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Armut und Ernährung

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt

Titel: Armut und Ernährung

Hausarbeit , 2008 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Manuel Lehmann (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen,
inwieweit Armut das Verhalten der Ernährung in Deutschland beeinflusst und ob eine ausgewogene, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung für die Armen hierzulande überhaupt möglich ist. Da der Armut in der Bundesrepublik im Rahmen der Sozialhilfe entgegengewirkt wird, wie ich später noch ausführen werde, sind im Folgenden Arme mit Sozialhilfeempfängern gleichzusetzen.

Im ersten Teil dieser Hausarbeit werde ich mich ausschließlich mit dem Begriff der Armut auseinandersetzen. Hier wird zunächst erklärt, welche Formen der Armut existieren, sowie definiert, was Armut denn überhaupt ist. Danach gehe ich den Ursachen von Armut auf den Grund und setze mich mit der Frage auseinander, warum Armut selbst als Ursache von Armut angesehen werden kann und warum ein Entkommen aus der Armut so schwierig ist.
Am Schluss des ersten Teils beschreibe ich dann schließlich, welche Auswirkungen Armut, abgesehen von ihrem Einfluss
auf die Ernährung, noch hat oder haben kann.
Im zweiten Teil widme ich mich dann der Ernährung. Hier gebe ich
zunächst einen kurzen Überblick darüber, wie sich die Kultur der
Ernährung im Verlauf der Menschheitsgeschichte entwickelt hat, um dann anschließend zu klären, was eine gesunde Ernährung ausmacht und wie man sichergehen kann, dass man sich ausgewogen und gesund ernährt.
Im letzten Teil werde ich dann die beiden ersten Teile verbinden und versuchen, die Frage zu klären, ob eine gesunde, ausgewogene und nahrhafte Ernährung mit Sozialhilfe überhaupt möglich ist.
Zu guter Letzt werde ich dann noch einige mögliche Folgen zeigen, die durch ungesunde Ernährung verursacht, oder durch die richtige
Ernährung vermieden werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Armut

1. Definition

2. Wer sind die Armen in der Bundesrepublik Deutschland?

3. Ursachen von Armut – oder warum ein Entkommen so schwierig ist

4. Auswirkungen von Armut

III. Ernährung

1. Vom Grundbedürfnis zum kulturellen Ereignis

2. Wie sollte gesunde Ernährung aussehen?

IV. Armut und Ernährung

1. Ist gesunde / ausgewogene Ernährung für Sozialhilfeempfänger möglich?

2. Auswirkungen von Mangelernährung

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Armut und Ernährung in Deutschland, mit dem Ziel zu klären, ob für Sozialhilfeempfänger eine gesunde und ausgewogene Lebensweise unter den gegebenen finanziellen Bedingungen überhaupt realisierbar ist.

  • Definition und Formen von Armut in der Bundesrepublik
  • Ursachen und Dynamiken des Teufelskreises der Armut
  • Die Rolle der Ernährung im soziokulturellen Kontext
  • Möglichkeiten und Hürden für gesundes Essen mit geringem Budget
  • Gesundheitliche Folgen von Mangel- oder Fehlernährung

Auszug aus dem Buch

II 1. Definition

Der Begriff der Armut stammt ursprünglich aus der Alltagssprache und dient seit jeher „[...] zur Kennzeichnung von Elendslagen aller Art. [...] und extremer materieller Mangellagen.“ (Sidler 1989, S. 114).

Obwohl viele verschiede Methoden zur Messung von Armut existieren, gibt es keine offizielle einheitliche Definition darüber, ab welchem Punkt jemand als arm anzusehen ist. (vgl. Barlösius et al. 1995, S. 14 ff., Sidler 1989, S. 117).

Die Europäische Union hat in einem Ratsbeschluss Armut folgendermaßen definiert: „Als verarmt sind jene Einzelpersonen, Familien und Personengruppen anzusehen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale Mittel) verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimumm anwendbar ist.“ (Ratsbeschluss der Europäischen Union vom 19.12.1984, zit. nach Endruweit und Trommsdorf 2002, S.36).

