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Zur Subsidiarität der Antidiskriminierungsrichtlinie

Title: Zur Subsidiarität der Antidiskriminierungsrichtlinie

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Zeynep Demir (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die Europäische Union (EU) feiert ihr 50jähriges Bestehen. Am 25. März 1957
wurde der Vertrag von Rom zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft unterzeichnet. Die EU verfolgt seither das Ziel, für fast 500
Millionen BürgerInnen in mittlerweile 27 Mitgliedstaaten einen Raum der Freiheit,
Demokratie, Rechtstaatlichkeit und der Achtung der Menschenrechte zu
verwirklichen.
Aber inwiefern werden von diesen Grundsätzen in der Praxis Gebrauch gemacht?
Immer wieder stoßen wir innerhalb der EU auf Fälle von Diskriminierung. Dies
geschieht auf vielen Ebenen, von der Gleichberechtigung der Frauen bis hin zu
Diskriminierung von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft oder religiöser
Bekennung. Inwieweit ist hier das von der EU aufgestellte Subsidiaritätsprinzip, das
mit der Begründung zur Dezentralisierung eingeführt wurde, für den europäischen
Integrationsprozess förderlich oder eventuell sogar ein Hindernis?
Die vorliegende Arbeit soll zeigen, wozu die EU in der Lage ist und wie sie ihre
Macht ausübt.
Im nachfolgenden Teil wird der Begriff der Subsidiarität erläutert und seine
Bedeutung in der EU dargelegt. Trotz der hohen Relevanz dieses Prinzips, kann in
dieser Arbeit wegen der umfangreichen Thematik leider nicht näher darauf
eingegangen werden.
Anschließend wird sich mit der Erfordernis einer Antidiskriminierungsrichtlinie und
deren Umsetzung ins nationale Recht befasst. Hierfür wird kurz erläutert, wie es zu
dieser Richtlinie kam und warum sie für die EU für notwendig befunden wurde.
Zuletzt, wird das Subsidiaritätsprinzip aus einer anderen Perspektive betrachtet.
Aufgrund dessen, das keine präzisen Angaben für die Kompetenzabgrenzung
bestehen, kann im Rahmen dieser Arbeit nur oberflächlich die Thematik behandelt
werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Subsidiarität

2.1. Zur Herkunft der Subsidiarität

2.2. Das Subsidiaritätsprinzip in der EU

3. Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie

3.1. Definition „Diskriminierung“

3.2. Hintergrund der Antidiskriminierungsrichtlinie

3.3. Umfang der Richtlinie

4. Zur Subsidiarität der Richtlinie

4.1. Schutz vor Diskriminierung, ein öffentliches Gut?

4.2. Subsidiaritätsprüfung

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie und dem Subsidiaritätsprinzip. Ziel ist es zu analysieren, ob die Dezentralisierung durch das Subsidiaritätsprinzip den europäischen Integrationsprozess in Bezug auf den Schutz vor Diskriminierung eher fördert oder als Hindernis fungiert, wobei eine ökonomische Perspektive eingenommen wird.

  • Herkunft und Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips in der EU
  • Definition von Diskriminierung und rechtlicher Hintergrund der EU-Richtlinien
  • Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinien in nationales Recht
  • Analyse des Schutzes vor Diskriminierung als öffentliches Gut
  • Subsidiaritätsprüfung unter Berücksichtigung ökonomischer Effekte

Auszug aus dem Buch

4.1. Schutz vor Diskriminierung, ein öffentliches Gut?

Öffentliche Güter zeichnen sich insbesondere durch zwei Eigenschaften aus: Nicht-Ausschließbarkeit und Nichtrivalität im Konsum. Die Fixkosten der Bereitstellung sind oft sehr hoch, und die Grenzkosten eines zusätzlichen Nutzens gleich null. Durch die Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie ins nationale Recht, wird den EU BürgerInnen ein einheitlicher Mindestschutz vor Diskriminierung gesetzlich zugesprochen. Gesetze sind nicht für den einzelnen, sondern an die Allgemeinheit gerichtet, Niemand soll oder kann davon ausgeschlossen werden. Hierbei spielt es mehr oder weniger keine Rolle, an wie viele BürgerInnen das Gesetz gerichtet ist, da die Kosten fix bleiben. Dennoch besteht die Frage, auf welcher Ebene gegen Diskriminierung angegangen werden soll. In gewisser Hinsicht sind Maßnahmen auf gesellschaftlicher Ebene bei diesem Thema sinnvoll, da sonst die Gefahr besteht,

