeiten - Konsumgüter vs. langlebige Gebrauchsgüter

Seminar Paper , 2010 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: André Wycisk (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Rezessionen sind in der Weltwirtschaft immer wiederkehrende Ereignisse, die oft von einzelnen Sektoren ausgelöst werden und sich dann auf andere Wirtschaftszweige ausweiten. Neben den negativen Auswirkungen bieten Krisen jedoch auch Chancen. Viele Warentypen werden in einer Rezession sogar vermehrt nachgefragt. Dieses Phänomen ist darin begründet, dass die Konsumenten ihr Kaufverhalten an die veränderten Umweltbedingungen anpassen. Die Herausforderung besteht darin, die neuen Nachfragemuster richtig zu identifizieren, um geeignete Marketingmaßnahmen einleiten zu können. Dies erfordert eine differenzierte Betrachtung von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern, da die rezessionsbedingte Kaufverhaltensänderung in diesen Segmenten
sehr unterschiedlich ist. Warum eine derartige Betrachtung nicht trivial ist, zeigte die Rezession 2001 in den USA. Mehr als 20 Prozent der US-Firmen konnten ihre Performance erheblich steigern und sprangen vom untersten Quartil ihres Sektors in das oberste Quartil. In normalen Zeiten liegen diese Quoten bei knapp der Hälfte. Zudem konnten 70 Prozent dieser Betriebe auch im folgenden Boom ihr Einnahmenniveau halten. Auf der anderen Seite konnten lediglich 30 Prozent der Betriebe, die ihre Position verloren hatten, diese nach der Krise wieder erreichen. Dies zeigt das Potenzial einer Rezession. Um konkurrenzfähig zu sein, ist eine Anpassung der Marketingaktivitäten an die neuen Verhaltensmuster der Konsumenten essentiell. Betriebe, die das 2001 erkannt haben, konnten sich so von ihren Wettbewerbern absetzen. Es stellt sich also die Frage, welche Nachfrageänderungen die Unternehmen bei ihren Konsumenten festgestellt haben und welche geeigneten Marketinginstrumente sie für eine derartige Performance-Steigerung eingesetzt haben. Die Arbeit soll dazu beitragen, diese Frage für Firmen, die die Segmente der Konsum- und langlebigen Gebrauchsgüter bedienen, zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen des Marketings von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern

2.1 Eigenschaften und Käuferverhalten bei Konsumgütern in der Theorie

2.2 Eigenschaften und Käuferverhalten bei langlebigen Gebrauchsgütern in der Theorie

2.3 Merkmale des Marketings von Konsum- und langlebigen Gebrauchsgütern

3 Veränderungen des Nachfrageverhaltens in Krisenzeiten

3.1 Nachfrageverhalten beim Kauf von Konsumgütern in Krisenzeiten

3.2 Nachfrageverhalten beim Kauf von langlebigen Gebrauchsgütern in Krisenzeiten

4 Marketing von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern in der Krise

4.1 Produktpolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten

4.2 Preis- und konditionenpolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten

4.3 Kommunikationspolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in Krisenzeiten ihre Marketingstrategien an veränderte Konsumentenbedürfnisse anpassen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern. Dabei liegt der Fokus auf der Differenzierung zwischen den Segmenten der Konsumgüter und langlebigen Gebrauchsgüter, da diese unterschiedlich auf wirtschaftliche Abschwünge reagieren.

  • Analyse des veränderten Nachfrageverhaltens in Rezessionen
  • Gegenüberstellung von Kaufverhalten bei Konsumgütern und Durables
  • Einsatzmöglichkeiten von Produktpolitik in Krisenzeiten
  • Relevanz von Preis- und Konditionenpolitik zur Absatzstabilisierung
  • Strategien der Kommunikationspolitik während wirtschaftlicher Krisen

Auszug aus dem Buch

1 Problemstellung

Der Auslöser der aktuellen Weltwirtschaftskrise ist auf das Platzen der US-Subprime-Blase im Sommer 2007 zurückzuführen (Simon, 2009, S. 14). Die „toxischen Hypotheken“ in den Bilanzen der Investmentbanken führten zum Absturz ihrer Aktienkurse. Der Versuch der Federal Reserve Bank, die Wallstreet zu stützen, blieb erfolglos (New York Times, 2009). Die Meldung der Insolvenz von Lehman Brothers am 15. September 2008 verdeutlichte, dass die Krise nicht geahnte Dimensionen annehmen wird. Bereits im vierten Quartal 2008 erreichte sie die Realwirtschaft (Simon, 2009, S. 14) und entwickelte sich zur schwersten Rezession seit der großen Depression 1929 (New York Times, 2009).

Auch wenn dies eine besondere Krise ist, sind Rezessionen in der Weltwirtschaft immer wiederkehrende Ereignisse, die oft von einzelnen Sektoren ausgelöst werden und sich dann auf andere Wirtschaftszweige ausweiten (Srinivasan und Lilien, 2009, S. 1). Neben den negativen Auswirkungen bieten Krisen jedoch auch Chancen. Viele Warentypen werden in einer Rezession sogar vermehrt nachgefragt. Dieses Phänomen ist darin begründet, dass die Konsumenten ihr Kaufverhalten an die veränderten Umweltbedingungen anpassen. Die Herausforderung besteht darin, die neuen Nachfragemuster richtig zu identifizieren, um geeignete Marketingmaßnahmen einleiten zu können.

Dies erfordert eine differenzierte Betrachtung von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern, da die rezessionsbedingte Kaufverhaltensänderung in diesen Segmenten sehr unterschiedlich ist (Berndt, 1994, S. 115ff.). Warum eine derartige Betrachtung nicht trivial ist, zeigte die Rezession 2001 in den USA. Mehr als 20 Prozent der US-Firmen konnten ihre Performance erheblich steigern und sprangen vom untersten Quartil ihres Sektors in das oberste Quartil. In normalen Zeiten liegen diese Quoten bei knapp der Hälfte. Zudem konnten 70 Prozent dieser Betriebe auch im folgenden Boom ihr Einnahmenniveau halten. Auf der anderen Seite konnten lediglich 30 Prozent der Betriebe, die ihre Position verloren hatten, diese nach der Krise wieder erreichen (Baveja, Postma und Pritzl, 2002, S. 193ff.). Dies zeigt das Potenzial einer Rezession. Um konkurrenzfähig zu sein, ist eine Anpassung der Marketingaktivitäten an die neuen Verhaltensmuster der Konsumenten essentiell.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Marketingstrategien differenziert an veränderte Konsumentenbedürfnisse anzupassen.

2 Grundlagen des Marketings von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern: Hier werden die theoretischen Unterschiede zwischen Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern bezüglich Nutzungsdauer, Preis und Kaufverhalten dargelegt.

2.1 Eigenschaften und Käuferverhalten bei Konsumgütern in der Theorie: Dieser Abschnitt beschreibt Konsumgüter als Fast Moving Consumer Goods mit Low-Involvement-Charakter, die meist spontan oder habitualisiert gekauft werden.

2.2 Eigenschaften und Käuferverhalten bei langlebigen Gebrauchsgütern in der Theorie: Der Fokus liegt hier auf High-Involvement-Produkten, deren Kauf mit einer engen Beziehung zur Persönlichkeit des Konsumenten und höherem Suchaufwand verbunden ist.

2.3 Merkmale des Marketings von Konsum- und langlebigen Gebrauchsgütern: Dieses Kapitel analysiert die Besonderheiten des Marketings, einschließlich der Marktmacht des Handels und der Herausforderungen durch gesättigte Märkte.

3 Veränderungen des Nachfrageverhaltens in Krisenzeiten: Hier wird erläutert, wie Zukunftsangst und Verunsicherung in Rezessionen zu Kaufzurückhaltung und einer veränderten Ausgabenstruktur führen.

3.1 Nachfrageverhalten beim Kauf von Konsumgütern in Krisenzeiten: Es wird festgestellt, dass Konsumenten bei Konsumgütern verstärkt zu preiswerteren Handelsmarken wechseln, während der Bedarf an notwendigen Gütern stabil bleibt.

3.2 Nachfrageverhalten beim Kauf von langlebigen Gebrauchsgütern in Krisenzeiten: Dieses Kapitel zeigt auf, dass der Konsum von Gebrauchsgütern als nicht lebensnotwendig in die Zukunft verschoben oder durch Reparaturen ersetzt wird.

4 Marketing von Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern in der Krise: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit proaktiven Marketings und spezifischer Anpassungsprozesse in verschiedenen Funktionsbereichen.

