Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Der Kult der Magna Mater

Title: Der Kult der Magna Mater

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hanna Rasch (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Arbeit soll herausgearbeitet werden wie, warum und woher der Kult der Magna Mater nach Rom kam, wie er sich dort entwickelte und verbreitete und schließlich wie die frühen Christen über ihn dachten. Die Behandlung dieser Themen beginnt zunächst mit der kurzen Wiedergabe des Mythos und der Darstellung der Herkunft des Kultes als kleinasiatischer Kybele-Kult. Nach Veranschaulichung der geschichtlichen Ereignisse und Gegebenheiten zur Zeit seiner Einführung in Rom, der Legenden um diese und der römischen Tempel der Magna Mater, wird dann das wichtigste Thema, die Ausübung des Kultes in Rom, chronologisch abgehandelt und zusätzlich noch ein kurzer Überblick über seine Ausbreitung in den römischen Provinzen gegeben. In dem darauffolgenden Exkurs wird unter anderem am Beispiel Tertullians die Meinung der Christen über den Kult gezeigt und kurz auf das Ende des Kultes und seine Gemeinsamkeiten mit der christlichen
Religion, sowie andere noch heute verbliebene Überreste eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die kleinasiatische Göttin Kybele in ihrem Heimatland

2.1 Der Mythos um Kybele und Attis

2.2 Ausübung des Kultes in Kleinasien

3. Der Kult der Magna Mater in Rom

3.1 Die Einführung des neuen Kultes

3.1.1 Die Ankunft der Göttin

3.1.2 Der Hintergrund

3.1.3 Das Haus der Göttin in Rom

3.2 Ausübung des Kultes in Rom

3.2.1 Die Zeit der Römischen Republik

3.2.2 Die Kaiserzeit

3.3 Die Ausbreitung des Kultes von Rom aus

4. Magna Mater und die Christen

4.1 Die christliche Meinung über den Kult

4.2 Das Ende des Kultes

4.3 Letzte Überreste

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung, Etablierung und Ausbreitung des Kybele-Kultes als Magna Mater in Rom, analysiert dessen rituelle Ausgestaltung sowie die kritische Auseinandersetzung der frühen Christen mit dieser orientalischen Religion.

  • Historischer Kontext der Einführung des Kultes im 3. Jahrhundert v. Chr.
  • Transformation des Kultes von der kleinasiatischen Herkunft zur römischen Staatsreligion
  • Politischer Einfluss und religiöse Symbolik (z.B. Ludi Megalesiaci, Taurobolien)
  • Konfliktlinien zwischen dem heidnischen Kult und der christlichen Weltanschauung
  • Kulturelle Kontinuitäten und Analogien zwischen antikem Kult und Christentum

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Ankunft der Göttin

Die Magna Mater Deum Idea kam, symbolisch durch einen schwarzen Meteorstein dargestellt, am 4. April aus Kleinasien per Schiff in Rom an. Da das Orakel in Delphi, welches die römische Delegation, unterwegs um den Stein abzuholen, befragt hatte, riet, der beste Mann im Staat möge Kybele bei ihrer Ankunft empfangen, wählte der Senat Publius Cornelius Scipio Nasica aus, um den heiligen Stein entgegenzunehmen. Um diesen Empfang der Göttin rankt sich die Legende, das Schiff sei auf dem Weg nach Rom im Tiber auf Grund gelaufen, jedoch von Claudia Quinta befreit und den Fluss hinaufgezogen worden, was als Beweis der Göttin für Claudias zuvor in Frage gestellte Keuschheit galt. Sie soll entweder gemeinsam mit Scipio Nasica das Empfangskomitee der Göttin angeführt haben oder eine der vielen zu jenem gehörenden römischen Matronen gewesen sein. Letzteres findet sich bei Livius, ebenso wie die Benennung Scipio Nasicas, in seinem Bericht über die Ankunft der Magna Mater in Rom, in dem auch der weitere Verlauf des Ereignisses geschildert wird. Die Frauen sollen den Stein weitergereicht haben bis er in der Stadt angekommen war. Sämtliche Stadtbewohner sollen ihre Häuser verlassen haben, um die Göttin zu sehen, und entlang ihres Weges soll Weihrauch verbrannt worden sein. Als sie schließlich auf dem Palatin angekommen war, wurde dies ausgiebig gefeiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur Einführung des Magna Mater-Kultes vor und gibt einen Überblick über die verwendete Forschungsliteratur sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Die kleinasiatische Göttin Kybele in ihrem Heimatland: Dieses Kapitel erläutert den mythologischen Ursprung der Kybele und Attis sowie die ursprünglichen Kultpraktiken in Kleinasien.

3. Der Kult der Magna Mater in Rom: Dieses Kapitel behandelt die offizielle Einführung, den historischen Hintergrund sowie die Entwicklung der Kultausübung in Rom und den Provinzen.

4. Magna Mater und die Christen: Dieses Kapitel untersucht die christliche Polemik gegen den Kult, dessen endgültiges Verbot und mögliche religiöse Überreste oder Parallelen.

5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und rekapituliert die Bedeutung des Kultes im römischen Staatsgefüge.

Schlüsselwörter

Magna Mater, Kybele, Attis, Rom, Staatskult, Taurobolium, Christen, Tertullian, Ludi Megalesiaci, Religionsgeschichte, Antike, Hellenismus, Kultpraktiken, Phrygien, Heidentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Transfer des kleinasiatischen Kybele-Kultes nach Rom, seiner Anpassung an den römischen Staatskult und der späteren Auseinandersetzung mit dem Christentum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Mythologie, die politische Instrumentalisierung des Kultes in Krisenzeiten der Römischen Republik, die rituelle Entwicklung in der Kaiserzeit sowie die christliche Religionskritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum und wie der Kult offiziell in Rom eingeführt wurde und welche Rolle er im religiösen und politischen Kontext des Römischen Reiches spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen (wie Livius und Tertullian) sowie einer Auswertung moderner Fachliteratur, um einen chronologischen Überblick über die Kulturentwicklung zu geben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung des Kultes im 3. Jahrhundert v. Chr., die Ausübung der Riten (unterteilt in Republik und Kaiserzeit) sowie die spätere Konfrontation mit dem aufstrebenden Christentum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Magna Mater, Kybele, Taurobolien, römischer Staatskult, antike Religionsgeschichte und christliche Polemik.

Welche Bedeutung hatte das Taurobolium im Kult?

Das Taurobolium war ein Ritual, bei dem man die Kraft eines geopferten Stieres durch dessen Blut zu gewinnen suchte, um Wiedergeburt zu erlangen oder das Wohl des Kaisers zu sichern.

Warum sahen die Christen im Kybele-Kult einen Aberglauben?

Christliche Autoren wie Tertullian kritisierten insbesondere die als irrational empfundenen Riten wie die Kastration der Priester und die als irdisch-unwissend betrachtete Natur der Göttin.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Der Kult der Magna Mater
College
RWTH Aachen University  (Abteilung Alte Geschichte)
Course
Der römische Staat und die christliche Kirche in den ersten zwei Jahrhunderten
Grade
1,3
Author
Hanna Rasch (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V144710
ISBN (eBook)
9783640541003
ISBN (Book)
9783640541508
Language
German
Tags
Kult Magna Mater Mater Magna Rom Antike Christentum Kybele Mythos Kleinasien Legende Tempel Tertullian Religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Rasch (Author), 2006, Der Kult der Magna Mater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144710
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint