Die biblischen Überlieferungen werden nach den Grundsätzen der historischen Methode akribisch untersucht, mit den Lehren der Kirchen verglichen, die Unterschiede herausgearbeitet, und der Dekalog kritisch beleuchtet. Ferner werden auch die "Früchte" kirchlichen Wirkens in 2 Jahrtausenden dargestellt und anstelle metaphysischer Spekulation die Erarbeitung einer psychologisch fundierten und humanen Ethik angemahnt, die für ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit besser geeignet erscheint. Dafür werden Vorschläge gemacht.
Das Buch bringt interessante z. T. spannende Recherchen u. a. zu folgenden Themen:
Warum lehnt das Judentum Jeschua als Messias ab? Hat Jeschua wirklich eine Kirche gegründet, und Petrus als Papst eingesetzt, oder was ermittelten Textkritik und Historie darüber?Lesen Sie die Paradiesgeschichte wirklich genau sowie Ergebnisse von Forschung und Psychologie dazu! So gewinnen auch Sie „Erkenntnis“, die vielleicht anders ist, als die im Religionsunterricht vermittelte. Ist das Turiner Leichentuch echt, und zu welchem überraschenden Ergebnis führt seine kriminalistische und insbesondere seine medizinische Untersuchung?
Das Buch übt Kritik an mannigfachen Fehlentwicklungen bei Religionen / Kirchen, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei uns und weltweit. Armut, Ausbeutung, Korruption, Gewalt, Rechtlosigkeit und irreversible Schädigung der Natur – so kann es nicht weitergehen. Der Autor fordert eine sozialpsychologisch fundierte und humane Ethik, und schlägt statt des kritikbedürftigen Mosaischen Dekalogs 10 Grundsätze vor, die bereits bei der Fortbildung von Ethiklehrern Verwendung finden.
Die Lektüre dieses Buches gibt Ihnen anstatt von Denkverboten Antwort auf Fragen, die Sie sich vermutlich schon lange stellten, die aber unbeantwortet geblieben sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Teil
35 Thesen über Unwahrhaftigkeiten und Mißgriffe von Theologien und Kirchen sowie 1 Anregung
1. These: Jeschua war nicht der im A.T. prophezeihte und von Israel erwartete politische Messias
2. These: Jeschua gründete keine Kirche
3. These: Jeschua berief Petrus nicht zum Papst
4. These: Gefälsche Prophezeihungen, unglaubwürdige Berichte
5. These: Prophezeihungen trafen nicht zu
6. These: Ertrank ein Pharao im Schilfmeer?
7. These: Die Bibel: Änderungen – Änderungen – Änderungen
8 These: Wann und wo sei Jeschua geboren?
9. These: Und wann soll er gestorben sein?
10. These: Aufhebung von Gesetzen des Alten Bundes?
11. These: Die Schrift und ihre „unsaubere“ Abgrenzung von der Tradition (Hans Küng)
12. These: Widerspruch in der Schrift: Glaube + Werkgerechtigkeit
13. These: Katholisches Amtsverständnis – ein Problem
14. These: Ehescheidung: Bibel, protestantische Ansicht und katholische „Lösungen“
15. These: Die katholische „Moraltheologie“
16. These: Das innige Verhältnis der Kirchen zur Macht
17. These: Irrtümer des Lehramts der katholischen Kirche: der Fall Galilei und das Unfehlbarkeitsdogma
18. These: Leib & Blut Jeschuas, die den Protestanten verweigerte Mahlgemeinschaft sowie katholische Kirchenpolitik
19. These: „Das Geheimnis des Glaubens“
20. These: Calvinismus – Nährboden des Kapitalismus
21. These: Jehovas falsche Zeugen
22. These: Die genau gelesene Paradiesgeschichte und ihre Folgen
23. These: Katholischer Marketingtrick „Extra ecclesiam salus non est“ (außerhalb der Kirche ist kein Heil) usw
24. These: Überraschende Forschungen zum Turiner Leichentuch
25. These: Stigmatisation – auch mit Karbolsäure; Wunder-Heilige
26. These: Das Christentum, ein Synkretismus aus Altem Orient, Judentum, Hellenismus und Rom
27. These: Das Problem mit den Eigenschaften Gottes
28. These: Achenaten (Echnaton), Jachwe und Mosche
29. These: Der Irrtum mit der Seele sowie dessen machtpolitisch und ökonomisch erfolgreiche Nutzung
30. These: Harte „Herrenworte“
31. These: Vom angeblichen „Naturrecht“
32. These: Die katholische reservatio mentalis, besser mentitoris (des Lügners)
33. These: „Ich glaube, weil es absurd ist.“ (Augustinus)
34. These: Die Kirchen, Homosexualität und Päderastie
35. These: Nächstenliebe gegen Bezahlung, Steuern + Subventione
Exkurse:
1. Persönliche Erfahrungen und Einsichten
2. Eine Anregung
3. Der Dekalog und 3 amüsante Schwindelgeschichten
2. Teil
Die 4 Haupthindernisse für ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit
1. Religionen (vor allem Judentum, Christentum, Islam)
2. Nationalismus, Rassismus, Aggressionspolitik
(mit einem Exkurs über Adolf Hitler)
3. Gier nach Macht (mit diversen Beispielen)
4. Gier nach Besitz (sowie Exkurs „Palästinaproblem“)
Fazit
Ein Vorschlag: 10 Grundsätze für ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit
3. Teil
Ethik und Gesellschaft
1. Konzepte der Vergagenheit
2. „Die Ethik ist zwar eine Zier, doch besser geht es ohne ihr!?“
3. Warum verhalten sich Menschen nethisch?
4. Grundlagen der Ethik und die conditio mundi
5. Motivation zur Umsetzung der Ethik
FAZIT
Zum Autor
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Unwahrhaftigkeiten und institutionellen Fehlentwicklungen in Religionen und Kirchen anhand zahlreicher Thesen zu analysieren, um die Notwendigkeit einer rationalen, humanen Verantwortungsethik für das menschliche Zusammenleben aufzuzeigen und dabei mit den traditionellen, teils autoritären Denkstrukturen zu brechen.
