Abhängigkeit der Arbeitsmotivation durch die Art der Führung


Seminararbeit, 2010

18 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Ill Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Führung und Führungsstile
2.1 Macht als Voraussetzung für eine gute Führung
2.2 Führungsstile und Führungstheorien

3 Motivation
3.1 Inhaltstheorie - Motivationstheorie nach Maslow
3.2 Inhaltstheorie - Motivationstheorie nach Herzberg

4 Einfluss der Führung auf die Motivation

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - "Quelle: Jung, Hans (2008): Personalwirtschaft, 8. Auflage, München/Wien 2008 " 8

1 Einleitung

„Wenn man wüsste, was einen Mitarbeiter veranlasst, klaglos Überstunden zu machen, häufig zu spät zu kommen, die Anweisungen des Vorgesetzten zu sabotieren etc., hätte man den Schlüssel zur leistungssteigernden Verhaltensbeeinflussung"1

In der heutigen globalisierten Unternehmenswelt stellt die menschliche Arbeit einen Wettbewerbsfaktor dar. Daher ist es von großer Bedeutung herauszufinden, welche Verhaltensbeeinflussungen bei den Mitarbeitern zu einer Leistungssteigerung führen. Jede Reaktion des Mitarbeiters geht von einem speziellen Reiz aus. Anreize für eine Leistungssteigerung können daher monetärer und nichtmonetärer Natur sein. Während die monetären Anreize nur kurzfristig motivieren, wirken die nichtmonetären länger. Unter diesen versteht man beispielsweise die Arbeitsqualität, das Betriebsklima und die Art wie die Mitarbeiter geführt werden.

Schon im Jahr 1940, wies der jüdische Emigrant Lewin nach, dass die Art und Weise der Führung einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der geführten haben kann. Die Führungsfähigkeiten stellen somit einen Motivationsfaktor dar. In seinem Experiment setzte er Schülergruppen unterschiedlichen Gruppenleitern aus, welche sich durch ihre Verhaltensweisen und Methoden unterscheiden. Er wollte damit den Einfluss von autoritären Führungsverhalten auf das Gruppenverhalten untersuchen. Vorrangig fand diese Untersuchung statt, um unterschiedliche Führungsstrukturen zu analysieren und die gewonnenen Erkenntnisse beim Aufbau des Hitler-Regimes anwenden zu können. Obwohl diese Studie auf die Untersuchung des Gruppenverhaltens abzielt, konnten weitere Erkenntnisse gewonnen werden. So stellte Lewin fest, dass der Führungsstil Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse und Leistungsfähigkeit der Gruppenmitglieder hat.2

Diese empirischen Daten deuten darauf hin, dass die Leistungsfähigkeit des einzelnen Gruppenmitglieds davon abhängig ist, wie die Gruppe geführt wird. Kann somit der Führungsstil der Schlüssel zur Leistungssteigerung sein?

Im Folgenden werde ich auf die unterschiedlichen Führungsstile und Motivationstheorien eingehen und dessen Abhängigkeit voneinander untersuchen.

2 Führung und Führungsstile

Steyrer stellt fest, „„.daß [!] es in den Sozialwissenschaften wahrscheinlich kein zweites Thema gibt, das derart intensiv und umfassend erforscht wurde wie das Thema „Führung". So enthält etwa das „Handbook of Leadership" allein 7500 Quellen".3

Bei der Führungsforschung besteht jedoch das Problem, dass die Daten nicht gemessen werden können. Es können nur Beobachtungen aus Experimenten dokumentiert und ausgewertet werden.

Zuerst betrachte ich, warum Führende überhaupt auf Folgebereitschaft und Gehorsam bei Geführten stoßen. Anschließend stelle ich eine Auswahl verschiedener Führungsstile vor.

2.1 Macht als Voraussetzung für eine gute Führung

Warum kann die Führungskraft den Geführten überhaupt führen? Dazu gehört eine gewisser Handlungsspielraum des Führenden um seine Macht ausüben zu können. Unter dem Begriff Macht versteht man, den Handlungsspielraum des Anderen zu beeinflussen um seine eigenen Interessen durchsetzen zu können und diese zu Legitimisieren. Das Ausüben von Macht beinhalten somit auch, den Geführten zu etwas bewegen, was er sonst nicht getan hätte.

In der Literatur findet man folgende Machtbasen:4

- Macht durch Belohnung
- Macht durch Bestrafung
- Macht durch Sachkenntnis
- Macht durch Identifikation
- Macht durch Legitimation

Staehle erklärt den Machtbegriff so, dass er ein Unterbegriff des sozialen Einflusses ist. Jener ist die Fähigkeit, bei einem Individuum oder einer Gruppe eine gewünschte Verhaltensänderung herbeizuführen. Macht stellt die Untergruppe derjenigen Verhaltensänderungen dar, die gegen den Willen des Betroffenen geschieht. Die legitime Macht nennt er Autorität. Zu dieser hat der Betroffene zumindestens teilweise seine Zustimmung gegeben.5 (vgl. Staehle 1999, S.398).

Diese Form, aufgebaut auf den Machtbasen, ist die im Zusammenhang mit Führungsstil vorkommende Form der Macht.

2.2 Führungsstile und Führungstheorien

Im Laufe der zahlreichen Untersuchungen konnten bei Führungskräften unterschiedliche Stile festgestellt werden:

Autoritärer Führungsstil, hierbei wird durch Gehorsam und Macht geführt. Die Geführten erhalten strikte Anweisungen die sie zu befolgen haben.

Kooperativer Führungsstil, hierbei soll der Geführte nicht gezwungen, sondern überzeugt werden. Bei der Aufgabenverteilung kann er Teilhaber des Führungsprozesses werden.

Der passive Führungsstil nach Lewin besagt, dass der Vorgesetzte weder hilfegebend, noch bestrafend in das Geschehen eingreift. Er lässt den Mitarbeitern Freiraum im Sinne der Gestaltung seiner Aufgaben und dessen Organisation. Das Individuum selbst und dessen Kreativität wird gefördert. Dieser Stil ist jedoch problematisch, da keine richtige Struktur gegeben wird und die Mitglieder eine gewisse Eigendynamik mit unproduktiven Interessen entwickeln können.

Patriarchischer Führungsstil, die Führungskraft schlüpft in eine Vaterrolle, dessen soziales Verantwortungsgefühl stark ausgeprägt ist. Er sorgt sich um seine Mitarbeiter und erwartet als Gegenleistung Loyalität, Treue und Gehorsam.

Charismatischer Führungsstil, hierbei überzeugt der Vorgesetzte allein durch seine Ausstrahlung. Er kann von den Geführten etwas verlangen, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen.

[...]


1 [MA99], S.219

2 vgl. [MA99], S. 339

3 [TF93], S. 100

4 vgl. [PF90], S. 63

5 vgl. [MA99], S. 398

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Abhängigkeit der Arbeitsmotivation durch die Art der Führung
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Note
1,5
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V145106
ISBN (eBook)
9783640541966
ISBN (Buch)
9783640542048
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führung, Führungsstil, Motivation, Motivationstheorie, Arbeitsmotivation, Mitarbeitermotivation, Führungsverhalten
Arbeit zitieren
Marc Rieger (Autor), 2010, Abhängigkeit der Arbeitsmotivation durch die Art der Führung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145106

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