4.1 Produktpolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten: Hier werden Strategien wie Innovationen mit Grundnutzenfokus oder Produktvariationen zur Absatzsicherung in der Krise bewertet.

4.2 Preis- und konditionenpolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten: Es wird die Wirksamkeit von Preissenkungen bei Konsumgütern im Vergleich zu Rabatten und Finanzierungen bei Gebrauchsgütern analysiert.

4.3 Kommunikationspolitische Marketingmaßnahmen in Krisenzeiten: Dieses Kapitel warnt vor vorschnellen Werbekürzungen und empfiehlt die Anpassung von Werbeinhalten an veränderte Kundenbedürfnisse.

5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel bündelt die zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen für eine erfolgreiche Marketingführung in rezessiven Zeiten.

Schlüsselwörter

Marketing, Krisenzeiten, Konsumgüter, langlebige Gebrauchsgüter, Kaufverhalten, Rezession, Preispolitik, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Handelsmarken, Involvement, Nachfrageverhalten, Absatzstabilisierung, Markenloyalität, Marketingstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich das Konsumentenverhalten in Krisenzeiten verändert und wie Unternehmen ihre Marketinginstrumente anpassen müssen, um in diesen Phasen konkurrenzfähig zu bleiben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das unterschiedliche Kaufverhalten bei Konsumgütern und langlebigen Gebrauchsgütern in Rezessionen sowie die Ableitung spezifischer Marketingmaßnahmen (Produkt-, Preis- und Kommunikationspolitik).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Nachfrageänderungen auftreten und welche Marketingstrategien für Firmen, die Konsum- oder langlebige Gebrauchsgüter vertreiben, zur Performance-Steigerung in der Krise geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Analyse existierender Studien, Modelle und Literatur zum Thema Marketing in Krisen sowie der vergleichenden Betrachtung verschiedener Güterkategorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Güterarten und ihr Käuferverhalten definiert, gefolgt von der Analyse der Nachfrageveränderungen in Krisenzeiten und der Bewertung konkreter Marketinginstrumente für beide Segmente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Marketing, Krisenzeiten, Konsumgüter, langlebige Gebrauchsgüter, Nachfrageverhalten, Preissensibilität, proaktives Marketing und Markenloyalität.

Warum reagieren langlebige Gebrauchsgüter stärker auf Krisen als Konsumgüter?

Da der Erwerb langlebiger Güter oft mit hohem finanziellen Aufwand verbunden ist, neigen Konsumenten in unsicheren Zeiten dazu, diese Käufe aufzuschieben oder durch Reparaturen bestehender Produkte zu ersetzen.

Welche Rolle spielt die Preispolitik in der Krise laut der Arbeit?

Die Preispolitik gilt als effektivstes Instrument zur kurzfristigen Liquiditätssicherung. Bei Konsumgütern sind Preissenkungen sehr wirksam, während sie bei langlebigen Gebrauchsgütern kritisch gesehen werden, da sie die Qualitätswahrnehmung negativ beeinflussen können.

Ist eine Kürzung des Werbebudgets in der Krise zu empfehlen?

Die Arbeit warnt vor pauschalen Werbekürzungen, da dies dem Markenimage schaden kann. Stattdessen wird empfohlen, Werbeinhalte an die veränderten Sicherheitsbedürfnisse der Kunden anzupassen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Marketing in Krisenzeiten - Konsumgüter vs. langlebige Gebrauchsgüter
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,3
Author
André Wycisk (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V144692
ISBN (eBook)
9783640556953
ISBN (Book)
9783640557677
Language
German
Tags
Marketing Krisenzeiten Krise Rezession Abschwung Depression Konsumgüter Verbrauchsgüter FMCG CPG Non-Durables Gebrauchsgüter langlebige Güter langlebige Gebrauchsgüter Durables Käuferverhalten Konsumentenverhalten Nachfrageverhalten Kaufverhalten Nachfrage Marketing-Mix Produktpolitik Produkt Product Preispolitik Preis Price Kommunikationspolitik Kommunikation Promotion Werbung Fast Moving Consumer Goods Consumer Packaged Goods
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Wycisk (Author), 2010, Marketing in Krisenzeiten - Konsumgüter vs. langlebige Gebrauchsgüter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144692
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint