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Berufsorientierung im Übergangssystem. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Praktikumsphasen

Título: Berufsorientierung im Übergangssystem. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Praktikumsphasen

Elaboración , 2023 , 18 Páginas

Autor:in: Thomas Majer (Autor)

Pedagogía - Educación de adultos
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Auffällig ist, dass auch nach der Pandemie die Schülerzahlen im Schulberufssystem und im beruflichen Übergangssystem nicht gesunken sind. Vor der Pandemie war das duale Ausbildungssystem lange Zeit die dominierende Form. Mittlerweile wird hier schon von drei Formen des beruflichen Ausbildungssystems gesprochen. Auffällig sei die sprunghaft steigende Anzahl von Schülerinnen und Schülern des Übergangssystems. Diese Entwicklung ist irritierend. Es war ursprünglich nicht vorgesehen, dass ein Übergangsystem eines Tages als „dritte Differenzierungsebene“ bezeichnet wird. Es ist nur als ein Übergang von der Schule in den Beruf vorgesehen. Dieser Arbeit beschäftigt sich mit einer Maßnahme des Übergangsbereichs, durch welche überwiegend marktbenachteiligte Jugendliche aufgefangen werden sollten. Hierunter fallen Jugendliche, die weder einen Ausbildungsplatz finden noch in den weiterführenden Schulen verbleiben können. Es gibt verschiedene Maßnahmen des Übergangssystems. Die Angebote, die sich an Jugendliche richten, sind mit der Erwartung verbunden, dass es den jungen Menschen nach der Absolvierung einer dieser Maßnahmen gelingt, eine Ausbildung zu beginnen oder eine Anschlussperspektive zu haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Das Übergangssystem

3.Die Formen der Benachteiligung

4.Die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung

5.Die Theorie des Berufsentscheidungsprozesses

5.1. Der Einfluss von Schülerpraktika auf den Berufswunsch

5.2. Die Änderung von Berufswünschen

6.Die Berufsorientierung

7.Die Herausforderung der Berufsorientierung in der Pandemie

8.Kritische Würdigung

9.Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Berufsorientierungsprozesse und Praktikumsphasen im deutschen Übergangssystem und analysiert kritisch, inwieweit diese Maßnahmen benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf effektiv unterstützen.

  • Strukturen und Funktionen des deutschen Übergangssystems
  • Theoretische Grundlagen von Berufsentscheidungsprozessen
  • Einfluss der Pandemie auf die Verfügbarkeit und Qualität von Schülerpraktika
  • Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau und den Chancen auf einen Ausbildungsplatz
  • Kritische Reflexion der "sinnlosen Warteschleife" im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

5.1. Der Einfluss von Schülerpraktika auf den Berufswunsch

Es gibt mehrere Arten von Praktika. Einerseits das freiwillige Praktikum und andererseits das Pflichtpraktikum. An dieser Stelle wird das Pflichtpraktikum näher erläutert. Um das Pflichtpraktikum absolvieren zu können, muss eine Entscheidung für die Berufsrichtung getroffen werden. Hierbei zeigt sich die klassische Rollenverteilung in den Berufen. Demnach würden sich die Mädchen für das Schülerpraktikum in Berufen bewerben, die wegen des sozialen Aspektes als Frauenberufe bezeichnet werden z.B. im Bereich der Pflege. Damit ist die Erwartung verbunden, bessere Chancen zu haben, diese Tätigkeit in Form einer späteren Ausbildung zu erlernen. Die Jungen würden sich für das Schülerpraktikum gezielt in Berufen bewerben, die als Männerberufe bezeichnet werden. Anscheinend sind diese meistens technischen Tätigkeiten so beliebt, dass beabsichtigt wird diese Tätigkeiten in der späteren Ausbildung zu erlernen. Dazu zählt z.B. der Beruf des Mechatronikers (vgl. Gottfredson, 2005).

Bei den befragten Schülerinnen und Schülern, zwischen 16 und 18 Jahren gibt es weitere Unterschiede in den Berufswünschen. Es gebe Schülerinnen und Schüler die sehr spezielle Berufswüsche haben. Diese gaben an, später den Beruf des Maschinenbauers zu erlernen. Dieser Beruf ist allerdings mit einem Studium und somit mit hohen Hürden verbunden. Dagegen sind die Schülerinnen und Schüler in der Mehrheit, die meistens keine Ahnung haben, welchen Beruf sie später erlernen sollen. Ein möglicher Grund könnte sein, dass sich viele Jugendliche schlecht beraten fühlen, wenn es um die Berufswahl geht (vgl. Ebeling, 2023). Während ein kleiner Teil der Jugendlichen kurz vor der Entscheidungsfindung stehen, macht sich ein Großteil der Jugendlichen noch Sorgen über ihre spätere berufliche Zukunft. (vgl. Hirschi & Läge, 2007). Das lässt darauf schließen, dass die Qualitätssicherung und die Qualitätsentwicklung von Instrumenten zur Berufsorientierung durch die evidenzbasierte Berufsorientierung verbessert werden müssen. Es zeigt auch, dass die Möglichkeiten der Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen bei der Berufsorientierung begrenzt sind (vgl. Brügemann, et al., 2017, S. 9 ff.). Ausschlaggebend für den Berufswünsch durch das Praktikum ist die Qualität der betrieblichen Betreuung.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme sozialer Ungleichheit während der Pandemie und stellt die Problematik der steigenden Schülerzahlen im Übergangssystem dar.

2.Das Übergangssystem: Dieses Kapitel erläutert die staatlichen Maßnahmen und Programme, die Jugendlichen den Übergang in den Beruf erleichtern sollen, und thematisiert die Kritik an deren öffentlichem Nutzen.

3.Die Formen der Benachteiligung: Hier werden verschiedene Gruppen benachteiligter Jugendlicher, einschließlich solcher mit Fluchthintergrund oder geringem sozialen Status, und die Folgen mangelnder schulischer Lernmotivation untersucht.

4.Die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung: Es wird die spezifische Maßnahme "BüA" in Hessen vorgestellt, die darauf abzielt, überfachliche Kompetenzen zu steigern und einen Hauptschulabschluss zu ermöglichen.

5.Die Theorie des Berufsentscheidungsprozesses: Das Kapitel führt in das Phasenmodell der Berufsentscheidung ein und diskutiert intensiv die Bedeutung von Schülerpraktika.

6.Die Berufsorientierung: Die Berufsorientierung wird als komplexer, lebensbegleitender Prozess definiert, der an verschiedenen Lernorten stattfinden muss.

7.Die Herausforderung der Berufsorientierung in der Pandemie: Der Autor beschreibt, wie die Pandemie den Zugang zu Praktika erschwerte und welche negativen Auswirkungen dies auf die "Generation Lockdown" hatte.

8.Kritische Würdigung: Es erfolgt eine Reflexion über die Forschungslücken bei Langzeitstudien und die systemischen Schwächen des Übergangssystems in Krisenzeiten.

9.Schluss: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von Praktika zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zusammen und betont die Gefahr, dass Übergangssysteme zu "sinnlosen Warteschleifen" verkommen.

Schlüsselwörter

Übergangssystem, Berufsorientierung, Schülerpraktikum, Covid-19-Pandemie, Ausbildungsmarkt, soziale Ungleichheit, Generation Lockdown, Berufswahl, Bildungsbenachteiligung, Fachkräftemangel, Berufsfachschule, Kompetenzaufbau, Ausbildungseintritt, Berufsentscheidungsprozess, Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation befasst sich mit der Rolle des deutschen Übergangssystems für junge Menschen und analysiert, wie sich die Bedingungen für die Berufsorientierung und Praktika während der Covid-19-Pandemie verschlechtert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Übergangssystem, die Herausforderungen durch die Pandemie, die Bedeutung und Qualität von Schulpraktika sowie die Problematik von Bildungsbenachteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, ob das Übergangssystem benachteiligte Jugendliche tatsächlich bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt oder ob es in Krisenzeiten seine Funktion verliert und zu einer Warteschleife wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Analyse aktueller Studien und Berichte sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Berufsentscheidungsmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle zur Berufsentscheidung, Strukturen von Übergangsmaßnahmen (wie die BüA in Hessen) und die spezifischen Hemmnisse, die Jugendliche durch die Pandemie beim Übergang in eine Ausbildung erfahren haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Berufsorientierung, Übergangssystem, Schülerpraktikum, Generation Lockdown und soziale Ungleichheit.

Was bedeutet der Begriff "Generation Lockdown" in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt die aufgrund der Pandemie benachteiligte Altersgruppe der jungen Erwachsenen, die durch fehlende Praxisphasen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung ausgebremst wurde.

Wie bewertet der Autor den Nutzen von Übergangssystemen?

Der Autor sieht Übergangssysteme als ambivalent: Zwar sollen sie laut dem Ziel der Chancengleichheit benachteiligte Jugendliche auffangen, jedoch besteht die Gefahr, dass sie ohne funktionierende Praktikumsmöglichkeiten zu einer "sinnlosen Warteschleife" für die Betroffenen werden.

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Detalles

Título
Berufsorientierung im Übergangssystem. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Praktikumsphasen
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Wirtschaftswissenschaften)
Autor
Thomas Majer (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
18
No. de catálogo
V1453570
ISBN (PDF)
9783963568626
ISBN (Libro)
9783963568633
Idioma
Alemán
Etiqueta
berufsorientierung übergangssystem auswirkungen covid-19-pandemie praktikumsphasen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Majer (Autor), 2023, Berufsorientierung im Übergangssystem. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Praktikumsphasen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453570
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