Der Dax, wo er leibt und lebt, und wie er steht. Der DAX hat ja wenigstens den Namen eines Tieres, das eines der charakteristischen Säuge-tiere europäischer Wälder ist.
Zur Abgrenzung von anderen Arten der Dachse (Melinae) innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae) wird er auch als Europäischer Dachs oder Eurasischer Dachs bezeichnet.
Der Name „Grimbart“ ist dagegen ein volkstümlicher Name, den der Dachs in der Fa-bel und in Goethes Versepos Reineke Fuchs trägt.
Hier werden vier Szenarien eines Weiterleben des DAX ab Mitte 2007 gezeichnet.
Inhalt
1 Zusammenfassung
2 Ist der Dax ein Dachs – oder ein Hund?
2.1 Dax-Nahrung: Mager-Zinsen
2.2 Was sagt der Dax in der Zukunft?
2.3 Der Dax tranchiert
2.4 Zins und Spread
2.5 Was hat die EZB vor?
2.6 Wo ist der Schmerzpunkt?
2.7 Szenario A: Der Hund kommt zurück zum Herrchen
2.8 Szenario B: Der Hund ist tot
2.9 Szenario C und D: Der Hund läuft davon
Zum Autor
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Performance des DAX im Kontext von Geldmengenexpansion, Zinssätzen und realer Wertentwicklung, um mithilfe verschiedener Szenarien zukünftige Entwicklungen für Investoren einzuordnen.
- Vergleich der DAX-Entwicklung gegenüber Gold als Inflationsindikator
- Analyse des Einflusses von Zinssätzen und Spreads auf die Aktienmarktentwicklung
- Bewertung makroökonomischer Faktoren wie EZB-Politik und Binnenkonjunktur
- Verwendung der Kostolany-Metapher zur Modellierung von DAX-Szenarien
- Untersuchung von Risikofaktoren für deutsche Unternehmen
Auszug aus dem Buch
2.3 Der Dax tranchiert
Betrachten wir ersteinmal die Fakten: Der Dax und der Dow hatten beide ihre Hochs und Tiefs, was jedoch aufffällt, eine Anlage in den Dax hätte sich - auf Eurobasis allemal deutlich mehr rentiert innerhalb der letzten 10 Jahre. Symptomatisch wohl füre eine noch kränkere Situation der amerikanischen Wirtschaft als der der deutschen Wirtschaft, die wohlweislich auch ihre Probleme hatte, wenn auch sie gleich viel stärker von der Ostöffnung und der Europäischen Union profitieren konnte. Diese Bewegung hatten die USA bereits hinter sich gehabt, beziehungweise der Profit war weniger stark da. Für die Zukunft heisst dies, dass die Frage sich nun stellt, wem und welchen Unternehmen eine ausgeprägte Expansion der Geldmengen wohl am meisten nützt?
Und hier kann man sich drei Sektoren anschen:
Die Capital Goods,
die Necessities
und der Sektor der Discretionaries.
Im Dax sind weitestgehend Finanzwerte und Capital Goods Werte enthalten, also beispielsweise Siemens, Allianz, Linde, FMC, RWE, Eon, Münchner Rück, Deutsche Bank, Commerzbank HVB Real Estate und sehr wenig Discretionaries wie Adidas oder Handelskonzerne wie Metro. Beide Sektoren (Finanz und Capital Goods) leben davon, dass easy money da ist, d.h. Geld zu billigem Zinssatz, das es ihnen ermöglicht für günstiges Geld Maschinen und Anlagen zu leasen bzw. einen hohen Zinsspread zu verlangen. Steigt der Zins, werden diese Möglichkeiten eingeschränkt, das heisst die Rendite auf Capital goods kann weniger gut realisiert werden. Also ist es im Interesse dieser Unternehmen, dass der Zinssatz so niedrig wie möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über den DAX als Anlagesymbol und die Ankündigung von vier Zukunftsszenarien.
2 Ist der Dax ein Dachs – oder ein Hund?: Einführung in die Problematik der DAX-Bewertung, unter Einbeziehung einer Performance-Betrachtung in Gold.
2.1 Dax-Nahrung: Mager-Zinsen: Untersuchung, wie die Geldmengenexpansion und niedrige Zinsen die Aktienrenditen im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen beeinflusst haben.
2.2 Was sagt der Dax in der Zukunft?: Diskussion über die langfristige Investitionsqualität des DAX und den Einfluss von Goldpreisentwicklungen.
2.3 Der Dax tranchiert: Analyse der Sektorenzusammensetzung des DAX und deren Abhängigkeit von einer lockeren Geldpolitik.
2.4 Zins und Spread: Erklärung des Mechanismus, wie Zinsarbitrage und Dividendenrenditen den DAX unter Druck nach oben setzen.
2.5 Was hat die EZB vor?: Einschätzung der Auswirkungen ansteigender Leitzinsen und der Konjunkturlage auf deutsche Unternehmen.
2.6 Wo ist der Schmerzpunkt?: Untersuchung der rationalen Grenzen für Kursrückgänge im DAX.
2.7 Szenario A: Der Hund kommt zurück zum Herrchen: Prognose einer marktüblichen Korrektur durch steigende Zinsen.
2.8 Szenario B: Der Hund ist tot: Darstellung eines Krisenszenarios durch einen plötzlichen Markteinbruch.
2.9 Szenario C und D: Der Hund läuft davon: Beschreibung möglicher Entwicklungen durch weitere Geldmengenexpansion oder Inflation.
Schlüsselwörter
DAX, Geldmengenexpansion, Gold, Zins, Spread, EZB, Börse, Investition, Wirtschaftsleistung, Kapitalgüter, Inflation, Konjunktur, Finanzwerte, Prognose, Anlagestrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Performance des deutschen Aktienindex (DAX) vor dem Hintergrund makroökonomischer Rahmenbedingungen und der Geldpolitik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind der Einfluss von Zinssätzen, die Rolle der Geldmengenexpansion (M3/M2), die Bedeutung von Gold als Wertmaßstab und die Sektoranalyse des DAX.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab, die zukünftige Entwicklung des DAX ab Mitte 2007 auf Basis von vier verschiedenen Szenarien zu projizieren und den inneren Wert des Index kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor verwendet eine ökonomische Analyse unter Zuhilfenahme der historischen Wertentwicklung (in Gold gerechnet) und nutzt die Metapher von Andre Kostolany ("Alter Mann und Hund") zur Modellierung von Marktszenarien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der DAX-Nahrung (Zinsen), eine Untersuchung der Branchenabhängigkeit (Capital Goods vs. Discretionaries) sowie eine Szenario-Betrachtung zur zukünftigen Kursentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind DAX, Geldmengenexpansion, Zinsspread, Gold, Inflation, EZB-Politik und Sektoranalyse.
Warum verwendet der Autor Gold als Vergleichsgröße für den DAX?
Der Autor nutzt Gold als Proxy für eine inflationsbereinigte Währung, um die reale Rendite des DAX über die letzten Jahre unter Ausschluss rein nominaler Effekte besser bewerten zu können.
Wie bewertet der Autor den Einfluss der EZB-Zinspolitik?
Er sieht in moderaten Zinsanhebungen ein Risiko für Unternehmen, die auf billigem Geld und Zinsarbitrage angewiesen sind, hält den DAX jedoch aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Binnenkonjunktur für vorerst widerstandsfähig.
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- Dipl.-Ing. Christoph Frhr. von Gamm (Author), 2007, Der DAX wie er leibt und lebt und wie er nach 2007 gedeiht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144888