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Untersuchung über die Rolle der Vereinten Nationen im Bereich der Friedenssicherung

Title: Untersuchung über die Rolle der Vereinten Nationen im Bereich der Friedenssicherung

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Erik Neumann (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Die Gründung der Vereinten Nationen ist eng mit dem Eindruck zweier verheerender Weltkriege und dem Scheitern des entscheidungsschwachen Völkerbundes verbunden. Denn durch verbesserte internationale Kooperation und geschlossenem Einsatz zur Wahrung des Weltfriedens sollte mit der Unterzeichnung der UN-Charta am 26.06.1945 der Grundstein für eine handlungsfähige Organisation zur internationalen Friedenssicherung gelegt werden. Das Gründungsdokument der Vereinten Nationen beinhaltet dabei die Normen und Methoden, um zum Ziel des Weltfriedens zu gelangen. Jedoch besteht sie seit 62 Jahren in unveränderter Form, obwohl seitdem die globale Sicherheitslage bedeutsamen Veränderungen unterworfen war. Ost-West-Konflikt, Entkolonialisierung und der 11.September 2001 sind dabei nur exemplarische Beispiele. Haben die Vereinten Nationen dennoch eine derartige Rolle in der internationalen Friedenssicherung eingenommen, wie vom Vertragswerk der UN-Charta zugedacht? Meine These lautet dazu: Es gibt eine Diskrepanz zwischen den ursprünglichen Strategien der UN-Charta zur internationalen Friedenssicherung und deren realpolitischen Umsetzung.
Im ersten Themenabschnitt soll die Friedenssicherung als Hauptziel der Vereinten Nationen kritisch auf Erreichung geprüft werden, um das Verhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit anhand der Zielsetzung zu verdeutlichen. Der zweite Gliederungspunkt beschäftigt sich darauf mit den Normen und Methoden des ursprünglichen Friedenskonzepts der UN-Charta. Dadurch entsteht eine Grundlage für den Vergleich mit der realpolitischen Arbeitsweise der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung, welche im dritten Themenschwerpunkt behandelt wird. Bei festgestellten Abweichungen zwischen dem Friedenskonzept der UN-Charta und der tatsächlichen Rolle der Vereinten Nationen werden gleichsam die Ursachen beleuchtet.
Mit Bedacht auf die zahlreichen jungen Erscheinungen in der Fachliteratur und der gegenwärtigen Diskussionen über die Reform der Vereinten Nationen behandelt diese Hausarbeit eine Thematik von großer aktueller Brisanz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziel der Friedenssicherung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

3. Das Friedenssicherungskonzept der UN-Charta

3.1 Grundsätze und Methoden

3.1.1 System der kollektiven Sicherheit

3.1.2 Souveränitätsprinzip der Staaten

3.1.3 Verpflichtung zur friedlichen Streitbeilegung

3.2 Zwischenbilanz

4. Reale Arbeitsweise der VN im Bereich der Friedenssicherung

4.1 Souveränitätsprinzip

4.2 Sicherheitsrat und Vetorecht

4.3 Paradoxon des Intervenierungsrechts

4.3 UN-Friedenstruppen und Peacekeeping

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Diskrepanz zwischen dem ursprünglichen Friedenssicherungskonzept der UN-Charta und der realpolitischen Arbeitsweise der Vereinten Nationen kritisch zu untersuchen und zu analysieren.

  • Anspruch und Wirklichkeit der Vereinten Nationen bei der Friedenssicherung
  • Die theoretischen Grundlagen und Methoden des kollektiven Sicherheitssystems
  • Die Rolle des Souveränitätsprinzips und dessen Einfluss auf UN-Interventionen
  • Die Funktionsweise des Sicherheitsrates sowie die Problematik des Vetorechts
  • Die Entwicklung und Bedeutung moderner Peacekeeping-Strategien

Auszug aus dem Buch

3.1.1 System der kollektiven Sicherheit

Ursprüngliches zentrales Konzept zur Friedenssicherung ist das System der kollektiven Sicherheit. Vom Wesensgehalt entsprach dieses Konzept keiner neuen Erfindung, sondern fußte auf den Vorstellungen zur Friedenserhaltung des Völkerbundes. Unter kollektiver Sicherheit versteht man, „dass alle Staaten bereit sein können, ihren Souveränitätsanspruch, ihre partikularen Interessen und Bedürfnisse hinter ein gemeinsames Interesse an friedlichen und stabilen internationalen Beziehungen zurückzustellen und sich an der Errichtung eines globalen Systems zu beteiligen, das seine Mitglieder von der Androhung und Anwendung von Gewalt abzuhalten in der Lage ist“ (Gareis 2002, S.68). Die Vereinten Nationen sollen nach Vorstellung der UN-Charta demgemäß als internationale Instanz der friedlichen Streitschlichtung bei zwischenstaatlichen Konflikten dienen.

