Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Historia

Formen gesellschaftlicher Ausgrenzungen. Die Hexenverfolgungen

Die Suche nach einem Sündenbock

Título: Formen gesellschaftlicher Ausgrenzungen. Die Hexenverfolgungen

Tesis (Bachelor) , 2019 , 39 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katrin Deike (Autor)

Didáctica - Historia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Phänomen der Hexenverfolgungen zu erforschen. Zum einen liegt der Schwerpunkt auf dem inhaltlichen Aspekt, d.h. auf der gesellschaftlichen Ausgrenzung derer, die der Hexerei bzw. Zauberei angeklagt wurden. Zum anderen soll genauer analysiert werden, welche Möglichkeiten sich für den Einsatz im Geschichtsunterricht bieten, diese Thematik anschaulich darzustellen, d.h. wie sie den SuS methodisch vermittelt werden kann.

Die größte Herausforderung für eine Lehrkraft im Geschichtsunterricht ist es, die Schüler und Schülerinnen für eine Epoche oder ein Thema einer Epoche zu interessieren oder im besten Fall sogar zu begeistern. Ist das Interesse der SuS an einem Thema geweckt, kann davon ausgegangen werden, dass sie sich auch intensiv damit und seinen Fragestellungen auseinanderzusetzen, sodass die Lehrkraft das Lernziel erreichen wird.

Die folgenden Fragen stehen hierbei im Fokus der Arbeit:
- Aus welchen Gründen kommt es zu Anklagen wegen Hexerei/Zauberei?
- Wie stellt sich das Gesellschaftsbild im ausgehenden späten Mittelalter und der beginnenden Frühen Neuzeit dar, und welche Kriterien führen zur Ausgrenzung bestimmter Personengruppen?
- Wie ist die geschlechterspezifische Verteilung?
- Welche Formen und Verfahren in der Rechtsprechung lassen sich identifizieren?
- Welche Möglichkeiten bieten sich für die Lehrkräfte, die Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung mithilfe der Hexenprozesse den SuS näherzubringen?

Hierzu erfolgt zunächst eine historisch anthropologische Analyse der Gesellschaft und der Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit zur Erklärung des Phänomens, um abschließend die gestellten Fragen beantworten zu können.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich anschließend mit den theoretischen Anforderungen aus dem Kerncurriculum für die Sek. I sowie den didaktischen Ansprüchen an den Geschichtsunterricht. Ein exemplarischer Unterrichtsentwurf soll den zweiten Teil der Arbeit abschließen und zeigen, wie das Thema in der Praxis angewendet werden kann.
Ein Fazit beschließt die Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gesellschaft und Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit

2.1 Das Gerichtswesen in der Frühen Neuzeit

2.1.1 Wurden Frauen vor Gericht benachteiligt?

2.2 Der Glaube an Hexerei und Zauberei

2.3 Wie kam es zur Anklage wegen Hexerei/Zauberei?

2.3.1 Die gesellschaftliche Stellung der Frau zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert

2.3.2 Klima, Kriege, Reformation und Hungersnöte

2.3.3 Die Suche nach ‚Sündenböcken‘

3. Die Hexenverfolgungen als eine Art gesellschaftlicher Ausgrenzung?

4. Vorgaben des Kerncurriculums in Niedersachsen

4.1 Zu erwerbende Schlüsselkompetenzen

5. Der Geschichtsunterricht

5.1 Das Fach Geschichte

5.2 Geschichtsdidaktik

5.3 Hexenverfolgungen im Geschichtsunterricht

5.4 Exemplarischer Unterrichtsentwurf

5.4.1 Bedingungen

5.4.1.1 Unterrichtszusammenhang

5.4.1.2 Lerngruppe

5.4.1.3 Entwicklungsaufgabe

5.4.2 Didaktische Überlegungen

5.4.2.1 Legitimation

5.4.2.2 Sachanalyse

5.4.2.3 Transformation

5.4.3 Methodische Analyse: Steuerungsverhalten, Phasierung, Sozialformen, Handlungsmuster

5.4.4 Ziele: Stundenziele, Teilziele, Kompetenzen

5.4.5 Anhang

6. Fazit

7. Anhang

7.1 Auszug aus dem niedersächsischen Kerncurriculum für Gymnasien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das historische Phänomen der Hexenverfolgungen als eine Form gesellschaftlicher Ausgrenzung und analysiert, wie diese Thematik didaktisch aufbereitet im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann, um Lernenden sowohl historisches Wissen als auch kritische Kompetenzen hinsichtlich aktueller gesellschaftlicher Mechanismen der Ausgrenzung zu vermitteln.

  • Historisch-anthropologische Analyse der Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit
  • Untersuchung gesellschaftlicher Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen
  • Die Rolle der Rechtsprechung und die Transformation zum Inquisitionsverfahren
  • Theoretische Anforderungen des niedersächsischen Kerncurriculums für den Geschichtsunterricht
  • Praktische Erarbeitung eines exemplarischen Unterrichtsentwurfs

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Gerichtswesen in der Frühen Neuzeit

Um zu verstehen, wie es zu den Hexenprozessen der Frühen Neuzeit kommen konnte, muss zunächst das Gerichtswesen der damaligen Zeit im Allgemeinen betrachtet werden. Bis ins späte Mittelalter wurden Prozesse im Akkusationsverfahren verhandelt, bei dem der Prozess nur auf Betreiben des Geschädigten oder dessen Familie eröffnet und durchgeführt wurde. Der Ursprung dieses Verfahrens lag im Römischen Recht. Erst durch die Ablösung des Akkusationsverfahrens durch das Inquisitionsverfahren, bei dem das staatliche Gewaltmonopol gewaltsam durchgesetzt werden konnte, veränderte sich die Praxis in der Rechtsprechung. Von nun an gehörte im Inquisitionsverfahren die Folter zum festen Bestandteil eines Gerichtsverfahrens.

