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Motive in den Werken von Heinrich von Kleist. Der Sündenfall, Gewalt und Schuld

Ein GRIN-Sammelband

Título: Motive in den Werken von Heinrich von Kleist. Der Sündenfall, Gewalt und Schuld

Antología , 2024 , 72 Páginas

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Elena Denzler (Autor), Jonas Labudda (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Dieser Sammelband beinhaltet drei Hausarbeiten.

Die erste Arbeit beschäftigt sich mit "Die Verlobung in St. Domingo" von Heinrich von Kleist und dem darin auftretenden gesellschaftlichen Bild. Es zeigt sich, dass die Gewalt im Werk strukturelle Auslöser hat. Doch auch wenn diese bekannt und nachvollziehbar sind, stellt sich die Frage nach ihrer Legitimität. Unter dem Aspekt der Theorie des Postkolonialismus bezieht sich die Arbeit auf die Analyse von schwarzer und weißer Gewalt und deren gesellschaftliche Grundvoraussetzungen.

Die zweite Hausarbeit widmet sich einem der bekanntesten Werke der deutschen Literatur; dem Lustspiel "Der zerbrochene Krug", geschrieben von Heinrich von Kleist. Heinrich von Kleist verfasste dieses Werk Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Komödie beschreibt einen nächtlichen Vorfall in den vier Wänden eines jungen Mädchens namens Eve Rull. Kernmotiv des Werkes ist das zu Bruch gehen eines Kruges durch eine Gegebenheit, welche vor dem Gericht eine weitreichende Geschichte mit sich zieht und die Handlung des Buches in Gang setzt. Im ersten Teil dieser Arbeit soll der Entstehungshintergrund des Lustspiels, sowie die Idee hinter dem Stück genauer erläutert werden, um eine geordnete Struktur aufzuweisen. Darauf folgt eine genauere Beschreibung der Handlung, um einen Überblick über das Stück und dessen Verlauf zu erlangen.

Die letzte Hausarbeit des Sammelbandes beschäftigt sich mit der Frage, ob der Gedankenstrich als zum Satzzeichen manifestiertes Symbol für die Schuld des Grafen in der Novelle "Die Marquise von O..." nachgewiesen werden kann. Schließlich könnte er damit den Schulddiskurs in "Die Marquise von O..." entscheidend beeinflussen, da der Graf F in der zitierten Szene durchaus die Möglichkeit besitzt, ein Geständnis abzulegen, wenn man davon ausgeht, dass er die Marquise vergewaltigt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Die Legitimität der Gewalt in Heinrich von Kleists „Die Verlobung in St. Domingo“

Von Elena Denzler

1. Einleitung

2. Die Novelle im historischen Kontext

3. Formen und Funktionen von Gewalt aus Sicht um 1800

4. Analyse von Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“

5. Fazit

Das Motiv des Sündenfalls in „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist

1. Einleitung

2. Der Zerbrochene Krug

2.1 Die Entstehung

2.2. Inhalt des Lustspiels

2.3 Die Figur des Adam

2.4 Die Figur der Eve

3. Der Sündenfall

3.1 Biblische Muster in Kleists Familien- und Geschlechterordnungen

3.2 Der Sündenfall in Kleists „Der zerbrochne Krug“

4. Der zerbrochene Krug als Komödie

5. Fazit

Ein vergessener Gedankenstrich. Ein Gedankenstrich als Manifestation der Schuld des Grafen von F. und treibende Kraft des Schulddiskurses in Kleists Die Marquise von O...

Von Jonas Labudda

1. Einleitung

2. Eine kurze Einführung in den Gedankenstrich als Stilmittel in Die Marquise von O...

3. Die Etablierung des Gedankenstrichs

4. Der Monolog des Grafen von F.

5. Ein Gedankenstrich als Manifestation des Schuldgefühls des Grafen von F.

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Der vorliegende GRIN-Sammelband verfolgt das Ziel, zentrale Motive wie Gewalt, Schuld, Sündenfall und die Symbolik von Gedankenstrichen in verschiedenen Werken Heinrich von Kleists tiefgreifend zu analysieren, wobei insbesondere die moralische und politische Dimension dieser Handlungsmuster im Lichte zeitgenössischer gesellschaftlicher Diskurse hinterfragt wird.

  • Analyse der Legitimität von Gewalt in „Die Verlobung in St. Domingo“ unter postkolonialen Gesichtspunkten.
  • Untersuchung religiöser und biblischer Sündenfall-Motive in „Der zerbrochene Krug“.
  • Exploration der narrativen und psychologischen Funktion von Gedankenstrichen als Manifestation von Schuld in „Die Marquise von O...“.
  • Vergleichende Betrachtung von Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen in Kleists erzählerischem Werk.

Auszug aus dem Buch

Die Legitimität der Gewalt in Heinrich von Kleists „Die Verlobung in St. Domingo“

„Auf den Markt geht Marianne […] Und da plötzlich reicht es ihr: Frauen, packt die Pflastersteine, macht den fetten Ärschen Beine, haut sie und gebt kein Pardon! – Und so wurde auf der Stelle die brisante Mademoiselle zum Symbol der Revolution“.

So besingen die „Schmetterlinge“ in ihrer „Proletenpassion“ den Wandel der armen, ruhigen Marianne zum Symbol der Französischen Revolution. Damit entwickelt sie eine ähnliche Reaktion auf strukturelle Gewalt, wie die Farbigen in Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“. Hier wie dort hat die Gewalt strukturelle Auslöser. Doch auch wenn diese bekannt und nachvollziehbar sind, stellt sich die Frage nach ihrer Legitimität. Unter dem Aspekt der Theorie des Postkolonialismus bezieht sich die vorliegende Arbeit auf die Analyse von schwarzer und weißer Gewalt und deren gesellschaftliche Grundvoraussetzungen. Zu Beginn wird die Handlung der Novelle in ihren historischen Kontext eingeordnet und das Thema der Gewalt anhand von zeitgenössischen Diskursen um 1800 erörtert.

Legitimität ist definiert als „die Rechtmäßigkeit eines Staates und seines Herrschaftssystems durch Grundsätze und Wertvorstellungen, im Unterschied zur formalen Gesetzmäßigkeit (Legalität)“. Doch es gibt ein grundlegendes Problem bezüglich der Legitimität: Wer hat überhaupt das Recht, eine Handlung als legitim oder illegitim zu deklarieren? Auf welche Grundsätze und Wertvorstellungen stützt man sich? Wie steht es um die Legitimität in Zeiten der Revolution, wenn sich Wertvorstellungen wandeln? Meist sind es die Sieger, die im Nachhinein darüber befinden und Handlungen moralisch und juristisch bewerten. Dabei ist Legalität nicht per se gleichbedeutend mit Legitimität, und ihre Bewertung immer von der Sicht des Betrachters abhängig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie die historische Relevanz und die Gewalt-Diskurse in Heinrich von Kleists Werk „Die Verlobung in St. Domingo“ um das Jahr 1800 verstanden und bewertet wurden.

2. Die Novelle im historischen Kontext: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie die Novelle die realhistorischen Kämpfe auf Haiti während der Französischen Revolution integriert, dabei jedoch eine komplexe und teilweise historisch unpräzise Erzählperspektive wählt.

3. Formen und Funktionen von Gewalt aus Sicht um 1800: Hier werden drei grundlegende Varianten von Gewalt in Kleists Werken unter Anwendung zeitgenössischer sozial- und kulturwissenschaftlicher Ansätze definiert und in den historischen Diskurs eingeordnet.

4. Analyse von Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“: Dieses Hauptteilkapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung des Rassenkonflikts und der legitimierten bzw. delegitimierten Formen von Gewalt, wobei die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wie Gustav, Toni und Babekan im Zentrum steht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das komplexe Geflecht von Gewaltlegitimierungen durch den Erzähler entlarvt wird und welche Bedeutung diese Erkenntnisse für das Verständnis des Werkes im Kontext zeitgenössischer Humanitätsdiskurse haben.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Gewalt, Legitimität, Sündenfall, Schuld, Postkolonialismus, Die Verlobung in St. Domingo, Der zerbrochene Krug, Die Marquise von O..., Geschlechterrollen, Literaturanalyse, Aufklärung, Machtverhältnisse, Erzähltechnik, Humanität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband grundsätzlich?

Der Sammelband untersucht die moralischen, gesellschaftlichen und psychologischen Aspekte von Gewalt und Schuld in markanten Werken von Heinrich von Kleist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit analysiert Machtstrukturen, die Legitimität von Gewalt in historischen Kontexten sowie biblische Sündenfall-Metaphoriken und deren Auswirkungen auf individuelle Schicksale.

Welches primäre Ziel verfolgen die Analysen?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kleist gesellschaftliche Diskurse seiner Zeit – etwa zur Sklaverei oder zur Geschlechterordnung – transformiert und durch seine Figuren zur kritischen Reflexion stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die postkoloniale Theorien, diskursgeschichtliche Kontexte und narratologische Methoden kombiniert.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Gewalt-Gegengewalt-Dynamik in „Die Verlobung in St. Domingo“, der moralischen Deutung von Adams Fall in „Der zerbrochene Krug“ und der Funktion von Gedankenstrichen als Schuldmanifestation in „Die Marquise von O...“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Legitimierung, anthropologische Gewalt, historischer Kontext, Geschlechterhierarchie und moralische Verantwortung stehen im Mittelpunkt.

Wie wird in „Der zerbrochene Krug“ das Motiv des Sündenfalls modern interpretiert?

Das Motiv wird durch die Figur des Dorfrichters Adam und die „Erkenntnis“ Eves dahingehend modernisiert, dass der Bruch eines Familienerbstücks als Symbol für den Zusammenbruch moralischer und rechtlicher Ordnungen fungiert.

Welche besondere Rolle spielt der Gedankenstrich in „Die Marquise von O...“?

Der Gedankenstrich dient als linguistisches und narratives Stilmittel, das in einem verschwiegenen Moment (der ersten Begegnung) die Leerstelle der Gewalttat markiert und als „subverbale Nische“ die latente Schuld des Grafen bis zum Ende der Novelle konserviert.

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Detalles

Título
Motive in den Werken von Heinrich von Kleist. Der Sündenfall, Gewalt und Schuld
Subtítulo
Ein GRIN-Sammelband
Autores
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Elena Denzler (Autor), Jonas Labudda (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
72
No. de catálogo
V1448762
ISBN (Ebook)
9783963554216
ISBN (Libro)
9783963554223
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kleist Verlobung von Santo Domingo Gewalt Sündenfall Schuld Der zerbrochene Krug Die Marquise von O... Symbol Gedankenstrich Motiv
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Elena Denzler (Autor), Jonas Labudda (Autor), 2024, Motive in den Werken von Heinrich von Kleist. Der Sündenfall, Gewalt und Schuld, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1448762
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