Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Die Rolle Alexanders III. im Becket-Konflikt

Title: Die Rolle Alexanders III. im Becket-Konflikt

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hanna Rasch (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Arbeit soll die Rolle Papst Alexanders III. im Konflikt zwischen dem Erzbischof Thomas Becket und dem englischen König Heinrich II. Plantagênet herausgearbeitet werden. Hierzu wird zunächst die Vorgeschichte und der Ausbruch dieses Konflikts, sein weiterer Verlauf und schließlich sein Ende mit der Ermordung Thomas Beckets betrachtet und dann auf Person und Laufbahn Roland Bandinellis und seine Wahl zum Papst, das darauffolgende Schisma zwischen eben diesem, als Alexander III., und seinem Kontrahenten
Viktor IV., sowie die daraus resultierenden Probleme und die Politik Alexanders III. eingegangen. So kann schließlich das Verhalten des Papstes sowohl in den unterschiedlichen Phasen des Konfliktes, der Hoftage von Clarendon und Northampton 1164 und der darauf folgenden Exilszeit des Erzbischofs, als auch nach dem Tod Beckets genauer beleuchtet werden. Auf diesem Wege soll die Frage geklärt werden, wie Papst Alexander III. sich den Kontrahenten des Konflikts gegenüber verhalten hat und welche Bedeutung ihm in diesem zukommt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Der Becket-Konflikt

1. Thomas Becket: Vom königlichen Kanzler zum Erzbischof von Canterbury – Vorgeschichte und Ausbruch des Becket-Konflikts

2. Verlauf des Konflikts zwischen König und Erzbischof 1162-1170

3. Ende des Konflikts und Ermordung des Erzbischofs 1170

II. Papst Alexander III.

1. Person und Laufbahn Roland Bandinellis

2. Die schismatische Papstwahl 1159

3. Politik und Probleme Bandinellis als Papst Alexander III.

III. Alexander III. und der Becket-Konflikt

1. Die Hoftage von Clarendon und Northampton und die Folgen (1164)

2. Verhalten Alexanders in der Exilszeit Beckets

a. Sehr unsichere Lage Alexanders 1164-1167

b. Erstarkte Position Alexanders ab 1167

3. Verhalten Alexanders nach dem Tod Beckets

a. Die Reaktion auf die Ermordung des Erzbischofs

b. Die Heiligsprechung und der Beginn des Becket-Kults

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Papst Alexander III. im komplexen Konflikt zwischen Erzbischof Thomas Becket und König Heinrich II. Plantagênet. Dabei wird analysiert, wie der Papst – geprägt durch ein zeitgleiches Schisma und eine instabile politische Lage – versuchte, seine Position zu wahren und gleichzeitig die Freiheit der Kirche zu verteidigen, während er zwischen den gegensätzlichen Interessen der Kontrahenten navigierte.

  • Beziehung zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt im 12. Jahrhundert
  • Einfluss des päpstlichen Schismas auf die diplomatischen Spielräume Alexanders III.
  • Verhältnis zwischen Papst Alexander III., Thomas Becket und Heinrich II.
  • Entwicklung und Verlauf des Becket-Konflikts bis zur Ermordung des Erzbischofs
  • Politische und kirchenrechtliche Bedeutung der Heiligsprechung von Thomas Becket

Auszug aus dem Buch

3. Ende des Konflikts und Ermordung des Erzbischofs 1170

Im Sommer 1170 schlossen Heinrich II. und Thomas Becket in Fréteval Frieden. Keiner von beiden hatte in entscheidenden Punkten nachgeben müssen, man akzeptierte einfach die Position des jeweils anderen. Die Besitztümer Canterburys sollten rückerstattet und Becket und seinen Anhängern eine gefahrlose Rückkehr nach England ermöglicht werden. Becket wollte jedoch erst zurückkehren, wenn die Rückerstattung des Besitzes vollbracht war, was allerdings Probleme bereitete, denn die vom König eingesetzten Verwalter waren häufig nicht bereit, die ihnen anvertrauten Güter herauszugeben, weshalb Becket Strafen gegen sie verhängte. Als er dann endlich nach England zurückkehrte, wurde er dementsprechend unfreundlich empfangen, setzte dennoch sein Vorgehen unbeirrt fort und verhängte weitere Strafen. Daraufhin wandten sich immer mehr der Bestraften klagend an den König, so dass dieser schließlich in Gegenwart seiner Ritter wütend ausrief, jemand möge ihn von diesem lästigen Priester befreien. Vier der anwesenden Ritter brachen daraufhin, ohne Wissen Heinrichs, nach Canterbury auf, wo sie den Erzbischof in der Kathedrale antrafen und ihn brutal ermordeten. Auf die Reaktionen auf die Ermordung Beckets wird später noch einzugehen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition des Forschungsgegenstandes, der Fragestellung zur Rolle Alexanders III. im Becket-Konflikt sowie Vorstellung der verwendeten Quellen und Literatur.

I. Der Becket-Konflikt: Darstellung der Vorgeschichte, des Ausbruchs sowie des Verlaufs des Konflikts zwischen König Heinrich II. und Thomas Becket von 1162 bis zur Ermordung 1170.

II. Papst Alexander III.: Biografie von Roland Bandinelli, Schilderung des Papstschismas ab 1159 und Erläuterung der daraus resultierenden politischen Probleme für den Pontifikat Alexanders III.

III. Alexander III. und der Becket-Konflikt: Analyse des päpstlichen Verhaltens während der Hoftage, der Exilszeit Beckets und der Zeit nach dessen Ermordung, inklusive der Heiligsprechung.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Vermittlerrolle Alexanders III., die zwischen politischer Notwendigkeit und dem Ideal der kirchlichen Freiheit abwägen musste.

Schlüsselwörter

Papst Alexander III., Thomas Becket, Heinrich II. Plantagênet, Becket-Konflikt, Papstschisma, Konstitutionen von Clarendon, Kirche und Staat, Kirchenfreiheit, Kanonisation, Mittelalter, Diplomatik, päpstliche Legaten, England, Canterbury, Fréteval Frieden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Papst Alexander III. im langjährigen Machtkampf zwischen dem englischen Erzbischof Thomas Becket und König Heinrich II. von England im 12. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen das Spannungsfeld zwischen geistlicher und weltlicher Jurisdiktion, die Auswirkungen des päpstlichen Schismas auf die Handlungsfähigkeit der Kirche sowie die diplomatischen Bemühungen Alexanders III. zur Konfliktlösung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie sich Papst Alexander III. gegenüber den streitenden Parteien verhalten hat und welche strategische sowie kirchenpolitische Bedeutung ihm innerhalb dieses Konflikts zukam.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf zeitgenössischen Quellen wie den Briefwechseln des Thomas Becket, dem "Liber Pontificalis" von Boso sowie einschlägiger moderner Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Konflikts, eine Analyse der Person und Politik Alexanders III. vor dem Hintergrund des Schismas sowie eine detaillierte Untersuchung der päpstlichen Interventionen in der Exilszeit Beckets und der Zeit nach dessen Tod.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Becket-Konflikt, Alexander III., Konstitutionen von Clarendon, päpstliches Schisma, kirchliche Immunität und die Heiligsprechung von Thomas Becket.

Welche besondere Herausforderung stellte das päpstliche Schisma für Alexander III. dar?

Das Schisma schränkte Alexanders Handlungsspielraum massiv ein, da er zwingend auf die Anerkennung und Unterstützung einflussreicher weltlicher Herrscher wie Heinrich II. angewiesen war, um seinen eigenen Status als rechtmäßiger Papst zu festigen.

Warum war die Rolle der päpstlichen Legaten so entscheidend?

Da der Papst selbst aufgrund der komplexen politischen Lage oft nur indirekt agieren konnte, dienten die Legaten als seine diplomatischen Repräsentanten, die vor Ort versuchten, Kompromisse zwischen dem König und dem Erzbischof auszuhandeln.

Welche Bedeutung hatte die Heiligsprechung Beckets für das Ansehen Alexanders III.?

Die Heiligsprechung war die einzige eines Märtyrers während Alexanders Pontifikat und diente der Etablierung eines universalen Becket-Kults, was indirekt auch den Triumph der kirchlichen Freiheit über die Konstitutionen von Clarendon unterstrich.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Die Rolle Alexanders III. im Becket-Konflikt
College
RWTH Aachen University  (Lehrstuhl für Mittlere Geschichte)
Course
John of Salisbury und Thomas Becket im Streit mit Heinrich II. Plantagênet
Grade
2,0
Author
Hanna Rasch (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V144709
ISBN (eBook)
9783640540990
ISBN (Book)
9783640541485
Language
German
Tags
Alexander III. Thomas Becket Heinrich II. Becket-Konflikt Roland Bandinelli Viktor IV. Hoftag von Clarendon Hoftag von Northampton 12. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Rasch (Author), 2008, Die Rolle Alexanders III. im Becket-Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144709
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint