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Moderationsmethode und implizites Wissen

Title: Moderationsmethode und implizites Wissen

Diploma Thesis , 2002 , 104 Pages , Grade: 5.3 (max. 6)

Autor:in: Sergio Jost (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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In der Helvetia Patria Schweiz fanden zur Evaluation eines Management-Ausbildungsprogramms mehrere Evaluationsworkshops statt. In diesen Workshops war eine Kurzmoderation vorgesehen. Mit Hilfe dieser speziellen Methode erhoffte man sich, einen fundierten Aufschluss über den weiteren langfristigen Ausbildungsbedarf der Manager zu erhalten. Man vermutete, dass durch die Anwendung dieser Methode bei den Teilnehmern ein umfassenderes Wissen abgerufen werden kann, als wenn die Teilnehmer lediglich auf eine einfache Fragebogengestützten Methode nach den weiteren Ausbildungsbedürfnissen zu antworten haben.

Die Diplomarbeit geht der Frage nach, inwiefern diese Vermutung gestützt werden kann und ob es sich bei dem Wissen, das durch die Moderationsmethode visualisiert wird, um implizites Gruppenwissen handelt.

Anhand der theoretischen Aufbereitung und dem Vergleich der Workshopergebnisse kann gesagt werden, dass bei korrekter Anwendung der Moderationsmethode diese Vermutung gestützt werden kann, allerdings nur unter dem Vorbehalt, dass der experimentelle Nachweis des impliziten Wissens in der Fachliteratur bislang nur unbefriedigend hergestellt worden ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ABGRENZUNG DER BEGRIFFE

3. FRAGESTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

4. WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE POSITIONIERUNG

5. IMPLIZITE WISSENSTHEORIEN

5.1. Implizites Lernen

5.2. Implizites Wissen

5.3. Implementierung in die Praxis

5.4. Implizites Gruppenwissen

5.5. Kritik an der Theorie des impliziten Wissens

5.5.1. Problemlösen an computersimulierten Systemen

5.5.2. Künstliche Grammatiken

5.5.3. Serielle Wahlreaktionsaufgabe

6. MODERATIONSMETHODE

6.1. Momente der Gruppendynamik

6.1.1. Strukturdeterminiertheit

6.1.2. Gruppen evolvieren

6.1.3. Spontane soziale Ordnung

6.1.4. Soziale Systeme sind komplex

6.1.5. Soziale Systeme haben Grenzen

6.2. Funktion und Rolle des Moderators

6.3. Basistechnik der Moderation: Visualisierung

6.3.1. Trailer

6.3.2. Auffächern

6.3.3. Gewichten und Vertiefen

7. GEMEINSAME MERKMALE

7.1. Struktur und Salienz

7.2. Sozialisation und impliziter Lernmodus

7.3. Interaktion und Evolution

7.4. Externalisierung und Visualisierung

7.5. Vieldeutigkeit und Redundanz

8. EVALUATION IN DER BETRIEBLICHEN AUSBILDUNG

9. EVALUATIONSWORKSHOP BEI DER HELVETIA PATRIA SCHWEIZ

9.1. Beschreibung des Evaluationsworkshops

9.1.1. Ziele

9.1.2. Inhalte

9.2. Kurzmoderation im Evaluationsworkshop

9.2.1. Trailer

9.2.2. Auffächerung

9.2.3. Gewichten und vertiefen

9.3. Ergebnisse mit Kurzmoderation

9.4. Ergebnisse ohne Kurzmoderation

10. DISKUSSION

10.1. Forschungsergebnisse

10.2. Forschungsprozess

10.3. Validität

10.4. Objektivität

10.5. Reliabilität

10.6. Schlussfolgerungen

10.7. Ausblick und weiterer Forschungsbedarf

11. ABSTRACT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob implizites Wissen durch den Einsatz der Moderationsmethode in Evaluationsworkshops explizit gemacht werden kann. Dabei wird analysiert, wie Moderationsprozesse zur Wissensschaffung und -verankerung in Organisationen beitragen können.

  • Theorie des impliziten Wissens nach Michael Polanyi und Hans Georg Neuweg
  • Modelle der Wissensumwandlung (Nonaka und Takeuchi)
  • Moderationsmethode als Instrument der formativen Evaluation
  • Gruppendynamik und Visualisierungstechniken in der betrieblichen Ausbildung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Was ist Wissen und woraus besteht es? Gibt es Dinge, die wir wissen, ohne es zu wissen, und wenn Ja: Wie können wir das wissen? Verschiedene Autoren gehen von der Existenz des sogenannt impliziten Wissens aus. Es ist ein Wis sen, das in uns vorhanden ist, das wir aber nicht oder nur schwer ausdrücken (explizieren) können. Diesem Wissen wird eine besondere Qualität zugeschrie ben. Dem impliziten Wissen steht explizites Wissen gegenüber. Während je doch das explizite Wissen abrufbar ist, wie das zum Beispiel durch das Abfra gen in einer Prüfung geschieht, ist implizites Wissen nicht oder nur sehr schwer auszudrücken. Dort, wo es geschieht, spricht man von der Explikation impliziten Wissens. Man nimmt für das implizite Wissen an, dass es sich um ein ganzheit liches Wissen handelt, das auch die Wahrnehmung von Organisationsstruktu ren umfasst und persönliche Erfahrungen, Werte und Einstellungen beinhaltet.

Implizites Wissen ist nicht oder nur schwer explizierbar. Verschiedene Modelle und Methoden sind zwar vorhanden, sie werden aber nur sehr vereinzelt und individuell angewandt. Allen Modellen und Methoden gemeinsam ist eine Phase der Kreativität und sozialen Interaktion im Verlauf des Prozesses, während der implizites Wissen expliziert werden soll.

Eine Methode, die mit der sozialen Interaktion die Kreativität der Teilnehmer fördern will, ist die Moderationsmethode. Sie ist in der betrieblichen Ausbildung weit verbreitet und anerkannt. Bei der Moderationsmethode, auch Pinwandmo deration, Metaplanmoderation, Moderationstechnik oder Kurzmoderation ge nannt, handelt es sich um eine bewährte Methode, Gruppenprozesse zu steu ern. Die vorliegende Arbeit untersucht die Moderationsmethode, als einfach einzusetzende und bewährte Methode, um implizites Wissen zu explizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des impliziten Wissens und Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Anwendbarkeit der Moderationsmethode zur Wissensexplikation.

2. ABGRENZUNG DER BEGRIFFE: Definition und Abgrenzung von Begriffen wie prozedurales Gedächtnis, Kompetenzerwerb und Intuition im Verhältnis zum impliziten Wissen.

3. FRAGESTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT: Skizzierung der methodischen Vorgehensweise und des Aufbaus der Diplomarbeit.

4. WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE POSITIONIERUNG: Einordnung der Arbeit in den theoretischen Rahmen der Aktionsforschung nach Kurt Lewin.

5. IMPLIZITE WISSENSTHEORIEN: Fundierte Auseinandersetzung mit der Theorie impliziten Wissens, den Lernmodi und einer kritischen wissenschaftstheoretischen Betrachtung.

6. MODERATIONSMETHODE: Detaillierte Darstellung der Moderationsmethode als Instrument, mit Fokus auf Gruppendynamik und Visualisierungstechniken.

7. GEMEINSAME MERKMALE: Zusammenfassende Gegenüberstellung von Moderationsmethode und der Theorie des impliziten Wissens zur Ableitung gemeinsamer Kriterien.

8. EVALUATION IN DER BETRIEBLICHEN AUSBILDUNG: Kontextualisierung der Evaluation im Bereich des Human Resource Managements.

9. EVALUATIONSWORKSHOP BEI DER HELVETIA PATRIA SCHWEIZ: Praktische Anwendung der Kurzmoderation im Rahmen des "General Management Program".

10. DISKUSSION: Reflektion der Forschungsergebnisse, des Forschungsprozesses sowie eine Bewertung von Validität, Objektivität und Reliabilität.

Schlüsselwörter

Implizites Wissen, Moderationsmethode, Kurzmoderation, Evaluationsworkshop, Wissensexplikation, Gruppendynamik, Wissensumwandlung, Sozialisation, Externalisierung, Organisationspsychologie, Aktionsforschung, Wissensspirale, betriebliche Ausbildung, prozedurales Wissen, Visualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Moderationsmethode als Instrument genutzt werden kann, um in Evaluationsworkshops implizites Wissen von Mitarbeitern zu explizieren, also für die betriebliche Ausbildung nutzbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die kognitionspsychologische Theorie des impliziten Wissens mit der anwendungsorientierten Moderationsmethode, um Wissensschaffungsprozesse in Organisationen besser zu verstehen und zu steuern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Hypothese zu prüfen, ob sich mithilfe der Moderationsmethode implizites Wissen explizieren lässt, um so fundiertere Erkenntnisse für die betriebliche Aus- und Weiterbildung zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit positioniert sich in der Aktionsforschung nach Kurt Lewin, da dieser Ansatz die Beteiligung der Untersuchungssubjekte als gleichberechtigte Partner fördert und Forschung mit Veränderungsprozessen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des impliziten Wissens, eine detaillierte Beschreibung der Moderationsmethode sowie einen Praxisteil, in dem Evaluationsworkshops bei der Helvetia Patria Schweiz analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind implizites Wissen, Moderationsmethode, Wissensexplikation, Gruppendynamik, Organisationspsychologie und formative Evaluation.

Wie unterscheidet sich die Kurzmoderation von der bisherigen Kartenabfrage in den Workshops?

Im Gegensatz zur reinen Kartenabfrage zielt die Kurzmoderation darauf ab, durch eine gesteuerte Gruppendynamik und die Visualisierung von Metaphern und Zusammenhängen ein tieferes, implizit vorhandenes Wissen abzurufen, das über bloße Faktenabfragen hinausgeht.

Warum ist der Schutz von nicht explizitem Wissen für Organisationen wichtig?

Der Autor argumentiert, dass bei Reorganisationen durch mangelnde Sorgfalt oft implizites Wissen (Erfahrungswissen) verloren geht, was zu einer Zerstörung von Kernkompetenzen und langfristigen Erfolgsschäden führen kann.

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Details

Title
Moderationsmethode und implizites Wissen
College
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Grade
5.3 (max. 6)
Author
Sergio Jost (Author)
Publication Year
2002
Pages
104
Catalog Number
V14510
ISBN (eBook)
9783638198899
ISBN (Book)
9783638698993
Language
German
Tags
Moderationsmethode Wissen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sergio Jost (Author), 2002, Moderationsmethode und implizites Wissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14510
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