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Die neuen Transparenzgebote im UWG für Rankings von Suchergebnissen und Verbraucherbewertungen

Echte Verbesserung oder gesetzgeberische Pflichtübung?

Título: Die neuen Transparenzgebote im UWG für Rankings von Suchergebnissen und Verbraucherbewertungen

Trabajo de Seminario , 2021 , 32 Páginas , Calificación: 14,00

Autor:in: Theresa Dregger (Autor)

Derecho - Medios, Derecho Multimedia, Derechos de Autor
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Im Internet wird das Entscheidungsverhalten der Verbraucher vor allem durch die Bewertungen anderer Kunden und durch die Platzierung von Angeboten in den Suchergebnissen beeinflusst. Aufgrund der resultierenden Bedeutung von Rankings und Verbraucherbewertungen als Marketing-Instrument kommt es jedoch vermehrt zu Manipulationen. Um den Verbraucher in seiner Entscheidungsfähigkeit zu schützen, wurde das UWG um neue Informationspflichten und Verbote erweitert. Ob diese Vorschriften den Verbraucherschutz tatsächlich verbessern, wird in dieser Arbeit kritisch untersucht.

Dafür werden zunächst Anlass und Systematik der Gesetzesänderung erläutert und die neuen Transparenzgebote inhaltlich dargestellt. Durch einen Vergleich mit der aktuellen Rechtslage wird untersucht, inwiefern die neuen Vorschriften das Potenzial haben, etwaige bestehende Transparenzdefizite zu beseitigen. Es folgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Geeignetheit der neuen Informationspflichten zur Verbesserung des Verbraucherschutzes sowie mit ihren Auswirkungen auf die Unternehmer. Zuletzt wird dargelegt, wie eine verbraucherfreundliche Darstellung von Pflichtangaben im Internet gelingen kann, um die Wirksamkeit von Transparenzgeboten zu gewährleisten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Anlass und inhaltliche Darstellung der neuen Transparenzgebote

I. Die Änderung der UGP-Richtlinie als Anlass

II. Verbesserte Systematik des Tatbestands der Irreführung durch Unterlassen

III. Regelungen zum Ranking von Suchergebnissen

IV. Regelungen zu Verbraucherbewertungen

C. Kritische Betrachtung der neuen Transparenzgebote

I. Vergleich mit der aktuellen Rechtslage

1. „Gekaufte“ Rankings bereits kennzeichnungspflichtig

2. „Fake-Bewertungen“ und Irreführung über Echtheit bereits unlauter

3. Bewertung: Die Erweiterung der „Schwarzen Liste“ als gesetzgeberische Pflichtübung

II. Nutzen der neuen Informationspflichten aus § 5b Abs. 2, Abs. 3

1. Informationspflichten als Verbraucherschutzinstrument

2. Ranking-Hauptparameter als wesentliche Information

3. Überprüfung von Bewertungen als wesentliche Information

4. Zwischenfazit

III. Auswirkungen auf Unternehmer

1. Erfüllungsaufwand

2. Konflikt von § 5b Abs. 2 mit dem Geschäftsgeheimnisschutz

D. Erforderlichkeit weiterer Nachbesserungen: Verbraucherfreundliche Standards für die neuen Pflichtangaben schaffen

E. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die neuen Transparenzgebote im UWG für Rankings von Suchergebnissen und Verbraucherbewertungen tatsächlich zu einer Verbesserung des Verbraucherschutzes beitragen oder lediglich eine gesetzgeberische Pflichtübung darstellen. Im Fokus steht die kritische Analyse der Wirksamkeit dieser Informationspflichten sowie deren Auswirkung auf die unternehmerische Praxis und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen.

  • Analyse der neuen Informationspflichten gemäß § 5b UWG-E bei Rankings und Kundenbewertungen
  • Vergleichende Untersuchung der neuen Regelungen zur aktuellen Rechtslage der Irreführung durch Unterlassen
  • Evaluierung der praktischen Auswirkungen für Online-Plattformen und deren Erfüllungsaufwand
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Transparenzgeboten und dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit von Informationspflichten zur Vermeidung von „Information Overload“ und Manipulation

Auszug aus dem Buch

Die Änderung der UGP-Richtlinie als Anlass

Die Änderungen des UWG beruhen auf der Änderung der UGP-Richtlinie durch die sog. Omnibus-Richtlinie. Die Änderungen sind Teil des „New Deal for Consumers“, den die Europäische Union im Jahr 2018 angekündigt hat und der die Rahmenbedingungen des Verbraucherschutzes verbessern soll. Zur Vorbereitung des „New Deal for Consumers“ hatte die Europäische Kommission ein Gutachten zur Überprüfung des bestehenden europäischen Verbraucherschutzrechts eingeholt. Im finalen Bericht der in diesem Zusammenhang durchgeführten Studie wird dargelegt, dass insbesondere bei der Adressierung von „Fake-Bewertungen“ und irreführenden Praktiken von Vergleichsportalen gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht. Die Änderungen der UGP-Richtlinie durch die „Omnibus-Richtlinie“ können als Reaktion auf die Erkenntnisse dieses Berichts verstanden werden.

Da die „Omnibus-Richtlinie“ als reine Änderungsrichtlinie den vollharmonisierenden Regelungsansatz der UGP-Richtlinie nicht verändert, sind die Änderungen der UGP-Richtlinie wie bisher 1:1 ins nationale Recht umzusetzen. Diese Anforderungen erfüllen die neuen Transparenzgebote im UWG-E, die den neuen Vorschriften der UGP-Richtlinie nahezu wortgenau entsprechen. Dabei ist es dem deutschen Gesetzgeber gelungen, die Verständlichkeit der Formulierung der Vorschriften im UWG-E gegenüber den äquivalenten Vorschriften der UGP-Richtlinie zu verbessern.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Manipulation von Verbraucherentscheidungen durch intransparente Rankings und Bewertungen im Online-Handel ein und legt das Ziel der Untersuchung dar.

B. Anlass und inhaltliche Darstellung der neuen Transparenzgebote: Dieses Kapitel erläutert die europarechtliche Herkunft durch die Omnibus-Richtlinie, die Systematik zur Irreführung durch Unterlassen sowie die spezifischen Regelungen für Rankings und Bewertungen.

C. Kritische Betrachtung der neuen Transparenzgebote: Es erfolgt ein umfassender Vergleich zur aktuellen Rechtslage, eine Nutzenevaluation der Informationspflichten für den Verbraucherschutz sowie eine Analyse der Auswirkungen auf Unternehmensebene.

D. Erforderlichkeit weiterer Nachbesserungen: Verbraucherfreundliche Standards für die neuen Pflichtangaben schaffen: Das Kapitel diskutiert das Risiko der Überforderung durch „Textwüsten“ und fordert die Einführung einheitlicher, verbraucherfreundlicher Standards zur Informationsdarstellung.

E. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die neuen Regelungen zwar positiv zu bewerten sind, aber tendenziell eher Symbolpolitik betreiben, und fordert zu einer kritischen Überprüfung im Sinne der Effektivität auf.

Schlüsselwörter

UWG, Transparenzgebote, Online-Handel, Verbraucherschutz, Suchergebnisse, Ranking-Parameter, Verbraucherbewertungen, Fake-Bewertungen, Irreführung durch Unterlassen, Omnibus-Richtlinie, Informationspflichten, Geschäftsgeheimnisschutz, Wettbewerbsrecht, Plattformökonomie, P2B-Verordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die neuen gesetzlichen Anforderungen an Transparenz bei Suchergebnissen und Nutzerbewertungen im deutschen Wettbewerbsrecht (UWG).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Regulierung von Online-Rankings, den Umgang mit manipulativen „Fake-Bewertungen“ sowie die Abwägung zwischen Verbraucherinteressen und dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen bei Plattformalgorithmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob die Neuerungen im UWG tatsächlich den Verbraucherschutz verbessern oder ob es sich lediglich um eine gesetzgeberische Pflichtübung handelt, die kaum Mehrwert gegenüber der bestehenden Rechtslage bietet.

Welche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, die Rechtsprechung, Gesetzgebungsmaterialien sowie sektorale Untersuchungen und Studien zur Transparenz auf Online-Plattformen heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darstellung der Gesetzesänderungen zum Ranking und zu Bewertungen, deren kritische Betrachtung im Vergleich zur aktuellen Rechtslage sowie die Analyse der Belastung für Unternehmer.

Mit welchen Schlüsselwörtern lässt sich das Werk charakterisieren?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen UWG, Transparenzgebote, Online-Handel, Verbraucherschutz, Ranking-Parameter und Geschäftsgeheimnisschutz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „einfachen“ und „Hauptparametern“ beim Ranking so wesentlich?

Die Unterscheidung ist entscheidend, um den Informationsbedarf des Durchschnittsverbrauchers auf ein verständliches Maß zu begrenzen, da eine Offenlegung sämtlicher Algorithmus-Details den Verbraucher überfordern würde.

Wie bewertet die Autorin die Erweiterung der „Schwarzen Liste“ im Hinblick auf ihre Wirksamkeit?

Die Erweiterung wird als Symbolpolitik eingeordnet, da die betroffenen Praktiken bereits nach geltendem Recht (Irreführungstatbestände) unlauter sind und die Neuerung kaum praktischen Zusatznutzen bietet.

Was schlägt die Arbeit hinsichtlich der Informationsgestaltung vor, um die „Cookie-Fatique“ zu vermeiden?

Die Arbeit schlägt vor, auf einheitliche Standards wie Info-Icons, One-Pager oder verlinkte Definitionen zu setzen, anstatt Verbraucher mit langen Textwüsten zu konfrontieren.

Welches Fazit zieht die Studie hinsichtlich einer behördlichen Rechtsdurchsetzung?

Angesichts der Grenzen der zivilrechtlichen Durchsetzung im Bereich komplexer digitaler Manipulationen plädiert die Autorin für die Evaluierung einer stärkeren behördlichen Verfolgung von Verstößen.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Die neuen Transparenzgebote im UWG für Rankings von Suchergebnissen und Verbraucherbewertungen
Subtítulo
Echte Verbesserung oder gesetzgeberische Pflichtübung?
Universidad
University of Münster
Calificación
14,00
Autor
Theresa Dregger (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
32
No. de catálogo
V1453529
ISBN (PDF)
9783963568664
ISBN (Libro)
9783963568671
Idioma
Alemán
Etiqueta
UGP-Richtlinie Verbraucherschutz Informationspflichten Transparenz Online-Suchdienste Online-Markplätze Wettbewerbsrecht Verbraucherschutzrecht Verbraucherbewertungen UWG Vergleichsportale P2B-Verordnung Fake-Bewertungen Jura Schwarze Liste Information overload Internetrecht Geschäftsgeheimnisgesetz Cookie-Fatique Info-Icons
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Theresa Dregger (Autor), 2021, Die neuen Transparenzgebote im UWG für Rankings von Suchergebnissen und Verbraucherbewertungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453529
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