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Ursachen, Verlaufsformen und Heilungschancen von Borderline-Erkrankungen. Ein Handlungsfeld für die Soziale Arbeit?

Titre: Ursachen, Verlaufsformen und Heilungschancen von Borderline-Erkrankungen. Ein Handlungsfeld für die Soziale Arbeit?

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 87 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Damaris Stämmler (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Beginnen werde ich meine Arbeit mit einer Begriffsklärung, die sowohl die Definition des Fachlexikons der sozialen Arbeit, die Geschichte des Begriffs und die Merkmale der Störung nach der ICD-10 umfasst. Außerdem werde ich auf die Häufigkeit der Störung genauer eingehen. Anschließend setze ich mich mit möglichen Ursachen der Erkrankung auseinander. Da sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren ausschlaggebend sind, werde ich auf all diese Gebiete eingehen. Danach befasse ich mich mit den Verlaufs- und Äußerungsformen der Erkrankung. Hierbei werden vor allem die im DSM-IV genannten Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung einen besonderen Stellenwert haben. Nach diesem Teil der Arbeit beschäftige ich mich mit den Behandlungsmöglichkeiten der Störung, wobei ich zunächst einige Therapie- und Behandlungsmethoden vorstelle und dann darauf eingehe, welche Erfolge die Behandlung von Borderline-Störungen erzielen kann. Neben einigen Zahlen aus Langzeitstudien werde ich am Beispiel der Recovery-Bewegung aufzeigen, wie wichtig das Vermitteln von Hoffnung ist.
Im weiteren Teil der Arbeit befasse ich mich damit, welchen Beitrag die Sozialarbeit in der Arbeit mit Borderline-Betroffenen leisten kann. Nach einer Definition der sozialen Arbeit und dem Vorstellen verschiedener Versorgungseinrichtungen gehe ich auf verschiedene sozialarbeiterische Tätigkeitsfelder ein. Hierzu gehören unter anderem die Krankenhaussozialarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit und die Angehörigenarbeit. Auch die Grenzen der sozialen Arbeit werden in diesem Teil zur Sprache kommen. Beschließen werde ich meine Arbeit mit therapeutischen Möglichkeiten, die sich der Sozialarbeit im Umgang mit Borderline-Betroffenen bieten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Definition der Borderline-Störung nach dem Fachlexikon der sozialen Arbeit

2.2. Geschichte des Begriffs

2.3. Die Diagnose der Borderline Persönlichkeitsstörung in der ICD-10

2.4. Häufigkeit der Störung in der Bevölkerung

3. Mögliche Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung

3.1. Genetische Faktoren

3.2. Unsichere und ungesunde Bindungen an Bezugspersonen

3.3. Traumatische Erlebnisse

4. Verlaufs- und Äußerungsformen

4.1. Der Verlauf der Störung

4.2. Äußerungsformen

4.2.1. Vermeidung von Verlassenwerden

4.2.2. Instabile zwischenmenschliche Beziehungen und Schwarz-Weiß-Denken

4.2.3. Instabilität des Selbstbildes und der Selbstwahrnehmung

4.2.4. Selbstschädigende Aktivitäten und Süchte

4.2.5. Suizidales Verhalten und Selbstverletzungen

4.2.6. Affektive Instabilität

4.2.7. Chronische Leere

4.2.8. Wut

4.2.9. Paranoide Vorstellungen und Dissoziation

5. Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen

5.1. Verhaltenstherapie und Verhaltensanalyse

5.2. Übertragungsfokussierte psychodynamische Therapie

5.3. Traumatherapie

5.4. Kreative Elemente

5.5. Medikamentöse Behandlung

5.6. Heilungschancen

5.7. Die Recovery-Bewegung

6. Handlungsfelder der Sozialen Arbeit

6.1. Definition sozialer Arbeit

6.2. Die Versorgungseinrichtungen

6.2.1. Stationäre Versorgung

6.2.2. Tageskliniken

6.2.3. Wohn- und Rehabilitationseinrichtungen

6.2.4. Ambulante Versorgung

6.3. Tätigkeitsfelder der sozialen Arbeit

6.3.1. Krankenhaussozialarbeit

6.3.2. Vernetzung und Wiedereingliederung

6.3.3. Selbsthilfegruppen und Internetportale

6.3.4. Öffentlichkeitsarbeit

6.3.5. Angehörigenarbeit

6.4. Prävention

6.5. Grenzen der sozialen Arbeit

6.6. Sozialarbeiterische therapeutische Möglichkeiten

6.6.1. Die Wichtigkeit einer guten Therapeut-Patient-Beziehung

6.6.2. Systemische Gesprächsführung

6.6.3. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichkeiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) mit einem besonderen Fokus auf die Handlungsfelder und therapeutischen Potenziale der Sozialen Arbeit. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern Sozialarbeiter neben Psychologen einen Beitrag zur Genesung leisten können und wie Betroffene durch hoffnungsvolle, ressourcenorientierte Ansätze besser in ihrem Alltag unterstützt werden können.

  • Ätiologie der Borderline-Störung unter Berücksichtigung genetischer, psychologischer und traumatischer Einflüsse.
  • Diagnostik und Symptomatik im Kontext von ICD-10 und DSM-IV.
  • Therapeutische Ansätze wie Verhaltenstherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und Traumatherapie.
  • Sozialarbeiterische Handlungsfelder einschließlich Krankenhaussozialarbeit, Angehörigenarbeit und Prävention.
  • Die Bedeutung von Hoffnung und der Recovery-Bewegung für einen erfolgreichen Krankheitsverlauf.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Vermeidung von Verlassenwerden

„(1) Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind“ (DSM-IV).