- Kritische Analyse von 35 Thesen zum jüdisch-christlichen Erbe und kirchlichen Strukturen.
- Untersuchung der Haupthindernisse für ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben.
- Gegenüberstellung von theologischen Behauptungen und historisch-wissenschaftlichen Fakten.
- Formulierung von konkreten Grundsätzen für eine zeitgemäße, ethische Lebensführung.
Auszug aus dem Buch
1. These
Das Judentum erkennt Jeschua nicht als Messias an, da er einigen (unerfüllbaren) Voraussagen der nebiim/Künder nicht genügte: Elia sei sein Vorläufer (Maleachi 3, 23), er heiße Immanuel (Jes. 7, 14), mußte von Dawid (1. Chr. 17, 11 - 15; Jer. 33, 17) über Schelomo /Salomo (1. Chr. 22, 9 - 12; 2. Chr. 7, 17f.), nicht von der Nebenlinie Nathans (Luk. 3, 31f.), abstammen, über Israel als König herrschen (2. Sam. 7, 12 f.) und den 3. Tempel bauen (Ez. 37, 26 – 28).
Matthäus nennt Josua ab 1,18 nicht Vater, der seine (von wem auch) schwangere Braut Mariam gemäß einem Traum nicht heimlich entlassen sollte; sie habe als Jungfrau (These 26, parsische Lehre) Jeschua vom Heiligen Geist empfangen. Er ist somit nicht halachisch - patrilinearer Abstammung, zumal Israel keine Adoption kannte. Erst um 200 n.Chr. führten die Rabbiner entgegen dem Gesetz die Matrilinearität ein, da die Kriege mit Rom zu einem Männermangel führten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teil: 35 Thesen über Unwahrhaftigkeiten und Mißgriffe von Theologien und Kirchen sowie 1 Anregung: Dieser Teil dekonstruiert in 35 kurzen Kapiteln biblische Erzählungen und kirchliche Dogmen durch einen faktengestützten Blick auf Historie und Wissenschaft.
2. Teil: Die 4 Haupthindernisse für ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit: Das Kapitel identifiziert Religion, Nationalismus/Rassismus, Machtgier und Besitzgier als die primären Barrieren für eine friedvolle globale Gesellschaft.
3. Teil: Ethik und Gesellschaft: Hier werden die philosophischen Grundlagen der Ethik untersucht und der Bedarf für eine sozialpsychologisch fundierte, rationale Verantwortungsethik statt dogmatischer Moral unterstrichen.
Schlüsselwörter
Religion, Ethik, Kirche, Theologie, Jeschua, Unwahrhaftigkeit, Machtkritik, Verantwortungsethik, Dogma, Aberglaube, Historisch-kritische Forschung, Humanismus, Säkularisierung, Gesellschaft, Gerechtigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Glaubensinhalten und dem Machtanspruch von Religionen, insbesondere der katholischen Kirche, und fordert eine Abkehr von dogmatischen Systemen zugunsten einer vernunftbasierten Ethik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Entzauberung biblischer Mythen, die Analyse historischer Machtmissbräuche der Kirche sowie das Aufzeigen von Hindernissen wie Nationalismus und Gier, die einem friedlichen Zusammenleben entgegenstehen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch die darlegung historisch nachprüfbarer Fakten eine fundierte Kritik am bestehenden kirchlichen Establishment zu üben und eine humane, sozialpsychologisch geprägte Verantwortungsethik als Alternative anzubieten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine historisch-kritische Analyse von Schriftquellen und vergleicht diese mit Erkenntnissen aus Archäologie, Astronomie, Psychologie und den Naturwissenschaften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in 35 thematische Thesen, die von der Abstammung und dem Wirken Jeschuas bis hin zur Entstehung kirchlicher Dogmen und praktischer Kirchenpolitik reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Religion, Ethik, Kirche, Theologie, Jeschua, Machtkritik, Verantwortungsethik, Dogma, Historisch-kritische Forschung und Humanismus sind die zentralen Begrifflichkeiten.
Warum kritisiert der Autor speziell das Unfehlbarkeitsdogma?
Der Autor sieht darin ein Paradebeispiel für eine absichtsvolle Machtinstrumentalisierung, die geschichtlichen Fakten widerspricht und den ökumenischen Dialog sowie ein rationales Weltverständnis unmöglich macht.
Welche Einschätzung hat der Autor zur Entstehung der Evangelien?
Er betrachtet sie nicht als Augenzeugenberichte, sondern als Kompilationen und theologisch motivierte literarische Schöpfungen, die den Bedürfnissen der jeweiligen Glaubensgemeinschaften angepasst wurden.
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- Wilhelm Kratochwil (Author), 2024, Warum schwindeln Religionen und Kirchen so viel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453531