dass eine dezentrale Verteilungspolitik zu Wanderungsprozessen führen könnte. Entscheidungen die auf lokaler Ebene gefällt werden, tendieren dazu, Einfluss auf BürgerInnen andere Gemeinschaften und Ebenen zu haben. Unternehmen könnten es in Betracht ziehen, ihre Produktionsstätten ins Ausland zu verlegen, um Kosten für Schulungen und eventuelle Schadensersatzklagen zu verhindern. Diese Gefahr besteht natürlich auch bei gesetzlichen Rahmenbedingungen auf der Gemeinschaftsebene, jedoch herrschen dann gleiche Wettbewerbsbedingungen, zumindest auf der Ebene der Union, da vergleichbare Ausgangssituation bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung des europäischen Integrationsprozesses und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle des Subsidiaritätsprinzips bei der Bekämpfung von Diskriminierung in der EU.

2. Zur Subsidiarität: Dieses Kapitel behandelt die historische Herkunft des Subsidiaritätsbegriffs sowie dessen Etablierung als Ordnungsprinzip innerhalb der Europäischen Union.

3. Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie: Hier werden der rechtliche Hintergrund und die spezifischen Definitionen verschiedener Diskriminierungsformen sowie die Inhalte relevanter EU-Richtlinien dargelegt.

4. Zur Subsidiarität der Richtlinie: Dieses Kapitel betrachtet die Antidiskriminierung unter ökonomischen Aspekten und prüft die Anwendbarkeit des Subsidiaritätsprinzips auf diesen Bereich.

5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert über die zukünftige Bedeutung der Antidiskriminierungsrichtlinie für die soziale Integration und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa.

Schlüsselwörter

Subsidiaritätsprinzip, Antidiskriminierungsrichtlinie, Europäische Union, Diskriminierung, Gleichbehandlung, öffentliche Güter, Wirtschaftsrecht, Integration, Rechtsgrundlage, Wettbewerbsbedingungen, Beschäftigungspolitik, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Notwendigkeit der Antidiskriminierungsrichtlinien der EU unter dem Aspekt des Subsidiaritätsprinzips.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die europäische Integrationspolitik, der Schutz vor Diskriminierung als öffentliches Gut und die ökonomischen Auswirkungen von Rechtsnormen auf nationaler und EU-Ebene.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit das Subsidiaritätsprinzip die Implementierung eines einheitlichen Schutzes vor Diskriminierung innerhalb der EU unterstützt oder behindert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich primär um eine theoretische Analyse unter Einbeziehung ökonomischer Argumentationsmuster wie etwa des Konzepts der "Economies of Scale" und der Theorie öffentlicher Güter.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Diskriminierung, die Vorstellung der vier zentralen EU-Richtlinien und eine ökonomische Subsidiaritätsprüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Subsidiarität, Antidiskriminierung, EU-Recht, Gleichbehandlung und ökonomische Effizienz.

Welche Rolle spielt die ökonomische Betrachtung bei der Subsidiaritätsprüfung?

Die Ökonomik dient dazu, Kosten-Nutzen-Aspekte und Wettbewerbseffekte zu bewerten, um festzustellen, ob eine zentrale EU-Regelung effizienter ist als dezentrale nationale Ansätze.

Warum wird im Text der Begriff der "öffentlichen Güter" im Zusammenhang mit Diskriminierung angeführt?

Der Schutz vor Diskriminierung wird hier als öffentliches Gut interpretiert, da er Nicht-Ausschließbarkeit und Nichtrivalität aufweist und eine einheitliche Bereitstellung für die Allgemeinheit ökonomisch sinnvoll erscheinen lässt.

Wie bewertet der Autor die Umsetzung der Richtlinien in Deutschland?

Der Autor stellt kritisch fest, dass Deutschland die vorgegebenen Umsetzungsfristen für die diversen Antidiskriminierungsrichtlinien teilweise versäumt hat.

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Details

Title
Zur Subsidiarität der Antidiskriminierungsrichtlinie
College
Pforzheim University
Grade
1,3
Author
Zeynep Demir (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V144763
ISBN (eBook)
9783640538096
ISBN (Book)
9783640537709
Language
German
Tags
Antidiskriminierung Subsidiaritätsprinzip Richtlinien EU
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zeynep Demir (Author), 2007, Zur Subsidiarität der Antidiskriminierungsrichtlinie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144763
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