Nach Axhausen liegt Armut vor, „wenn Menschen wesentliche Mittel für ihre Existenz fehlen“. (Axhausen, o.J., in Endruweit u. Trommsdorf 2002, S. 36).

Bei der Definition des Begriffes der Armut ist zunächst einmal zwischen absoluter Armut und relativer Armut zu unterscheiden. Unter absoluter Armut versteht man die Situation, „[...] wenn die physische Existenz bedroht ist und für die Lebenserhaltung notwendige Güter wie Essen, Kleidung, Wohnung oder medizinische Betreuung nicht verfügbar sind.“ (Axhausen, in Endruweit u. Trommsdorf 2002, S. 36).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, wie Armut die Ernährungsweise beeinflusst, und definiert die Zielgruppe der Arbeit als Sozialhilfeempfänger.

II. Armut: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Definitionen von Armut, identifiziert die betroffenen Bevölkerungsgruppen und beleuchtet die Ursachen sowie die psychologischen Faktoren, die den Ausstieg aus der Armut erschweren.

III. Ernährung: Es wird die historische Entwicklung der Ernährung vom reinen Grundbedürfnis zum kulturellen Symbol sowie der aktuelle Standard einer gesunden Ernährung mittels der Ernährungspyramide erläutert.

IV. Armut und Ernährung: Hier wird diskutiert, ob unter den Bedingungen von Sozialhilfe eine ausgewogene Ernährung möglich ist und welche gesundheitlichen Folgen bei einer Mangelernährung auftreten können.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und schlägt Ansätze zur Verbesserung der Lebenslage und zur ernährungsbezogenen Bildungsarbeit vor.

Schlüsselwörter

Armut, Sozialhilfe, Ernährung, Ernährungspyramide, Mangelernährung, relative Armut, Gesundheitsprävention, Lebensunterhalt, Ernährungswissen, soziale Ausgrenzung, Armutsrisiko, Existenzminimum, Fehlernährung, Haushaltsbudget, soziale Sicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Armut und einer gesunden Ernährung in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die soziologische Definition von Armut, die psychologischen Hürden beim Sozialhilfebezug sowie die praktische Umsetzbarkeit einer ausgewogenen Ernährung bei geringem Budget.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwieweit Armut das Ernährungsverhalten beeinflusst und ob eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung für Sozialhilfeempfänger überhaupt möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze, Definitionen und Studien zur Armutsforschung sowie ernährungswissenschaftliche Grundlagen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit dem Armutsbegriff, die Darstellung der kulturellen Bedeutung von Ernährung und die Verknüpfung beider Bereiche unter Berücksichtigung von Mangelerscheinungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Armut, Sozialhilfe, Ernährungspyramide, Mangelernährung und Gesundheitsfolgen geprägt.

Warum fällt laut Autor eine gesunde Ernährung bei Armut besonders schwer?

Der Autor argumentiert, dass Sozialhilfeempfänger aufgrund finanzieller Engpässe und mangelnden Ernährungswissens primär nach Preis und Sättigung einkaufen, statt nach gesundheitlichem Nährwert.

Welche Rolle spielt das "Expectancy-Modell" in dieser Arbeit?

Das Modell erklärt die psychologischen Folgen des Sozialhilfebezugs, wie den Kontrollverlust und die "erlernte Hilflosigkeit", die ein Entkommen aus der Armutsfalle zusätzlich erschweren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Armut und Ernährung
Untertitel
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt
Hochschule
Hochschule Darmstadt  (Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit
Note
2,3
Autor
Manuel Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V144974
ISBN (eBook)
9783640531769
ISBN (Buch)
9783640531875
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Armut Ernährung Sozialhilfe Hartz IV Soziokulturelles Existenzminimum gesundes Essen gesunde Ernährung ausgewogene Ernährung Soziologie Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Lehmann (Autor:in), 2008, Armut und Ernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144974
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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