Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Médias / Communication - Journalisme

Eine Einführung in die Theaterkritik. Definition, Überblick, Aufbau, Kriterien und Stil

Titre: Eine Einführung in die Theaterkritik. Definition, Überblick, Aufbau, Kriterien und Stil

Dossier / Travail , 2001 , 27 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Esther Kuhn (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Autorin wählte aus mehreren Gründen die Theaterkritik als Thema dieser Arbeit. Einerseits dadurch, dass der Theaterkritik als fixer Bestandteil der meisten Tageszeitungen, die über eine Kulturseite oder ein Feuilleton verfügen, im massenmedialen Bereich der Printmedien Beachtung zukommt. Andererseits interessiert es, sich genauer über das Wesen der Theaterkritik zu informieren, da man schwer auf eindeutige, allgemeingültige Definitionen oder Kriterien für die Theaterkritik stößt. Sei es nun bei der verbalen Face-to-Face-Kommunikation, sei es in literarischer Auseinandersetzung mit dem Thema.

Ebenso ist die Bedeutung der Theaterkritik nicht zu unterschätzten. Wenn man in einem Theater arbeitet, bei einer Theaterproduktion mitarbeitet, wartet man nach der Premiere gespannt auf die Kritiken. Denn der Erfolg oder Misserfolg des Stücks hängt zum großen Teil von diesen ab. Nicht nur die Öffentlichkeit, die meist dem Urteil des „theater-allwissenden“ Kritikers Glauben schenkt und nach deren Urteil ihre Theaterbesuche selektiert (wobei hier außer Diskussion steht, ob ein sogenannter „Verriss“ Theaterbesucher ebenso lockt wie eine „Lobeshymne“); sondern auch die gesamte Kulturpolitik (Subventionsgeber etc.) sowie Agenten und Talentsucher richten sich nach Kritiken.

Zu erwähnen ist im Falle des Verrisses das untergrabene oder zumindest angeknackste Künstlerselbstbewusstsein der Darsteller. Schlimmer sogar noch sollte diese negative Kritik weder begründet noch gerechtfertigt sein. Wobei dann die Frage auftaucht, wer bestimmt, ob die Aussagen in der Kritik gerechtfertigt sind, oder nicht. Sollte eben das nicht die Aufgabe eines Kenners, eines Kritikers sein?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Versuch einer Definition der Theaterkritik

1.1 Die Theaterkritik als Kunstwerk

1.2 Die Theaterkritik als journalistische Gattung

1.3 Die Theaterkritik als Sonderform des Journalismus

1.4 Die Theaterkritik als Quelle der Wissenschaft

1.5 Das Miteinbeziehen der Umwelt in die Kritik

2. Überblick über die Anfänge der „modernen“ Theaterkritik

3. Aufbau, Kriterien und Stil

3.1 Zum Stil der Theaterkritik

4. Was will der Beruf des Kritikers, was setzt er voraus, wie sieht er aus?

5. Der Anspruch auf Objektivität

6. Gedanken zur und Anregungen an die Theaterkritik

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen, die Funktionen und die komplexen Anforderungen an die Theaterkritik innerhalb der Printmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Theaterkritik zwischen künstlerischem Anspruch, journalistischer Pflicht und dem oft erhobenen, aber schwer einlösbaren Anspruch auf Objektivität positioniert.

  • Definition der Theaterkritik (Kunst vs. Journalismus)
  • Die historische Entwicklung der modernen Theaterkritik
  • Aufbau, Kriterien und stilistische Formen der Kritik
  • Das Berufsbild des Theaterkritikers und seine Rolle als Vermittler
  • Die Problematik der Objektivität in der wertenden Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

1. Versuch einer Definition der Theaterkritik

Bei der Überschrift zu diesem Kapitel wird vor allem der Versuch unterstrichen, denn in Anbetracht der unzähligen Verfasser von Texten, die sich einer Definition der Theaterkritik bereits widmeten, kann man es nur so benennen. Es stellt eine Schwierigkeit dar, Bestimmungen oder Kennzeichen der Theaterkritik zu normieren. Aufgrund dessen werden sämtliche Deutungen, Richtungen und Sehensweisen in diesem Kapitel (sowie in der gesamten Arbeit) dargestellt, welche eine Annäherung an das Sein der Theaterkritik erlauben.

Fest steht, dass es sich bei der Theaterkritik um die Beschäftigung mit einer Theateraufführung (meist der Premiere) handelt. „Kritik“ wird somit als „eingehende Auseinandersetzung“ gesehen. Der mit dem Wort üblich verbundene negative Touch wird beiseitegelassen.

Die Kritik ist Medienübersetzung. So sieht es Roland Barthes, ohne dabei jedoch auf die beeinflussenden Variablen, die sich bei dieser Übersetzung einschalten, einzugehen:

Die Kritik ist Diskurs über einen Diskurs. Sie ist die ‚sekundäre‘ Sprache oder ‚Meta-Sprache‘ (wie die Logiker sagen würden), die sich mit der ‚primären‘ Sprache (oder Objekt-Sprache, ‚langage objet‘) befasst.2

Die Theateraufführung ist Diskurs, da sie ein Thema oder mehrere Themen behandelt und durch Sprache (primäre, da noch eine sekundäre folgt) vermittelt. Die Kritik ist Diskurs, da sie sowohl die Theateraufführung als Thema als auch das Thema der Theateraufführung behandelt, und dies erneut in ihrer eigenen (sekundären) Sprache gibt. Demnach also eine Übersetzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Versuch einer Definition der Theaterkritik: Dieses Kapitel nähert sich der schwierigen Begriffsbestimmung an, indem es verschiedene theoretische Ansätze diskutiert, die Theaterkritik etwa als Kunstwerk, als journalistische Gattung oder als wissenschaftliche Quelle definieren.

2. Überblick über die Anfänge der „modernen“ Theaterkritik: Es wird die historische Entstehung der Theaterkritik im 18. Jahrhundert nachgezeichnet, wobei der Einfluss der technischen Fortschritte im Druckwesen und der Aufstieg der Tageszeitung hervorgehoben werden.

3. Aufbau, Kriterien und Stil: Hier werden theoretische Ansätze zur Strukturierung einer Kritik diskutiert, insbesondere die Forderung nach einer Trennung zwischen (objektiver) Analyse und (subjektivem) Urteil.

4. Was will der Beruf des Kritikers, was setzt er voraus, wie sieht er aus?: Dieses Kapitel beleuchtet das Berufsbild des Theaterkritikers, seine Vermittlerrolle sowie die Debatte, ob Kritik ein erlernbares Handwerk oder eine angeborene Begabung ist.

5. Der Anspruch auf Objektivität: Die Autorin untersucht die Problematik des Objektivitätsanspruchs, da jede menschliche Urteilsbildung per se subjektiv geprägt ist, und plädiert für einen bewussten Umgang mit dieser Subjektivität.

6. Gedanken zur und Anregungen an die Theaterkritik: Das abschließende Kapitel fasst die komplexe Natur der Theaterkritik zusammen und fordert eine verantwortungsbewusste, fundierte „persönliche Theaterkritik“, die auf derbe Sprache verzichtet.

Schlüsselwörter

Theaterkritik, Journalismus, Kunstkritik, Theateraufführung, Objektivität, Subjektivität, Vermittlerrolle, Feuilleton, Kulturpolitik, Kritiker, Theaterwissenschaft, Medienökonomie, Rezension, Analyse, Urteilsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den fundamentalen Herausforderungen und Merkmalen der Theaterkritik in Zeitungen, von ihrer Definition über die historischen Anfänge bis hin zu den heutigen Anforderungen an den Kritiker.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Begriffs, die stilistischen Ausdrucksformen, die Berufsrolle des Kritikers sowie die Spannungsfelder zwischen Subjektivität und Objektivität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Wesen der Theaterkritik zu schaffen und aufzuzeigen, warum eine einheitliche Definition aufgrund der Komplexität der Materie schwierig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse bereits bestehender Theorien und Diskurse führender Autoren der Publizistik- und Theaterwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, einen historischen Abriss, eine erweiterte Diskussion über Aufbau und Stil sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den journalistischen Qualitätsansprüchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Theaterkritik, Subjektivität, Objektivität, Journalismus und die Vermittlerfunktion des Kritikers.

Wie unterscheidet sich die Theaterkritik laut Text von einer bloßen Reportage?

Ein wesentliches Unterscheidungskriterium ist die unverzichtbare Wertungskomponente, die in einer klassischen, rein deskriptiven Reportage selten zu finden ist.

Warum wird im Dokument das „Über-Ich“ des Künstlers erwähnt?

Der Begriff wird verwendet, um die Machtposition des Kritikers zu beschreiben, der laut Günther Blöcker das Optimum eines Kunstwerks kennt und den Akteuren gegenüber eine bewertende Kontrollinstanz darstellt.

Was ist die Kernbotschaft bezüglich des Objektivitätsanspruchs?

Das Dokument schlussfolgert, dass absolute Objektivität in der Theaterkritik nicht durchsetzbar ist und empfiehlt daher, offen zum persönlichen, subjektiven Charakter der Kritik zu stehen.

Fin de l'extrait de 27 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Eine Einführung in die Theaterkritik. Definition, Überblick, Aufbau, Kriterien und Stil
Université
University of Vienna  (Publizistik und Kommunikationswissenschaften)
Cours
Grundprobleme journalistischer Vermittlung: Printmedien
Note
1,00
Auteur
Esther Kuhn (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
27
N° de catalogue
V1449019
ISBN (PDF)
9783963568008
ISBN (Livre)
9783963568015
Langue
allemand
mots-clé
Theaterkritik Journalismus Printmedien Publizistik Kommunikationswissenschaft Kritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Esther Kuhn (Auteur), 2001, Eine Einführung in die Theaterkritik. Definition, Überblick, Aufbau, Kriterien und Stil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449019
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint