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Global Governance - Ein Weltregierungskonzept mit Zukunftsperspektive?

Title: Global Governance - Ein Weltregierungskonzept mit Zukunftsperspektive?

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Schweizer (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
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Der Begriff der Global Governance ist seit Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zu „dem“ Begriff der internationalen Beziehungen geworden, wenn es darum geht, die Ordnungs- und Strukturprozesse in einer ausdifferenzierten Welt neu zu kategorisieren und politisch zu gestalten. Eng verknüpft ist das Konzept dabei mit dem Prozess der Globalisierung der Weltwirtschaft, dessen Risiken minimiert und Chancen optimiert werden müssen. Global Governance wird dabei als Erweiterung des Begriffes der Internationalen Politik verwendet, eng verbunden mit dem Multilateralismus, der eine wechselseitige Kooperation mehrerer Partner zu Herstellung ökonomischer und politischer Chancengleichheit propagiert. Gleichzeitig wird mit diesem ersten Versuch der Annäherung an eine Definition der Global Governance auch die Daseinsberechtigung dieses Konzeptes begründet, und zwar geht es um die Antwortmöglichkeiten auf die Herausforderungen der Globalisierung. Wie soll und kann eine im Sinne von Helmut Willke immer stärker horizontal und vertikal, ja sogar organisiert differenzierte Welt noch regiert werden ist also die Quintessenz der Frage nach Global Governance. Im Verlauf der Arbeit soll versucht werden. zu einer abschließenden Definition des Konzeptes zu gelangen, zunächst ist aber eine Einbettung in den internationalen Kontext zur Herausarbeitung der Hintergründe unentbehrlich. Die Herausforderungen der Globalisierung und ihre Analyse nach politikwissenschaftlichen Kriterien stellen den zweiten Teil der Arbeit dar. Anschließend werden anhand von internationalen Konfliktlinien als historisch-deskriptive Konstante die Bedingungsfaktoren für ein neues Weltregierungskonzept aufgezeigt. Im Hauptteil der Arbeit sollen die verschiedenen Konzepte der Global Governance-Forschung zum einen in einen empirisch-analytischen und zum anderen in einen normativen Kontext eingebettet werden um ein explizites Verständnis zu ermöglichen. Danach werden die Probleme der Global Governance-Konstruktion kurz zusammengefasst, bevor im Schlussteil eine Bewertung derselben vorgenommen wird und die normative Perspektive in Bezug auf die Einschätzung der Realisierungsmöglichkeiten eruiert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Globalisierung und ihre Dimensionen

3 Konfliktlinien in der Friedens- und Konfliktforschung

3.1 Machtkonflikte

3.2 Kulturkonflikte

3.3 Wirtschaftskonflikte

3.4 Entwicklungskonflikte

4 Beispiele für neue Herausforderungen und intensivierte Handlungsmuster durch die Globalisierung

5 Die Einteilung der neuen Komplexitäten in die Dimensionen des Politischen

6 Die Analysekonzepte von Global Governance

6.1 Das empirisch-analytische Konzept von James Rosenau

6.2 Das normative Konzept von Global Governance

6.2.1 Das Verständnis von Global Governance der CGG

6.2.2 Das INEF-Konzept von Global Governance

6.2.3 Die Gruppe von Lissabon und der Globale Vertrag

7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Versuch zur Generierung eines Global Governance-Begriffs

8 Exkurs Soft law

9 Die Herausforderungen und Probleme von GlobalGovernance

10 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Global Governance als potenzielle Antwort auf die durch die Globalisierung entstehenden neuen Herausforderungen und Konfliktlinien. Dabei wird analysiert, inwieweit das Konzept als zukunftsfähiges Weltregierungskonzept geeignet ist, um komplexe internationale Probleme durch ein Zusammenspiel staatlicher und nicht-staatlicher Akteure zu lösen.

  • Analyse der verschiedenen Dimensionen der Globalisierung und der daraus resultierenden Konfliktpotenziale.
  • Gegenüberstellung empirisch-analytischer und normativer Konzepte der Global Governance-Forschung.
  • Untersuchung der Rolle von Akteuren wie Nationalstaaten, NGOs und internationalen Organisationen.
  • Diskussion von Herausforderungen und Problemen, wie etwa das Demokratiedefizit oder Wertekonflikte.
  • Kritische Bewertung der Realisierungschancen in der aktuellen internationalen politischen Realität.

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Das Verständnis von Global Governance der CGG

Die CGG hat ein eigenes Verständnis von Global Governance entwickelt: Unter den gegenwärtigen Problemen der Welt wie Umweltzerstörung, Instabilität, Armut und Krisen müssen neue Institutionen geschaffen werden, die diese Probleme bewältigen können. Hauptakteure sollen jedoch weiterhin die Nationalstaaten bleiben, die zur Kooperation mit informellen Institutionen angehalten werden. Es ist ein teils korporatistisches Verständnis von Global Governance, teils ein eher auf „checks und balances“ ausgelegtes Verständnis. Es soll ein effektives System der Weltordnung geschaffen werden, und zwar durch politische Führung unter den Nationalstaaten und der UN, durch Demokratisierung, durch Reformierung der UN, durch die Schaffung und den Ausbau internationaler Organisationen sowie durch nachhaltiges Wachstum. So wird die Einrichtung eines Rates für Wirtschaftliche Sicherheit (RWS) empfohlen, die Schaffung eines Internationalen Strafgerichts und somit die Durchsetzung des Völkerrechts und die Orientierung hin zu einer globalen Zivilgesellschaft. Damit wird neben der policy- Dimension zur Gestaltung der Global Governance auch die akteurszentrierte Dimension und die Strukturen (polity) berücksichtigt. Die Reformierung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen im Sinne seiner Erweiterung sowie die Wiederbelebung der Generalversammlung und die damit eng gekoppelte Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit in der Welt sind als wichtigste Punkte der CGG zu definieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in den Begriff Global Governance als Reaktion auf Ordnungs- und Strukturprozesse in einer ausdifferenzierten Welt im Kontext der Globalisierung.

2 Globalisierung und ihre Dimensionen: Erläuterung der ökonomischen, technischen, ökologischen, kulturellen und politischen Dimensionen der Globalisierung als Determinanten für Global Governance.

3 Konfliktlinien in der Friedens- und Konfliktforschung: Analyse historischer und aktueller globaler Konfliktlinien wie Macht-, Kultur-, Wirtschafts- und Entwicklungskonflikte.

4 Beispiele für neue Herausforderungen und intensivierte Handlungsmuster durch die Globalisierung: Darstellung der Grundstruktur globaler Herausforderungen, wie dem Schutz öffentlicher Güter und internationalen Dependenzen.

5 Die Einteilung der neuen Komplexitäten in die Dimensionen des Politischen: Einordnung der Globalisierungsprozesse in die Begriffe policy, polity und politics zur besseren Kategorisierung der Komplexität.

6 Die Analysekonzepte von Global Governance: Vorstellung und Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Konzepte von Global Governance, darunter Rosenau, die CGG, das INEF und die Gruppe von Lissabon.

7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Versuch zur Generierung eines Global Governance-Begriffs: Synthese der verschiedenen Ansätze und Formulierung einer umfassenden Definition von Global Governance.

8 Exkurs Soft law: Diskussion des Begriffs Soft Law sowie dessen Chancen und Risiken im internationalen Kontext.

9 Die Herausforderungen und Probleme von GlobalGovernance: Untersuchung der Umsetzungsprobleme, wie fehlender globaler Konsens, Wertekonflikte und die Souveränitätslehre der Nationalstaaten.

10 Schlussbemerkung: Kritische Einschätzung der Realisierungschancen eines Weltregierungskonzepts angesichts realpolitischer Machtinteressen.

Schlüsselwörter

Global Governance, Globalisierung, Weltregierungskonzept, Internationale Beziehungen, Machtkonflikte, Nationalstaat, Zivilgesellschaft, Multilateralismus, Soft Law, Policy, Polity, Politics, Konfliktlinien, Weltethos, Internationale Organisationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Global Governance als Antwort auf die durch die Globalisierung zunehmende internationale Komplexität und die Notwendigkeit, Weltpolitik neu zu strukturieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Analyse globaler Konfliktlinien, die Einteilung politischer Komplexität, der Vergleich verschiedener theoretischer Global-Governance-Konzepte und die Rolle verschiedener Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu einer fundierten Definition von Global Governance zu gelangen und kritisch zu prüfen, ob dieses Konzept als realistisches Weltregierungskonzept zur Problemlösung taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche, deskriptiv-analytische Methode, um bestehende Konzepte zu sichten, einzuordnen und auf ihre reale Anwendbarkeit hin zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Ansätze wie das empirisch-analytische Modell von Rosenau sowie normative Modelle wie die der CGG oder des INEF vorgestellt und kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Global Governance, Nationalstaat, Souveränität, Soft Law, internationale Regelsysteme und den Diskurs zwischen verschiedenen politischen Akteuren.

Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft laut den untersuchten Konzepten?

Die Zivilgesellschaft wird als unverzichtbarer politischer Akteur angesehen, der Kontrollfunktionen wahrnimmt und durch öffentlichen Druck zur Transparenz und legitimen Politikgestaltung beitragen soll.

Warum wird die Umsetzbarkeit von Global Governance kritisch gesehen?

Die Skepsis rührt vor allem von realpolitischen Machtkonflikten, dem Festhalten der Nationalstaaten an ihrer Souveränität und dem Fehlen eines universell akzeptierten Weltethos her.

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Details

Title
Global Governance - Ein Weltregierungskonzept mit Zukunftsperspektive?
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Öffentliches Recht)
Course
Rechtliche Standards im Kontext der Globalisierung
Grade
1,7
Author
Sebastian Schweizer (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V145199
ISBN (eBook)
9783640549290
ISBN (Book)
9783640550203
Language
German
Tags
Global Governance Weltregierungskonzept Zukunftsperspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schweizer (Author), 2008, Global Governance - Ein Weltregierungskonzept mit Zukunftsperspektive?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145199
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