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Erkenntnistheoretische Grundlagen der klassischen Physik

Band I: Klassische Mechanik und Relativitätstheorie

Título: Erkenntnistheoretische Grundlagen der klassischen Physik

Libro Especializado , 2010 , 258 Páginas

Autor:in: Dr. Karl Czasny (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Das tradierte Realitätsverständnis der Naturwissenschaften setzt beobachtungsunabhängig vorhandene Eigenschaften der Gegenstände voraus und ist somit nicht vereinbar mit den Hypothesen der Quantenmechanik, welche die Annahme einer wesentlich engeren Verzahnung von Subjekt und Objekt im Erfahrungsvorgang nahe legen. Es ist deshalb ein grundsätzliches Überdenken der jeder Beobachtung zugrunde liegenden Subjekt-Objekt-Relation erforderlich, zu dem der Autor mit seiner STUDIENREIHE ZU DEN ERKENNTNISTHEORETISCHEN GRUNDLAGEN DER PHYSIK beitragen will.
Diese Studienreihe nimmt zwar die großen Entdeckungen der Teilchenforscher zum Anlass für ihre Analyse der Subjekt-Objekt-Relation, setzt aber mit den Untersuchungen zunächst bei der klassischen Physik und deren formalwissenschaftlicher Basis an. Denn sie geht davon aus, dass erst eine saubere Aufarbeitung der Subjekt-Objekt-Problematik in den genannten Wissenschaftszweigen die Voraussetzung für eine Lösung der durch die Quantenmechanik aufgeworfenen erkenntnistheoretischen Fragen schafft.
Am Beginn der Studienreihe steht daher eine der klassischen Physik und ihren formalwissenschaftlichen Grundlagen gewidmete Arbeit. Sie umfasst zwei Bände: Der vorliegende, in sich abgeschlossene BAND I analysiert die erwähnte Thematik für die klassische Mechanik und die Relativitätstheorie, während der ebenfalls bei GRIN erschienene BAND II die Untersuchungen auf die Mathematik sowie die Logik ausweitet und den philosophischen Hintergrund der Reflexionen des Autors beleuchtet.
Die zuletzt fertig gestellte Publikation der Studienreihe trägt den Titel „QUANTENPHYSIK ALS HERAUSFORDERUNG DER ERKENNTNISTHEORIE“ und ist beim Verlag Karl Alber in der Reihe ‚Fermenta philosophica’ erschienen.
Die HOMEPAGE zur Studienreihe mit Leseproben aus allen drei Publikationen, Reaktionen anderer Autoren und einem Diskussionsforum findet sich unter:
http://www.erkenntnistheorie.at

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Aufbau der Studienreihe

1.2 Ontologische und konstruktivistische Positionen

1.3 Die Schwierigkeiten der Ontologie mit dem Subjekt

1.4 Transzendentale Ansätze

1.5 Die Grenzen der transzendentalen Analyse

2. Raum und Zeit in der klassischen Mechanik

2.1 Die versäumte Chance

2.2 Welt ohne Raum und Zeit

2.3 Komplementarität als universelles Konstitutionsprinzip

2.4 Warum wir die Zeit vom Raum unterscheiden müssen

2.5 Konstruktivistische Zeittheorie

2.6 Die Zeit und der transzendentale Zirkel

2.7 Physikalische und soziale Zeit

2.8 Veränderung und Bewegung

2.9 Raum und Zeit als Objekte

2.10 Zeit als innerer Raum

2.11 Geist und Materie

2.12 Wie der Raum zu seinen Eigenschaften kommt

2.13 Der Raum und das Geheimnis seiner Punkte

2.14 Unendlichkeit und Absolutheit des physikalischen Raumes

2.15 Die mißverstandene Dimensionalität

2.16 Drei Standardrichtungen

2.17 Die Dimension als Grenze des Raumes

2.18 Symmetrie

3. Die Raum-Zeit der speziellen Relativitätstheorie

3.1 Verlaufsgeschwindigkeit von erlebter Zeit

3.2 Erlebte und gemessene Zeit

3.3 Verlaufsgeschwindigkeit von gemessener Zeit

3.4 Die transzendentale Basis des Äthermodells

3.5 Die Konstitution des synchronen Zeitverlaufes

3.6 Klassische Relativität

3.7 Spezielle Relativität

3.8 Die Konstitution der Gleichzeitigkeit

3.9 Gleichzeitigkeit im klassischen und relativistischen Sinne

3.10 Die transzendentale Basis des Raum-Zeit-Kontinuums

4. Kraft und Materie

4.1 Warum wir Kraft von Materie unterscheiden müssen

4.2 Die Konstitution der Objektsphäre

4.3 Wechselwirkung als Kommunikationsbeziehung

4.4 Die Gesetzmäßigkeit des Objektverhaltens

4.5 Naturvorgang und zielorientiertes Handeln

4.6 Die Erscheinung von Körpern

4.7 Träge und schwere Masse

4.8 Kraftwirkungen des Subjekts

4.9 Kraftwirkungen der Körper

5. Die Entwicklung des Kraft-Materie-Paradigmas

5.1 Zur Urgeschichte der Physik

5.2 Die Überwindung der Magie

5.3 Der Übergang zur modernen Wissenschaft

5.4 Kausalität und kapitalistische Warenproduktion

5.5 Der pragmatistische Rahmen der Kausalität

5.6 Das Leib-Seele-Problem in der Physik

5.7 Die mißverstandene Kraft

5.8 Die numerische Identität von schwerer und träger Masse

5.9 Machsches Prinzip und kosmische Faulheit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer erkenntnistheoretischen Grundlegung des physikalischen Weltbildes, indem die tradierte Subjekt-Objekt-Relation kritisch hinterfragt wird. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die moderne Physik – basierend auf Ergebnissen der Quantenphysik und Relativitätstheorie – durch eine saubere Aufarbeitung erkenntnistheoretischer Defizite in der klassischen Mechanik, Logik und Mathematik zu einer in sich stimmigen Sicht der Welt gelangen kann.

  • Erkenntnistheoretische Untersuchung der klassischen Mechanik und Relativitätstheorie
  • Analyse der Subjekt-Objekt-Problematik in der Naturwissenschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit ontologischen und konstruktivistischen Paradigmen
  • Die Rolle der Sprache und des sozialen Handelns bei der Konstitution von Erfahrung
  • Entwicklung des transzendentalen Pragmatismus als philosophischer Bezugsrahmen

Auszug aus dem Buch

Die versäumte Chance

Für die klassische Mechanik waren Raum und Zeit keine Objekte im herkömmlichen Sinne, wie zum Beispiel ein Tisch oder ein Stuhl, sondern so etwas wie die Bühne des gesamten physikalischen Geschehens. In diesem Sinne vertrat Newton in seinem Hauptwerk, den „Mathematischen Grundlagen der Naturphilosophie" folgende Position: „Der absolute Raum, der aufgrund seiner Natur ohne Beziehung zu irgend etwas außer ihm existiert, bleibt sich immer gleich und unbeweglich.“ Im selben Sinne sprach er auch von einer absoluten Zeit, die „in sich und in ihrer Natur gleichförmig, ohne Beziehung zu irgend etwas außerhalb ihr Liegendem“ verfließt.

Die Transzendentalphilosophie Kants hat diese naturwissenschaftliche Einsicht erkenntnistheoretisch gewendet, indem sie sowohl an der von Newton behaupteten Absolutheit von Raum und Zeit als auch an deren Bühnenfunktion festhielt. Anstelle des bei Newton noch für die Existenz von Raum und Zeit verantwortlichen Lieben Gottes machte sie jedoch das erkennende Subjekt selbst zum Träger des raum-zeitlichen Rahmens. Raum und Zeit sind demnach „reine Formen“ der Anschauung, was bedeutet, daß es sich bei ihnen nicht um das Ergebnis von Wahrnehmungen handelt, sondern vielmehr um jenen Raster, mittels dessen wir aus der Mannigfaltigkeit unserer Empfindungen zusammenhängende Strukturen bilden.

Kant hat damit als erster richtig erkannt, daß die räumlichen und zeitlichen Koordinaten von Körpern nicht schlechthin objektive Eigenschaften der Gegenstände sind, sondern Resultate einer fundamentalen geistigen Ordnungsfunktion, die das Subjekt selbst in den Erkenntnisvorgang einbringt. Was er bei aller Genialität dieser Einsicht übersah, war die einfache Tatsache, daß Ordnung kein theoretischer Selbstzweck ist, sondern Relevanz immer nur im Hinblick auf ein bestimmtes Verhalten des Subjekts entfaltet, dem sie eine Perspektive geben soll. Wird dieser Gesichtspunkt aber beachtet, dann ist damit zu rechnen, daß sich bei grundlegenden historischen Wandlungen der Formen des Handelns auch die jeweilige Gestalt jener Ordnungsfunktionen ändert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Legt das Fundament für die Studie, indem die erkenntnistheoretischen Defizite der klassischen Physik dargelegt und die Forschungsfrage nach einer neuen Subjekt-Objekt-Beziehung formuliert werden.

2. Raum und Zeit in der klassischen Mechanik: Untersucht die Grundlagen von Raum und Zeit als Orientierungsschemata unseres Handelns und arbeitet deren komplementäre Konstitution heraus.

3. Die Raum-Zeit der speziellen Relativitätstheorie: Analysiert die modernen physikalischen Entdeckungen (Zeitdilatation, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) im Lichte der transzendentalen Methodik.

4. Kraft und Materie: Rekonstruiert die Begriffe Kraft und Materie als komplementäre Aspekte unserer Interaktion mit der Objektwelt und kritisiert deren objektivistische Deutung.

5. Die Entwicklung des Kraft-Materie-Paradigmas: Beleuchtet die historische Genese der physikalischen Grundkonzepte und zeigt deren Abhängigkeit von sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen auf.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Klassische Mechanik, Relativitätstheorie, Subjekt-Objekt-Relation, Transzendentaler Pragmatismus, Komplementaritätsprinzip, Raum-Zeit, Konstitution von Erfahrung, Soziales Handeln, Kausalität, Kraft, Materie, Zeitmessung, Wahrnehmung, Wissenschaftsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert eine erkenntnistheoretische Fundierung des physikalischen Weltbildes, indem sie die Annahme beobachtungsunabhängig vorhandener Eigenschaften von Gegenständen kritisiert und durch eine enge Verzahnung von Subjekt und Objekt im Erkenntnisprozess ersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der erkenntnistheoretischen Analyse der klassischen Mechanik, der speziellen Relativitätstheorie, der Konstitution von Raum und Zeit sowie der philosophischen Reflexion über Kraft und Materie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine saubere Aufarbeitung der Subjekt-Objekt-Problematik in Mechanik, Mathematik und Logik die Voraussetzung für eine Lösung erkenntnistheoretischer Fragen schafft, die durch die moderne Physik aufgeworfen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode des transzendentalen Pragmatismus. Dabei werden physikalische Konzepte nicht als ontologische Tatsachen, sondern als Resultate einer erfahrungskonstitutiven sozialen Praxis gedeutet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Raum und Zeit als handlungsleitende Orientierungsmuster, untersucht die Relativitätstheorie unter dem Blickwinkel der Uhrensynchronisierung und beleuchtet die Begriffe Kraft und Materie als komplementäre Aspekte der Interaktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Erkenntnistheorie, Subjekt-Objekt-Relation, Transzendentaler Pragmatismus, Komplementaritätsprinzip, Raum-Zeit-Konstitution, Kraft-Materie-Paradigma.

Inwiefern spielt der "transzendentale Zirkel" eine Rolle?

Der Autor erkennt an, dass jede Untersuchung von Weltbildern durch Handeln bereits Begriffe voraussetzt, die selbst raum-zeitlich strukturiert sind. Er sieht diesen "Zirkel" nicht als Mangel, sondern als konstitutives Merkmal der Erkenntnistheorie, das durch vertiefte Reflexion transparent gemacht werden muss.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise des Autors vom "radikalen Konstruktivismus"?

Während der Konstruktivismus dazu neigt, Wirklichkeit vollständig ins Subjekt zu verlagern und das Objekt zu verlieren, beharrt der Autor auf der prinzipiellen Eigenständigkeit des Objekts, die sich in der Widerständigkeit gegen menschliche Handlungsbemühungen äußert.

Final del extracto de 258 páginas  - subir

Detalles

Título
Erkenntnistheoretische Grundlagen der klassischen Physik
Subtítulo
Band I: Klassische Mechanik und Relativitätstheorie
Autor
Dr. Karl Czasny (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
258
No. de catálogo
V145325
ISBN (Ebook)
9783640610396
ISBN (Libro)
9783640610334
Idioma
Alemán
Etiqueta
Transzendentalphilosophie Pragmatismus Erkenntnistheorie Relativitätstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. Karl Czasny (Autor), 2010, Erkenntnistheoretische Grundlagen der klassischen Physik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145325
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