Viele Borderline-Betroffene wollen das Bedürfnis nach Geborgenheit, Nähe und Versorgung, das ihnen als Kleinkind nicht genügend vermittelt wurde, ausgleichen. Gleichzeitig haben sie Angst, eine andere Person zu verlieren oder negative Eigenschaften an ihr zu entdecken (vgl. Reinert 2004, S. 195). Da sie zutiefst daran zweifeln, dass sie wirklich liebenswerte und beziehungsfähige Menschen sind, haben sie neben ihrer Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe große Angst vor Verletzungen und Enttäuschungen. Es fällt ihnen schwer, zu vertrauen, immer wieder drängen sich Misstrauen und Unsicherheit in ihre Gedanken.

Aus diesem Grund kommt es dazu, dass sie in Beziehungen ein Verhaltensmuster zeigen, das von Kontrolle, ständiger Rückversicherung, Klammern und Bestätigungssucht geprägt ist. Geringfügige Anlässe wie beispielsweise ein kritischer Unterton oder ein falscher Blick und sogar misstrauische Vorstellungen können ausreichen, um Verunsicherungen auszulösen. Partnerschaften von Borderline-Betroffenen sind somit häufig von Kontrolle gekennzeichnet. Bemüht sich der Partner um Eigenständigkeit, kann dies der Betroffenen abwerten, indem er eine Opferposition einnimmt oder dem Partner vorwirft, er sei egoistisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Borderline-Persönlichkeitsstörung als komplexe psychische Erkrankung und reflektiert die Motivation der Verfasserin, die Chancen auf Genesung und die Rolle der Sozialen Arbeit zu untersuchen.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die Störung anhand klinischer Kriterien, betrachtet ihre historische Entwicklung und beleuchtet die Prävalenz der BPS in der Bevölkerung.

3. Mögliche Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Es wird die Wechselwirkung zwischen genetischen Anlagen, frühen Bindungserfahrungen und traumatischen Erlebnissen als multifaktorielles Entstehungsmodell der Störung analysiert.

4. Verlaufs- und Äußerungsformen: Hier werden die spezifischen DSM-IV-Kriterien der Borderline-Störung, wie Instabilität, suizidales Verhalten und Wut, detailliert und anhand von Fallbeispielen erläutert.

5. Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Therapieverfahren sowie medikamentöse Ansätze und betont die Bedeutung der Hoffnung und der Recovery-Bewegung für die Heilung.

6. Handlungsfelder der Sozialen Arbeit: Hier wird das Spektrum der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Borderline-Patienten in Kliniken, Wohneinrichtungen und bei der Prävention praxisnah dargelegt.

7. Schlussbetrachtung: Die Autorin zieht ein Fazit über die vielfältigen Möglichkeiten sozialarbeiterischen Handelns und unterstreicht die Relevanz einer hoffnungsvollen Haltung in der therapeutischen und psychosozialen Begleitung.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, Sozialarbeit, Traumatherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Bindungserfahrung, Psychische Störung, Recovery-Bewegung, Suizidalität, Selbstverletzung, Angehörigenarbeit, Resilienz, Systemische Beratung, Persönlichkeitsentwicklung, Stigmatisierung, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und der Frage, wie die Soziale Arbeit zur Genesung und Lebensbewältigung der Betroffenen beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Entstehung der Störung (Genetik/Trauma), klinische Symptombilder, diverse Therapiemöglichkeiten sowie die Rolle der Sozialen Arbeit in verschiedenen Versorgungskontexten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten der sozialen Unterstützung aufzuzeigen und der häufigen Annahme, BPS sei unheilbar, durch Studien und positive Therapieergebnisse entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse bestehender klinischer Studien, Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) und fachspezifischer Erkenntnisse aus der Sozialpädagogik.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Neben der Entstehung (Traumata, Bindungen) werden vor allem die Äußerungsformen (Selbstverletzung, Instabilität) und spezifische Ansätze wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie und systemische Gesprächsführung analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Borderline-Persönlichkeitsstörung, Sozialarbeit, Recovery, Psychotherapie, Trauma und Resilienz sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Arbeit mit Angehörigen für die Soziale Arbeit so bedeutsam?

Angehörige sind oft stark belastet und benötigen selbst Entlastung sowie Informationen, um den Betroffenen ohne Überforderung stützend zur Seite stehen zu können.

Welchen Stellenwert nimmt das Konzept der „Recovery“ in der Arbeit ein?

Das Konzept ist entscheidend, da es den Fokus weg vom reinen Defizitblick hin zur Hoffnung und zur persönlichen Genesung lenkt, was die Suizidrate positiv beeinflussen kann.

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Résumé des informations

Titre
Ursachen, Verlaufsformen und Heilungschancen von Borderline-Erkrankungen. Ein Handlungsfeld für die Soziale Arbeit?
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
1,0
Auteur
Damaris Stämmler (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
87
N° de catalogue
V144957
ISBN (ebook)
9783640535118
ISBN (Livre)
9783640534753
Langue
allemand
mots-clé
Ursachen Verlaufsformen Heilungschancen Borderline-Erkrankungen Handlungsfeld Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Damaris Stämmler (Auteur), 2008, Ursachen, Verlaufsformen und Heilungschancen von Borderline-Erkrankungen. Ein Handlungsfeld für die Soziale Arbeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144957
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Extrait de  87  pages
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