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Zu Bourdieus "Rassismus der Intelligenz"

Titre: Zu Bourdieus "Rassismus der Intelligenz"

Essai , 2007 , 5 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Susanne von Pappritz (Auteur)

Philosophie - Divers
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„Nobelpreisträger James Watson wegen Rassismus entlassen“, eine Schlagzeile, die in den letzten Wochen wohl an keinem vorbeigegangen ist, ohne Empörung auszulösen. Ausgerechnet der 79-jährige Genforschungs-Pionier hatte bei der Vorstellung seines neuen Buches an der Harvard University vor der Haltung gewarnt, verschiedene Ethnien hinsichtlich ihrer Intelligenz als gleich zu betrachten und in einem darauffolgenden Interview der Sunday Times behauptet, dass die Intelligenz von Afrikanern laut erwiesenen Tests minderwertiger sei als diejenige von Weißen. Dem fügte er selbstsicher hinzu, dass jeder, der schon einmal mit schwarzen Beschäftigten zu tun hatte, sich dessen vergewissern könne.

Dass rassistische Äußerungen immer noch Realität sind, ist nicht neu; ebenso wenig, dass sie aus allen sozialen Schichten – vom desillusionierten Jugendlichen bis zum erfolgreichen Mediziner – hervordringen. Was allerdings schockiert, ist die Tatsache, dass eine ganz neue rassistische Erscheinungsform nicht nur im Entstehen, sondern im Expandieren begriffen ist und selbst augenscheinlich hochkarätige Wissenschaftler überzeugt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis der Publikation

1. Einleitung: Bourdieus „Rassismus der Intelligenz“

2. Definition und Funktion der Intelligenzhuldigung

3. Das wissenschaftliche Feld als Kampffeld

4. Bourdieus soziologische Konsequenz

5. Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht Bourdieus Konzept des „Rassismus der Intelligenz“, um die Mechanismen der Machtausübung und sozialen Exklusion innerhalb der intellektuellen Elite und des Wissenschaftsbetriebs kritisch zu beleuchten.

  • Der Begriff des „Rassismus der Intelligenz“ als Mittel sozialer Degradierung
  • Intelligenz als Statussymbol und Instrument der Machtlegitimation
  • Die Rolle habitueller Paradigmen in der scholastischen Wissenschaft
  • Bourdieus Vision einer unabhängigen, soziologisch fundierten Kritik

Auszug aus dem Buch

Bourdieus „Rassismus der Intelligenz“

Dass rassistische Äußerungen immer noch Realität sind, ist nicht neu; ebenso wenig, dass sie aus allen sozialen Schichten – vom desillusionierten Jugendlichen bis zum erfolgreichen Mediziner – hervordringen. Was allerdings schockiert, ist die Tatsache, dass eine ganz neue rassistische Erscheinungsform nicht nur im Entstehen, sondern im Expandieren begriffen ist und selbst augenscheinlich hochkarätige Wissenschaftler überzeugt. Um zu verstehen, worum es sich hierbei handelt, rufe man sich den mittlerweile verstorbenen französischen Soziologen Pierre Bourdieu ins Gedächtnis zurück, oder, sollte dies nicht gelingen, schlage ihn nach. Bei erfolgreicher Lektüre oder Gedächtniserkundung stößt man vermutlich auf Bourdieus Feststellung eines Rassismus der Intelligenz und mit eben diesem haben wir es hier und vielerorts sonst zu tun. Dabei ist Watson, neben Größen wie Arthur Jensen (ehemaliger Psychologieprofessor von Berkley), nur einer von vielen, die immer wieder versuchen, derartige Auffassungen als wissenschaftlich belegbar darzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bourdieus „Rassismus der Intelligenz“: Das Kapitel führt in das Thema ein, indem es aktuelle rassistische Tendenzen in der Wissenschaft am Beispiel von Nobelpreisträger James Watson aufzeigt und den Begriff nach Pierre Bourdieu einordnet.

2. Definition und Funktion der Intelligenzhuldigung: Der Autor erläutert, wie durch die Überbetonung von Intelligenzgraden – gemessen an Titeln oder Bildungsabschlüssen – eine soziale Hierarchisierung und Diskriminierung etabliert wird.

3. Das wissenschaftliche Feld als Kampffeld: Hier wird dargelegt, wie akademische Akteure Machtinteressen verfolgen und das wissenschaftliche Feld nach innen gegen Kritik abschotten, während sie gleichzeitig ihre Position legitimieren.

4. Bourdieus soziologische Konsequenz: Dieses Kapitel thematisiert den Ausweg aus der intellektuellen Falle durch eine Soziologie, die sich von institutionellen Machtstrukturen distanziert und eine objektive Analyse anstrebt.

5. Kritische Würdigung und Fazit: Die abschließende Reflexion hinterfragt die Reichweite von Bourdieus Erkenntnissen und setzt sie in Bezug zu machttheoretischen Ansätzen von Denkern wie Noam Chomsky.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Rassismus der Intelligenz, Machtstrukturen, Soziologie, scholastische Vernunft, intellektuelle Elite, soziale Diskriminierung, wissenschaftliches Feld, Habitus, Privilegien, Machtlegitimation, Chancengleichheit, Bildungsabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch Bourdieus Konzept vom „Rassismus der Intelligenz“ und dessen Auswirkungen auf soziale Machtverhältnisse und wissenschaftliche Diskurse.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von soziologischer Machttheorie, kritischer Bildungsanalyse und der Dekonstruktion intellektueller Überlegenheit.

Was ist die Hauptforschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Intelligenz als Instrument zur Aufrechterhaltung elitärer Machtstrukturen genutzt wird und ob Bourdieus Lösungsansatz einer kritischen Soziologie heute noch Bestand hat.

Wird eine spezifische wissenschaftliche Methode angewandt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die sich methodisch auf die soziologische Diskursanalyse der Schriften Bourdieus stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des Intelligenzrassismus, der Rolle des wissenschaftlichen Feldes als Kampffeld und dem Spannungsverhältnis zwischen intellektuellem Habitus und Objektivität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Pierre Bourdieu, Rassismus der Intelligenz, Machtstrukturen, akademische Elite und soziale Exklusion.

Wie steht Bourdieu laut dem Autor zu internen Machtstrukturen in der Wissenschaft?

Bourdieu erkennt, dass auch Wissenschaftler in einem Feld agieren, das von Machtstreben und persönlichen Interessen geprägt ist, fordert jedoch eine Unabhängigkeit, die den Intellektuellen der Objektivität verpflichtet.

Warum wird im Text der Vergleich zu Aldous Huxley gezogen?

Der Vergleich dient dazu, die pessimistischere Sichtweise zu verdeutlichen, dass der Mensch möglicherweise systemisch zu Kategorisierungen neigt, ungeachtet der Versuche eines intellektuellen Kollektivs, diese zu durchbrechen.

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Résumé des informations

Titre
Zu Bourdieus "Rassismus der Intelligenz"
Université
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät)
Cours
B. Pascal und P. Bourdieu: Zur Kritik der scholastischen Vernunft
Note
2,0
Auteur
Susanne von Pappritz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
5
N° de catalogue
V1453729
ISBN (PDF)
9783963565861
Langue
allemand
mots-clé
Kritik der scholastischen Vernunft Pascal Bourdieu Rassismus der Intelligenz Rassismus Intelligenz Intelligenzgrad Intelligenztest Intellektuelle
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susanne von Pappritz (Auteur), 2007, Zu Bourdieus "Rassismus der Intelligenz", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453729
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Extrait de  5  pages
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