Da das Inquisitionsverfahren zudem auch als effizienter betrachtet wurde, verdrängte es schließlich vollends das ältere Akkusationsverfahren. Die Ermittlungen in einem Verfahren lagen jetzt bei juristisch geschulten sowie berufsmäßigen und beamteten Richtern und nicht wie zuvor bei zwei einzelnen, in der Regel gleichstarken Parteien. Dem Richter oblag die Wahrheitsfindung, die nur durch Geständnisse der Angeklagten zweifelsfrei zu erreichen war. Diesem Umstand ist es wohl zuzurechnen, dass die Folter zu einem unvermeidlichen Bestandteil eines Prozesses wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die zentralen Forschungsfragen vor und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Phänomen Hexenverfolgung sowohl historisch als auch didaktisch für den Unterricht zu erschließen.

2. Die Gesellschaft und Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit: Untersucht die damaligen Rahmenbedingungen, das Gerichtswesen, den Hexenglauben und die gesellschaftliche Rolle der Frau.

3. Die Hexenverfolgungen als eine Art gesellschaftlicher Ausgrenzung?: Führt zusammen, wie soziale Faktoren und der Bedarf an Sündenböcken zu Anklage und Ausgrenzung führten.

4. Vorgaben des Kerncurriculums in Niedersachsen: Erläutert die curricularen Grundlagen für den Geschichtsunterricht am Beispiel des niedersächsischen Lehrplans.

5. Der Geschichtsunterricht: Bietet allgemeine didaktische Überlegungen und entwickelt einen konkreten Unterrichtsentwurf zur Thematik.

6. Fazit: Reflektiert die Ergebnisse und betont die Übertragbarkeit der Mechanismen auf heutige Prozesse der sozialen Ausgrenzung.

7. Anhang: Enthält ergänzende Dokumente aus dem Kerncurriculum sowie das Literaturverzeichnis.

Schlüsselwörter

Hexenverfolgung, Frühe Neuzeit, Gesellschaftliche Ausgrenzung, Geschichtsunterricht, Inquisitionsverfahren, Didaktik, Sündenbock, Soziale Randgruppen, Hexenhammer, Bildungsauftrag, Kerncurriculum, Geschichtsbewusstsein, Rollenspiel, Vorurteile, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit als ein historisches Beispiel für soziale Ausgrenzung und untersucht, wie dieses komplexe Thema methodisch im Geschichtsunterricht vermittelt werden kann.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Felder sind die historische Analyse der Gesellschaftsstruktur, die Veränderungen im Rechtssystem, die Rolle der Geschlechter bei Verfolgungen sowie die didaktische Planung einer Unterrichtseinheit.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, sowohl die Mechanismen der Ausgrenzung während der Hexenprozesse zu erforschen als auch konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lehrkräfte diese Thematik anschaulich in den Unterricht integrieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt historisch-anthropologische Analysen bestehender Quellen und Fachliteratur sowie geschichtsdidaktische Konzepte zur Unterrichtsplanung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-analytische Untersuchung der Hexenverfolgungen und einen didaktischen Teil, der einen exemplarischen Unterrichtsentwurf für die Sekundarstufe I präsentiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Hexenverfolgung, gesellschaftliche Ausgrenzung, Geschichtsunterricht und didaktische Transformation beschreiben den interdisziplinären Kern der Arbeit.

Welches zentrale Problem beim Wandel des Gerichtswesens wird identifiziert?

Ein zentrales Problem war der Übergang vom Akkusations- zum Inquisitionsverfahren, wodurch die staatliche Macht gestärkt wurde und die Folter als Instrument der Wahrheitsfindung und zur Steigerung der Prozesseffizienz unverzichtbar wurde.

Warum wird im Unterrichtsentwurf mit einem Rollenspiel gearbeitet?

Das Rollenspiel dient dazu, den Schülern durch den Perspektivwechsel zu verdeutlichen, wie schnell und leichtfertig Vorurteile und gesellschaftliche Ängste zu massiver Ausgrenzung führen können.

Final del extracto de 39 páginas  - subir

Detalles

Título
Formen gesellschaftlicher Ausgrenzungen. Die Hexenverfolgungen
Subtítulo
Die Suche nach einem Sündenbock
Universidad
University of Hannover  (Philosophische Fakultät)
Calificación
1,3
Autor
Katrin Deike (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
39
No. de catálogo
V1450424
ISBN (PDF)
9783963558207
ISBN (Libro)
9783963558214
Idioma
Alemán
Etiqueta
Unterrichtsentwurf, Geschichtsdidaktik Hexenverfolgung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Deike (Autor), 2019, Formen gesellschaftlicher Ausgrenzungen. Die Hexenverfolgungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450424
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  39  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint