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Forstmonitoring

Das ICP FOREST-Programm

Título: Forstmonitoring

Trabajo Escrito , 2010 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: B.Sc. Marcel Demuth (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía física, geomorfología, estudios ambientales
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Der Wald ist eines der wichtigsten Landschaftselemente der Erde. Mit rund 3,6 Milliarden Hektar sind ca. 29 Prozent der Landoberfläche mit Laub- und Nadelbäume bedeckt (SCHENK, W. / SCHLIEPHAKE 2005, S. 391), der Anteil in Deutschland liegt bei
rund 31 Prozent (BMELV 2009a, S. 5). Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch den Wald, vor allem durch die Verwendung der Ressource Holz als Energieträger und Baumaterial. Die ökonomische Bedeutung des Waldes machen folgende Zahlen deutlich: Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Holzsektor rund 168 Milliarden Euro und
beschäftigte ca. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland (ebd. 2009a, S. 5). Der Wert des Waldes geht allerdings weit über die anthropogene „Ausbeutung“ hinaus, denn er erfüllt viele „wichtige Funktionen für den gesamten Landschaftshaushalt“ (HOFMEISTER
1997, S. 251). Das Konzept der Funktionen des Waldes (ZUNDEL 1990 in SCHENK / SCHLIEPHAKE 2005, S. 393) weist ihm neben den Nutzfunktionen, die Erholungs- und Schutzfunktionen zu. Besonders hervorzuheben ist die hohe Bedeutung des Waldes hinsichtlich des Boden-, Wasser- und Klimaschutzes, der Grundwasserneubildung,
der Filter- und Pufferwirkung sowie der Bereitstellung von Erholungsraum für den Menschen. Trotz der beachtlichen makroökonomischen Zahlen (siehe oben) kommen den Schutzfunktionen in dicht besiedelten und hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland eine besondere Rolle zu (BMELV 2009a, S. 5). Inwieweit
die Wälder diese Funktionen erfüllen können, hängt von deren Gesundheitszustand ab. Die Vitalität der Waldbäume bzw. der Waldzustand „wird nicht von einem isolierten Faktor, sondern [von] der Summe aller auf das Waldökosystem einwirkenden Umweltfaktoren beeinträchtigt“ (MLUV / SENSTADT BERLIN 2004b, S. 8). Zum Einen sind dies natürliche Einflüsse, wie Witterung, Samenbildung und Schadorganismen. Zum Anderen sind es die anthropogen verursachten Einflüsse, die in erheblichem
Maße auf das Ökosystem Wald einwirken und die ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Funktionsweisen beeinträchtigen können (LWF 2004, S. 39), wobei die vom Menschen verursachten Luftverunreinigungen die Hauptgefahr darstellen
(HOFMEISTER 1997, S. 254).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehungshintergründe

3 Aufbau des Programmes

4 Ziele und Aufgaben

5 Durchführung und Methodik

5.1 Level I

5.1.1 Waldzustandserhebung

5.1.2 Bodenzustandserhebung

5.2 Level II

6 Ergebnisse

6.1 Deutschland

6.2 Sachsen-Anhalt

7 Kritik und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das forstliche Umweltmonitoring-Programm "ICP FOREST", erläutert dessen historische Genese, den methodischen Aufbau sowie die zentralen Ziele und analysiert anhand ausgewählter Ergebnisse den Zustand der Wälder in Deutschland und Sachsen-Anhalt.

  • Historische Hintergründe des Waldsterbens und Entstehung von ICP FOREST
  • Struktureller Aufbau und Intensitätsstufen (Level I und Level II)
  • Methodik der Wald- und Bodenzustandserhebung
  • Analyse und Interpretation von Kronenverlichtungsdaten
  • Kritische Reflexion der Überwachungsmethodik und Datenlage

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Der Wald ist eines der wichtigsten Landschaftselemente der Erde. Mit rund 3,6 Milliarden Hektar sind ca. 29 Prozent der Landoberfläche mit Laub- und Nadelbäume bedeckt (SCHENK, W. / SCHLIEPHAKE 2005, S. 391), der Anteil in Deutschland liegt bei rund 31 Prozent (BMELV 2009a, S. 5). Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch den Wald, vor allem durch die Verwendung der Ressource Holz als Energieträger und Baumaterial. Die ökonomische Bedeutung des Waldes machen folgende Zahlen deutlich: Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Holzsektor rund 168 Milliarden Euro und beschäftigte ca. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland (ebd. 2009a, S. 5). Der Wert des Waldes geht allerdings weit über die anthropogene „Ausbeutung“ hinaus, denn er erfüllt viele „wichtige Funktionen für den gesamten Landschaftshaushalt“ (HOFMEISTER 1997, S. 251).

Das Konzept der Funktionen des Waldes (ZUNDEL 1990 in SCHENK / SCHLIEPHAKE 2005, S. 393) weist ihm neben den Nutzfunktionen, die Erholungs- und Schutzfunktionen zu. Besonders hervorzuheben ist die hohe Bedeutung des Waldes hinsichtlich des Boden-, Wasser- und Klimaschutzes, der Grundwasserneubildung, der Filter- und Pufferwirkung sowie der Bereitstellung von Erholungsraum für den Menschen. Trotz der beachtlichen makroökonomischen Zahlen (siehe oben) kommen den Schutzfunktionen in dicht besiedelten und hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland eine besondere Rolle zu (BMELV 2009a, S. 5).

Inwieweit die Wälder diese Funktionen erfüllen können, hängt von deren Gesundheitszustand ab. Die Vitalität der Waldbäume bzw. der Waldzustand „wird nicht von einem isolierten Faktor, sondern [von] der Summe aller auf das Waldökosystem einwirkenden Umweltfaktoren beeinträchtigt“ (MLUV / SENSTADT BERLIN 2004b, S. 8). Zum Einen sind dies natürliche Einflüsse, wie Witterung, Samenbildung und Schadorganismen. Zum Anderen sind es die anthropogen verursachten Einflüsse, die in erheblichem Maße auf das Ökosystem Wald einwirken und die ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Funktionsweisen beeinträchtigen können (LWF 2004, S. 39), wobei die vom Menschen verursachten Luftverunreinigungen die Hauptgefahr darstellen (HOFMEISTER 1997, S. 254).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtet die ökologische, ökonomische und soziale Bedeutung des Waldes sowie die Notwendigkeit eines forstlichen Monitorings angesichts anthropogener Belastungen.

2 Entstehungshintergründe: Beschreibt den historischen Kontext des sogenannten Waldsterbens in den 70er Jahren, der zur Etablierung des internationalen ICP FOREST Programms führte.

3 Aufbau des Programmes: Erläutert die mehrstufige Struktur mit den zwei Intensitätsstufen "Level I" (Stichproben) und "Level II" (Intensivmonitoring).

4 Ziele und Aufgaben: Definiert die Zielsetzungen zur Umweltbeobachtung, von der deskriptiven Erfassung bis hin zur Analyse prozessualer Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.

5 Durchführung und Methodik: Detaildarstellung der streng harmonisierten Erhebungsmethoden, einschließlich der Waldzustands- und Bodenzustandserhebung.

5.1 Level I: Detaillierte Erläuterung der flächendeckenden Stichprobenverfahren, der Gitternetz-Systematik und der Einrichtung von Kontrollpunkten.

5.1.1 Waldzustandserhebung: Erläutert die jährliche Erfassung der Vitalität anhand der Kronenverlichtung und der Vergilbungsgrade.

5.1.2 Bodenzustandserhebung: Beschreibt das Probenahmeverfahren für Mineralböden und Humusauflagen sowie die Analyse chemischer Bodenmerkmale.

5.2 Level II: Charakterisiert das Intensivmonitoring, das sich auf prozessorientierte Fallstudien und eine Vielzahl weiterer ökologischer Parameter konzentriert.

