Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Leseleistungen von Grundschulkindern im Vergleich zu den genutzten Leselehrmethoden im Anfangsunterricht

Title: Leseleistungen von Grundschulkindern im Vergleich zu den genutzten Leselehrmethoden im Anfangsunterricht

Examination Thesis , 2019 , 99 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Henning Schmidt (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Examensarbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Untersuchung der Leseleistungen von Grundschulkindern im Kontext verschiedener Leselehrmethoden. Es wird analysiert, welche Methoden den Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht am effektivsten fördern, basierend auf einer Studie mit mehr als 1.600 Grundschulkindern aus dem nördlichen Mecklenburg-Vorpommern.

Die Studie beleuchtet die kritische Rolle des Schriftspracherwerbs für die gesellschaftliche Teilhabe und vergleicht die Effektivität verschiedener Leselehrmethoden im Anfangsunterricht. Mit einem umfangreichen Datensatz von über 1.600 Grundschülern aus 14 Schulen, basierend auf Curriculumbasierten Messverfahren (CBM), untersucht die Arbeit, wie synthetische, analytisch-synthetische und ganzheitliche Ansätze, einschließlich spezifischer Konzepte wie das ORI-Verfahren, die Leseleistung beeinflussen. Durch eine detaillierte Clusteranalyse werden Einflussgrößen für den Leseerfolg identifiziert, um zu ermitteln, welche Methoden die Lesekompetenz am besten fördern. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einsichten für Pädagogen, Eltern und Politikgestalter zur Optimierung des Leseunterrichts in der Grundschule.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Leselernprozess

2.1 Voraussetzungen für das Lesenlernen

2.2 Prozess- und Stufenmodelle des Lesens und Lesenlernens

2.3 Sinnverstehendes Lesen

3 Leselehrkonzepte

3.1 Klassische Leselehrverfahren

3.1.1 Synthetische Verfahren

3.1.2 Analytische Verfahren

3.1.3 Analytisch-synthetische Verfahren

3.2 Alternative Leselehrverfahren

3.2.1 Der Spracherfahrungsansatz

3.2.2 Das Konzept Lesen durch Schreiben

3.2.3 Forschungsstand und kritische Betrachtung der alternativen Leselehrverfahren

3.3 Zur aktuellen Situation der Leselehrverfahren

3.3.1 Moderne Fibelkonzepte

3.3.2 Das Konzept der orthographischen Invarianten (ORI)

4 Zusammenfassung des theoretischen Standes

5 Fragestellung und Ziele der Arbeit

6 Methode

6.1 Messinstrumente

6.1.1 Erhebung der Leseleistungen

6.1.2 Fragenbogen

6.2 Stichprobe

6.3 Vorgehensweise und Auswertung der Daten

6.3.1 Auswertung der CBM-Daten

6.3.2 Auswertung der Fragebogen-Daten

7 Ergebnisse

7.1 Verteilung der in der Stichprobe angewandten Leselehrverfahren

7.2 Auswertung der Leseleistung in Zusammenhang mit den angewandten Leselehrmethoden

7.2.1 Lehrgangsorientierte Verfahren (LGV) vs. Lernwegsorientierte Verfahren (LWV) vs. gemischte Gruppen (LGV+LWV)

7.2.2 Methodenintegrierte Verfahren (MV) vs. Silbenorientierte Verfahren (SV) vs. gemischte Gruppen (MV+SV)

7.2.3 Vergleich der offenen Ansätze: Spracherfahrungsansatz und Lesen durch Schreiben (S+LdS) vs. Schreiborientierte Ansätze (SCV) vs. ORI-Konzept (ORI)

7.3 Einfluss von Differenzierungsmaterialien

7.4 Vergleich auf Klassenebene

7.5 Vergleich in Bezug auf den sozialen Status

8 Diskussion

8.1 Limitationen

8.2 Zur Verteilung der Leselehrverfahren in der Stichprobe

8.3 Zusammenfassung der Ergebnislage und Thesengenerierung

8.3.1 Thesengenerierung

8.4 Implikationen

8.4.1 Forschung

8.4.2 Praxis

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Leseleistungen von Grundschülerinnen in der ersten bis vierten Klasse unter Berücksichtigung der jeweils eingesetzten Leselehrverfahren, um zu evaluieren, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Lehrmethode und dem Lernerfolg besteht. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob moderne Erkenntnisse über Rechtschreibleistungen auf Leseleistungen übertragbar sind oder ob die Debatte um die "richtige" Lehrmethode als Scheindebatte zu werten ist.

  • Vergleich von lehrgangsorientierten vs. lernwegsorientierten Leselehrmethoden.
  • Differenzierte Analyse von Fibelkonzepten und deren Zusatzmaterialien.
  • Evaluierung des Einflusses des sozialen Status auf die Leseleistung.
  • Explorative Datenauswertung zur Ableitung von Thesen für die zukünftige Forschung.
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit von Methoden wie "Lesen durch Schreiben" und dem "ORI-Konzept".

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Analytische Verfahren

Analytische oder auch ganzheitliche Verfahren bilden das Äquivalent zur synthetischen Vorgehensweise und stellen die Sinnerfassung in den Mittelpunkt. Erste Veröffentlichungen liegen bereits von Friedrich Gedike aus dem Jahr 1779 vor, der in seinen Ausführungen beschreibt, Texte zunächst Wort für Wort vorzulesen, wodurch der Schüler selbst zur Einsicht komme „daß [sic!] jedes Wortzeichen aus mehreren einzelnen Zeichen zusammengesetzt ist…“ (Gedike, 1779; zitiert nach Topsch, 2005, S. 56). Brückl (1926, 1933), Kern & Kern (1937) oder auch Wittmann (1967) verfolgten diesen Ansatz weiter und beschrieben bis in die 70er Jahre die Ganzheitsmethode als zu präferierendes Leselehrverfahren.

In der Praxis bedeutet das, dass sich die Kinder vom Großen zum Kleinen (top-down) vorarbeiten. Mit Hilfe der Umstrukturierung von Sätzen erfahren die SchülerInnen, dass Sätze aus Wörtern bestehen (Schneider, 2017, S. 108). Diese Wörter bestehen wiederum aus einzelnen, visuell voneinander trennbaren Zeichen - den Buchstaben. Topsch (2005, S. 56ff) stellt auch hier drei wesentliche Erwerbsphasen heraus, die die analytische Vorgehensweise kennzeichnen.

Zunächst erfolgt das naivganzheitliche Lesen, in dessen Verlauf ein Grundwortschatz (ähnlich wie ein mentales Lexikon, siehe Kapitel 2.2) erworben werden soll, indem die SchülerInnen sich das Wort in seiner Gestalt/ Form einprägen. Hierfür sollen etwa 30 bis 50 Wörter ganzheitlich verinnerlicht und gespeichert werden (Günther, 2007, S. 34). Im Mittelpunkt steht dabei der Sinn des Wortes, auf den durch bildliche Unterstützungen oder Kontexte immer wieder verwiesen wird (Schenk, 2009, S. 88). Die Kenntnis der Buchstaben ist in dieser Phase zweitrangig (Schründer-Lenzen, 2013, S. 152).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den kontroversen Streit um verschiedene Lese-Rechtschreiblehrmethoden und hinterfragt die Relevanz der anhaltenden Fibeldiskussion.

2 Der Leselernprozess: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen wie Stufenmodelle zur Entwicklung von Lesekompetenz sowie verschiedene psychologische Lesemodelle.

3 Leselehrkonzepte: Hier werden klassische Verfahren (synthetisch, analytisch, analytisch-synthetisch) sowie alternative Ansätze (Spracherfahrungsansatz, Lesen durch Schreiben, ORI) detailliert vorgestellt und kritisch reflektiert.

4 Zusammenfassung des theoretischen Standes: Eine Synthese der theoretischen Debatte, die auf den aktuellen wissenschaftlichen Konsens bezüglich der Lehransätze verweist.

5 Fragestellung und Ziele der Arbeit: Definition der Forschungsziele, die auf eine explorative Untersuchung der Leseleistungen im Vergleich zur genutzten Methode zielen.

6 Methode: Dokumentation der wissenschaftlichen Vorgehensweise, der eingesetzten Messinstrumente (CBM) und der Erhebung der Stichprobe.

7 Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten, inklusive statistischer Vergleiche der Leistungsniveaus zwischen verschiedenen Lehransätzen, Klassenstufen und sozialem Status.

8 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Limitationen der Studie, Thesengenerierung und Ableitung von Implikationen für Forschung und Praxis.

9 Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Resümee zur Relevanz der Lehrkraftkompetenz gegenüber der isolierten Methodenwahl.

Schlüsselwörter

Leselehrverfahren, Schriftspracherwerb, Fibelansatz, Spracherfahrungsansatz, Lesen durch Schreiben, analytische Verfahren, synthetische Verfahren, Curriculumbasierte Messverfahren, Leseleistung, Sinnerfassung, phonologische Bewusstheit, Grundschule, Lehrkonzepte, Differenzierung, ORI-Konzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Leseleistungen bei Grundschulkindern in Abhängigkeit von den eingesetzten Leselehrverfahren an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.

Welche unterschiedlichen Themenfelder werden in der Arbeit betrachtet?

Das Spektrum reicht von der theoretischen fundierten Stufenmodell-Betrachtung des Schriftspracherwerbs über die Analyse klassischer synthetischer Lehrmethoden bis hin zu modernen offenen Lernkonzepten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin, explorativ zu prüfen, ob bestimmte Lehrmethoden zu signifikant besseren Leseleistungen führen und ob sich die Annahme der Überlegenheit von Fibelansätzen bestätigen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?

Die Studie nutzt einen retrospektiven Querschnitts-Ansatz mithilfe curriculumbasierter Messverfahren (CBM) und standardisierter Fragebögen für Lehrkräfte.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Darstellung der didaktischen Konzepte, der Beschreibung der gewählten Methodik zur Datengewinnung, der statistischen Ergebnisdarstellung sowie der kritischen Diskussion dieser Ergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Schlüsselbegriffe wie Schriftspracherwerb, Leselehrverfahren, Fibelansatz und empirische Wirksamkeitsprüfung kennzeichnen den methodischen Kern der Arbeit.

Was unterscheidet das ORI-Konzept von anderen Ansätzen?

Das ORI-Konzept (orthographische Invarianten) basiert auf der Idee, dass deutsche Wörter primär durch wiederkehrende "Wortmitten" (Invarianten) unterschieden werden, anstatt sich auf Laut-Graphem-Korrespondenzen zu stützen.

Warum ist das Thema trotz langer Diskussionen heute noch relevant?

Die Debatte um die Wirksamkeit von Lehrmethoden ist pädagogisch nach wie vor aktuell, da Schulen vor der Entscheidung stehen, wie sie heterogene Lernvoraussetzungen in der Praxis am besten berücksichtigen können.

Excerpt out of 99 pages  - scroll top

Details

Title
Leseleistungen von Grundschulkindern im Vergleich zu den genutzten Leselehrmethoden im Anfangsunterricht
College
University of Rostock  (Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation)
Course
Staatsexamen
Grade
1,5
Author
Henning Schmidt (Author)
Publication Year
2019
Pages
99
Catalog Number
V1452640
ISBN (PDF)
9783389015865
ISBN (Book)
9783389015872
Language
German
Tags
Leselehrmethoden Sonderpädagogik ORI analytisch synthetisch analytisch-synthetisch methodenintegriert CBM Grundschulpädagogik Deutschunterricht Leselehrgang Anfangsunterricht Schuleingangsphase Leselehrkonzepte Fibel Spracherfahrungsansatz Lesen durch Schreiben orthografische Invarianten Anlauttabelle Curriculumbasierte Messverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henning Schmidt (Author), 2019, Leseleistungen von Grundschulkindern im Vergleich zu den genutzten Leselehrmethoden im Anfangsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1452640
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  99  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint