Die offene und differenzierte Stunde wurde sehr gut von den Schülerinnen angenommen. Die improvierten Bewegungsverbindungen waren kreativ und liesen so induktiv erfasste Rückschlüsse auf allgemeine Kriterien eines guten Tanzes zu.
Inhaltsverzeichnis
1 Lehr- und Lernvoraussetzungen
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Situation der Klasse
2 Sachanalyse
2.1 Tanzimprovisation
2.2 Koordinative Fähigkeiten beim Improvisieren
3 Didaktische Entscheidungen
3.1 Bezug zum Bildungsplan
3.2 Einbettung der Stunde im Gesamtkonzept
3.3 Auflistung der Unterrichtsziele
4 Methodische Entscheidungen
5 Unterrichtsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülerinnen der Klasse 6bc durch gezielte Tanzimprovisation dazu zu befähigen, kreativ mit Bewegungsimpulsen zu experimentieren und dabei ihre koordinativen Fähigkeiten im sportunterrichtlichen Kontext weiterzuentwickeln.
- Einführung in die Grundlagen der Tanzimprovisation
- Förderung koordinativer Fähigkeiten durch Bewegungsimpulse
- Umsetzung mehrperspektivischer Sinnvermittlung im Sportunterricht
- Einsatz methodischer Differenzierungsangebote zur individuellen Leistungsförderung
- Strukturierung von Lernprozessen durch rituelle Einstiege und Reflexionsphasen
Auszug aus dem Buch
2.1 Tanzimprovisation
Improvisieren bedeutet, sich spontan zu einem Thema oder einer Musik zu bewegen, ohne die Bewegung unbedingt festzuhalten oder wiederholbar zu machen. Das heißt, [die Schüler] können Bewegungserfahrungen sammeln, ohne an festgelegte Abläufe gebunden zu sein. (ROSENBERG 2000, 85)
Gerade für Anfänger, so ROSENBERG, sei das Ausprobieren und Experimentieren, das eine Improvisation kennzeichnet, wichtig, denn so könne eine technische Überforderung vermieden werden. Jeder Tänzer kann entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten Bewegungserfahrungen sammeln und sein Bewegungsrepertoire erweitern.
Ansatzpunkte für Improvisationsaufgaben können Musik, Fortbewegungsarten, ein Partner, verschiedene Körpertechniken oder ein Objekt sein. Durch diese ergeben sich eine Vielzahl von Improvisationsaufgaben zu ganz verschiedenen Themenbereichen.
Eine Improvisation kann laut ROSENBERG verschiedene Aufgaben erfüllen. Improvisieren kann zu einer Technik hinführen, ein Weg zu einer Choreografie sein oder dem spontanen Anwenden gelernter Techniken dienen. Abgesehen davon kann das Improvisieren auch zum Selbstzweck werden, wenn man sich zum Beispiel inspiriert von Musik Freude an der Bewegung frei dazu bewegt (vgl. ROSENBERG 2000, 85-114).
Zusammenfassung der Kapitel
Lehr- und Lernvoraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die räumlichen Rahmenbedingungen der Mühltalhalle sowie die heterogene Klassenzusammensetzung der 6bc inklusive der notwendigen Etablierung von Ritualen.
Sachanalyse: Hier werden der Begriff der Tanzimprovisation definiert und die für das Thema relevanten koordinativen Fähigkeiten wie Differenzierungs-, Reaktions- und Orientierungsfähigkeit theoretisch hergeleitet.
Didaktische Entscheidungen: Dieses Kapitel verknüpft das Vorhaben mit dem Bildungsplan, bettet die Einheit in den sportlichen Gesamtkontext ein und präzisiert die angestrebten motorischen, sozialen, affektiven und kognitiven Lernziele.
Methodische Entscheidungen: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Umsetzung, insbesondere durch die Einführung der Imitationsschlange als Erwärmung und der Nutzung von Impulskarten zur methodischen Differenzierung.
Unterrichtsskizze: Die tabellarische Aufbereitung stellt den zeitlichen Verlauf, die Inhalte und die notwendigen Materialien für die Durchführung der Sportstunde übersichtlich dar.
Schlüsselwörter
Tanzimprovisation, Bewegungsimpulse, Sportunterricht, Koordinative Fähigkeiten, Differenzierungsangebot, Imitationsschlange, Rautenimprovisation, Ritualisierung, Bewegungserfahrung, Tanzpädagogik, Methodische Planung, Unterrichtsziele, Körpertechniken, Gruppenarbeit, Bewegungsrepertoire
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit stellt ein Konzept für eine Sportstunde in einer 6. Klasse vor, bei der Tanzimprovisation als Methode genutzt wird, um Schülerinnen das Experimentieren mit eigenen Bewegungsimpulsen näherzubringen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Planung von Tanzstunden, der Förderung koordinativer Fertigkeiten und dem Einsatz methodischer Hilfsmittel für einen differenzierten Unterricht.
Welches primäre Ziel verfolgt die geplante Sportstunde?
Das Hauptziel besteht darin, dass die Schülerinnen tänzerisch mit Bewegungsimpulsen experimentieren und dabei Hemmschwellen durch kreative Improvisation abbauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Herleitung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf sportwissenschaftliche Fachliteratur, insbesondere von Rosenberg und Weineck, um die didaktischen und methodischen Entscheidungen theoretisch zu fundieren.
Welche Aspekte werden im methodischen Hauptteil behandelt?
Es werden verschiedene Übungsformen wie die "Imitationsschlange" und die "Rautenimprovisation" sowie der Einsatz von Impulskarten für die Binnendifferenzierung detailliert beschrieben.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tanzimprovisation, Koordinationsförderung, methodische Differenzierung und Bewegungsgestaltung charakterisiert.
Warum spielt die Wahl der Halle bei der Planung eine Rolle?
Aufgrund der Klassengröße und der gewählten Tanzform ist eine räumlich passende Umgebung entscheidend, um den Schülerinnen genügend Bewegungsfreiraum und Konzentrationsmöglichkeiten zu bieten.
Wie gehen Sie mit heterogenen Leistungsniveaus in der Tanzstunde um?
Durch gezielte Differenzierungsangebote in Form von Impulskarten können Schülerinnen ihre Aufgaben individuell anpassen, sei es durch Vereinfachungen oder durch den Einsatz des ganzen Körpers für eine höhere Schwierigkeitsstufe.
- Quote paper
- Juliane Schäfer (Author), 2009, Unterrichtsstunde: Tanzimprovisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145556