6 Ergebnisse: Zusammenfassung der vorliegenden Datenlage aus verschiedenen Publikationsreihen zur Waldzustandsbeobachtung.

6.1 Deutschland: Präsentiert die aggregierten Ergebnisse zum Kronenzustand der Hauptbaumarten im bundesweiten Vergleich.

6.2 Sachsen-Anhalt: Analysiert spezifisch die Waldzustandsdaten für Sachsen-Anhalt unter Berücksichtigung der dominanten Baumart Kiefer.

7 Kritik und Fazit: Reflektiert kritisch die subjektive Methodik der Kronenansprache sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit der Daten, würdigt aber die Bedeutung des Programms.

Schlüsselwörter

Forstmonitoring, ICP FOREST, Waldzustand, Kronenverlichtung, Bodenzustand, Umweltbeobachtung, Waldsterben, Luftverunreinigung, ökologisches Monitoring, Waldökosystem, Level I, Level II, Sachsen-Anhalt, Forstwirtschaft, Waldschäden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des Programms "ICP FOREST", das zur langfristigen Beobachtung des Zustands europäischer Wälder und zur Erforschung von Umwelteinflüssen auf Waldökosysteme dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Historie des Waldmonitorings, der methodischen Umsetzung durch verschiedene Level-Stufen sowie der Interpretation von Waldzustandsdaten in Deutschland und Sachsen-Anhalt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über den Aufbau, die Ziele und die Ergebnisse des forstlichen Umweltmonitorings zu geben, um Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit verlässliche Informationen bereitzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Synthese existierender Waldzustandsberichte, Methodenhandbücher des ICP FOREST und wissenschaftlicher Publikationen zu forstlichen Monitoring-Verfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Aufbau des Programms in Level I und II, die genauen Erhebungsmethoden (Wald- und Bodenzustandserhebung) sowie die Ergebnisse der Kronenverlichtungsbeobachtungen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Forstmonitoring, Kronenverlichtung, Waldzustand, ICP FOREST, Umweltindikatoren sowie die Differenzierung zwischen Level I und Level II Erhebungen.

Warum wird zwischen Level I und Level II Erhebungen unterschieden?

Level I dient der flächendeckenden, repräsentativen Bestandsaufnahme des Waldzustands, während Level II als Intensivmonitoring auf Dauerbeobachtungsflächen prozessuale Wirkungszusammenhänge in Waldökosystemen untersucht.

Welche Rolle spielt die Kiefer in den Ergebnissen für Sachsen-Anhalt?

Die Kiefer ist die am häufigsten vorkommende Baumart in Sachsen-Anhalt und beeinflusst somit das Gesamtergebnis des Waldzustands in diesem Bundesland maßgeblich.

Warum wird der Waldzustand kritisch hinterfragt?

Die Kritik richtet sich vor allem auf die hohe Subjektivität der visuellen Kronenansprache und die derzeit noch lückenhafte Datenlage im Bereich der Bodenzustandserhebung.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Forstmonitoring
Subtítulo
Das ICP FOREST-Programm
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Geowissenschaften)
Curso
Physisch-Geographische Prozesse in Geoökosystemen
Calificación
1,0
Autor
B.Sc. Marcel Demuth (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
24
No. de catálogo
V144727
ISBN (Ebook)
9783640544134
ISBN (Libro)
9783640544257
Idioma
Alemán
Etiqueta
Forst Wald Umweltmonitoring ICP FOREST LEVEL Level I Level II Umweltbeobachtung Forstmonitoring Waldmonitroing forstliches Umweltmonitoring Waldschäden Waldzustand Waldzustandserhebung Bodenzustandserhebung WZE BZE Dauerbeobachtung Dauerbeobachtungsflächen Kronenansprache Kronenverlichtung neuartige Waldschäden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.Sc. Marcel Demuth (Autor), 2010, Forstmonitoring, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144727
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Extracto de  24  Páginas
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