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Enkodierung, Aufrechterhaltung oder Abruf? Zur Lokalisation des Gedächtnisvorteils im Überlebensrelevanzparadigma

Titre: Enkodierung, Aufrechterhaltung oder Abruf? Zur Lokalisation des Gedächtnisvorteils im Überlebensrelevanzparadigma

Thèse de Bachelor , 2023 , 69 Pages , Note: 1

Autor:in: Jacqueline C. Urbach (Auteur)

Psychologie - Psychologie cognitive
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nairne, Thompson und Pandeirada (2007) entdeckten einen robusten Gedächtnisvorteil für in einem Überlebenskontext verarbeitetes Wortmaterial. Nach der Reichhaltigkeit der Enkodierungs-Hypothese entsteht dieser Überlebensrelevanz-Effekt durch eine besonders reichhaltige Form der Enkodierung, welche die Überlebensverarbeitung auslöst und die den späteren Abruf erleichtert. Um die latenten kognitiven Prozesse des Überlebensrelevanz-Effekts zu erforschen, verglichen wir anhand einer studentischen Stichprobe (N = 57) das Überlebensszenario mit einem Umzugsszenario. Wir nutzten die Generierung von möglichen Verwendungszwecken von Objekten für das betreffende Szenario. Die Gedächtnisleistungen für Wort-Verwendungszweckpaare in einem Free-then-Cued-Recall-Test waren Grundlage für die Analyse mit einem erweiterten Encoding-Maintenance-Retrieval-Modell nach Küpper-Tetzel und Erdfelder (2012). Das erweiterte Modell differenziert einerseits zwischen Enkodierung, Aufrechterhaltung und Abruf von Wort-Verwendungszweck-Assoziationen und andererseits zwischen dem Abruf von Worten und dem Abruf von Verwendungszwecken bei nicht-assoziativer Speicherung. Es zeigte sich entgegen unseren Erwartungen kein Überlebensrelevanz-Effekt. Die Unterscheidung in Wörter und Verwendungszwecken erwies sich jedoch als aufschlussreich, da sich ein signifikanter Überlebensvorteil im nicht-assoziativen Abruf von Wörtern zeigte. Das erweiterte EMR-Modell scheint somit ein weiterführendes Instrument für zukünftige Forschung zu sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Der Überlebensrelevanz-Effekt

2.2 Ultimate und proximate Erklärungen des Überlebensrelevanz-Effekts

2.2.1 Affektive Erklärungen

2.2.2 Item-spezifische und relationale Verarbeitung

2.2.3 Planungsgedanken

2.2.4 Itemkongruenzeffekte

2.3 Die Reichhaltigkeit der Enkodierungs-Hypothese

2.4 Anwendung und Erweiterung des Encoding-Maintenance-Retrieval-Modells im Rahmen des Überlebensrelevanzparadigmas

2.5 Hypothesen

3. Pilotstudie

3.1 Methode

3.1.1 Versuchspersonen

3.1.2 Material

3.1.3 Design

3.1.4 Ablauf

3.2 Ergebnisse

4. Hauptexperiment

4.1 Methode

4.1.1 Versuchspersonen

4.1.2 Material und Design

4.1.3 Ablauf

4.2 Ergebnisse

4.2.1 Datenaufbereitung

4.2.2 Designbasierte Ergebnisse

4.2.3 Modellbasierte Ergebnisse

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kognitiven Prozesse (Enkodierung, Aufrechterhaltung, Abruf), die dem Überlebensrelevanz-Effekt im Gedächtnis zugrunde liegen, unter Verwendung eines erweiterten Encoding-Maintenance-Retrieval-Modells.

  • Analyse des Überlebensrelevanz-Effekts anhand der Reichhaltigkeit der Enkodierungs-Hypothese.
  • Untersuchung latenter Gedächtnisprozesse mittels eines erweiterten multinomialen Verarbeitungsbaummodells (EMR-Modell).
  • Vergleich eines Überlebensszenarios mit einem Umzugsszenario hinsichtlich der Gedächtnisleistung.
  • Evaluation von Wort-Verwendungszweckpaaren in Free-then-Cued-Recall-Tests zur Differenzierung von Abruf- und Speicherungsprozessen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Überlebensrelevanz-Effekt

Die erste Arbeit zu dem Überlebensrelevanz-Effekt stammte von Nairne et al. (2007). Davorliegende Forschung legte den Fokus auf strukturelle Mechanismen und lies funktionale Fragen unbeantwortet. In Abgrenzung dazu fragten sich Nairne et al. (2007), ob das Gedächtnis Sensitivität gegenüber dem Fitnessgehalt einer Information aufweist. Zur Beantwortung dieser Frage betrachteten sie die Erinnerungsleistung von Wortmaterial. Der Wert für das Überleben eines Stimulus hängt von seinem Kontext ab, weshalb Szenarios zum Einsatz kamen. Die Autor*innen vermuteten, dass eine Analyse hinsichtlich des Überlebens eine tiefe Verarbeitungsform darstellt. Daher dienten Kontrollszenarien, die ebenfalls semantische und tiefe Verarbeitung anregten, dem Vergleich. Anhand ihres ersten Experimentes lässt sich die klassische Untersuchungsmethode veranschaulichen. Die Versuchspersonen wurden zunächst randomisiert Between-Subjects einer von drei Versuchsbedingungen zugewiesen, nämlich einem Überlebensszenario oder einer der beiden Kontrollgruppen Umzugsszenario oder Annehmlichkeitsbewertung (Pleasantness Rating).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die Forschungsfrage, Methodik (N=57, EMR-Modell) und das Hauptergebnis bezüglich des Überlebensrelevanz-Effekts.

2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung der psychologischen Grundlagen, der Reichhaltigkeit der Enkodierungs-Hypothese und der Anwendung von EMR-Modellen zur Analyse kognitiver Prozesse.

3. Pilotstudie: Beschreibung der Vorstudie zur Identifikation von Fehlern im experimentellen Design und Kalibrierung der Instruktionen.

4. Hauptexperiment: Detaillierte Darstellung des Hauptversuchs (N=106), inklusive Methode, Datenaufbereitung und der modellbasierten Ergebnisanalyse.

5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der Limitationen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Episodisches Gedächtnis, Evolution, Überlebensrelevanz-Effekt, Reichhaltigkeit der Enkodierung, Multinomiale Verarbeitungsbaummodellierung, EMR-Modell, Gedächtnisleistung, Enkodierung, Aufrechterhaltung, Abrufprozesse, Wortpaar-Assoziation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die kognitiven Mechanismen, die dem sogenannten Überlebensrelevanz-Effekt zugrunde liegen – der Beobachtung, dass Informationen, die in einem Überlebenskontext verarbeitet werden, besser erinnert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Reichhaltigkeit der Enkodierung, die Unterscheidung zwischen Enkodierung, Aufrechterhaltung und Abruf sowie die Anwendung spezifischer mathematischer Modelle (EMR-Modelle) in der Gedächtnispsychologie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob der Überlebensvorteil auf Enkodierungsprozesse, eine bessere Aufrechterhaltung der Informationen oder primär auf Abrufprozesse zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?

Die Autorin nutzt ein erweitertes Encoding-Maintenance-Retrieval-Modell (EMR-Modell), eine Form der multinomialen Verarbeitungsbaummodellierung, um latente kognitive Zustände aus beobachtbaren Daten zu entflechten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben einer ausführlichen theoretischen Aufarbeitung erfolgt eine Pilotstudie zur Designoptimierung, gefolgt von einem Hauptexperiment, das statistische Varianzanalysen und modellbasierte Berechnungen zur Überprüfung der Hypothesen umfasst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören der Überlebensrelevanz-Effekt, das episodische Gedächtnis, die Reichhaltigkeit der Enkodierung und die multinomiale Verarbeitungsbaummodellierung.

Warum wurde ein EMR-Modell verwendet?

Das EMR-Modell ermöglicht es, komplexe Gedächtnisleistungen in spezifische latente Parameter (wie Enkodierungswahrscheinlichkeit oder Abrufwahrscheinlichkeit) zu zerlegen, was mit klassischen statistischen Tests allein nicht möglich wäre.

Welches Ergebnis hatte das Hauptexperiment?

Entgegen der ursprünglichen Erwartung zeigte sich kein signifikanter Überlebensrelevanz-Effekt in der freien Reproduktion. Die Analyse deutet jedoch darauf hin, dass die gefundene Leistung primär durch Abrufprozesse beeinflusst wird.

Welche Rolle spielt das Umzugsszenario in der Studie?

Das Umzugsszenario fungiert als kontrollierte Vergleichsbedingung, die strukturell isomorph zum Überlebensszenario ist, jedoch keine Überlebensaspekte enthält.

Welche methodische Limitation identifizierte die Autorin?

Ein zentrales Problem war, dass Versuchspersonen teilweise Aufgaben übersprangen oder Verwendungszwecke wiederholten, was nachträglich durch eine aufwändige Datenfiltration bereinigt werden musste.

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Résumé des informations

Titre
Enkodierung, Aufrechterhaltung oder Abruf? Zur Lokalisation des Gedächtnisvorteils im Überlebensrelevanzparadigma
Université
University of Mannheim
Note
1
Auteur
Jacqueline C. Urbach (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
69
N° de catalogue
V1452873
ISBN (PDF)
9783963564352
ISBN (Livre)
9783963564369
Langue
allemand
mots-clé
Episodisches Gedächtnis Evolution Überlebensrelevanz-Effekt Reichhaltigkeit der Enkodierung Multinomiale Verarbeitungsbaummodellierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jacqueline C. Urbach (Auteur), 2023, Enkodierung, Aufrechterhaltung oder Abruf? Zur Lokalisation des Gedächtnisvorteils im Überlebensrelevanzparadigma, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1452873
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