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Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG im direkten Vergleich zum Optionsmodell. Eine kritische Analyse

Titel: Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG im direkten Vergleich zum Optionsmodell. Eine kritische Analyse

Masterarbeit , 2023 , 82 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simon Konle (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die verschiedenen Problembereiche beider Regelungen zu geben. Da der Gesetzgeber durch die Einführung des Wachstumschancengesetzes versucht einige dieser Problembereiche zu beheben, wird zudem die aktuelle Rechtsentwicklung betrachtet. Basierend auf diesen Entwicklungen sollen im Anschluss weitere Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet werden, um abschließend eine Beurteilung zu beiden Regelungen vornehmen zu können.

Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland beruht auf einem dualistischen System, wonach die Höhe der zu zahlenden Ertragssteuern maßgeblich durch die Rechtsform eines Unternehmens bestimmt wird. Personengesellschaften werden nach dem Transparenzprinzip besteuert, was bedeutet, dass die Besteuerung auf Ebene des Gesellschafters mit dessen persönlichem Steuersatz erfolgt. Dieser kann im Spitzensteuersatz bis zu 45 % betragen. Kapitalgesellschaften hingegen unterliegen dem Trennungsprinzip. Dabei erfolgt zunächst eine Besteuerung auf Gesellschaftsebene mit ca. 30 %. Da Personengesellschaften nicht die Möglichkeit haben, Gewinne vorerst im Unternehmen zu belassen, um vorübergehend einer niedrigeren Gesamtsteuerbelastung zu unterliegen, führt dies zu einer Ungleichheit zwischen beiden Gesellschaftsformen.

Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken, wurde die Thesaurierungsbegünstigung und das Optionsmodell eingeführt. Die Zielsetzung dieser beiden Regelungen besteht darin, eine Gleichstellung hinsichtlich der Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften zu erreichen, um Personengesellschaften sowohl im nationalen als auch im internationalen Wettbewerb zu stärken. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass die Anwendungszahlen beider Regelungen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die mangelnde Attraktivität lässt sich besonders auf steuersystematische und praktische Defizite zurückführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 STATUS QUO ZUR UNTERNEHMENSBESTEUERUNG VON KAPITAL- UND PERSONENGESELLSCHAFTEN

2.1 Besteuerung von Personengesellschaften nach dem Transparenzprinzip

2.2 Besteuerung von Kapitalgesellschaften nach dem Trennungsprinzip

2.3 Unterschiede bei der Besteuerung von Kapital- und Personengesellschaften

3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR THESAURIERUNGSBEGÜNSTIGUNG UND ZUM OPTIONSMODELL

3.1 Voraussetzungen für die Nutzung der Thesaurierungsbegünstigung

3.2 Funktionsweise und Berechnungsbeispiel

3.3 Voraussetzungen für die Nutzung des Optionsmodells

3.4 Folgen der Anwendung

3.5 Möglichkeit der Rückoption

4 KRITISCHE ANALYSE

4.1 Gegenüberstellung beider Regelungen

4.2 Verbesserungen durch die Einführung des Wachstums chancengesetzes

4.3 Besteuerung von Personengesellschaften im internationalen Kontext

4.4 Weitere Verbesserungsvorschläge für beide Regelungen

4.5 Einführung einer einheitlichen Unternehmensbesteuerung und Vorschlag der Europäischen Kommission zur BEFIT-Richtlinie

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit analysiert kritisch die Thesaurierungsbegünstigung gemäß § 34a EStG im direkten Vergleich zum Optionsmodell nach § 1a KStG, um deren Effektivität bei der Angleichung der steuerlichen Belastung zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften zu bewerten und Verbesserungspotenziale im Lichte aktueller Gesetzesentwürfe aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Unternehmensbesteuerung und Dualismus in Deutschland
  • Funktionsweise und Anwendungsvoraussetzungen von § 34a EStG und § 1a KStG
  • Kritische Analyse der Vor- und Nachteile beider Gestaltungsoptionen
  • Internationaler Vergleich der Besteuerungskonzepte für Personengesellschaften
  • Auswirkungen aktueller Gesetzesänderungen (Wachstumschancengesetz)

Auszug aus dem Buch

2.1 Besteuerung von Personengesellschaften nach dem Transparenzprinzip

Eine Personengesellschaft (PersGes) ist eine Organisationsform, bei der mindestens zwei natürliche oder juristische Personen gemeinsame Ziele verfolgen. Im Gegensatz zu einer Kapitalgesellschaft (KapGes) ist eine Personengesellschaft allerdings nicht immer vollständig rechtsfähig. Zu den Personengesellschaften in Deutschland zählen unter anderem die offene Handelsgesellschaft (OHG), die Kommanditgesellschaft (KG), die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und die Partnerschaftsgesellschaft (PartG), wobei diese Ausprägungen in der Praxis durch diverse Mischformen erweitert werden können. Neben zivilrechtlichen und haftungsrechtlichen Unterschieden ergeben sich auch mit Blick auf die steuerliche Behandlung Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften. Personengesellschaften werden in Deutschland nach dem Transparenzprinzip besteuert. In diesem Fall ist nicht die Gesellschaft das Besteuerungsobjekt, sondern der Gesellschafter. Die von der Personengesellschaft erzielten Einkünfte werden anteilsmäßig den Gesellschaftern zugerechnet und unterliegen auf Ebene der Gesellschafter bei natürlichen Personen der Einkommensteuer und bei juristischen Personen der Körperschaftsteuer.

Wie bei natürlichen Personen richtet sich die Einkunftsart einer Personengesellschaft grundsätzlich nach der jeweils ausgeübten Tätigkeit. Es existieren sechs mögliche Einkunftsarten für Personengesellschaften, darunter Einkünfte aus Land und Forstwirtschaft (§ 13 EStG), Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG), Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (§ 18 EStG), Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG), Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG), und Sonstige Einkünfte (§ 22 EStG). Diese Einkünfte werden transparent behandelt und auf Ebene der Gesellschafter mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Der Steuersatz einer natürlichen Person bemisst sich am individuellen zu versteuernden Einkommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung legt den Dualismus der Unternehmensbesteuerung dar, identifiziert die steuerliche Ungleichbehandlung von Rechtsformen als Problem und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Effektivität von § 34a EStG und des Optionsmodells ab.

2 STATUS QUO ZUR UNTERNEHMENSBESTEUERUNG VON KAPITAL- UND PERSONENGESELLSCHAFTEN: Dieses Kapitel erläutert die steuerlichen Grundlagen, insbesondere das Transparenz- und Trennungsprinzip, und stellt die daraus resultierenden Belastungsunterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften dar.

3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR THESAURIERUNGSBEGÜNSTIGUNG UND ZUM OPTIONSMODELL: Es werden die Funktionsweisen, Voraussetzungen sowie Berechnungsbeispiele der Thesaurierungsbegünstigung (§ 34a EStG) und des Optionsmodells (§ 1a KStG) detailliert beschrieben und analysiert.

4 KRITISCHE ANALYSE: Eine tiefgreifende Untersuchung der Regelungen, die Verbesserungsvorschläge durch das Wachstumschancengesetz, eine internationale Vergleichsperspektive und die Diskussion einer einheitlichen Unternehmensbesteuerung umfasst.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Attraktivität der untersuchten Modelle für die Praxis und gibt eine Empfehlung für die zukünftige Ausrichtung des deutschen Unternehmenssteuerrechts.

Schlüsselwörter

Unternehmensbesteuerung, Thesaurierungsbegünstigung, Optionsmodell, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, § 34a EStG, § 1a KStG, Wachstumschancengesetz, Steuerbelastungsvergleich, Rechtsformneutralität, Unternehmenssteuerreform, Mitunternehmerschaft, internationale Besteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Behandlung von Unternehmen in Deutschland, speziell das Spannungsfeld zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften und die Möglichkeiten zur steuerlichen Angleichung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Thesaurierungsbegünstigung (§ 34a EStG), das Optionsmodell (§ 1a KStG) sowie deren praktische Anwendbarkeit und steuersystematische Auswirkungen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die getroffenen Regelungen (§ 34a EStG und Optionsmodell) ihr Ziel der steuerlichen Angleichung erreichen und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Darstellung und kritischen Würdigung der geltenden Rechtslage und aktueller Reformvorschläge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Modelle, eine kritische Analyse der aktuellen Herausforderungen (Haftung, Sperrfristen, Sonderbetriebsvermögen) sowie einen Blick auf internationale Ansätze und Reformvorschläge wie das Wachstumschancengesetz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Thesaurierungsbegünstigung, Optionsmodell und Unternehmenssteuerreform.

Wie unterscheidet sich das Optionsmodell von der Thesaurierungsbegünstigung bezüglich der Rechtsform?

Während die Thesaurierungsbegünstigung primär die Besteuerung der Gewinne auf Ebene der Personengesellschaft zu einem ermäßigten Satz anpasst, führt das Optionsmodell zu einem fiktiven Rechtsformwechsel, wodurch die Personengesellschaft zivilrechtlich bleibt, steuerlich aber wie eine Kapitalgesellschaft behandelt wird.

Welche Rolle spielen internationale Steuerkonzepte in dieser Analyse?

Der internationale Vergleich (z.B. Frankreich, USA, Spanien) dient dazu, Alternativen zur deutschen Besteuerungspraxis zu identifizieren und aufzuzeigen, wie andere Länder eine Gleichstellung von Rechtsformen erreichen.

Wie wirkt sich das Wachstumschancengesetz konkret auf die untersuchten Modelle aus?

Das Gesetz zielt darauf ab, Schwachstellen zu beheben, indem es unter anderem den Anwenderkreis des Optionsmodells erweitert und die Behandlung von Sonderbetriebsvermögen vereinfacht. Die Arbeit diskutiert kritisch, ob diese Maßnahmen ausreichen.

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Details

Titel
Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG im direkten Vergleich zum Optionsmodell. Eine kritische Analyse
Hochschule
Hochschule Aalen
Note
1,3
Autor
Simon Konle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
82
Katalognummer
V1448701
ISBN (PDF)
9783963554827
ISBN (Buch)
9783963554834
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thesaurierungsbegünstigung Optionsmodell Kritische Analyse Wachstumschancengesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Konle (Autor:in), 2023, Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG im direkten Vergleich zum Optionsmodell. Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1448701
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Leseprobe aus  82  Seiten
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