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Nike von der Athena-Trabantin zur Siegesgöttin

Titre: Nike von der Athena-Trabantin zur Siegesgöttin

Essai Scientifique , 1997 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: M.A. Andreas Galk (Auteur)

Archéologie
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Die vorliegende Arbeit soll auf die Verkörperung und bildliche Darstellung des abstrakten Begriffes "Nike"=Sieg eingehen.
Besondere Berücksichtigung soll dabei der Fragestellung zukommen, ob und wenn ja seit wann man von einer echten Deifikation der Nike sprechen kann, d.h. ob es zu irgendeinem Zeitpunkt eine SiegesGÖTTIN Nike gegeben hat.
Es soll daher die Existenz eines eigenen Nike-Kultes abgefragt werden, andererseits möchte ich auch die Frage nach der allgemeinen Verständlichkeit der NikeFigur untersuchen.
Dabei habe ich versucht, weitgehend chronologisch vorzugehen. Homer kannte Nike noch nicht, wohl aber Hesiod. Demnach erscheint es mir ratsam, ab dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert nach Nike-Darstellungen zu suchen. Außerdem möchte ich anmerken, dass die vorgestellten Denkmäler nicht nach Bedeutung und Tragweite für die griechische Kunst ausgewählt wurden, sondern nach ihrer Relevanz für die erwähnte Fragestellung. Ich habe daher versucht, bedeutende wie unbedeutende Kunstwerke gleichberechtigt zu behandeln. Einen Anspruch auf etwaige Vollständigkeit weder der bekannten wie auch der unbekannten Werke kann daher diese Arbeit nicht bieten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

1. EINFÜHRUNG

1.1 Die Nike von Samothrake

2. ARCHAISCHE ZEIT

2.1 Die Nike von Delos

2.2 Die "Nike des Kallimachos"

2.3 Keramik

2.3.1 Nike (Flügelfrau) allein

2.3.2 Nike mit weiteren Figuren

3. KLASSIK

3.1 Die Nike-Balustrade

4. Hellenismus

4.1 Der Stater des Demetrios Poliorketes

4.2 Die Nike von Kyrene

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Nike-Figur in der griechischen Kunst mit dem zentralen Ziel zu klären, ab wann von einer echten Deifikation zur eigenständigen Siegesgöttin gesprochen werden kann. Dabei wird analysiert, wie sich Nike von einer bloßen, Athena untergeordneten Personifikation des Sieges zu einer eigenständigen Gottheit im hellenistischen Zeitalter emanzipiert hat.

  • Chronologische Analyse der Nike-Ikonographie von der Archaik bis zum Hellenismus
  • Untersuchung des kultischen Status von Nike und ihrer Beziehung zur Göttin Athena
  • Auswertung von Denkmälern und Vasenmalerei als Belege für die Wandlung des Nike-Verständnisses
  • Diskussion über den Übergang von Personifikation zu tatsächlicher Deifikation

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Nike von Delos

Man datiert sie im allgemeinen auf 560 v.Chr. Sie befand sich an der Nordseite des alten Apollontempels (Figur 1).

Sie weist das archaische Knielaufschema vor, der Oberkörper ist streng frontal gegeben. Ihre Arme in ihrer "Ruderbewegung" scheinen die Idee des Fliegens zu unterstützen, die hier fraglos umzusetzen versucht wurde. Die Statue ist aus Inselmarmor gefertigt, auf dem Kopf trägt sie ein Diadem. Aufgrund des Aufstellungsortes und des damit verbundenen kultischen Zusammenhangs wurde sie auch verschiedentlich als Artemis gedeutet. Auf der ihr inzwischen jedoch zugeschriebenen Basis befindet sich eine Inschrift, die sie als Nike identifiziert und die klarstellt, dass es sich um ein Weihgeschenk der Künstler Mikkiades und Archermos handelte, die die Plastik möglicherweise nach der Beendigung eines langjährigen Exilaufenthaltes stifteten. Letzterer, Archermos von Chios, wird ebendort auch als Erfinder der Nike genannt, womit sicherlich die Schaffung eines Prototyps gemeint ist.

Über die gesamte archaische Zeit läßt sich beobachten, dass die Künstler vor allem Auftragsarbeiten nach vorhandenen Mustern durchgeführt haben. Dass mit der Nike von Delos eine neue Bildidee geschaffen wurde, mag der Tatsache zu verdanken sein, dass der Künstler selbst der Stifter war, sich also in der Ausgestaltung frei entfalten konnte.

Die Nike von Delos hat dementsprechend einen Vorbildcharakter, der sich fast bis zum Beginn der Klassik auswirkt; die Schöpfer jüngerer archaischer Skulpturen der Flügelfrau orientierten sich eng an dem delischen Vorbild ( Auf die Klärung der Frage, ob es sich bei allen nachfolgenden rundplastischen Werken aus archaischer Zeit ebenfalls - nachweislich - um Niken handelt, muss an dieser Stelle verzichtet werden.

Vereinzelte Deutungen z.B. auf Artemis (s.o.) oder die Götterbotin Iris würden sich eventuell ebenfalls als zulässig erweisen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel führt in die Nike von Samothrake ein und beleuchtet den historischen Kontext sowie die Bedeutung der Statue als Weihgeschenk nach einem bedeutenden Sieg.

2. ARCHAISCHE ZEIT: Das Kapitel behandelt die Anfänge der Nike-Darstellung, insbesondere die Nike von Delos, und diskutiert ihre Rolle als Personifikation des Sieges ohne eigenen Kult.

3. KLASSIK: Hier wird die Entwicklung der Nike-Ikonographie während der klassischen Zeit analysiert, in der sie verstärkt als Attribut oder Begleiterin der Athena auftritt.

4. Hellenismus: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel im Nike-Verständnis im Hellenismus, insbesondere durch den Stater des Demetrios Poliorketes, der eine Emanzipation der Nike von Athena andeutet.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese eines fließenden Übergangs von der Personifikation zur Siegesgöttin.

Schlüsselwörter

Nike, Siegesgöttin, Personifikation, Deifikation, Athena, griechische Kunst, Archaik, Klassik, Hellenismus, Weihgeschenk, Ikonographie, Nike von Samothrake, Nike von Delos, Stater, Demetrios Poliorketes

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Verkörperung und bildliche Darstellung des Siegesbegriffs "Nike" in der griechischen Kunst über verschiedene Epochen hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ikonographische Entwicklung von Nike, ihre Rolle als Teilaspekt der Athena und die Frage nach ihrer Entwicklung zur eigenständigen Göttin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob und ab welchem Zeitpunkt man von einer echten Deifikation Nikes sprechen kann, also der Existenz einer eigenständigen Siegesgöttin.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine chronologische Analyse der Denkmäler und Kunstwerke, um stilistische und inhaltliche Wandlungen in der Darstellung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Nike-Darstellungen in der archaischen Zeit, der Klassik und im Hellenismus, unterteilt in verschiedene Kunstgattungen wie Rundplastik, Vasenmalerei und Münzprägung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nike, Athena, Personifikation, Deifikation, Ikonographie und griechische Kunst geprägt.

Warum spielt die Athena-Nike-Beziehung eine so wichtige Rolle?

Da Nike in der archaischen und klassischen Zeit meist untrennbar mit Athena verbunden war, ist diese Beziehung entscheidend, um zu verstehen, warum Nike zunächst keine eigenständige Göttin war.

Was bedeutet die "Emanzipation" der Nike im Hellenismus?

Dies bezieht sich darauf, dass Nike in Darstellungen der hellenistischen Zeit, wie beim Stater des Demetrios Poliorketes, ohne den direkten Kontext von Athena als eigenständige, handelnde Figur auftritt.

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Résumé des informations

Titre
Nike von der Athena-Trabantin zur Siegesgöttin
Université
University of Bonn  (Institut für Klassische Archäologie)
Note
2,0
Auteur
M.A. Andreas Galk (Auteur)
Année de publication
1997
Pages
20
N° de catalogue
V144908
ISBN (ebook)
9783640544899
ISBN (Livre)
9783640545124
Langue
allemand
mots-clé
Nike Samothrake Sieg Athena Flügelfrau Kyrene Vasenmalerei attisch rotfigurig schwarzfigurig Athene Athen Manifestation Prora Nikeballustrade
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Andreas Galk (Auteur), 1997, Nike von der Athena-Trabantin zur Siegesgöttin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144908
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Extrait de  20  pages
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