Die religionsstunde wurde in einer Klasse 5 Realschule im Rahmen der Unterrichtseinheit evangelisch - katholisch gehalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Analyse der Lehr- und Lernvoraussetzungen
1.1 Die Schule
1.2 Die Klasse
2 Gegenstand und Einordnung der Stunde
3 Sachanalyse
3.1 Einordnung des Themas in einen fachwissenschaftlichen Zusammenhang
4 Methodisch didaktische Analyse
4.1 Thema im Rahmen des Lehrplans
4.2 Begründungszusammenhang
4.3 Schülerorientierte Themenbegründung
4.4 Fachdidaktische Begründung
5 Kompetenzen und Ziele
6 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.1 Einstieg
6.2 Erarbeitung
6.3 Ergebnissicherung
6.4 Transfer
6.5 Puffer
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit für eine 5. Klasse an einer Realschule ist es, den Schülerinnen und Schülern einen strukturierten Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Konfession zu vermitteln und so ein Verständnis für ökumenische Offenheit sowie die eigene konfessionelle Identität zu fördern.
- Konfessionelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Kircheninnenraum
- Ökumenische Offenheit und Identitätsbildung im Religionsunterricht
- Strukturierung von Informationen mittels Texten und Bildern
- Methoden des kooperativen Lernens (Gruppenarbeit)
- Religiöse Kompetenzentwicklung in der Entwicklungsstufe des mythisch-wörtlichen Glaubens
Auszug aus dem Buch
3.1 Einordnung des Themas in einen fachwissenschaftlichen Zusammenhang
Die christliche Kirche blickt auf eine etwa 2000-jährige Geschichte zurück. Sie selbst ist entstanden durch eine Trennung vom Judentum. Dabei kam es in der Folgezeit immer wieder zu Abspaltungen, die eine Herausbildung von Konfessionen zur Folge hatte. Das Christentum wird in verschiedene Konfessionen gegliedert, die sich inhaltlich und rechtlich voneinander unterscheiden. Dies besaß über Jahrhunderte den Charakter einer Spaltung. Die Folge war, dass katholische und evangelische Christen sich bewusst voneinander abgrenzten. Obwohl sie zwar wenig von den anderen Konfessionen wussten, verdächtigten sie sich auf unterschiedlichsten Weisen um sich voneinander fern zu halten. Um ein Beispiel zu nennen wurden konfessionsverschiedene Ehen nicht geduldet.
Im 20. Jahrhundert kam es dann zu einer theologischen Neubesinnung, die zu einer Annäherung im Verständnis der Rechtfertigungslehre geführt hat. Der Dialog zwischen den Konfessionen hat vor allem nach dem II. Vatikanischem Konzil an Intensität gewonnen. Im evangelischen Kirchenverständnis wird das Christusgeschehen in der Verkündigung vergegenwärtigt. Dabei sind Wort und Sakrament die Mittel, in denen der Heilige Geist vorgegeben wird und den Glauben lehren. Die Kirche wird in dieser Hinsicht durch die Verkündung der Christusbotschaft begründet. Die Reformatoren begründen ausdrücklich, dass für die Einheit der Kirche das Evangelium in diesem Verständnis verkündigt und die Sakramente entsprechend dem göttlichen Wort gereicht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Analyse der Lehr- und Lernvoraussetzungen: Dieses Kapitel beschreibt die räumlichen Rahmenbedingungen der Schule sowie den Entwicklungsstand und die Zusammensetzung der Religionsklasse.
2 Gegenstand und Einordnung der Stunde: Hier wird das Thema der Stunde in den Kontext des aktuellen Lehrplans und der vorangegangenen Unterrichtseinheiten eingebettet.
3 Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert den theologischen und historischen Hintergrund der Konfessionstrennung und deren heutige Neubesinnung im ökumenischen Dialog.
4 Methodisch didaktische Analyse: Hier wird begründet, warum das Thema wichtig ist und wie es didaktisch aufbereitet wurde, um den Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden.
5 Kompetenzen und Ziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten religiösen, fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen sowie die konkreten Stundenziele.
6 Geplanter Unterrichtsverlauf: Dieser Abschnitt detailliert die einzelnen Phasen der Unterrichtsstunde vom Einstieg über die Erarbeitung bis hin zu Sicherung und Transfer.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Konfessionen, Ökumene, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kircheninnenraum, Christentum, Identitätsbildung, Gruppenarbeit, Sakramente, Kirchengeschichte, Religionspädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für den ersten beratenden Unterrichtsbesuch im Fach Religion dar, der sich mit den Konfessionsunterschieden befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die christlichen Konfessionen, ökumenische Offenheit und die Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Identität.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler einen Überblick über wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der katholischen und evangelischen Konfession erhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine methodisch-didaktische Analyse sowie die Einordnung in den Bildungsplan und psychologische Entwicklungsstufenmodelle (Fowler).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Sachanalyse, die didaktische Begründung, die Zielformulierungen sowie der detaillierte Ablaufplan der Unterrichtsstunde dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Religionsunterricht, Konfessionen, Ökumene, Identitätsbildung und Kirchenraumgestaltung.
Warum wurde ein Comic für den Einstieg gewählt?
Ein Comic ist für die 5. Jahrgangsstufe altersgerecht und aktiviert auf motivierende Weise das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu Unterschieden in Kirchen.
Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit in diesem Entwurf?
Die Gruppenarbeit dient der arbeitsteiligen Erarbeitung unterschiedlicher Gegenstände in katholischen und evangelischen Kirchen, um so die verschiedenen Themenschwerpunkte effektiv zu erschließen.
- Quote paper
- Francesca Rosa (Author), 2009, Miteinander Glauben – Füreinander da sein - Miteinander feiern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145184