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Barocklyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation im 17. Jahrhundert

Title: Barocklyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation im 17. Jahrhundert

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M. Semrau (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Was brachten Dichterinnen des deutschen Barocks durch ihre Lyrik zum Ausdruck und und wie positionierten sie sich dadurch in einer von Männern dominierten Gesellschaft?

Als bekannte Vertreter der deutschen Barocklyrik werden meist Martin Opitz, Andreas Gryphius, Paul Fleming oder Christian Hofmann von Hofmannswaldau zitiert. Die literarischen Produktionen von Dichterinnen dieser Zeit werden hingegen wenig erwähnt. So kommt es, dass einem selbst die Namen der berühmtesten Vertreterinnen wie zum Beispiel Sibylla Schwarz, Catharina Regina von Greiffenberg oder Anna Ovena Hoyers oft unbekannt erscheinen. Dabei gab es durchaus Dichterinnen die im literarischen Diskurs der damaligen Zeit präsent und talentiert waren.

Diese wissenschaftliche Auseinandersetzung betrachtet die behandelten Inhalte aus der Perspektive der frauengeschichtlichen, feministischen Literaturwissenschaft. Der vorliegende Aufsatz wird sich mit Dichterinnen des 17. Jahrhunderts auseinandersetzen und den Fokus vorwiegend auf drei Frauen legen. Weibliche Lyrik ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der barocken Literatur, sondern trägt auch maßgeblich zum Verständnis damaliger gesellschaftlicher Verhältnisse bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1. Die gesellschaftliche Stellung der Frau im 17. Jahrhundert

2.2. Abriss über dichtende Frauen im Barock

3. Lyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation

3.1. Die Lyrik ausgewählter Dichterinnen

3.2. Einflussbereiche und Grenzen weiblicher Lyrik

4. Fazit

5. Anlagen

5.1. Gedichte

5.1.1. Auf die unverhinderliche Art der Edlen Dicht-Kunst (Catharina Regina von Greiffenberg)

5.1.2. Ein Gesang wieder den Neidt (Sibylla Schwarz)

5.1.3. Poëten gehn dem unadelichen Adel weit vohr (Sibylla Schwarz)

5.1.4. Posaunenschall (Anna Ovena Hoyers)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Schaffen ausgewählter Dichterinnen des 17. Jahrhunderts, um zu analysieren, wie diese durch ihre Lyrik weibliche Subjektivität zum Ausdruck brachten sowie ihre Position in einer patriarchalisch dominierten Gesellschaft definierten. Dabei wird der Hypothese nachgegangen, dass ihre lyrischen Texte einen wesentlichen Teil der Literaturreform darstellten und den Frauen eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Diskurs ermöglichten.

  • Gesellschaftliche Stellung der Frau im Barock und ihre Bildungszugänge
  • Analyse der Lyrik von Sibylla Schwarz, Catharina Regina von Greiffenberg und Anna Ovena Hoyers
  • Funktionen der Lyrik als Medium der Emanzipation und Selbstbehauptung
  • Einflussbereiche und strukturelle Grenzen weiblichen literarischen Schaffens
  • Reflexion über die literarische Ausdrucksfähigkeit jenseits männlicher Normen

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Lyrik ausgewählter Dichterinnen

Diese Arbeit untersucht die Lyrik der drei Dichterinnen Sibylla Schwarz, Catharina Regina von Greiffenberg und Anna Ovena Hoyers. Auch sie unterlagen herrschenden Zensurbestimmungen und zeitgenössischer, vor allem männlicher Kritik. Die möglichen Gründe für ihr literarisches Schaffen sollen hier deutlich gemacht werden. Volker Meid erläutert zur literarischen Produktion im 17. Jahrhundert:

Entsprechend vielfältig war das publizistische und literarische Echo, das auch die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten reflektiert und zum Teil als Fortsetzung der politischen und religiösen Auseinandersetzungen mit anderen Mitteln gesehen werden muss, als Kampf um die öffentliche Meinung.48

Als nach heutigem Begriff verwendete Gattungen dienten hierfür Flugblätter mit Liedern und Gedichten, Klagelieder, Friedensdichtungen und vieles mehr. Die geistliche Lyrik kann jedoch als Großteil der Lyrik im 17. Jahrhundert betrachtet werden, wie es auch bei Catharina Regina von Greiffenberg der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel legt den Grundstein der Arbeit, stellt die Forschungsfrage zur Rolle der Dichterinnen im 17. Jahrhundert und ordnet die Arbeit in den Kontext der feministischen Literaturwissenschaft ein.

2. Theoretischer Rahmen: Hier werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Frau im Barock sowie der historische Kontext dichtender Frauen skizziert.

3. Lyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation: Dieses Kapitel analysiert das Werk spezifischer Dichterinnen und diskutiert die Möglichkeiten sowie die Hindernisse für ihr literarisches Wirken.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwiefern die Lyrik dieser Autorinnen als Schritt in Richtung einer aufklärerischen Identitätsbildung gesehen werden kann.

Schlüsselwörter

Barocklyrik, weibliche Emanzipation, 17. Jahrhundert, Dichterinnen, Literaturgeschichte, Sibylla Schwarz, Catharina Regina von Greiffenberg, Anna Ovena Hoyers, Patriarchat, Geschlechterrollen, Sprachgesellschaften, Gelegenheitsdichtung, Bildung, feministische Literaturwissenschaft, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Schaffen von Dichterinnen im deutschen Barock des 17. Jahrhunderts unter frauengeschichtlichen und feministischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die gesellschaftliche Stellung der Frau, der Zugang zu Bildung, die Bedingungen für weibliches Schreiben sowie die Analyse der Lyrik ausgewählter Dichterinnen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, was Frauen des Barocks durch ihre Lyrik zum Ausdruck brachten und wie sie sich damit in einer von Männern dominierten Gesellschaft positionierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse auf Basis einer fundierten Literaturrecherche durchgeführt, die Primärwerke der Zeit sowie forschungsrelevante Sekundärliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kontext zur Frauenrolle im 17. Jahrhundert und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Werken von Dichterinnen wie Schwarz, Greiffenberg und Hoyers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Barocklyrik, Emanzipation, weibliche Subjektivität und gesellschaftliche Einflussnahme geprägt.

Inwiefern nutzte Sibylla Schwarz die Lyrik für ihre Emanzipation?

Schwarz gelang es, dichterische Konventionen zu wahren und gleichzeitig durch die inhaltliche Umdeutung eine weibliche Autorschaft zu etablieren, die sie als Dichterin ineinem männlich geprägten Raum legitimierte.

Welche Bedeutung kommt der Gelegenheitsdichtung für barocke Dichterinnen zu?

Sie stellte für viele Frauen einen wichtigen Weg dar, literarisch tätig zu werden, da sie weniger formale rhetorische Vorbildung erforderte und einen niederschwelligen Einstieg in den literarischen Diskurs bot.

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Details

Title
Barocklyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation im 17. Jahrhundert
College
University of Freiburg  (Deutsches Seminar)
Course
Barocklyrik
Grade
1,7
Author
M. Semrau (Author)
Publication Year
2021
Pages
30
Catalog Number
V1448750
ISBN (PDF)
9783963556470
ISBN (Book)
9783963556487
Language
German
Tags
Barocklyrik weibliche Emanzipation Frauenbild 17. Jahrhundert Frauenbild Barock dichtende Frauen Barock dichtende Frauen Dichterinnen weibliche Lyrik Sibylla Schwarz Anna Hoyers Catharina von Greiffenberg Posaunenschall
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. Semrau (Author), 2021, Barocklyrik als Ausdruck weiblicher Emanzipation im 17. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1448750
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