Die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit liegt dabei beim Sicherheitsrat. Diesem Organ gehören fünf ständige Mitglieder (USA, UdSSR, FRK, GB, CHINA) sowie eine festgesetzte Zahl von nichtständigen Mitgliedern an. Die Machtbefugnisse der ständigen Mitglieder sind jedoch ungleich höher, weil ihnen ein Vetorecht zur Verfügung steht, mit denen sie Entscheidungen bzw. mögliche Sanktionen gegen andere Staaten verhindern können. Auf der Grundlage des Systems der kollektiven Sicherheit obliegt dem Sicherheitsrat die Möglichkeit zu Grunde, bei Verstößen gegen den Frieden wirksame Kollektivmaßnahmen einzuleiten. Wenn diese Sanktionen von militärischer Natur sind, ist in der Charta laut Artikel 43 eine UN-Eingreiftruppe vorgesehen, welche allein auf Beschluss des Sicherheitsrates gegen Friedensbrecher vorgehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Hintergrund der UN-Gründung und formuliert die Arbeitshypothese einer Diskrepanz zwischen dem ursprünglichen Friedenskonzept und der realpolitischen Umsetzung.

2. Ziel der Friedenssicherung zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Dieses Kapitel prüft den Anspruch der UN auf Friedenssicherung anhand der tatsächlichen Konfliktdaten seit 1945 und hinterfragt die Effektivität der Organisation.

3. Das Friedenssicherungskonzept der UN-Charta: Es werden die theoretischen Säulen des Systems der kollektiven Sicherheit, das Souveränitätsprinzip und die friedliche Streitbeilegung als normative Grundlagen dargestellt.

4. Reale Arbeitsweise der VN im Bereich der Friedenssicherung: Das Kapitel analysiert die praktische Diskrepanz, indem es das Vetorecht, das Souveränitätsprinzip als Interventionshindernis und das Peacekeeping als reale (aber in der Charta nicht vorgesehene) Methode gegenüberstellt.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Vertragswerk selbst begründet liegt und unterstreicht die Dringlichkeit von Reformen.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, UN-Charta, Friedenssicherung, kollektive Sicherheit, Sicherheitsrat, Vetorecht, Souveränitätsprinzip, Peacekeeping, Konfliktprävention, Weltfrieden, Interventionsrecht, internationale Sicherheit, Krisenmanagement, Reform der Vereinten Nationen, Gewaltverbot

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, ob die Vereinten Nationen ihre Rolle bei der internationalen Friedenssicherung gemäß den Vorgaben der UN-Charta tatsächlich erfüllen konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen Konzepte der UN-Charta, die praktische Anwendung durch den Sicherheitsrat, die Bedeutung staatlicher Souveränität sowie die Entwicklung und Rolle von Peacekeeping-Missionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel?

Das Ziel ist der Nachweis einer Diskrepanz zwischen den ursprünglichen Friedensstrategien der UN-Charta und deren realpolitischer Umsetzung in einer von Konflikten geprägten Welt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Vorgaben der UN-Charta mit realpolitischen Entwicklungen und statistischen Daten zu gewaltsamen Konflikten vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des normativen Friedenssicherungskonzepts der Charta und den anschließenden Vergleich mit der tatsächlichen Arbeitsweise der VN unter Berücksichtigung von Vetorecht, Souveränität und Peacekeeping.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Friedenssicherung, UN-Charta, kollektive Sicherheit, Sicherheitsrat, Souveränität, Peacekeeping und internationale Sicherheitsarchitektur.

Warum wird das Souveränitätsprinzip in der Arbeit als problematisch eingestuft?

Das Souveränitätsprinzip dient in der Realität häufig als Vorwand für Staaten, ein Eingreifen der Vereinten Nationen bei internen Konflikten oder Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, was die Handlungsfähigkeit der Weltorganisation massiv einschränkt.

Inwiefern unterscheidet sich das moderne Peacekeeping von der ursprünglichen Konzeption der UN-Charta?

Die UN-Charta sah ursprünglich eine durch den Sicherheitsrat legitimierte, schlagkräftige Eingreiftruppe vor. Das moderne Peacekeeping hingegen basiert auf dem Einverständnis der betroffenen Staaten und ist in dieser Form im ursprünglichen Vertragswerk nicht als Friedensstrategie vorgesehen.

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Details

Title
Untersuchung über die Rolle der Vereinten Nationen im Bereich der Friedenssicherung
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Regieren diesseits und jenseits des Nationalstaates
Grade
2,0
Author
Erik Neumann (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V144703
ISBN (eBook)
9783640544110
ISBN (Book)
9783640544202
Language
German
Tags
Vereinte Nationen VN UN UNO Frieden Friedenssicherung UN-Charta internationale Friedenssicherung Friedensstrategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik Neumann (Author), 2007, Untersuchung über die Rolle der Vereinten Nationen im Bereich der Friedenssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144703
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