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Die Katharer in Südfrankreich

Brennpunkt Toulouse

Title: Die Katharer in Südfrankreich

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 38 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Julia Weltersbach (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Das Katharertum kam im 12. Jahrhundert auf und stellte eine der größten häretischen Bedrohungen für die mittelalterliche römisch-katholische Kirche dar. Die Anfänge dieser Glaubensbewegung liegen im Süden Frankreichs und sind untrennbar mit der Geschichte Okzitaniens verbunden. Eines der größten Zentren war Toulouse und von dort breitete sich die dualistische Glaubenslehre der Katharer immer weiter aus. Dabei stellt sich die Frage, wieso gerade diese Region zum Hauptsitz der Katharer wurde und welche Maßnahmen gegen diese religiöse Abspaltung seitens der Kirche ergriffen wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Literatur und Quellen

2. Herkunft und Ausbreitung der Katharer in Südfrankreich

2.1 Die Situation zum Ende des 12. Jahrhunderts

3. Innozenz III. und die Katharer

3.1 Die Ursachen des Albigenserkreuzzuges (1194-1208)

3.2 Das IV. Laterankonzil

4. Widerstand in der Bevölkerung und weitere Maßnahmen der Kirche

4.1 Das Konzil von Toulouse (1229)

4.2 Die Situation in den 30er und 40er Jahren des 13. Jahrhunderts in Toulouse

5. Zusammenfassende Schlussbemerkung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Ursachen für die hohe Akzeptanz des Katharertums in Südfrankreich, insbesondere im Raum Toulouse, und untersucht die kirchlichen Gegenmaßnahmen sowie die Entwicklung der Inquisitionspolitik unter Papst Innozenz III. im 13. Jahrhundert.

  • Dualistische Glaubenslehre der Katharer
  • Politische und sozioökonomische Faktoren in Okzitanien
  • Ketzerpolitik unter Innozenz III. und der Albigenserkreuzzug
  • Widerstand der Bevölkerung gegen kirchliche Maßnahmen
  • Die Entstehung und Etablierung der Inquisition

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Situation in den 30er und 40er Jahren des 13. Jahrhunderts in Toulouse

Als eigentliche „Geburtsstunde“ der Inquisition wird in der Forschungsliteratur häufig das Jahr 1231 genannt. Papst Gregor IX., ein ausgebildeter Jurist, setzte seine Hoffnung bei der Häretikerbekämpfung in die neuen Orden der Dominikaner und Franzikaner. Dabei erhielten fast ausschließlich die Brüder der beiden Bettelorden den Auftrag zur „Untersuchung ketzerischer Verderbtheit“ (inquisitio haereticae pravitatis). Das neue Verfahren basierte auf den Statuten des IV. Laterankonzils - neben der amtlichen Verfahrenshoheit der Richter gehörte auch die Ablehnung irrationaler Beweismittel, wie z.B. Gottesurteile dazu. Die Chronik von William Pelhisson überliefert die Ereignisse von 1229 bis 1244. Pelhisson beginnt mit dem Frieden von Paris und der trügerischen Ansicht vieler Kleriker, in den Ländern des Grafen von Toulouse sei Ruhe eingekehrt. Doch der Widerstand in der Bevölkerung war durch die Belagerungen und die vielen Zerstörungen des Kreuzzuges eher noch verstärkt worden. Im Jahre 1231 kam es, so Pelhisson, in Toulouse zu einem Skandal, der diesen Widerstand deutlich macht. Einer der Brüder des Ordens hatte in einer Predigt erwähnt, dass sich noch immer katharische Vollkommene in der Stadt aufhielten und ihre geheimen Treffen mit ihren Anhängern abhielten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Bedrohung der Kirche durch das Katharertum im 12. Jahrhundert und definiert den Fokus auf die Situation in Toulouse sowie die Ketzerpolitik Innozenz' III.

2. Herkunft und Ausbreitung der Katharer in Südfrankreich: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen des Katharismus und die sozioökonomischen Bedingungen, die seine Verbreitung in Südfrankreich begünstigten.

3. Innozenz III. und die Katharer: Hier wird die aktive Ketzerbekämpfung unter Papst Innozenz III. untersucht, einschließlich der Hintergründe des Albigenserkreuzzuges und der rechtlichen Festlegungen des IV. Laterankonzils.

4. Widerstand in der Bevölkerung und weitere Maßnahmen der Kirche: Das Kapitel thematisiert die Eskalation des Konflikts im 13. Jahrhundert, das Konzil von Toulouse sowie die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Bevölkerung und der beginnenden Inquisition.

5. Zusammenfassende Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Unterschiede zwischen den kirchlichen Maßnahmen des 12. Jahrhunderts und den strukturierten Inquisitionsverfahren der Mitte des 13. Jahrhunderts.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

7. Anhang: Enthält ergänzende Übersetzungen lateinischer Quellentexte.

Schlüsselwörter

Katharer, Inquisition, Südfrankreich, Toulouse, Innozenz III., Albigenserkreuzzug, Ketzer, Häresie, Mittelalter, Dominikaner, Glaubensbewegung, Dualismus, IV. Laterankonzil, Raimund von Toulouse, Religionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die religiöse Herausforderung durch das Katharertum in Südfrankreich und die Bemühungen der römisch-katholischen Kirche, diesen Einfluss durch verschiedene politische und rechtliche Mittel zu bekämpfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die dualistische Lehre der Katharer, das politische Machtgefüge im Languedoc, der Albigenserkreuzzug sowie die Institutionalisierung der Ketzerverfolgung im 13. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, warum das Katharertum gerade im Raum Toulouse eine so hohe Akzeptanz fand und wie sich die päpstliche Politik von einer Missionierung hin zu einem strengen, juristischen Inquisitionsverfahren entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von Primärquellen (Chroniken wie die von Roger de Howden und William Pelhisson) und den Abgleich mit aktueller Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Katharismus, die spezifische Ketzerpolitik von Innozenz III., die Auswirkungen des IV. Laterankonzils und die gewaltsamen Konflikte zwischen Inquisitoren und der Bevölkerung in Toulouse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Katharismus, Inquisition, Albigenserkreuzzug, Toulouse, Innozenz III. und religiöse Abspaltung.

Welche Rolle spielte der Graf von Toulouse für den Katharismus?

Die Grafen von Toulouse befanden sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen ihrer politischen Autonomie und der Forderung der Kirche, die Häresie in ihrem Herrschaftsgebiet aktiv zu unterdrücken.

Warum war die Etablierung der Inquisition in Toulouse so umstritten?

Die Bevölkerung und die lokalen Eliten leisteten massiven Widerstand, da die Inquisitionsverfahren als Eingriff in ihre politische Freiheit und soziale Ordnung wahrgenommen wurden, was in gewaltsamen Vertreibungen der Dominikaner gipfelte.

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Details

Title
Die Katharer in Südfrankreich
Subtitle
Brennpunkt Toulouse
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Grade
2,3
Author
Julia Weltersbach (Author)
Publication Year
2009
Pages
38
Catalog Number
V144736
ISBN (eBook)
9783640537334
ISBN (Book)
9783640537600
Language
German
Tags
Katharer Albigenser Inquisition Innozenz III. IV. Laterankonzil Südfrankreich Mittelalter Albigenserkreuzzug Katholische Kirche Okzitanien Ketzerei Ketzer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Weltersbach (Author), 2009, Die Katharer in Südfrankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144736
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